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Alt 17.12.2016, 16:08   #151
hobome
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Das war jetzt ein echter Schock! Ich arbeite gerade an einer ausführlichen Biografie von Keith Emerson, aber das ist dann wohl Geschichte. ....

Eine der schönsten Plattenhüllen des 20. Jahrhunderts...
Warum ist die Bio von Keith Emerson jetzt Geschichte?
Das fände ich sehr Schade! Deine Bio's oder auch Videovorschläge lese ich sehr gerne, da ist immer Interessantes drin. Ausserdem hast du einen guten, angenehmen Stil.
Also >> Ran an die Tasten!! ;-)

Und ja, die Plattencover von Anno dazumal vermisse ich auch.

Cheers
hobome
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Alt 24.12.2016, 18:16   #152
hobome
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Rick Parfitt ist gestorben

Ich hatte die Hoffnung, das die lange Liste für dieses Jahr nicht noch länger wird. Vergebens

Heute Mittag, am 24.12.2016 verstarb


Richard "Rick" John Parfitt
* 12. Oktober 1948 in Woking, Surrey; † 24. Dezember 2016 in Marbella, Spanien


Gründungsmitglied, Rythmusgitarrist und Sänger von

"The Status Quo".


Nach über 50 Jahren wahnwitzigem Geschrubbe auf der Bühne, vier Herz - Bypässen und einem Stent nach Infarkten in den letzten 20 Jahren starb er nun an einer Infektion nach einer Schulter - OP.

News (English) "The Guardian"

Die R'n'R - Welt hat einen der härtesten und besten Rythmusgitarristen verloren, den die Fans als sympathischen und charismatischen Typen ohne Allüren in der Mitte von SQ neben Franzis Rossi kannten.


Live waren sie einfach irre; wer da nicht tanzte, war schon tot!
>> Live in Montreux 2009
>> Live in Donington 2014


Der "Hauptstadtrocker"! :-)

Ich bin wahnsinnig traurig, freue mich jedoch ihn mit "Quo" einige Male
gesehen und gehört haben zu dürfen.

Ciao Rick, war eine geile Zeit mit dir auf den Open-Airs



cheers
hobome
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Geändert von hobome (24.12.2016 um 18:35 Uhr) Grund: Links rein
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Alt 26.12.2016, 10:41   #153
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George Micheal verstorben

Gestern, am 25.12.2016 verstarb


George Micheal, bürgerlich Georgios Kyriakos Panagiotou
* 25. Juni 1963 in Finchley, London; † 25. Dezember 2016 in Goring-on-Thames, Oxfordshire


Seine Karriere begann mit der Popband "Wham", die er 1981 mit Andrew Ridgeley gründete.
Er wurde schnell zum Teenystar, bemerkte Anfang der 1990er das er homosexuell ist und durchlebte lange Zeiten
mit Depressionen und Drogenkonsum, nachdem erst sein Lebensgefährte Anselmo Feleppa '93 und vier Jahre später seine Mutter verstarb.
Bis Anfang der 2000er verfolgte ihn das Thema Homosexualität, bis heute stand er immer wieder zu nahe bei den Drogen.

Er starb friedlich zu Hause an Herzversagen.

>> Jesus to a Child (gewidmet Anselmo Feleppa)

>> Last Christmas



Cheers
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Geändert von hobome (26.12.2016 um 11:22 Uhr)
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Alt 29.12.2016, 10:47   #154
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Knut Kiesewetter verstorben

Gestern, am 28.12.2016 verstarb


Knut Kiesewetter
* 13. September 1941 in Stettin; † 28. Dezember 2016 in Garding


Der Knut war ein Friese, der als Jazzsänger, Liedermacher, Komponist
und Produzent bekannt wurde. Seit dem 14 Lebensjahr spielte er Posaune und schrieb später auch Bücher.
Er arbeitete zusammen mit Chet Baker, Dizzy Gillespie und Joe Zawinul
genauso wie mit seinen Geschwistern Sigrun und Hartmut.
Sein Musikstil spann sich von Folk über Blues und Jazz bis Soul, genauso wie Oldtime Jazz und Beebop.

>> Meldung im Spiegel

>> http://www.knutkiesewetter.de >> "Lifeline"

Ich kannte und schätzte ihn als politischen Liedermacher zusammen und im Umfeld von Hannes Wader und Co.

Ruhe in Frieden


Cheers
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Geändert von hobome (29.12.2016 um 11:28 Uhr) Grund: Bachstuben zerdreht
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Alt 29.12.2016, 11:26   #155
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Alphonse Mouzon verstorben

Bereits am 25.12.2016 verstarb


Alphonse Mouzon
* 21. November 1948 in Charleston, South Carolina; † 25. Dezember 2016

Er war Schlagzeuger, der auf vielen Jazzplatten der großen Musiker wie George Benson,
Chubby Checker und Carlos Santana zu hören ist und
auch bei Liveauftritten den Takt vorgab und nicht zuletzt Gründungsmitglied von "Weather Report".
Ein grosser Studio- und Jam - Musiker, der gegangen ist.


>> Weather Report - Third Stone from the Sun
>> Alphonse Mouzon's Mind Transplant featuring Alex Skolnick, Rhonda Smith, S. Weingart - "Nitroglycerin"
>> Al Di Meola wtih Jaco Pastorius and Alphonse Mouzon - Golden Dawn Suite

Einer derer, die man leicht übersah, aber sicher hörte.

Ruhe in Frieden


Cheers
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Geändert von hobome (29.12.2016 um 11:29 Uhr)
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Alt 29.12.2016, 11:48   #156
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Debbie Reynolds verstorben

Gestern, am 28.12.2016 verstarb


Mary Frances "Debbie" Reynolds
* 1. April 1932 in El Paso, Texas; † 28. Dezember 2016


Bekannt geworden ist die Musicalsängerin und Schauspielerin durch den Film "Singin' in the Rain" an der Seite von Gene Kelly.
Danach startete sie eine große Musicalkarriere am Broadway.
Viele Filme und auch einige Schallplatten folgten.

Am 21.10.1956 kam ihre Tochter Carrie Frances Fisher zur Welt, die als Prinzessin Leia in den Star Wars - Filmen berühmt
wurde und nur einen Tag vor ihrer Mutter verstarb.
Debbie Fisher starb an einem Schlaganfall während der Vorbereitungen zur Beerdigung ihrer Tochter.


>> Debbie Reynolds - "Tammy" Live at Liverpool Philharmonic Hall 8th April 2010
>> Debbie Reynolds - "Tammy"



Ruhe in Frieden


Cheers
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Geändert von hobome (29.12.2016 um 12:25 Uhr)
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Alt 29.12.2016, 12:09   #157
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Alexandrow - Ensemble verunglückt

Am 25.12.2016 verunglückten


65 Sänger und Musiker des Alexandrow - Ensembles


Das 1928 von Alexander Alexandrow gegründete Akademische Gesangs- und Tanzensemble der russischen Armee
ist ein vielfach ausgezeichnetes Ensemble aus Russland.
Sein Repertoire reicht von russischen Volksliedern über Kirchenlieder und Opernarien bis zu modernen Stücken.
In Westeuropa bekannt wurde die Zusammenarbeit mit den finnischen Leningrad Cowboys,
mit denen sie sogar auf Tournee gingen.


>> Alexandrow Ensemble Deutschland 2013 - Skyfall
>> Leningrad Cowboys / Alexandrow Chor - Knockin' on Heavens Door

>> Meldung BR - Klassik


Das Ensemble wird weiter leben.

In Gedenken an 65 großartige Künstler.



Cheers
hobome
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Alt 29.12.2016, 13:20   #158
hobome
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Danke und ein gesundes neues Jahr

"Meine Güte," denke ich mir, "da habe ich mich auf etwas eingelassen,
als ich anfing die Todesnachrichten von verstorbenen Musikern hier zu dokumentieren."

Als Ende 2015 einer nach dem anderen mir bekannten Musiker starb (Lemmy), bin ich irgendwie da hineingeschlittert.


Aber so tragisch manche Tode sind, wie die bei einem Flugzeugabsturz verunglückten 65 Musiker des Alexandrow - Ensembles,
so sehe ich bei dieser Tätigkeit auch viel Positives.
Selten habe ich so intensiv nach Musikvideos recherchiert, bin Verbindungen von Musikern zu Bands gefolgt und habe so Künstler und
Musik kennen gelernt, die ich sonst wahrscheinlich nie gehört hätte.

So kann ich mich an einer an sich traurigen Beschäftigung erfreuen, Neues und Schönes, Fremdes und Wirres zu entdecken.
Genauso wie lange vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen.


Nachdem ich jetzt vom Weihnachtspunk mit Kind und Enkel zurück bin, mich meines und des Lebens meiner Lieben erfreue,
möchte ich hier einfach mal Danke sagen.

An euch Leser, Danke für's Lesen!
Es ist ein vielfach befriedigenderes (und aufregenderes) Gefühl zu wissen, das jemand mitliest, als für den Papierkorb zu tippen.
Und vielleicht habe ich dem Einem oder der Anderen einen Künstler (leider Posthum) näher gebracht. Das würde mich freuen.

An @Wolf, dem Threadersteller. Danke für die Idee, diesen Thread in's Leben zu rufen!
Und Danke für die Klasse deiner Rezensionen und Beiträge, für die vielen Stunden und Tage Arbeit, die Du da reinsteckst.
Und dafür, das ich mich in deinem Thread austoben darf.

Und Danke an alle Künstler und Musiker!
Ohne euch wäre es einfach trauriger auf der Welt!
Danke für die Musik!


Seit nicht traurig ob der vielen, die ihr vermissen werdet.
Freut euch, das sie da waren und an dem, was sie uns hinterließen!

Ein schönes, gutes und gesundes neues Jahr 2017 wünscht euch

Euer
hobome

Cheers!
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Alt 29.12.2016, 15:58   #159
Mathe Man
 
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Alphonse Mouzon, das tut mir weh. Ein Musiker der meinen Musikgeschmack mit geprägt hat und viele unvergessliche Stunden mir beschert hat.
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Sterbe aktiv, nimm deine Übergangsjacke und geh ins Licht.
Kätzepyürin pümpeln
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Alt 31.12.2016, 13:24   #160
The Wolf
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Danke an alle,

die diesen Thread mitgestalten!

Mein Dank gilt Dir, Hobome, für den Blumenstrauß, den Du mir gerade überreicht hast, sowas tut immer gut. Ich bedanke mich aber auch für Deine tatkräftige Arbeit in der letzten Zeit hier, das ist mehr, als ich selbst jemals leisten könnte. Denn Musiker sterben offenbar gefühlt wie die Fliegen in letzter Zeit, und das wird nicht besser. Ich denke mit Grausen an den Tag, wo Mick Jagger stirbt oder Ian Anderson of Jethro Tull....

Mein Dank gilt auch Euch allen, die Ihr hier regelmäßig vorbeischaut, sei es zum Lesen oder auch nur (habe ich geschrieben "auch nur"?) um Musikclips zu hören - jeder Klick hier ist ein Ansporn, weiter zu machen, um möglichst noch eins draufzulegen.
Es fehlen noch Dutzende großer Namen wie John Lennon, George Harrison oder große Frauennamen wie Janis Joplin oder Amy Winehouse.... Jede Rezension fördert auch für mich alten Hasen etwas Neues zutage, dass auch ich so nicht wusste. Vielen Dank an Euch alle!


An dieser Stelle gab es bisher immer so eine Art Musik der Lebenden an die Toten, aber dafür hebe ich heute keine Zeit.
Trotzdem ein kleines Augenzwinkern - wie wärs, wenn wir mal einen Toten und einen Lebenden zusammen auftreten lassen? Wie wärs mit

MERLE HAGGARD und WILLIE NELSON?

Warum gerade die beiden und warum gerade dieser Song? Nun ja, wir gehen einem turbulenten Jahr entgegen: Euro-Krise, Europa-Krise, eine umstrittene Kanzlerin, ein durchgeknallter US-Präsident - ich sehe dem neuen Jahr mit Bangen entgegen. Nur: Tief gespaltene Gesellschaften gab es auch früher schon, zum Beispiel in den USA in den frühen Siebzigern. da standen sich Hippies und Rednecks unversöhnlich gegenüber und schmähten sich in Liedern. Heute haben sie sich versöhnt und singen GEMEINSAM augenzwinkernd. Das macht Hoffnung für uns alle.....


Merle Haggard & Willie Nelson - OKIE FROM MUSCOUGEE
https://www.youtube.com/watch?v=n4AgZST_TG8



GUTEN RUTSCH und alles Gute für 2017!!
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Alt 13.01.2017, 20:40   #161
The Wolf
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David bowie...

Gleich gibts ein David - Bowie - Special auf ARTE:


ARTE 21.45 Uhr - David Bowie - DIE LETZTEN JAHRE

ARTE 23.15 Uhr - David Bowie - REALITY TOUR DUBLIN




So, und von mir gibts auch noch eine Kleinigkeit:

Diese Szene entstand am 15. Januar 2016, also vor fast einem Jahr. Sie spielte in Berlin vor dem Haus Potsdamer Straße 155 in Berlin - Schöneberg. Das ist das Haus, in dem David Bowie zusammen mit Iggy Pop in seiner Berliner Zeit wohnte. Mittlerweile ist das Haus mit einer "Berliner Ehrentafel" versehen. Auf diese Weise ehrt die Stadt Berlin verdiente Mitbürger. Momentan läuft das Verfahren, Bowie zum Ehrenbürger Berlins zu machen

https://www.youtube.com/watch?v=sQbn3gYDns4&t=20s



credits:
Radio Moabit - A Free Voice From Berlin
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Geändert von The Wolf (13.01.2017 um 20:50 Uhr)
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Alt 17.01.2017, 12:09   #162
Naceren49
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Hallo,

also ich finde, dass Joe Cocker einer der herausragendsten Künstler gewesen sein und ich finde es unheimlich traurig, dass er 2014 von uns gegangen ist. Mein herzlcihes Beileid.

Lg
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Alt 22.01.2017, 17:01   #163
The Wolf
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Das....

AFRO - AMERICAN - SPECIAL:


Sie wurden in Afrika geraubt, wie Ölsardinen in stinkige Schiffe gesperrt, um in Nordamerika, in Südamerika und in der Karibik wie Vieh ausgestellt und öffentlicht versteigert zu werden wie eine Ware. Sie wurden erniedrigt, mißbraucht, ausgepeitscht, zu Tode geschunden, mit Hunden gehetzt, vergewaltigt - es gibt wohl keine Scheußlichkeit, die diese Menschen nicht erdulden mussten. Ihr einziges Verbrechen: Sie hatten eine dunkle Hautfarbe im Gegensatz zu ihren weißen Herren und Besitzern, die sich als "Kulturmenschen" empfanden.
1860 wurden die schwarzen Menschen offiziell von der Sklaverei befreit, an ihrer sozialen Diskriminierung hat sich nichts geändert. Noch 1965 hetzte die weiße Polizei Alabamas scharfe Hunde auf ihre Mitmenschen, deren "Verbrechen" es war, ihre Stimme bei Wahlen abgeben zu wollen - Soldaten und Nationalgarde mussten ihnen den Weg bahnen, um zur Registrierungsstelle vorgelassen zu werden. Unglaublich, oder?
Es mussten noch einmal 50 Jahre vergehen, bis Amerika bereit war, einen Präsidenten zu wählen, der dunkler Hautfarbe war..... mehr als 150 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei. Und: War Amerika wirklich bereit dafür? Die geschichtliche Bewertung der Präsidentschaft von BARAK und MICHELLE OBAMA steht noch aus - ein Höhepunkt amerikanischer Geschichte war sie allemal. Dankeschön; wir werden Euch vermissen!


Michelle und Obamas erster Tanz..
https://www.youtube.com/watch?v=_lmMqqNlo7I



Liebe Leute, es ist heute, da erneut ein weißer Mann von zweifelhafter Qualifikation das höchste Amt der USA und der Welt innehat, Zeit, Rückblende zu halten und die amerikanischen Mitbürger mit dunkler Hautfarbe zu ehren, die tatkräftig mitgeholfen haben, die Vereinigten Staaten aufzubauen, zu entwickeln und zu bereichern. Gut gemacht, liebe Leute! Zeit, Tribut zu erweisen, und hier gehts los:


JOHN LEE HOOKER (1917 - 2001) feat. Van Morrison - SERVES ME RIGHT TO SUFFER
https://www.youtube.com/watch?v=kdLz-Rr3Eho

JIMMY REED (1925 - 1976) - SHAME, SHAME, SHAME
https://www.youtube.com/watch?v=BdoF1oP2Pns

LIGHTNIN`HOPKINS (1912 -1982) - COME ON WITH ME
https://www.youtube.com/watch?v=1ePPo9bbzic

MUDDY WATERS (1913 - 1983) - I`M A KINGBEE
https://youtu.be/SgsBc3_bXyU

SONNY BOY WILLIAMSON (1914 - 1948) - KEEP IT TO YOURSELF
https://www.youtube.com/watch?v=GtRxJDb3vlw

EDDY TAYLOR (1923 - 1985) - RIDE ÈM ON DOWN (1955)
https://www.youtube.com/watch?v=JdyYsMtiPlk

B.B. KING (1925 - 2015) - THR THRILL IS GONE (live Montreux 1993)
https://www.youtube.com/watch?v=4fk2prKnYnI

ELLA FITZGERALD (1917 - 1996) & LOUIS ARMSTRONG (1901 - 1971) - SUMMERTIME
https://www.youtube.com/watch?v=MIDOEsQL7lA

IKE TURNER (1931 - 2007) & TINA TURNER (1939 - ) - NUTBUSH CITY LIMITS
https://www.youtube.com/watch?v=8oRW9cN3ucg

PRINCE (1958 - 2016) & the Revolution - PURPLE RAIN (American Music Awards 1985)
https://www.youtube.com/watch?v=4vJMTKtY4U8

TRACY CHAPMAN (1964 - ) - BABY CAN I HOLD YOU
https://www.youtube.com/watch?v=kjRo_CHSdt0

CHUCK BERRY (1926 - ) feat Keith Richards - NADINE
https://www.youtube.com/watch?v=5madtiLf7DI

FATS DOMINO (1928 - ) - BLUEBERRY HILL
https://www.youtube.com/watch?v=8mix3gmzPa0

OTIS REDDING (1941 - 1967) - DOCK OF THE BAY
https://www.youtube.com/watch?v=rTVjnBo96Ug

BEN E. KING (1938 - 2015) - STAND BY ME (2007)
https://www.youtube.com/watch?v=xjZldG5qkV4

JIMI HENDRIX (1942 - 1970) - HEY JOE (Monterey Pop Festival 1967)
https://www.youtube.com/watch?v=sNm6pf8-MB8

BO DIDDLEY (1928 - 2008) feat. NORMA-JEAN WOFFORD (1942? - 2005) - ROADRUNNER
https://www.youtube.com/watch?v=9Hy6EiiNUmA

HOWLIN`WOLF (1910 - 1976) - SMOKESTACK LIGHTNING (1964)
https://www.youtube.com/watch?v=09j6vMdKi3E

LUTHER ALLISON (1939 - 1997) - IT HURTS ME TOO
https://www.youtube.com/watch?v=5MqYPyRkcNs

JAMES COTTON (1935- ) - HONEST I DO
https://www.youtube.com/watch?v=98lyMT8vwhM

MIGHTY SAM McCLAIN (1943 - 2015) - WHEN THE HURT IS OVER
https://youtu.be/J4YPMiFaPWo

BOOKER T & THE MGs (1944 - ) - GREEN ONIONS
https://www.youtube.com/watch?v=WB5VD_Z5Zvg

BILLY PRESTON (1946 - 2006) - GET BACK
https://www.youtube.com/watch?v=bMMPFrSPLuM

RAY CHARLES (1930 - 2004) - I CAN´T STOP LOVING YOU
https://www.youtube.com/watch?v=aQXsM1l2wZ8

ARETHA FRANKLIN (1942 - ) feat The Blues Brothers - THINK!
https://www.youtube.com/watch?v=cGXU7268Z50

SONNY TERRY (1911 - 1986) & BROWNIE McGHEE (1915 - 1996) - MIDNIGHT SPECIAL
https://www.youtube.com/watch?v=-TVjsjqGMf0

PAPA JOHN CREACH (1917 - 1994) - SWEET LIFE BLUES
https://www.youtube.com/watch?v=Ww9LJlFIssY

DIANA ROSS (1944 -) & THE SUPREMES - STOP IN THE NAME OF LOVE (Ready, Steady, Go ! 1965)
https://www.youtube.com/watch?v=JC-MDYopSoA

PP ARNOLD (1946 - ) feat. Dr. Robert - THE FIRST CUT IS THE DEEPEST (Black staff Sessions)
https://www.youtube.com/watch?v=hm-LpGjvl2w

JAMES BROWN (1933 - 2006) - SEX MACHINE (1971)
https://www.youtube.com/watch?v=XeNY-_Jo6oQ

MARVIN GAYE (1939 - 1984) - SEXUAL HEALING
https://www.youtube.com/watch?v=rjlSiASsUIs

LENNY KRAVITZ (1964 - ) - AMERICAN WOMAN
https://www.youtube.com/watch?v=UzWHE32IxUc

ISAAC HAYES (1942 - 2008) - SHAFT (Lifebeats - The Beat Goes On 1995)
https://www.youtube.com/watch?v=uy_uyxwxT_M

JOHN LEE HOOKER feat. Bonnie Raitt - I´M IN THE MOOD (Santa Barbara 1991)
https://www.youtube.com/watch?v=QQxgyVydKy8

MUDDY WATERS feat. The Rolling Stones - MANNISH BOY (live at Checkerboard Lounge 1981)
https://www.youtube.com/watch?v=32YQYJuxyn0

BO DIDDLEY feat. Tom Petty & Band - MONA
https://www.youtube.com/watch?v=YVRtQUTd7Gk

TRACY CHAPMAN feat. Eric Clapton - GIVE ME ONE REASON (1999)
https://www.youtube.com/watch?v=YIXh0JNvuHs

BO DIDDLEY - BO DIDDLEY (Inauguration Party von Bill Clinton zur 2. Amtszeit)
https://www.youtube.com/watch?v=gY_lLXYb94A

LOUIS ARMSTRONG (1901 - 1971) - WHAT A WONDERFUL WORLD
https://www.youtube.com/watch?v=CWzrABouyeE


Was kann man nach diesem Song noch sagen? Zeit, nach Hause zu gehen - nach Chigago, zur Southside, wo der City Blues erfunden wurde und wo Michelle und Barak Obama ihre politische Karriere begannen. Also:


SWEET HOME CHICAGO - BARAK OBAMA, Buddy Guy Band & Friends
https://www.youtube.com/watch?v=xPFtzUilUSI

Wenn ich mir den Neuen im Weißen Haus ansehe, den mit der Tolle, dann wird schon nach wenigen Tagen klar, was wir mit dem alten Präsidentenpaar verloren haben. Und wenn ich mir die Musikclips hier nochmal ansehe, dann bin ich der sicheren Meinung, dass das schwarze Amerika das bessere Amerika ist. Für diejenigen, die pessimistisch in die Zukunft schauen oder gar Zukunftsängste vor dem Mann mit der Abrißbirne haben, habe ich auch noch einen musikalischen Trost der wunderbaren Robert Cray Band:


ROBERT CRAY BAND - DON`T BE AFRAID OF THE DARK
https://www.youtube.com/watch?v=Ra2Qndv_xeE



In dem Sinne!

EDIT:
So, jetzt habe ich nochmal korrigiert und nachgelegt. Ein Wunder, wie kurzlebig manche Links sind. Mal sehen, wie alt Jimi Hendrix diesmal wird. 10 Tage? 14 Tage? Während ich an dieser Linksammlung rumgebastelt habe, habe ich nicht nur sehr viel dazugelernt (wie immer), sondern meine Wut über den Neuen im Weißen Haus steigt von Tag zu Tag. Wenn ich all die großartigen Musiker dunkler Hautfarbe sehe, wird mir vielleicht erstmals klar, wie groß ihr Einfluß auf die amerikanische und europäische Musikszene wirklich ist. Ich bin mittlerweile der festen Meinung, dass wir hier das eigentlich bessere Amerika sehen. Ich habe das dumme Gefühl, dass eine ganze Ära zuende gegangen ist, an das, was kommt, will ich nicht denken, es reizt einen nicht wirklich. Wie BB King gesungen hat: "The Thrill is Gone".... Das soll es jetzt endgültig sein, obwohl mir klar ist, dass man noch lange so weitermachen könnte. Sicher habe ich viele Künstler vergessen, die Jazzszene fehlt und die moderne HipHop- und House - Szene auch. Ist zum Schluss irgendwie eine Tracy Chapman - Sammlung geworden, woran das wohl liegen mag (Hähähä...). Ich bitte den Heilgen Bill und die Heilige Elekrta, dass alles funktioniert...



Und so wird es weitergehen, wenn mich nicht der Schlag trifft:

https://www.youtube.com/watch?v=mllCL8h_i_s
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Geändert von The Wolf (12.02.2017 um 01:35 Uhr)
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Alt 13.02.2017, 00:36   #164
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in memoriam....

AL JARREAU (1940 - 2017)


Wieder hat es einen der ganz Großen getroffen: Den siebenfachen US- amerikanischen Jazz - Sänger und Grammy - Preisträger AL JARREAU.
Der Sänger verstarb gestern im Alter von 76 Jahren, nachdem er erst wenige Wochen zuvor seine aktuelle Tournee abbrechen musste. Vor wenigen Tagen verkündete er, dass er seine musikalische Karriere für immer beeinden würde.

Rest in Peace, Al!

AL JARREAU IST TOT
http://www.spiegel.de/kultur/musik/a...a-1134237.html


AL JARREAU - YOUR SONG
https://www.youtube.com/watch?v=OH7xg5Eoi2E
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Alt 20.02.2017, 19:36   #165
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GERRITT MEIJER (12.03.1947 - 20.02.2017)


PVC - BERLIN BY NIGHT
https://www.youtube.com/watch?v=t47zDQ8HllQ




Berlin trauert um "PAPA PUNK".

West-Berlin, Februar 1977: Gerritt Meijer, Sohn einer deutschen Mutter und eines holländischen Vaters, besucht das Konzert der britischen Punk-Band "The Vibrators" im Berliner "Kant-Kino", einem gemischten Veranstaltungsort, in dem Kinobetrieb läuft und auch Musikbands auftreten. Während des Konzerts lernt Gerritt einige andere Besucher kennen und gemeinsam starten sie 4 Wochen später ein Bandprojekt namens "PVC" - vermutlich die erste Berliner Punkrockgruppe. Schon bald mischt "PVC" ganz vorne mit und wird zur Ikone Westberliner Musik, Lifestyle und Nachtleben junger Leute - ein Mythos, der bis heute anhält und Berlin zu einer der beliebtesten Partylocations weltweit macht.
PVC bestand 8 Jahre lang, löste sich auf, die Mitglieder spielten bei anderen Gruppen, die Band fand wieder zusammen. Zwei der ursprünglich 4 Gründungsmitglieder sind schon länger Clubmitglieder hier - und ab heute auch GERRITT MEIJER, der Junge aus Berlin - Neukölln. Gerritt wurde 69 Jahre alt und erlag einem Herzinfarkt.

Lassen wir ihn noch einmal in alten und nicht so alten Music-Clips aufleben und seine Geschichte erzählen:

PVC - Als der Punk nach Deutschland kam...
https://www.youtube.com/watch?v=Qaw1szBW8ac

Berlin, Punk, PVC - Als der Punk nach Berlin kam...
https://www.youtube.com/watch?v=3VN69A_waQQ



Machs jut, Gerritt - und grüß den Alten da oben, du weest schon, den mit dem Bart und Schlüssel. Wir kommen ooch bald....



credits:
Wolvesdawn
jockelraecher
hielke gerritse
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Geändert von The Wolf (20.02.2017 um 19:41 Uhr)
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Alt 17.03.2017, 20:56   #166
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Frank Zappa - ZAPPED!

Gleich gibt es eine filmische Biographie über FRANK ZAPPA und sein Leben, und zwar hier:


"ZAPPED" am Freitag, dem 17.03.2017 um 21.45 auf ARTE. Der Film dauert eine Stunde.

Viel Spaß!
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Danke sagen:
Alt 19.03.2017, 01:09   #167
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in memoriam...

Wieder ist einer der ganz Großen von uns gegangen:



Charles Edward Anderson Berry, genannt CHUCK BERRY (1926 - 2017)

Chuck Berry war einer der ganz großen des Rock`N´Roll, ein Vorbild sowohl für die Beatles und die Rolling Stones, mit denen der Mann aus St. Louis öfter mal zusammen jammte. Berry wurde 90 Jahre alt.

Farewell, old friend... no more duck-walk on stage...


Chuck Berry feat. Keith Richards - NADINE
https://www.youtube.com/watch?v=5madtiLf7DI
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Alt 19.03.2017, 12:31   #168
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Immerhin mal nicht vorzeitig gestorben.
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aber sonst alles in Ordnung
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Alt 28.05.2017, 19:20   #169
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in memoriam....

GREGORY LENOIR ALLMAN aka GREGG ALLMAN (1947 - 2017)

Heute verstarb im Alter von 69 Jahren Gregg Allman, der zusammen mit seinem Bruder Duane Allman einst die ALLMAN BROTHERS BAND gründete und dem Südstaaten - Rock zum Durchbruch verhalf. Die Band blickte auf eine mehr als wechselvolle Geschichte zurück und erfuhr zahlreiche Umbesetzungen und auch Auflösungen/ Neustarts. Sie war eine der populärsten Bands Amerikas und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter Grammys und der Aufnahme in dei Rock`n Roll HALL OF FAME. Gregg Allman war auch als Solist sehr erfolgreich. Gestern ist er an Leberkrebs verstorben. Rest in Peace, Gregg!



Southern Rock Pioneer Gregg Allman dies
https://www.youtube.com/watch?v=4X64-tJ2fCI

THE ALLMAN BROTHERS BAND - Whipping Post
https://www.youtube.com/watch?v=Rx_UaQx5eZQ

GREGG ALLMAN - Tuesday`s Gone
https://www.youtube.com/watch?v=-EOD8w-3Tz4

GREGG ALLMAN - These Days
https://www.youtube.com/watch?v=zCUxJFtTFNk

GREGG ALLMAN & CHER - Love me (live Old grey Whistle Test)*
https://www.youtube.com/watch?v=CBZUs5xLooQ

THE ALLMAN BROTHERS BAND - Jessica Live (1994)
https://www.youtube.com/watch?v=oABKdtbLPmQ


* Cher und Gregg Allman waren mehrere Jahre verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn
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Geändert von The Wolf (28.05.2017 um 20:15 Uhr)
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Alt 01.06.2017, 23:26   #170
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Mal ein Gedenken der anderen Art...

Heute, am 1. Juni 1967, also vor genau 50 Jahren, veröffentlichten THE BEATLES ihr bahnbrechendes Album "ST.PEPPERS LONELY HEARTS CLUB BAND", das wohl wichtigste Album der Popmusik - Geschichte.
Am 26. Mai war das Werk in Großbritannien veröffentlicht worden, am 30. Mai 1967 in Deutschland und am 1. Juni 1967 in den USA.

Ab Juni 1966 waren The Beatles nicht mehr live aufgetreten, da sie den Tournee - Stress endgültig satt hatten und wegen John Lennons Äußerung "Wir sind größer als Jesus" in verschiedenen Ländern Morddrohungen bestanden.
Im Oktober 1966 gingen die Beatles ins Abbey Road Studio und blieben 9 Monate lang drin. Aufgeboten wurde die modernste Studiotechnik der damaligen Zeit samt 40-Mann - Orchester. Mit der Single "Penny Lane/ Strawberry Fields Forever" kündigten die Beatles an, was auf die Fans zurollen würde - dann war wieder monatelang Sendepause. Heraus kam ein Jahrhundertalbum, das in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzte, auch für andere Bands. Der Bedeutung angemessen, wurde das komplette Album in den Radiostationen abgespielt und rezensiert, sehr zur Freude von uns Tonbandgeräte - Besitzern.

Gestern ist das Album wieder einmal erschienen, vom Original 4-Kanal- Masterband neu digitalisiert nach den Ansprüchen des Jahres 2017. Soll ein Leckerbissen sein, wie man hört - aber das alte tut es auch.

Und so klingt ein Jahrhundertwerk:

The Beatles - St. PEPPERS LONELY HEARTS CLUB BAND
https://www.youtube.com/watch?v=guiNy0jSKkI

The Beatles - GETTING BETTER
https://www.youtube.com/watch?v=QvMQWte5pik

The Beatles - A DAY IN THE LIFE
https://www.youtube.com/watch?v=usNsCeOV4GM

The Beatles - WITHIN YOU WITHOUT YOU
https://www.youtube.com/watch?v=y__Zs3e6BdA

The Beatles - LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS
https://www.youtube.com/watch?v=xxaOItEmu3U

The Beatles - WHEN I´M 64
https://www.youtube.com/watch?v=vAzaOZfgf0M

Sorry, als ganzes Album gibts das nur als Coverversoin bei YOUTUBE, und das wollt ich Euch nicht antun. Ein paar Einzelstücke müssen reichen. Viel Spaß!


Und dann habe ich doch noch was gefunden: Die BBC hat zum 40-jährigen Jubiläum eine einstündige Dokumentation herausgebracht. Sehr informativ dieser Blick hinter die Kulissen der vielleicht wichtigsten Jahre der Popmusik überhaupt. Viel Spaß!



IT WAS 40 YEARS AGO
https://www.youtube.com/watch?v=b-tMEFLgxso
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Geändert von The Wolf (01.06.2017 um 23:38 Uhr)
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Alt 16.06.2017, 21:09   #171
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Und noch eine Gedenkstunde:

Heute jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des legendären

MONTEREY POP FESTIVAL,

das drei Tage lang in Monterey, Californien, stattfand. Es war das erste Open-Air Rockmusik - Festival der Geschichte.

Das MONTEREY POP FESTIVAL steht am Beginn der musikalischen Revolution, die Amerika nachhaltig veränderte und in die gesamte Welt ausstrahlte. Vielleicht war es das wichtigste kulturgeschichtliche Ereignis des 20. Jahrhunderts und zeigte nachdrücklich, wie ein Musikfestival eine ganze Generation junger Leute verändern kann.

Es war der 18.Juni 1967, als ein gewisser JIMI HENDRIX seine Gitarre massakrierte und verbrannte vor den Augen schockierter Festivalteilnehmer und damit zum besten Gitarrenspieler aller Zeiten aufstieg....

Deshalb noch einmal einige Musikclips.... (Ich hoffe, bei Hendrix pfuscht nicht wieder die GEMA rein...)



QUICKSILVER MESSENGER SERVICE
https://www.youtube.com/watch?v=bqVVnExlX9c

CANNED HEAT - ROLLIN´ & TUMBLIN´
https://www.youtube.com/watch?v=mBpu3ia7Lwo

JIMI HENDRIX EXPERIENCE - HEY JOE
https://www.youtube.com/watch?v=sNm6pf8-MB8http://

JIMI HENDRIX EXPERIENCE - WILD THING FINALE
https://youtu.be/_-7toYWFEyk


In eigener Sache:

Das MONTEREY POP FESTIVAL wurde von mir im Rezensionsthread ausführlich rezensiert und mit Musik - Beispielen unterlegt. Nachlesen kann man das hier:

http://www.simforum.de/showpost.php?...4&postcount=82

Ich hoffe, die meisten der Musikbeispiele gehen noch.

So, viel Spaß!
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Geändert von The Wolf (16.06.2017 um 21:13 Uhr)
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Alt 02.07.2017, 01:24   #172
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in Memoriam - GREG LAKE (1947 - 2016)


GREG LAKE feat. Gary Moore- LUCKY MAN

https://www.youtube.com/watch?v=mllCL8h_i_s



Gregory Stuart „GREG“ Lake hatte als Kind zugleich Pech und Glück: Sein Glück bestand darin, in einer sehr lieblichen Gegend aufzuwachsen, sein Pech darin, in ein relativ armes Elternhaus hineingeboren zu werden. Greg Lake wurde am 10. November 1947 in Poole in der Grafschaft Dorset an der englischen Kanalküste geboren.

Im Laufe seines musikalischen Lebens erwarb sich Greg Lake die Berufsbezeichnungen Sänger, Komponist, Gitarrist, Bassist, Bandleader und Produzent. Als hauptberuflicher Musiker war Greg Lake seit seinem 17. Lebensjahr tätig.


KINDHEIT UND HERKUNFT

Sehen wir uns zunächst etwas in Dorset um, dort, wo Greg seine Kindheit verbrachte. Die Grafschaft Dorset ist ein reizvolles Hügelland im Süden Englands mit gemäßigtem Klima, das einen Teil der südenglischen Kanalküste bildet. Die Gegend ist lieblich und sie nennen es die „Englische Riviera“. An der Kanalküste wechseln sich kleine Strandabschnitte mit Steilküsten ab, es gibt eine Reihe von kleinen Buchten mit malerischen Orten, die zum Urlaub machen und Relaxen einladen. Ein solcher Ort ist auch Poole, wo Greg zur Welt kam.
Poole hat einen kleinen Hafen, eine Strandpromenade mit Orten, die die Touristen so lieben. Es wird alles da sein: Jede Menge Fish´n´Chips – Buden, wo man abends seine Mahlzeit aus dem Pappkarton isst und den Sonnenuntergang genießt, Cafés und Bäckereien für die älteren Ladies in ihren Strickjacken, die Süßes mögen und ihre Teatime dort verbringen, vielleicht gibt es auch einen „Pier“ mit Kino, Kirmesständen, einige Pubs, ein Varieté aus der guten alten Zeit…. Greg wuchs im Vorort Oaksdale auf, und da scheint es nur einstöckige Häuser zu geben bis heute – an der Hafenstraße oder der Meer-Promenade von Poole, dort, wo das volle Leben tobt, werden sie auch zweistöckige Häuser haben und sogar das eine oder andere dreistöckige Gebäude – mit anderen Worten: Greg Lake stammte aus der tiefsten Provinz.
Nach eigenen Angaben wuchs Greg Lake in einem dieser einstöckigen „asbestverseuchten“ Reihenhäuser auf, wie sie für Großbritannien nach dem zweiten Weltkrieg typisch wurden. Greg beschreibt seine Eltern als „sehr arm“ und er erinnerte sich an viele kalte Winter in dem Haus, als das Geld für die Heizung zu fehlen schien. Trotzdem bezeichnete er seinen Kindheit als glücklich und bemerkt, dass seine Eltern ihn selbst dann noch finanziell unterstützten, als er schon seine ersten musikalischen Engagements hatte, allerdings mit sehr geringem und stark schwankendem Einkommen.
Gregs Eltern waren Harry und Pearl Lake. Seine Mutter Pearl war Hausfrau, der Beruf seines Vaters wird mit „Engineer“ angegeben. Die Bezeichnung „Engineer“ ist keinesfalls mit dem deutschen Wort „Ingenieur“ gleichzusetzen und einem entsprechenden Berufseinkommen zuzurechnen, sondern bedeutet sinngemäß „Maschinist“, was eigentlich alles Mögliche bedeuten kann: Maschinenführer, Kranfahrer, Gabelstaplerfahrer – das Einkommen der Familie scheint jedenfalls sehr überschaubar gewesen zu sein.


GREG LAKES MUSIKALISCHER WERDEGANG

Nach Gregs eigenen Angaben entdeckte er 1957 die Musik von Little Richard und dessen Single - Hit „Lucille“. Damit war sein Interesse an Musik geweckt. Da war Greg etwa 10 Jahre alt. Eine weitere Inspirationsquelle war Gregs Mutter, die spielte ganz leidlich Klavier und organisierte diese netten kleinen Musikveranstaltungen in ihrem Örtchen, diese netten kleinen Charity - Partys. Die Eltern wollten das Interesse ihres Kindes fördern und schenkten ihm im Alter von 12 Jahren eine akustische Gitarre; es war auch um diese Zeit (also 1959), als Greg Lake erstmals einen Song komponierte – jenen späteren Welthit „Lucky Man“, einen Song, der offenbar direkt aus dem Märchenbuch entsprungen zu sein scheint (Märchen lasen in Großbritannien damals alle, nicht nur Kinder, wie wir später sehen werden). Vermutlich ist der Song unter der tatkräftigen Assistenz von Gregs Mutter Pearl entstanden, denn Greg gab seine Mutter als Komponistin an, da man ihm in seinem jugendlichen Alter die Urheberschaft sowieso nicht abgenommen hätte, wie er später erklärte.
Gregs Mutter förderte die Ausbildung ihres Sohnes durchaus zielstrebig und verschaffte ihm einen Musiklehrer, einen gewissen Don Strike, der eine Musikalienhandlung in Poole führte. Greg und Don Strike hielten es ein Jahr lang miteinander aus, dann trennten sie sich, weil Greg Sachen von den „Shadows“ spielen wollte, der Begleitgruppe von Cliff Richard, die Don Strike nicht im Angebot hatte…
Greg Lake besuchte die Oakdale Grammar School und anschließend die Henry Harbin Secondary Modern School, eine Schule, in der Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet wurden, was in Großbritannien zu der Zeit eher selten war. Etwa 1963 oder 1964 verließ Greg die Schule. Ob er einen Abschluss erreicht hatte, ist nicht belegt; sicher ist aber, dass er nie eine Universität besucht hat. Mit 16 oder 17 Jahren begann Greg Lake im Hafen von Poole zu malochen, unter der Berufsbezeichnung „Hafenarbeiter“ mag man sich alles vorstellen. Gregs Berufswunsch war allerdings Musiker, und in der Zeit machte er das, was alle musikbegeisterten jungen Leute tun: Sie gründen Bands, geben ihnen Namen, wechseln die Bands, wechseln die Namen – alle haben so angefangen, auch die Beatles…
Die Band, in der Greg Lake spielte, nannte sich „The Gods“, bis….


KING CRIMSON

Tja…bis ein gewisser Robert Fripp in Greg Lakes Leben trat. Robert Fripp war wie Greg Lake ebenfalls in Dorset geboren, also auch ein Provinz – Ei, und auch Robert Fripp war durch die Gitarrenschule eines gewissen Don Strike in Poole, Dorset gegangen. Robert Fripp hatte ein abgefahrenes Band – Projekt am Laufen, und er lud Greg Lake ein, dabei zu sein. Robert Fripps Band hieß KING CRIMSON, und das Album, dass Robert Fripp sich gerade ausdachte, hatte einen irren Namen: „IN THE COURT OF THE CRIMSON KING“.
An dieser Stelle ist es nötig, die reine Lebensbeschreibung von Greg Lakes Karriere einmal zu verlassen, denn was nun folgt, kann man nur begreifen, wenn man den Zeitgeist etwas erhellt, der vor nunmehr einem halben Jahrhundert in Großbritannien herrschte.
1967 war der „Sommer der Liebe“, nicht nur in den USA, sondern auch im Vereinigten Königreich; eine Welle von LSD schwappte durch London und anschließend durch die Provinzen, es entstanden erst der „London Underground“ und dann der kommerziellere Ausdruck „Swinging London“. Bewusstseinserweiterung war angesagt, das Niederreißen aller Grenzen, eine Revolution der Jugend. Man konsumierte Drogen zur geistigen Fortbildung, las Märchen, hörte dissonante Musik und tat alles, um das biedere britische Establishment zu schockieren. Man tanzte zu Stroboskop – Licht, wälzte sich nackt in Götterspeise, hörte „THE PINK FLOYD SYSTEM“, und eine Konzeptkünstlerin namens Yoko Ono fragte ihren neuen Boyfriend John Lennon: „John, Ihr macht Pop-Musik, willst Du das ewig so machen?“ Nein, das wollte man nicht! Die gesamte Musik – Industrie war im Umbruch, und die Produktion von Single – Hits galt plötzlich als irgendwie spießig. Es musste mehr sein: Lange Improvisationen, eine Rock – Oper oder noch besser ein „Konzept – Album“. Als Robert Fripp und Greg Lake zusammentrafen – das muss im verregneten November 1968 gewesen sein, scheint Robert das fertige Konzept für ein Album schon in der Tasche gehabt zu haben.


“IN THE COURT OF THE CRIMSON KING” – eine kurze Rezension

“IN THE COURT OF THE CRIMSON KING” bedeutet ins Deutsche übertragen etwa “Am Hofe des Höllischen Fürsten“ (also des Teufels). Das Album war das bislang ambitionierteste Projekt der jungen Musikform „Progressive Rock“, die ab etwa 1965 erste zarte Ausprägungen fand bei Bands wie The Beatles, The Beach Boys oder Jefferson Airplane. Als Türöffner wird oftmals das Beatles – Album „St. Pepper`s Lonely Hearts Club Band““ genannt, wichtiger ist meiner Meinung aber das erste Pink-Floyd – Album „THE PIPER AT THE GATES OF DAWN“, das im Sommer 1967 erschien. Musikkritiker sagen oft, dass Alben wie „The Piper at the Gates of Dawn“ oder eben auch vorliegendes King Crimson – Album „IN THE COURT OF THE CRIMSON KING“ da beginnen, wo „St. Pepper“ aufgehört hat – dieser Meinung bin auch ich.

„In The Court Of The Crimson King“ beginnt mit einem Knaller: Der Titel „21st CENTURY SCHIZOID MAN” ist ein echter Headbanger, der die Entwicklung zu Stilrichtungen wie Hardrock und Heavy Rock eröffnete, die damals noch nicht existierten. Dieser „harte“ Beginn bleibt allerdings die Ausnahme, alle anderen Songs sind eher leise und verspielt. Die Musik hat mit Beat- oder Rockmusik wenig zu tun (eigentlich gar nichts). Es gibt Flöten- und Bläsereinsätze, die an klassische Musik erinnern, Xylophone klimpern leise vor sich hin und zwingen zum Zuhören, es gibt breite klagende Mellotron-Klangteppiche und immer wieder plötzlich einsetzende Jazz – Improvisationen… Laute und leise Passagen folgen einander in schneller Abfolge. Und erst die Texte: Bei „King Crimson“ probiert man es erst gar nicht mit Versmaßen oder mit Standardthemen wie Liebe und Herzschmerz – „In the Court of the Crimson King“ – das ist vertonte Lyrik, erdacht von dem Dichter Peter Sinfield, der festes Band – Mitglied ist. Da wird verträumt vom „Moonchild“ gesungen, das durch Feenwälder tanzt, und am Ende gibt es das wuchtige „Epitaph“, einen 15- minütigen düsteren Abgesang auf eine Menschheit, die sich atomar selbst zerstört. Derartigen Kultur- und Wissenschaftspessimismus hatte die Welt noch nicht gesehen, man glaubte vor 50 Jahren noch fest an positive Utopien; Pessimismus und düstere Dystopien wie in unserer Zeit waren noch nicht in Mode. Und jedermann las damals Märchen – es war die hohe Zeit des „Lord of the Rings“ und seiner Adepten, und Tolkien – inspirierte Texte fanden ihren Weg in die musikalischen Medien. „Epitaph“ war dagegen ein bedrohlicher Meilenstein der Düsternis, gesungen von Greg Lake.

Greg Lake nahm die Einladung von Robert Fripp an, an diesem ambitionierten Projekt mitzuarbeiten. Lake, eigentlich Gitarrist, übernahm die Rolle des Bassisten und sämtliche Gesangsparts. Rückblickend betrachtet, begründete der gerade mal 21 – Jährige damit seinen Weltruhm. Die Bandgründung erfolgte am 12. Januar 1969, am nächsten Tag traf man sich erstmals zur Bandprobe. Am 9. April 1969 war die Band bühnenreif und ihr erster öffentlicher Auftritt im Londoner „Speakeasy - Club“ beeindruckte anwesende Musikerkollegen so sehr, dass die Band einen Plattenvertrag samt Produktionszusage erhielt. Produzent sollte Tony Clarke sein, der vorher die „Moody Blues“ betreut hatte. Vom 12. bis 19. Mai 1969 traf sich die Band in den Londoner Morgan – Studios. Nach einer Woche schmiss Tony Clarke genervt das Handtuch: „Diese Jungs wissen gar nicht, was sie wollen!“ Robert Fripp wusste sehr wohl, was er wollte; er wollte nicht so klingen wie die Moody Blues, sondern wie King Crimson. Die Aufnahmesession platzte, und die beiden Manager von King Crimson, beides Neulinge im Business, mussten auf eigene Rechnung weitermachen – und Greg Lake übernahm die Rolle des Produzenten. Nochmal von vorne, Back to Number One, Please!
Neben der Aufnahmesession war auch der Plattenvertrag geplatzt. Robert Fripp gelang es, einen neuen Vertrag bei ISLAND RECORDS zu ergattern. Hier konnte die Band ihr Konzept umsetzen. Am 10. Oktober 1969 erschien „IN THE COURT OF THE CRIMSON KING“ in den Plattenläden und schoss auf Platz 5 der U.K. Album Charts. Die Musikzeitschriften überschlugen sich und sprachen von den „neuen Beatles“ (das taten sie auch bei Jethro Tull, wie ich mich erinnere).
Im Sommer 1969 hatten King Crimson einen weiteren mächtigen Karriereschub gehabt: Obwohl noch ohne Albumveröffentlichung, hatten die Rolling Stones „King Crimson“ eingeladen, als Vorgruppe im Londoner Hydepark aufzuspielen, und so wurde das Gedenkkonzert für den verstorbenen Stones – Gitarristen Brian Jones durch King Crimsons „21st Schizoid Man“ eröffnet. „King Crimson“ spielten vor 250 000 Leuten.


EMERSON, LAKE & PALMER

Im Herbst 1969 tourte KING CRIMSON erstmals durch die USA als Teil einer ganzen Gruppe von Bands. Damals war es üblich, Bands als „Bundle“ zu vermarkten und sie im Laufe des Abends nacheinander auftreten zu lassen. Dies steigerte die Vorfreude des Publikums auf die Haupt – Band des Abends und erhöhte in den Tagen danach deutlich die Verkaufszahlen in den Plattenläden, also eine Win-Win – Situation für alle Bands. KING CRIMSON waren ein Teil des Vorprogramms für die britische Progressive Band „THE NICE“, deren Programm darauf spezialisiert war, klassische Musikvorlagen zu adaptieren und zu rock – und jazzlastigen Klängen umzuformen. THE NICE befanden sich auf Abschluss – Tournee, der Frontmann der Band, der charismatische Keyboarder Keith Emerson, war längst dabei, ein neues Bandprojekt auf die Beine zu stellen. Und auch bei King Crimson waren Streitigkeiten über den weiteren musikalischen Weg ausgebrochen. Auf dieser Tournee verabredeten Greg Lake und Keith Emerson ihre zukünftige Zusammenarbeit. Einen geeigneten Drummer fanden sie in Carl Palmer, der zuvor bei ATOMIC ROOSTER getrommelt hatte. Die drei formten ein Power – Trio unter dem Namen EMERSON, LAKE & PALMER. Greg Lake beendete seine Verpflichtungen bei King Crimson, indem er noch einmal fast alle Gesangsparts auf dem 2. Album „In The Wake Of Poseidon“ übernahm. Das Album wurde noch erfolgreicher als das Erstlingswerk und erreichte Platz 4 in den britischen Album Charts.
EMERSON, LAKE & PALMER, kurz ELP genannt, hatten nichts von der verspielten Traummusik von King Crimson an sich, es war ein Powertrio durch und durch. Carl Palmer war ein Superdrummer, der seine überschüssige Energie in minutenlangen Soli auspowerte, und Emerson, der Keyboarder, hechtete über seine Hammondorgel, traktierte sie mit Messern, um sich dann seinem gigantischen Moog – Synthesizer zuzuwenden. Dazwischen bildete Greg Lake den ruhenden Pol. So etwas hatte die Pop – Welt noch nicht gesehen. In den siebziger Jahren, der Goldenen Zeit des Progressiven Rock, stieg ELP zu einer der berühmtesten Bands auf, die mehrmals rund um die Welt tourte und dabei jedes Stadion dieses Planeten restlos ausverkaufte. Greg Lake erreichte mit dieser Band den Höhepunkt seiner Karriere und konnte ein Leben lang davon zehren, musikalisch und finanziell.


DAS ENDE VON ELP UND DIE ZEIT DANACH

Zum Ende der Siebziger Jahre kam das langsame, aber nicht ganz unerwartete Ende von Emerson, Lake & Palmer. Greg Lake bekam immer mehr stimmliche Probleme (er war der einzige Sänger der Band) und er wollte einen ruhigeren, mehr balladesken Stil, der seinem eher gemütlichen Naturell entsprach. Emerson und Palmer wollten dagegen mehr ausgedehnte Instrumental – Improvisationen, zu denen sie auch körperlich in der Lage waren. Die Differenzen begannen, sich auch in der Arbeit niederzuschlagen, und das Album „Love Beach“ von 1978 kam nicht mehr so gut an. 1979 trennte sich die Band nach einer weltweiten Abschiedstournee.

Was machen arbeitslose Rockstars, die mit 30 Jahren finanziell ausgesorgt haben? Sie machen ausführlich Urlaub, hängen ab und dann machen sie ein Solo – Album, um es den anderen zu zeigen oder um sich einfach selbst zu verwirklichen – mit der Hoffnung, dass sich die Fans an sie erinnern. Keith Emerson machte sein Solo – Album, und Greg Lake machte gleich zwei Alben hintereinander (Greg Lake – 1981 und Manoeuvres – 1983). In den allermeisten Fällen gehen solche Soloprojekte schief oder werden bestenfalls als „ambitioniert“ wahrgenommen oder belächelt, da ihnen die Synergie – Effekte fehlen, die ein Bandprojekt nun mal zu dem machen, was es ist.
Der dritte von ELP, der Drummer Carl Palmer, versuchte es erst gar nicht mit einem Soloprojekt. Was sollte ein Album eines Drummers auch enthalten? Carl Palmer sah sich nach dem Ende von ELP sofort nach einem neuen Engagement um und fand es in der Band „ASIA“. Ab dem Ende der 70er Jahre war „Progressive Rock“ nahezu tot, und die aus zerbrochenen Bands hervorgegangenen Musiker suchten ziemlich verzweifelt nach neuen Engagements. Carl Palmer, der ELP – Drummer, war dabei am erfolgreichsten. Palmer übernahm den Job des Drummers bei der Band ASIA. Deren Programm war Mainstream – Rock im großen Stil, also der sogenannte „Stadium-Rock“. Dazu ist es nötig, einige große Namen als Magneten dabei zu haben und einen gefälligen Rock zu produzieren, der möglichst vielen Menschen gefällt, Mainstream eben, und schon ist eine Arena ausverkauft. Bands wie ELP, Led Zeppelin, Pink Floyd oder die Stones hatten das vorgemacht.
1983 machte Carl Palmer seinem Kumpel Greg Lake das Angebot, bei ASIA einzusteigen. Der sagte zu, man spielte einige großvolumige Konzerte, von denen der Auftritt im Budokan in Tokyo als Live – Album herauskam. Dann versuchte Greg Lake, den Stil balladesker zu gestalten, womit die Bandmates nicht einverstanden waren. Nach nur einem knappen Jahr trennten sich die Wege von Greg Lake und ASIA wieder.


TOTGESAGTE LEBEN LÄNGER: DIE SCHWIERIGE WIEDERGEBURT VON EMERSON, LAKE & PALMER

Während Lake und Palmer bei ASIA aktiv waren, versuchten Manager verschiedener Plattenlabels, die geldträchtige Marke ELP wieder zu beleben. Greg Lake und Keith Emerson überwanden ihre Differenzen, aber Carl Palmer war vertraglich an Geffen Records und die Band ASIA gebunden. Lake und Emerson gingen mit dem Drummer Cozy Powell auf Tour. Das lief gut und auch Powells Name passte gut. Da sie das alte Firmenlogo ELP benutzten, gab es Streit mit dem Originaldrummer Carl Palmer. Der Streit wurde gerichtlich beigelegt, und das Album musste unter de Vollnamen „Emerson, Lake & Powell“ erscheinen. Es blieb ein Einzelstück. Währenddessen erschienen immer wieder Kompilationen und Konzertmitschnitte früherer Konzerte von ELP, von deren Verkaufserlösen und Tantiemen die Mitglieder von ELP gut leben konnten. 1987 gab es einen erneuten Versuch, ELP zurück zu holen. Nach einer Woche war Schluss, wieder einmal hatte es Streit zwischen Lake und Emerson um die musikalische Richtung gegeben. Noch im gleichen Jahr versuchte Greg Lake einen neuen Anfang mit Geoff Downes (Keyboards) und Michael Giles (Drums). Sie produzierten acht Songs, von denen die meisten bis heute nicht veröffentlicht wurden.

1992, also 13 Jahre nach dem Ende von „Emerson, Lake & Palmer“, kamen die drei Streithähne wieder zusammen und diesmal gelang das Comeback. ELP produzierte die Alben „Black Moon“, ein schnörkelloses Rock-Album, und „In The Hot Chair“. Sie gingen auf eine mehrjährige Welttournee und zeigten es aller Welt noch einmal so richtig, insgesamt sechs Jahre lang. Die Reunion von Emerson, Lake & Palmer war also durchaus bemerkenswert, es war wesentlich mehr als nur ein Aufguss alter Standards. 1998 fand der letzte Auftritt in San Diego in Californien statt, dann waren Emerson, Lake & Palmer (fast) endgültig Geschichte. Greg Lake schloss sich danach dem ehemaligen „Beatles“ – Drummer Ringo Starr an und ging mit dessen „All Starrs“ auf Tournee…


GREG LAKES LETZTE PHASE

Im Jahr 2005 machte Greg Lake zum letzten Mal auf sich aufmerksam. Er hatte nun die „Greg Lake Band“, war also zum Abschluss seiner musikalischen Karriere auch noch Bandleader. Das Repertoire der Band enthielt als Höhepunkte Greg Lakes Single – Erfolge wie „Lucky Man“ oder auch Titel von „King Crimson“. Im Jahr 2010 gab es noch einmal einen Auftritt von EMERSON, LAKE & PALMER anläßlich des 40-jährigen Bandjubiläums. 2015 ergab sich noch einmal eine Collaboration mit Geoff Downes, dem Ex- Kollegen von ASIA.


Am 7. Dezember 2016 ist Greg Lake an einem Krebsleiden verstorben. Er wurde 69 Jahre alt.



DISKOGRAPHIE

Mit King Crimson
Mit Emerson, Lake and Palmer
Singles
  • 1970 – Lucky Man
  • 1973 – Jerusalem
  • 1973 – Still… You Turn Me On
  • 1977 – C’est La Vie
  • 1977 – Fanfare for the Common Man
  • 1977 – Tiger in a Spotlight
  • 1977 – Watching Over You
  • 1978 – Canario
  • 1981 – Love You Too Much
  • 1983 – Famous Last Words
  • 1992 – Black Moon
  • 1992 – Affairs of the Heart
Alben
Konzertalben und Kompilationen
  • 1974 – Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends – Ladies and Gentlemen … Emerson, Lake & Palmer (Als Dreifach-LP)
  • 1975 – I Believe in Father Christmas (EP)
  • 1979 – In Concert
  • 1980 – The Best of Emerson, Lake & Palmer
  • 1992 – The Atlantic Years (2 CDs)
  • 1993 – Live at the Royal Albert Hall
  • 1993 – The Return of the Manticore (CD Boxed Set)
  • 1994 – The Best of Emerson, Lake & Palmer (Victory)
  • 1996 – Works Live
  • 1997 – Greatest Hits Live
  • 1997 – Live at the Isle of Wight Festival
  • 1997 – ELP in Concert on the King Biscuit Flower Hour
  • 1998 – Then & Now
  • 2000 – Extended Versions
  • 2000 – The Very Best of Emerson, Lake & Palmer
  • 2002 – The Show that Never Ends
  • 2002 – Live in Poland
  • 2005 – Emerson, Lake & Palmer – Live at Montreux 1997
  • 2013 – Songs of a Lifetime
  • 2014 – Live from Manticore Hall
Solo
  • 1981 – Greg Lake
  • 1983 – Manoeuvres
  • 1995 – Greg Lake in Concert (King Biscuit Flower Hour)
  • 1997 – The Greg Lake Retrospective, From the beginning
  • 2002 – Nuclear Attack (Live)
mit Emerson, Lake & Powell
  • 1986 – Emerson, Lake & Powell
mit Asia
  • 2001 – Enso Kai – Live at the Budokan Tokyo 1983
mit Geoff Downes
  • 2015 – Ride the Tiger




MUSIKBEISPIELE:


Greg Lake mit KING CRIMSON - IN THE COURT OF THE CRIMSON KING (1969)
https://www.youtube.com/watch?v=eHJ7An2CMB4

Greg Lake mit KING CRIMSON - MOONSHILD (1969)
https://www.youtube.com/watch?v=1EVGR6rSu0c

Greg Lake mit KING CRIMSON - EPITAPH (1969)*
https://www.youtube.com/watch?v=mT5eVPOWhx4

* Filmszenen: "The Book of Eli" + diverse Pc- Animationen und PC Games

Greg Lake mit KING CRIMSON - 21th SCHIZOID MAN (1969 live Hyde Park)
https://www.youtube.com/watch?v=MM_G0IRLEx4



EMERSON, LAKE & PALMER - TAKE A PEBBLE (live 1970, Switzerland)
https://www.youtube.com/watch?v=IaYsgjn82GA

EMERSON, LAKE & PALMER - KNIFE-EDGE (live 1970, Beatclub, Deutschland)
https://www.youtube.com/watch?v=TQQdYokbp4E
(live)
EMERSON, LAKE & PALMER - THE SAGE (1970)
https://www.youtube.com/watch?v=l-NAMddQO1k

EMERSON, LAKE & PALMER - FANFARE FOR THE COMMON MAN (live Montreaal 1977)
https://www.youtube.com/watch?v=c2zurZig4L8

EMERSON, LAKE & PALMER - C`EST LA VIE (live 1977 Montreal)
https://www.youtube.com/watch?v=qAYzSHOzRHQ



Greg Lake with ASIA - ONLY TIME WILL TELL (live 1982 in The Budokan, Tokio)
https://www.youtube.com/watch?v=AaUot_QIHvM



EMERSON, LAKE & PALMER (live 1992, "Wetten, dass..")
https://www.youtube.com/watch?v=5qrQ7hLR_GE

EMERSON, LAKE & PALMER - BLACK MOON (live 1992 Budapest)
https://www.youtube.com/watch?v=xh1B2sVFwDI

EMERSON, LAKE & PALMER - PAPER BLOOD (live 1996 London)
https://www.youtube.com/watch?v=YleR7nLRWkg

EMERSON, LAKE & PALMER - TOUCH AND GO (live 1996 Rio de Janeiro)
https://www.youtube.com/watch?v=VlCYO3Bemc0

EMERSON, LAKE & PALMER - 21ST SCHIZOID MAN/ AMERICA (live 1996 Rio Janeiro)
https://www.youtube.com/watch?v=y3PFOjHT7xQ



Greg Lake with RINGO STARR ALL STARR BAND - LUCKY MAN (live 2001)
https://www.youtube.com/watch?v=-HX_Tw-r6H0

GREG LAKE BAND - IN THE COURT OF THE CRIMSON KING (live 2005)
https://www.youtube.com/watch?v=bJT_XUL5Gr8

GREG LAKE & IAN ANDERSON (Jethro Tull) - I BELIEVE IN FATHER CHRISTMAS (live St. Bride`s Church, London)
https://www.youtube.com/watch?v=U6-PAKOt7sM





REST IN PEACE, GREG! Thanks for some wonderful Songs, Lucky Man!



Euch allen danke für Euer Interesse und viel Spaß!
Wenn es nicht einer/eine sehr eilig mit dem Sterben hat, geht es hier gleich thematisch weiter mit KEITH EMERSON




W.E. - Düsseldorf, 02.07.2017






credits:
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KingCrimsonVEVO
Michael Byrne
Union Square Music
ShoutMusicFactory
GregLake
Tarkus Christmas
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u.v.m.
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Geändert von The Wolf (02.07.2017 um 22:11 Uhr)
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Alt 03.10.2017, 01:00   #173
The Wolf
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Rest in peace....

TOM PETTY (1950 - 2017)

Es verdichten sich Hinweise, dass gestern, 2. Oktober 2017, der amerikanische Gitarrist, Sänger, komponist und Bandleader gestorben ist. Petty wurde offenbar leblos aufgefunden und erlitt einen schweren Herzinfarkt. Die Meldungen über seinen Tod sind aber zur Zeit nicht eindeutig:

Während einige News (CBS z.B.) davon ausgehen, dass er gestern im Alter von 66 Jahren verstorben ist, wollte die Polizei von L.A. das nicht eindeutig bestätigen und sagte, sie hätte keine diesbezüglichen Informationen. Auch Wikipedia oder Spiegel Online haben den Tod Pettys bisher noch nicht bestätigt.

Erweisen wir ihm musikalisch Ehre:

TOM PETTY HEARTBREAKERS & BO DIDDLEY - MONA
https://www.youtube.com/watch?v=YVRtQUTd7Gk

TOM PETTY & TRAVELING WILBURYS - END OF THE LINE
https://www.youtube.com/watch?v=UMVjToYOjbM
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Alt 03.10.2017, 10:32   #174
Pierce
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Leider nun von zahlreichen Medien (Tagesschau, Spiegel, FAZ, Stuttgarter Nachrichten...) bestätigt.

Seine besten Songs kommen sicher aus den späten Achzigern und frühen Neunzigern, etwa "I won't back down", "Free Falling", "Into the Great Wide Open", "Learning to Fly" oder auch "Don't come around here no more".

Daneben hatte aber auch als Teil der Supergroup "Traveling Wilburys" tolle Lieder.

"Free Fallin'" - Live in der Superbowl XLII Halftime Show 2008
https://www.youtube.com/watch?v=rqDq3eyTGck

"Learning to Fly" - Live 2006 mit Stevie Nicks
https://www.youtube.com/watch?v=4p_f7Df2-oM
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aber sonst alles in Ordnung

Geändert von Pierce (03.10.2017 um 10:37 Uhr)
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Alt 27.10.2017, 00:42   #175
The Wolf
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FATS DOMINO (*1928 in New Orleans - + Jefferson Parish 2017)

ANTOINE "FATS" DOMINO JR. war französisch-kreolischer Abstammung und wurde in New Orleans geboren. Er war Sänger, Komponist, Arrrangeur und Klavierspieler in verschiedenen Klavierspielarten. Fats Domino musizierte in den Stilrichtungen Rock`n`Roll, Rhythm `n ´Blues, Boogie Woogie und Piano Blues.

Fats Domino verkaufte über 100 Millionen Tonträger. Im Hurrikan "Katrina" verlor er seinen gesamten Besitz und galt tagelang als verschollen. Später siedelte er sich im Vorort Jefferson Parish an und begann noch einmal von vorn, wobei zahlreiche Kollegen Hilfestellung gaben. Fats Domino starb im gesegneten Alter von 89 Jahren am 24. Oktober 2017.

Farewell and Thanks for the Music, Antoine!




FATS DOMINO (1957) - BLUE MONDAY
https://www.youtube.com/watch?v=Fy5WM1xYbGo


FATS DOMINO - KANSAS CITY
https://www.youtube.com/watch?v=l9O8XjZTrp4


FATS DOMINO - BLUEBERRY HILL
https://www.youtube.com/watch?v=8mix3gmzPa0


FATS DOMINO - LIVE FULL CONCERT
https://www.youtube.com/watch?v=kFZrXw0ccwQ


FATS DOMINO - GREATEST HITS
https://www.youtube.com/watch?v=zp6VGyKDjls&t=432s




credits:
boer beverel
Midnightryder3
Eagle Rock
hallobadee
Kenny G
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Alt 29.10.2017, 19:42   #176
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in Memoriam KEITH EMERSON (1944 - 2016)





KEITH EMERSON – Living In the Past (Tribute to Jethro Tull)
https://www.youtube.com/watch?v=jyu0...u0QePMD78&t=57



Kürzlich verstarb mit dem Briten Keith Emerson der berühmteste und versierteste Keyboarder unserer Zeit, ein Talent, wie es nur alle hundert Jahre einmal geboren wird. Es gibt nicht wenige, die Keith Emerson mit großen klassischen Meistern vergleichen: Emerson war der Johann Sebastian Bach unserer Zeit. Auch ich vertrete diese Meinung. Keith Emerson hat das Spielen von Tasteninstrumenten revolutioniert und um zahlreiche Varianten und technische Möglichkeiten erweitert, zum Beispiel durch die Einbindung des Moog Analog Synthesizer Systems, das fester Bestandteil der von ihm geleiteten Bands wurde. Johann Sebastian Bach wäre begeistert….
Offiziell wird Keith Emerson der Stilrichtung „Progressive Rock“ zugeordnet; er war Keyboarder, Pianist und Komponist. Er war Multi – Instrumentalist, der auf nahezu jedem Tasteninstrument zuhause war: Seine bevorzugten Instrumente waren diverse Hammond – Orgeln, Synthesizer der Firmen MOOG und KORG, aber auch Pianos, Flügel und das Clavinet. Keith Emerson hat Millionen Menschen weltweit an die Klassische Musik herangeführt, indem er klassische Werke adaptierte, diese teils rockig, teils jazzig veränderte und sie auf diese Weise zeitgemäß modernisierte.


KEITH EMERSON – KINDHEIT UND JUGEND

Keith Emersons Familie stammte aus dem Süden Englands und lebte an der Kanalküste – bis die Nazis kamen und deren Luftwaffe nicht nur London und Coventry, sondern auch die Städte entlang der Kanalküste terrorisierte. Die britische Kriegsregierung unter Winston Churchill ließ die Zivilisten in den Norden Englands evakuieren. Hier, im kleinen Städtchen Todmorden in der Grafschaft West Yorkshire kam am 2. November 1944 KEITH NOEL EMERSON zur Welt.
Schon bald kehrte die Familie an die englische Südküste zurück, wo Keith Emerson an der Meeresküste von Goring-on-Sea in der Gemeinde Worthing, West Sussex, in einem Resort aufwuchs und die West Tarring School besuchte.
Die Eltern waren beide musisch interessiert und begabt. Sein Vater Noel war ein Hobby – Pianist und legte Wert darauf, dass sein Sohn Klavierunterricht bekam und lernte, Noten zu lesen. Im zarten Alter von 8 Jahren begannen Keith Emersons Klavierstunden, die dieser jedoch nie lange durchhielt. In späteren Interviews gab Keith Emerson stets an, dass seine Lehrerinnen „diese alten vertrockneten englischen Ladies“ gewesen seien, von denen er nun wirklich nichts, was ihn interessierte, lernen konnte. Keith Emerson, der begabteste Pianist unserer Zeit, hat niemals durchgehend formalen Musikunterricht genossen.
Keith Emerson hat in dieser Zeit auch keinen Plattenspieler besessen; seine Welt war das Radio. Er spielte nach, was er im Radio hörte, und schon im Alter von nur 14 Jahren war er in der Stadt als Wunderkind am Piano bekannt, das war um 1958. Das Notenlesen hat er sich nebenbei selbst beigebracht.


KEITH EMERSON – SEINE MUSIKALISCHEN VORBILDER

Keith Emerson bildete seine musikalischen Vorlieben durch Radiohören und durch Bücherlesen aus, zum Beispiel über Jazz. Seine Vorbilder waren DAVE BRUBECK, GEORGE SHEARING und andere, zum Beispiel FLOYD CRAMERs „On The Rebound“ von 1961, dessen sogenannten „slip note-style“ er sich abguckte. Keith Emerson hörte aber auch Boogie-Woogie wie alle Jungs seines Alters, und er war selbstverständlich vertraut mit LITTLE RICHARD und mit JERRY LEE LEWIS und dessen exzentrischem Pianospiel, dass Emerson später noch weit übertrumpfen sollte. Eine weitere Quelle früher Inspiration waren „Country-Style“ – Pianisten wie JOE HENDERSON und RUSS CONWAY und andere.
Keith Emersons zweite große musikalische Liebe gehörte der Klassischen Musik – den Bachs, Beethovens und Sibelius dieser Welt, und diesen erwies er sein Leben lang seine Zuneigung und adaptierte ihre Werke.
Als Emerson den Jazzpianisten JACK McDUFF das Stück „Rock Candy“ auf der Hammond-Orgel spielen hörte, hatte er auch sein Lieblingsinstrument gefunden, dass für ihn eminent wichtig auf dem Weg zum ganz großen Erfolg werden würde. Mit 15 oder 16 Jahren kaufte Keith Emerson seine erste Hammond-Orgel Model L-100.
Nach der Schule begann Keith Emerson zunächst eine Banker – Lehre bei der Lloyds Bank Registrar. In den Mittagspausen unterhielt er seine Kollegen am Piano in der bankeigenen Bar. In der Freizeit spielte er in verschiedenen Bands, zum Beispiel bei den V.I.P.s. Da passierte es einmal, dass während eines Gigs eine Schlägerei ausbrach. Keith Emerson soll auf seiner Hammond-Orgel einige laute Explosionsgeräusche und das Rattern eines Maschinengewehrs imitiert haben – worauf schlagartig Ruhe einkehrte. Seine Bandkollegen fanden das toll – und sie bestanden darauf, dass Keith Emerson das von nun an immer tun sollte.


EXKURS: LONDON UNDERGROUND, P.P. ARNOLD und „THE NICE“ – DER MUSIKALISCHE DURCHBRUCH

So um 1965 herum muss es gewesen sein, dass Keith Emerson das Elternhaus verließ, um die Welt zu erobern. Die Welt, die hieß damals London, und da trafen sich alle jungen hoffnungsvollen Talente, um das zu formen, was wir später als Beatmusik und noch später als „Underground“ oder „Progressive Rock“ zu hören bekamen.
London hatte nicht nur Anziehungskraft auf britische Jugendliche, sondern auch auf amerikanische. Seit ab 1965 britische Bands Amerika stürmten, setzte auch eine entsprechende Gegenbewegung ein, von der auch viele schwarze amerikanische Musiker und Musikerinnen profitieren konnten. So kam 1965 eine junge schwarze Frau aus Los Angeles nach London – und wurde entdeckt von Mick Jagger. Der fand ihre Stimme so umwerfend, dass er dem Stones – Manager Andrew Loog-Oldham empfahl, mit ihr eine Platte zu machen. Der Name der Frau: P.P. ARNOLD, ihres Zeichens Mitglied einer Girls-Backgroundgruppe namens „THE IKETTES“
Die Ikettes, das waren drei Mädels in Miniröcken, die als Background – Sängerinnen für die „Ike & Tina Turner Show“ arbeiteten. Ike Turner leitete eine Soulband, seine Frau Tina war die Hauptsängerin und die drei Ikettes hatten zu singen, zu tanzen und mit dem Allerwertesten zu wackeln. Bezahlt wurden die Mädels kaum, und wenn etwas nicht so lief, wie Ike das wollte, gab’s Prügel, egal, ob es die „Ikettes“ waren oder Tina selbst. Wenn die Mädels sich wehrten, feuerte Ike die ganze Truppe und suchte sich drei neue Sängerinnen aus Gospelkreisen zusammen. Ike Turner, ein echter Krimineller, war Bandleader, Finanzchef, Drogendealer und Zuhälter in einem; kurz gesagt ein absolutes Scheusal, wie Tina Turner später ihr eheliches Martyrium mit diesem Tyrannen beschrieb.
P.P. Arnold gehörte der zweiten Gruppe von „Ikettes“ an, die Ike gefeuert hatte, und es blieb ihnen nichts anderes übrig, als entweder aufzuhören oder auf eigene Rechnung weiterzumachen. P.P. Arnold war damals ein hinreißender schwarzer Teenager von 19 Jahren mit großen Kulleraugen, und man darf wohl annehmen, dass Mick Jagger nicht nur an ihrer „wunderbaren Stimme“ interessiert war – zumal Keith Richards in seiner Biographie „LIFE“ andeutet, dass ihm eine der Ikettes gezeigt habe, was denn nun genau der Unterschied zwischen Mann und Frau sei…. Und dazu gab es reichlich Gelegenheit, denn die Rolling Stones und die Ikettes tourten gemeinsam – eine Girlsgroup als Vorprogramm der Stones, man höre und staune...... Das Management der Rolling Stones hatte blitzschnell eine Begleitband formiert, die sich nach der Tournee wieder auflöste.
Nach der Tournee überredete Mick Jagger P.P. Arnold, die „Ikettes“ zu verlassen und eine Solokarriere in England zu starten. Das Problem: Eine neue feste Begleitband musste her….


DAS PLATTENLABEL „IMMEDIATE“

Rolling Stones – Manager Andrew Loog Oldham hatte flugs eine Plattenfirma gegründet, das Label „IMMEDIATE RECORDS“ *). Das sollte sich ganz der Förderung von Nachwuchs – Talenten widmen. PP Arnold war nur die erste einer ganzen Reihe von Nachwuchskünstlern, das Ass im Ärmel war zweifellos die Londoner Mod-Gruppe „THE SMALL FACES“ um ihren charismatischen Frontmann Steve Marriott, der sang, komponierte und Gitarre spielte. Oldham hatte die Gruppe von der Plattenfirma DECCA gekauft, die die Stones managte und deren Angestellter auch Oldham selbst war. Für die „Small Faces“ blätterte Oldham 24 000 britische Pfund hin und managte sie zukünftig unter seinem Namen bei Immediate Records. Marriott gelangen zahlreiche Top-Twenty – Hits wie „Tin Soldier“ oder „Itchycoo Park“ und andere. Die Gruppe genießt bis heute einen guten Ruf bei Musikern.
Steve Marriott komponierte auch für PP Arnold, und diese ging mit den Small Faces auf Tournee und sang die Background Vocals, z.B. auf deren Nummer 1 – Hot „Tin Soldier“.
PP Arnold war eigentlich eine Schlagersängerin und sang eher die leisen Töne. Sie coverte Musikstücke prominenter Kollegen, z. B. Bee Gees („To Love Somebody“), Rolling Stones („As Tears Go By“), und ihre erste Single- Veröffentlichung war die Cat Stevens – Komposition „The First Cut Is The Deepest“. Eingebettet waren diese Schmusesongs in den Sound des Toningenieurs Phil Spector, der auf große Orchester und die “Wall of Sound” setzte. Es fällt sehr, sehr schwer, sich den Ausnahme – Keyboarder Keith Emerson mit seiner später berühmten extatischen Spielweise in diesem Ambiente vorzustellen, und bezeichnenderweise konnte ich auch bei intensiver Suche keinen entsprechenden Musikclip bei YouTube finden.
Die Zusammenarbeit zwischen der Schlagersängerin PP Arnold und der Begleitgruppe „The Nice“, angeführt von Keith Emerson ist aber historisch belegt. Keith Emerson wusste schon damals um seine besondere Klasse und setzte dem allmächtigen Stones – Manager Oldham gegenüber durch, dass „The Nice“ auch ein Exklusivrecht hätte und ohne PP Arnold spielen dürfe – ein für damalige Verhältnisse absolut unübliches Verfahren. Was geschähe, wenn „The Nice“ im Vorfeld spielte und dann PP Arnold gar nicht mehr hören wolle?


KEITH EMERSON UND „THE NICE“

Irgendwann endeten PP Arnolds Tourneen durch Großbritannien und Europa. Ein, zwei Jahre später ging PP Arnold in die USA zurück. Die weitere musikalische Karriere verlief sehr stockend, aber sie singt auch heute noch gelegentlich.
Die Musiker ihrer letzten Begleitband beschlossen, unter dem Namen „THE NICE“ weiter zu machen. Und hier ist es, wo uns der zukünftige Keyboarder des Jahrhunderts zum ersten Mal begegnet und uns ehrfürchtig zusehen und zuhören lässt, was er unter Keyboardspiel verstand…
Ich begegnete „The Nice“ als junger Mann von 19 Jahren erstmals in der Berliner Kudamm – Disco „Big Eden“, die von West - Berlins Playboy Rolf S. Eden betrieben wurde. Dort hörte ich zum ersten Mal „RONDO“, ein zehnminütiges Headbanger - Stück, gespielt von Keith Emerson auf der Hammond – Orgel L-100. Das wurde dort jeden Abend aufgelegt und brachte regelmäßig die Leute zum Ausflippen und ließ sie auf die Tanzfläche stürzen. Ich glaube, dass dieses Stück meine Ohren für Klassische Musik geöffnet hat, die im Haushalt meiner Eltern nicht präsent war. Wie vielen Jungs und Mädels meines Alters wird Keith Emerson damals wohl die Ohren für die Klassik geöffnet haben?
Bald kam die erste „NICE“ – Platte in meine Sammlung: „The Thoughts Of Emerlist Davejack“. Benannt war diese Platte nach den Bandmitgliedern der ehemaligen PP Arnold – Band:

-Keith Emerson – Keyboards, Orgel
-David O´List – Gitarre, Gesang
-Lee Jackson – Bass, Gesang
-Brian Davison – Schlagzeug

Die Band firmiert heute unter dem Begriff „Progressive Rock“ und gilt als einer der wichtigsten Pioniere dieser Richtung. Sie bestand von August 1967 bis zum März 1970. In dieser nur kurzen Zeitspanne produzierte sie vier Alben, die hohe Charts – Positionen erreichten und von der Kritik bis heute hoch gelobt werden. Das Repertoire von „The Nice“ bestand fast ausschließlich aus Adaptionen klassischer Musik, z.B. von Leonard Bernstein („America“), Johann Sebastian Bach („Brandenburgische Konzerte“), Jan Sibelius „(Karelia Suite“) und andere. Das Verbrennen einer amerikanischen Flagge während eines Konzerts in der Royal Albert Hall in London auf dem Höhepunkt des Vietnam – Krieges brachte „The Nice“ ein lebenslanges Auftrittsverbot – später durfte Keith Emerson dort die hauseigene Orgel verwenden.
Bald stellte sich heraus, dass es Keith Emerson sein würde, der den Sound von „The Nice“ maßgeblich bestimmen würde – der Gitarrist David O`List zog daraus die Konsequenzen und verließ die Gruppe schon frühzeitig.


KEITH EMERSON ENTDECKT DEN MOOG ANALOG SYNTHESIZER

1964 erfand ein Elektronik – Ingenieur in den USA das „Modular Analog Synthesizer System“, das fortan die zeitgenössische Musik revolutionierte und das Zeitalter der „Elektronischen Musik“ begründete. Der Name dieses Pioniers: ROBERT MOOG, der in seiner Firma ein elektronisches Musikinstrument erschuf, das unter dem Namen „MOOG Synthesizer“ eine Revolution darstellte. Das gesamte System war so groß wie eine Schrankwand, bestand aus einer komplexen Sammlung von Einzelkomponenten wie Sinuskurven – Generatoren, Hüllkurven – Modulatoren jede Menge Knöpfe und Drehreglern. Die Einzelkomponenten wurden durch Steckverbindungen hergestellt. Das Monstrum ließ sich auch durch eine Klaviertastatur spielen, wenn man wusste, wie…. Robert Moog war selbst kein Musiker, und zu dem von ihm erfundenen Konglomerat von Einzelkomponenten in vier bis acht Schrankkoffern gab es keine Spielanleitung, sondern nur ein äußerst dürftiges Bedienungsheftchen…
Robert Moog hatte in seinem Unternehmen einen äußerst talentierten klassisch gebildeten Pianisten mit Namen WALTER CARLOS *), der die Möglichkeiten des „Moog Analog Modular Systems“ an einer Neubearbeitung von Johann Sebastian Bach demonstrierte und sein Album „SWITCHED-ON BACH“ nannte. Dieses Album wurde ein Welterfolg und ist die am meisten verkaufte Platte im Bereich Klassische Musik – bis heute. „Switched-On Bach“ elektrisierte buchstäblich die Welt und es setzte ein Run auf die klobigen Musikgeneratoren ein.
Zuerst kamen die großen, supererfolgreichen Rockbands: The Beatles, The Rolling Stones, The Byrds, Pink Floyd…. Diese Bands merkten sehr bald, dass der große Moog Synthesizer nicht dazu da war, auf ihm herumzuspielen, man denke an die lächerlichen Versuche der Byrds oder das talentlose Herumspielen am Synthesizer, das Mick Jagger im Film „Memo for Turner“ vorführt. John Lennon verwarf den Einsatz des Moog Synthesizers für die Musik der Beatles, lediglich George Harrison nutzte Moogs Wundermaschine mit Hilfe zweier mitgelieferter Tontechniker, um ein Soloalbum zu produzieren **).
Dann gaben die Großen der Branche auf und reichten die Moog Analog Synthesizer weiter an Musiker der zweiten Reihe, die schon Schlange danach standen, z. B. Florian Fricke (Popol Vuh), Klaus Schulze (Tangerine Dream), Christopher Franke (Tangerine Dream). Insbesondere die deutschen Musiker machten sich an die systematische Erforschung der Klangmöglichkeiten des Moog Analog Synthesizer System und erlangten Weltruhm wie Klaus Schulze oder Tangerine Dream.
Keith Emerson war von dem Album „Switched-On Bach“ ebenso elektrifiziert wie Millionen andere Menschen, und er scheint vom ersten Moment an erfasst zu haben, welche musikalische Revolution dieses Instrument bedeutete. Er kaufte ein großes Moog – System direkt beim Hersteller und freundete sich mit dem Hersteller Robert Moog an. Aus den beiden wurden lebenslange Freunde. Keith Emerson wusste aber auch, dass der große Moog-Synthesizer das Ende seiner erfolgreichen Band „The Nice“ sein würde – die Bandkollegen würden diese Wandlung nicht mitmachen, die Keith Emerson noch mehr in den Mittelpunkt stellen würde. 1970 spielten „The Nice“ ihre letzten beiden Gigs in Hamburg und im Berliner Sportpalast – da hatte Keith Emerson seine neue Gruppe „EMERSON, LAKE & PALMER“ schon aus der Taufe gehoben….
„THE NICE“ hinterließ insgesamt vier Alben und drei Kompilationen. Im Jahr 2003 kamen die Mitglieder noch einmal zusammen und produzierten ein Live – Album.


WELTERFOLG MIT „EMERSON, LAKE & PALMER“

Keith Emersons neue Gruppe „EMERSON, LAKE & PALMER“ kurz ELP genannt, war ein sogenanntes Powertrio und wurde als „Supergroup“ bezeichnet. Neben ihm als Bandleader spielten GREG LAKE (Gesang, Gitarre, Bass), vormals „King Crimson“ und CARL PALMER (Drums), vormals „Atomic Rooster“. Emersons beide Mitmusiker hatten genügend musikalische Potenz, um mit dem Super – Keyboarder mitzuhalten und spielten selbst weltweit in der Spitzengruppe ihres Genres. ELP wurde ab 1970 eine der Spitzengruppen der Rockmusik und füllten weltweit die Arenen. Millionen von Menschen kamen durch diese Band erstmals live mit dem Moog Analog Modular System in Kontakt und machten die Mitglieder der Band zu Großverdienern. ELP bot den Zuhörern eine Mischung aus Klassik – Adaptionen wie z.B. Mussorgskys „Pictures At an Exhibition“ oder eigenen Konzeptalben wie z.B. „Tarkus“. Die Band lieferte auch zahlreiche Single – Auskoppelungen und war regelmäßig in den Charts vertreten mit Titeln wie „Lucky Man“.
1979 verabschiedeten sich ELP mit einer gigantischen Stadion – Tournee über mehrere Kontinente und dem Live – Album „In Concert“


KEITH EMERSON – SPÄTE ERFOLGE

Mit 35 Jahren wurde Keith Emerson millionenschwerer Frührentner. Was macht man in einer solchen Situation? Man macht Urlaub, sieht sich um nach einer neuen Hütte mit eingebautem Studio möglichst in klimatisch guter Lage und Strandnähe, also z.B. Kalifornien, und dann macht man ein Solo-Album oder zwei. Man zeigt damit, dass man es kann, dass sich die Fans noch an einen erinnern und aus dem Grund, die Bandkollegen zu ärgern: Seht her, Jungs, ich kann es auch ohne euch! Das geht meistens gründlich schief…...
Bei Keith Emerson gab es keinen direkten Absturz. Schon 1980, ein Jahr nach dem Ende von „Emerson, Lake & Palmer, lieferte Keith Emerson seinen ersten Film – Soundtrack ab - „INFERNO“ zum gleichnamigen Film von Dario Argento. Weitere Film – Soundtracks folgten, Emerson hat ungefähr ein Dutzend Filme musikalisch begleitet und aufpoliert.
1986 wurde der Versuch unternommen, ELP wiederzubeleben. Nur: Carl Palmer war anderweitig gebunden als Drummer bei „Asia“, und so taten sich Keith Emerson und Greg Lake mit Cozy Powell zusammen, um als ELP zu touren. Originaldrummer Carl Palmer war darüber „not amused“ und war der Meinung, wenn ELP auf der Verpackung stehe, müsse auch ELP drinnen sein. Emerson und Lake mussten unter dem wenig verkaufsfördernden Namen „Emerson, Lake & Powell“ auf Tour gehen und beendeten das Projekt bald. Es erschien ein Original - Album im Jahr 1986 und zwei weitere 15 Jahre später, darunter ein Session-Album und ein Live-Mitschnitt.
1992 war die Zeit reif, „Emerson, Lake und Palmer“ erneut auf die Beine zu stellen. Es erschienen die Alben „Black Moon“ und „In The Hot Seat“. Die Formation ELP spielte wesentlich gestraffter und rockiger als in ihrer Frühphase. Diese Phase von Emerson, Lake und Palmer wurde durch zahlreiche Veröffentlichungen von älterem Material quasi im Jahresrhythmus begleitet, um eine optimale Monetarisierung zu erreichen und das Interesse der Fans am Leben zu erhalten. Im Jahre 1998 trennte sich „Emerson, Lake & Palmer“ zum zweiten Mal in ihrer Geschichte. Nur ein einziges Mal kam die Gruppe nochmals auf die Bühne: am 25. Juni 2010 trat die Gruppe anlässlich des „High – Voltage Festivals“ im Londoner Victoria Park auf, um ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum zu feiern.
Keith Emerson blieb weiterhin musikalisch aktiv. Im Jahr 2002 kam es zu einer Re-Union der alten Formation „The Nice“ und der Veröffentlichung eines Konzertmitschnitts dieser Formation, die 2002 im schottischen Glasgow stattgefunden hatte. Das Album erschien unter dem Titel „Keith Emerson and The Nice: VIVACITAS – Live at Glasgow 2002“
Im Jahr 2008 setzte noch einmal eine interessante musikalische Entwicklung ein mit der Gründung der „KEITH EMERSON BAND“. Diese Band fasste das Lebenswerk von Keith Emerson zusammen und entwickelte es weiter. Die Besetzung:

- Keith Emerson (piano, organ, keyboards)
- Marc Bonilla (guitar, vocals)
- Bob Birch (bass)
- Gregg Bissonette (drums)

Das Werk dieser Gruppe enthält die Essentials von „The Nice“ und von „Emerson, Lake & Palmer“ und entwickelt diese soundtechnisch und kompositorisch weiter. Es entstand ein hoch gelobtes Progressive Rock Album: „KEITH EMERSON BAND feat. MARC BONILLA“, gefolgt von zwei Live-Alben und einem weiteren Album mit dem Münchner Rundfunkorchester in den Jahren 2008- 2012.


KEITH EMERSON – MUSIKINSTRUMENTE

Keith Emerson benutzte während seiner musikalischen Karriere folgende Instrumente:
- Hammond Orgel L-100
- Hammond Orgel C 3
- MOOG 3C Modular Synthesizer mit Ribbon Controller
- MOOG Minimoog Synthesizer (2 Stück)
- HOHNER Clavinet
- STEINWAY Concert Grand Piano
- MOOG Polymoog Synthesizer
- YAMAHA GX-1 Polyphonic Synthesizer
- KORG PS-3300
- KORG PS-3100
- KORG OASYS
- KORG Triton Extreme Music Workstation
Keith Emerson durfte wegen seines Status eines musikalischen Pioniers zahlreiche große Orgeln benutzen, so z.B. diejenige der London Royal Albert Hall, The Royal Festival Hall, The Newcastle City Hall Organ und die Orgel der St. Mark`s Church in London


KEITH EMERSON – PRIVATES UND TOD

Keith Emerson hatte zwei lang andauernde Beziehungen: 1969 heiratete er seine dänische Freundin Elinor und hatte zwei Kinder mit ihr. Die Ehe hielt bis 1993. Danach war er bis zu seinem Tod mit der Japanerin Mari Kawaguchi liiert. Keith Emerson hatte eine Pilotenlizenz und war begeisterter Hobbypilot.
1993 war kein gutes Jahr für ihn: Seine Ehe zerbrach, sein Haus in Sussex brannte ab und er steckte in Geldproblemen. Schlimmer war seine beginnende Krankheit „Fokale Dystonie“. Diese Nerven - Krankheit, auch als „Musiker-Krankheit“ bekannt und anerkannte Berufskrankheit, machte es Keith Emerson immer schwerer, wie gewohnt Piano zu spielen und behinderte seine rechte Hand immer mehr. Es gab Operationen, langwierige Rehabilitationsmaßnahmen, die ihn jahrelang beschäftigten. Er lief Marathon, kaufte sich eine Harley- Davidson, machte Sport und Bewegungsübungen wie ein Besessener. Im Jahr 2002 konnte er vermelden, dass er völlig wiederhergestellt sei und spielen könne wie früher.
Im Jahr 2009 wurde anlässlich einer Routine-Untersuchung ein bösartiger Polyp im Darm festgestellt, was zum Abbruch aller Konzertverpflichtungen für ein Jahr führte.
In seinen letzten Lebensjahren litt Keith Emerson zunehmend an Ängsten, Depressionen und Selbstzweifeln. Er befürchtete, seinen Konzertverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können und erneut an Fokaler Dystonie zu erkranken.

Keith Emerson erschoss sich in seinem Haus in Santa Monica am 16. März 2016. Er wurde 71 Jahre alt.


KEITH EMERSON - EHRUNGEN

Bedeutung:

Keith Emerson gilt als der bedeutendste Pianist, Organist und Keyboarder des 20. Jahrhunderts. Er erweiterte das Spiel von Tasteninstrumenten durch zahlreiche Spieltechniken und technologische Entwicklungen. In der Sparte „Elektronische Klangerzeugung“ gilt er als Pionier. Er ist der erste Musiker weltweit, der ein großes MOOG Modular Synthesizer- System auf die Bühne brachte (noch vor Tangerine Dream). Nach eigener Aussage verabscheute Emerson die Bezeichnung „Rock-Musiker“ – er sah sich selbst als Jazzmusiker und/ oder Klassik-Musiker.

Ehrungen:

· KEYBOARD MAGAZINE Readers Poll: “Best Keyboardist of All Times” seit 1975
· SMITHSONIAN INSTITUTION: “Pionier-Leistungen bei der Elektronischen Musik” zusammen mit Dr. Robert MOOG
· 1.und 3. MOOG- Festival in New York: Schirmherr und Ehrengast
· FRANKFURTER MUSIKMESSE 2010: Frankfurter Musik – Preis für Lebenswerk
· ORCHESTRA KENTUCKY of Bowling Green 2013: Lifetime Achievement „for the role of bringing classical music to the masses“
· HAMMOND ORGAN COMPANY 2014: Introduction to the “Hammond Hall of Fame”


DISKOGRAPHIE

Mit The Nice

1968 – The Thoughts of Emerlist Davjack
1968 – Ars Longa Vita Brevis
1969 – Nice
1970 – Five Bridges
1971 – Elegy
1972 – Autumn ’67 – Spring ’68
1972 – Keith Emerson with the Nice (2 LP)
2003 – Keith Emerson and The Nice: Vivacitas – Live at Glasgow 2002

Mit Emerson, Lake and Palmer

1970 – Emerson, Lake & Palmer
1971 – Tarkus
1971 – Pictures at an Exhibition
1972 – Trilogy
1973 – Brain Salad Surgery
1977 – Works Volume I
1977 – Works Volume II
1978 – Love Beach
1992 – Black Moon
1994 – In the Hot Seat

Konzertalben und Kompilationen

1974 – Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends – Ladies and Gentlemen… Emerson, Lake & Palmer (Als Dreifach-LP)
1979 – In Concert
1980 – The Best of Emerson, Lake & Palmer
1992 – The Atlantic Years (2 CDs)
1993 – Live at the Royal Albert Hall
1993 – The Return of the Manticore (CD-Box-Set)
1994 – The Best of Emerson, Lake & Palmer (Victory)
1995 – I Believe in Father Christmas (EP)
1996 – Works Live
1997 – Greatest Hits Live
1997 – Live at the Isle of Wight Festival
1997 – ELP in Concert on the King Biscuit Flower Hour
1998 – Then & Now
2000 – Extended Versions
2000 – The Very Best of Emerson, Lake & Palmer
2002 – The Show That Never Ends
2002 – Live in Poland
2003 – Fanfare – The 1997 World Tour
2005 – Emerson, Lake & Palmer – Live at Montreux 1997
2010 – A Time and a Place (CD-Box-Set)
2010 – High Voltage
2011 – Live at Nassau Coliseum ’78
2011 – Live at the Mar Y Sol Festival ’72
2012 – Live in California 1974
2013 – Live in Montreal 1977
2014 – Live from Manticore Hall

Solo

1980 – Inferno (Musik zum gleichnamigen Horrorfilm von Dario Argento)
1981 – Nighthawks (Musik zum Film Nachtfalken)
1981 – Honky
1983 – Murderock (Musik zum Film Murderock)
1985 – The Best Revenge (Musik zum Film)
1987 – Harmagedon
1988 – The Christmas Album
1994 – Iron Man (TV) (Musikproduzent)
1995 – Changing States (auch unter seinem Arbeitstitel Cream of Emerson Soup bekannt)
2002 – La Chiesa (The Church) (Musik zum Film)
2002 – Emerson Plays Emerson
2005 – Hammer It Out – The Anthology
2005 – At the Movies
2006 – Off the Shelf

Mit Emerson, Lake & Powell

1986 – Emerson, Lake & Powell
2003 – The Sprocket Sessons (Proben)
2003 – Live in Concert (recorded live in Lakeland, Florida, November 1986)

Mit Three

1988 – To the Power of Three

Mit der Keith Emerson Band

2008 – Keith Emerson Band feat. Marc Bonilla
2009 – Boys Club – Live from California (mit Glenn Hughes und Marc Bonilla)
2011 – Moscow (Doppel-Live-CD mit Aufnahmen von 2008)
2012 – Three Fates (mit Marc Bonilla, Terje Mikkelsen und dem Münchner Rundfunkorchester)


*) Walter Carlos unterzog sich 1972, also 4 Jahre nach dem Welterfolg von „Switched-On-Bach“, einer geschlechtsanpassenden Operation und änderte seinen Namen in Wendy Carlos. Wendy Carlos brillierte später mit Filmmusiken, unter anderem für „Tron“, „Clockwork Orange“ und „Shining“.

**) George Harrison „Electronic Meditation“, 1968


MUSIKBEISPIELE



PP ARNOLD (1965) - THE FIRST CUT IS THE DEEPEST
https://www.youtube.com/watch?v=n0hM1USRuHU

THE SMALL FACES Feat. PP Arnold - TIN SOLDIER
https://www.youtube.com/watch?v=6vWTtx_PxPo


mit The Nice:

THE NICE - HANG ON TO A DREAM
https://www.youtube.com/watch?v=7RSRoM_fc9I

THE NICE (1968) - Leonard Bernstein AMERICA (British TV "HOW IT IS")
https://www.youtube.com/watch?v=Dg9jHTYZ-6U

THE NICE - SHE BELONGS TO ME
https://www.youtube.com/watch?v=Zjj7eTEnEqc

THE NICE (1969) - J.S.Bach THE BRANDENBURGER
https://www.youtube.com/watch?v=msX_v0s79oU

THE NICE feat. Keith Emerson (1969) - Dibelius u.a. KARELIA SUITE u.a. at NRK TV Norway
https://www.youtube.com/watch?v=CO8CrpFjTwE&t=223s

THE NICE feat. Keith Emerson (1968) Live at French TV "FORUM MUSIQUE" 1968
https://www.youtube.com/watch?v=msX_v0s79oU

THE NICE feat. Keith Emerson (1969) - LIVE ESSENER POP & BLUES FESTIVAL, DEUTSCHLAND
https://www.youtube.com/watch?v=RpmYreOplfA


mit Emerson, Lake & Palmer:

EMERSON, LAKE & PALMER (1970) - RONDO a la Turk - Isle of Wight - Festival (erstes ELP - Konzert)
https://www.youtube.com/watch?v=agPk4--AGhQ

EMERSON, LAKE & PALMER (1970) - KNIFE-EDGE
https://www.youtube.com/watch?v=TQQdYokbp4E

EMERSON, LAKE & PALMER (1977) - FANFARE FOR THE COMMON MAN (Montreal, Olympic Stadium)
https://www.youtube.com/watch?v=c2zurZig4L8

EMERSON, LAKE & PALMER (1992) - BLACK MOON (Promotion Video)
https://www.youtube.com/watch?v=Z16byMOSbqQ

EMERSON, LAKE & PALMER (1996) - PAPER BLOOD
https://www.youtube.com/watch?v=YleR7nLRWkg

EMERSON, LAKE & PALMER (1992) - FANFARE FOR THE COMMON MAN/ RONDO/ FINAL - Royal Albert Hall London 1992
https://www.youtube.com/watch?v=eeFjADELCwQ


ELP - Full Concerts:

EMERSON, LAKE & PALMER - FULL CONCERT ZÜRICH 1970
https://www.youtube.com/watch?v=jc3cNfn93Kw&t=2336s

EMERSON, LAKE & PALMER - FULL CONCERT ROYALL ALBERT HALL LONDON 1992
https://www.youtube.com/watch?v=sU0sTUtl2CY


mit Keith Emerson Band:

KEITH EMERSON BAND - LUCKY MAN
https://www.youtube.com/watch?v=PJ9VYqustNA

KEITH EMERSON BAND - TOUCH AND GO
https://www.youtube.com/watch?v=qHX5iSKDvRE

KEITH EMERSON BAND - NUTCRACKER SUITE
https://www.youtube.com/watch?v=7SBdnzKRGe0

KEITH EMERSON BAND - TARKUS SUITE
https://www.youtube.com/watch?v=psgQsFK7BdA&t=172s


Keith Emerson Filmsoundtracks:

Keith Emerson - NIGHTHAWKS (1981) - Main Title
https://www.youtube.com/watch?v=D4bwwEpMMT8

Keith Emerson - INFIERNO (1980)
https://www.youtube.com/watch?v=3Qf52PXBKAc

Keith Emerson - MURDEROCK (1983)
https://www.youtube.com/watch?v=YjeE5hH_wrY

Keith Emerson - OFF THE SHELF - Asian Pear (2006)
https://www.youtube.com/watch?v=vU_75tSjIDA

Keith Emerson - LA CHIESA (THE CHURCH, 2002)
https://www.youtube.com/watch?v=vdHhxcANOVs


Keith Emerson Specials:

KEITH EMERSON & OSCAR PETERSON - HONKY TONK TRAINS BLUES (1976)
https://www.youtube.com/watch?v=mwFSIFLzlaE

KEITH EMERSON - HIS FINEST HOUR
https://www.youtube.com/watch?v=q13ZsnQA9TU




Liebe Freunde, das war das große Keith Emerson Special - ein Tribut an einen Jahrhundert - Musiker. Es hat mich sehr gefreut und war mir eine Herzensangelegenheit. Nun ist es an der Zeit, die Regler runterzufahren und die Synthesizer abkühlen zu lassen finde ich. Switch-Off..... lassen wir das Keith machen....

KEITH EMERSON - LUCKY MAN SOLO (Moogfest New York)
https://www.youtube.com/watch?v=MRYx0ySEhjk

R.I.P., Keith




W.E. Berlin, den 31.10.2017












credits:
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Beat Club
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ProgRock Box
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Alt 24.08.2018, 11:57   #177
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in Memoriam - ARETHA FRANKLIN (1942 - 2018)



Die große alte Dame des amerikanischen Soul und Gospel ist tot - ich verbeuge mich vor der Künstlerin, Musikerin, Bürgerrechtlerin und politischen Aktivistin, die einst mit ihrem Vater eine enge Weggefährtin von Dr. Martin Luther King war und somit ein leuchtendes Vorbild für die Menschen schwarzer Hautfarbe in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde.
Leider habe ich keine Zeit, ihr ausführlich die Referenz erweisen, zumindest die Erinnerung an sie soll aber nicht zu kurz kommen. Hier ein Auszug aus dem Film "Blues Brothers": THINK - DENKE!


Was gibt es da noch zu sagen?


ARETHA FRANKLIN - THINK! (Blues Brothers 1980)
https://www.youtube.com/watch?v=Vet6AHmq3_s
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Alt 24.08.2018, 12:16   #178
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Was gibt es da noch zu sagen?
Respect

Ihre Musik hat einen begleitet, auch wenn man manche Stücke einfach einmal nicht mehr hören mochte. Das hatte aber keineswegs mit ihrer grandiosen Stimme zu tun, sondern an der Unfähigkeit von DJ und der konservativen Erwartungshaltung eines Großteils der Gäste aus dem großen Fundus an Musik keine Abwechselung geboten wird.
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Sterbe aktiv, nimm deine Übergangsjacke und geh ins Licht.
Kätzepyürin pümpeln
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Alt 02.10.2018, 10:09   #179
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in memoriam



CHARLES AZNAVOUR (1924 - 2018)






Charles Aznavour - LA BOHEME (live 1991)
https://www.youtube.com/watch?v=Oj-3hk2L7MQ



Charles Aznavour, der mit richtigem Namen Schahnur Waghinak Asnawurjan hieß, wurde am 22. Mai 1924 im Pariser Quartier Latin in ärmlichen Verhältnissen geboren. Aznavour war armenisches Migrantenkind, seine Eltern mussten 1915 aus Smyrna, dem heutigen Izmir, fliehen, als die Türken den Völkermord an den Armeniern begingen.

Charles Aznavour war Filmschauspieler und Musiker. Er war Chansonier, Komponist, Liedtexter und Arrangeur. Sein filmisches Werk umfasste ca. 70 Filme. Wichtiger ist sein musikalisches Werk: Er komponierte während seines musikalischen Lebens an die 1000 Chansons, die auf ca. 100 Alben veröffentlicht wurden und sich nahezu 200 Millionen mal verkauften. Damit ist Charles Aznavour der erfolgreichste und weltweit bekannte französische Sänger gewesen. Seine musikalische Karriere begann 1946, als die französische Sängerin EDITH PIAF ihn entdeckte.

Darüber hinaus betätigte sich Charles Aznavour auch politisch: Er war Botschafter Armeniens in der Schweiz und armenischer Botschafter bei der UNO in der Schweiz.

Charles Aznavour war dreimal verheiratet und hatte 6 Kinder. Hoch geehrt ist er am 1. Oktober 2018 im Alter von 94 Jahren gestorben. Mit ihm hat ein Jahrhundertmusiker die Weltbühne verlassen.






Charles Aznavour - NON, JE N`AI RIEN OUBLIE (live 1991)
https://www.youtube.com/watch?v=gC_uObhPd-g



MERCI, Monsieur Aznavour! Au Revoir....


credits: PianoMinore
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Geändert von The Wolf (02.10.2018 um 10:13 Uhr)
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Alt 01.11.2018, 17:35   #180
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in memoriam - INGO INSTERBURG (1934 - 2018)

Ingo Insterburg hatte eine Menge von Talenten: Er war Musik-Kabarettist, Komponist, Sänger, Multi-Instrumentalist, Komiker. Er war Schriftsteller, Schauspieler und talentierter Bastler, der uns immer wieder mit ausgefallenen „Musik“- Instrumenten zu überraschen wusste


Ingo Insterburg, der mit bürgerlichem Namen Ingo Wetzker hieß, wurde am 6. April 1934 in Insterburg im damaligen Ostpreußen geboren (heute russische Enklave Kaliningrad). Zum Kriegsende floh die Familie nach Bernburg an der Saale in Mitteldeutschland, wo Ingo fortan lebte, bis er an der dortigen Hochschule sein Abitur ablegte. Danach ging er nach West-Berlin und studierte Kunstpädagogik an der West-Berliner Hochschule Für Bildende Künste (heute Hochschule der Künste). Nach Abschluss seines Studiums begleitete er als Gitarrist den Schauspieler Klaus Kinski während dessen Brecht-Balladen.
1967 gründete Ingo Insterburg zusammen mit Karl Dall, Jürgen Barz und Peter Ehlebrecht das Komiker-Quartett „INSTERBURG & CO.“, mit dem er bundesweite Aufmerksamkeit erregte. Das war eine Künstlergruppe aus Kabarett, Klamauk, Musik auf allerlei schrägen Instrumenten, die die 68er Bewegung musikalisch-subversiv begleitete und mithalf, aus der vermieften und faschistisch geprägten alten Bundesrepublik das (noch) weltoffene Land zu machen, in dem wir heute leben dürfen. Die Gruppe bestand von 1967 bis 1979
1989 gründete Ingo Insterburg die Gruppe „INSTERBURG & CO“ zum zweiten Mal mit veränderter Besetzung. Die zweite Formation bestand von 1989 bis 1994.

Ingo Insterburg war ein Allround – Talent: Er schrieb mehrere Bücher und wirkte an vier Filmen mit. Er war zeitlebens Vegetarier und trug den Ehrentitel des Vegetarier Bunds Deutschland. Insterburg war leidenschaftlicher Marathonläufer und übte diesen Sport regelmäßig bis zum 70. Lebensjahr aus. Er starb am 27.Oktober in einem Berliner Hospiz im Alter von 84 Jahren.

Bedeutung

Ingo Insterburg und seine Mit-Barden stehen mit ihren respektlosen Anspielungen und Sketchen für ein Stück neuerer deutscher Geschichte. Sie repräsentieren eine freie Welt, die heute unter dem Zeichen der „Political Correctness“ unserer Tage und der damit verbundenen Spießigkeit, die sich wie Mehltau über unser Land legt, nicht mehr möglich wäre. Ich bedauere den Tod dieses liebenswerten Wahl – Berliners zutiefst.

Leb wohl, Ingo, obwohl:
„Ich liebte ein Mädchen im Himmel, dabei gab`s immer Gebimmel…“
Du siehst, Du wirkst noch über den Tod hinaus….



Bühnenprogramme (Auswahl)

Ingo Insterburg (2016)

Kunst & Müll
Ich liebte ein Mädchen
Höhepunkte aus zwei Künstlerleben

Diskografie als Solokünstler

1959: Guitar-Ingo (Amadeo)
1968: Barocke Liebeslyrik (mit Jürgen Barz)
1970: Ich Liebte Ein Mädchen In Lichterfelde
1995: Ingo Insterburg – ein Virtuose mit Zukunft, live aus dem Osslowski, Gotha
1995: Ich liebte ein Mädchen in Pankow (BMG-Amiga, Maxi-CD)
1997: Ein Virtuose mit Zukunft
2000: Lanzarote (Single)
2000: 3x7 Liebeslieder/Liebesspiel-Sonate (Conträr, Doppel-CD)
2001: Rosenöl-Sonate/Alte Klassik – Neue Lieder (Conträr, Doppel-CD)
2002: Gymnastiklehrerin à gogo (Single)

Literarische Werke

1972: Gedichte. Rautenberg, Leer.
1973: Das Leben des Otto Darmstatt. Roman.
1989: Das armseelige Liebesleben des intelligenten Johnny Käse. Bildungsroman.
1989: Ekel-Lyrik.
1993: Raucher- und Trinker-Lyrik. Otto Darmstatt Verlag.
2001: Die ersten 23456 Tage meines Lebens. Berlin Concert & Media, Berlin, ISBN 3
2014: 5555 Gedichte (Band 1). Berlin Concert & Media, Berlin
2014: 5555 Gedichte (Band 2). Berlin Concert & Media, Berlin
2014: Raucher- und Trinker-Lyrik. Buch und CD/Hörbuch.

Filmografie

1967: Pension Clausewitz, Regie Ralph Habib
1968: Quartett im Bett, Regie: Ulrich Schamoni
1969: Charley’s Onkel, Regie: Werner Jacobs
1974: Chapeau Claque, Regie: Ulrich Schamoni

Insterburg & Co.

1968: Eins – Zwei – Drei Und Zwischenspiel …, Label: Philips
1968: Geschwister Jacob & Insterburg & Co – Quartett Im Bett – Original Filmmusik, C
1969: Popklamotten, Label: Philips
1970: Lasst Uns Unsern Apfelbaum, Label: Philips
1971: Musikalisches Gerümpel, Label: Philips
1972: Lieder Aus Kunst Und Honig, Label: Philips
1972: Sketsch Up, Label: Philips
1973: Hohe Schule der Musik, Label: Philips
1973: Sketsch-Up Nr. 2 Fritz Hat ’ne Meise, Label: Philips
1974: Herzlichen Glückwunsch Zur Eintrittskarte, Label: Philips
1974: Käse, Kunst Und Pop-Gerümpel, Label: Philips
1975: Motive, Label: Philips
1975: Diese Scheibe Ist Ein Hit (7″, Single), Label: Philips
1976: Nur Engel Singen Schöner, Label: Philips
1976: Instrumentenschlacht, Label: Phonogram GmbH
1976: Die Königsblödler – Die Besten Live Record-Dings, Label: Philips
1977: Musik im Eimer, Label: Philips
1977: Insterburger Pop-Spektakel, Label: Phonogram / Philips
1978: Insterburg Live ’78, Label: RCA Schallplatten GmbH
1978: Sketch As Sketch Can – Nonsens Am Laufenden Band, Label: RCA

Insterburg & Co. (Zweitbesetzung)

1989: Ein faules Ei ist immer dabei (Ingo Insterburg, Marian Marajan, Jupi Sirius, Georg Himmelblau)
1990: Märchenhaftes (Ingo Insterburg, Marian Marajan, Jupi Sirius, Georg Himmelblau)
1993: Spassvogeleien (Ingo Insterburg, Marian Marajan, Georg Himmelblau)

Auszeichnungen

smago! Award 2014 in der Kategorie „Vorläufiges Lebenswerk – Kleinkunst“
Blaues Herz 2015
Satirischer Seniorenstift 2017 – Deutsches Kabarettarchiv




Musikbeispiele

Ingo Insterburg - IM GASTHOF ZUR EICHE (1975)
https://www.youtube.com/watch?v=9SFG6gCS1vw

Insterburg & Co - ICH LIEBTE EIN MÄDCHEN
https://www.youtube.com/watch?v=vR9P0L4jKk8

Insterburg & Co - Musikladen Special Teil 2
https://www.youtube.com/watch?v=-Jksa_IZ6IY




credits:
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Werner Paul
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Geändert von The Wolf (01.11.2018 um 17:52 Uhr)
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Alt 22.12.2018, 08:21   #181
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All YOU NEED IS LOVE - das Club-Weihnachtsspecial

Wer hätte sich jemals vorstellen können, dass aus einer fixen Idee diese Kolumne entstehen würde, die nun schon einige Jahre besteht? Ich selbst habe das eher experimentell angesehen, ein Versuch, nicht mehr. Leider war ich in jüngster Vergangenheit aus Zeitmangel nicht in der Lage, neue Artikel zu verfassen, was nicht heißt, dass es keine Ideen gäbe. Musik - Künstler sterben ja andauernd, und jede/jeder hätte einen Nachruf verdient, oder? Es sind neue Artikel geplant bzw. in verschiedenen Stufen der Ausarbeitung.

Heute sollen einmal wieder nicht die Toten hier regieren, sondern die Lebenden. Weihnachten, das Fest der Liebe (was in vielen Teilen der Welt wie der blanke Hohn klingt) - wann bietet sich einmal an, über eben diese Liebe zu berichten? Emotionale Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, ist das nicht lebenswichtig? Ist es nicht das Schönste auf der Welt?
Emotionen, das ist allerdings wesentlich mehr als Liebe mit Triebe und Herz mit Schmerz zu reimen. Es gibt zahlreiche Musikkünstlerinnen und Künstler, die konnten sehr viel mehr Aspekte in ihre Liedtexte hineinlegen, sie konnten und können erzählen über Begierde, Ängste, Ablehnung, Distanz, Nähe, über Verbotenes, sogarTödliches, aber auch über das schiere Glück, nach dem wir uns alle so sehnen.

Ich plane das Weihnachtsspecial über mehrere Tage, wobei die Anzahl der Songs langsam steigen wird. Es lohnt also, immer wieder mal reinzuschauen. Ich bin mir sicher, dass ich nicht alle Songs momentan im Kopf habe. Dieser Artikel wird die schönsten Lovesongs enthalten, berühmte Liebespaare vorstellen, verschiedene Aspekte bearbeiten, mal sehen, was am Ende rausgekommen ist. Wie wärs, wenn ich hiermit anfangen würde - JOHN LENNON* und YOKO ONO, dem berühmtesten Liebespaar seiner Zeit?



John Lennon - WOMAN
https://www.youtube.com/watch?v=ZhfWiU8wGCc



Bietet sich an, mit einigen weiteren Liebespaaren fortzufahren. Spontan fallen mir GEORGE HARRISON und PATTI BOYD ein oder JIM MORRISON und PAMELA COURSON..

George Harrison - SOMETHING
https://www.youtube.com/watch?v=UelDrZ1aFeY

The Doors - LOVE STREET
https://www.youtube.com/watch?v=pldftoUbM80



Einige weitere Liebeslieder, von Paaren vorgetragen: Wie wäre es mit GRAM PARSONS & EMMYLOU HARRIS, zwei Pionieren der Country- & Westernszene oder TRACEY CHAPMAN & LUCIANO PAVAROTTI...

Gram Parsons & Emmylou Harris - LOVE HURTS
https://www.youtube.com/watch?v=OBnRfjb488A

Tracey Chapman & Pavarotti - BABY CAN I HOLD YOU TONIGHT ?
https://www.youtube.com/watch?v=qQdnl0_IuRg



A: WENN MÄNNER WERBEN
Man sagt Männern im allgemeinen nach, gefühlskalt zu sein, ihre Gefühle schlecht zum Ausdrück bringen zu können. Zeit, mit dem Vorurteil aufzuräumen. Hier sind sie, die großen Verführer unserer Zeit, zum Beispiel MICK JAGGER, CAT STEVENS, ROD STEWART, um nur einige zu nennen...
Wie wärs, mit Mick Jagger und seiner Band Rolling Stones zu beginnen? Die Stones haben sowohl die romantische Liebe besungen als auch die handfesten Aspekte von Beziehungen, die Groupies, die Prostituierten, die Honky-Tonk-Girls und alles, was damit zusammenhängt. In einer prüden Zeit gab es öfters mal Skandale....

The Rolling Stones - ANGIE
https://www.youtube.com/watch?v=2K7jMLS-7iw

The Rolling Stones - RUBY TUESDAY
https://www.youtube.com/watch?v=fvp6gseKJS8

The Rolling Stones - UNDER THE BOARDWALK (coverversion The Drifters)
https://www.youtube.com/watch?v=ELMV1Q9zB4A

The Rolling Stones - LETS SPEND THE NIGHT TOGETHER
https://www.youtube.com/watch?v=l61MFiIeuVM

The Rolling Stones - LADY JANE
https://www.youtube.com/watch?v=GMT6Kj3S3-I



Ein anderer großer Womanizer der Zeit - vielleicht der größte von allen - war CAT STEVENS, der spätere YUSSUF ISLAM. Cat Stevens Alben fehlten in keiner WG, in keiner Ladieswohnung, und kluge Männer der damaligen Zeit hatten die Alben zu Hause. Ein Glas Rotwein, eine oder zwei brennende Kerzen und ein Cat-Stevens-Album im Hintergrund taten immer - IMMER - ihre Wirkung. Und die Musik bringt Frauen auch heute noch zum Leuchten, man besuche nur einmal ein Konzert des heutigen Yussuf Islam.....

Cat Stevens - LADY D´ARBANVILLE
https://www.youtube.com/watch?v=sgqf7wEEg4U

Cat Stevens - SWEET SCARLET
https://www.youtube.com/watch?v=T6lSoXzQmqE

Cat Stevens - RUBYLOVE
https://www.youtube.com/watch?v=b_QO-SFQEF8

Cat Stevens - SITTING
https://www.youtube.com/watch?v=hnLCnQAXXZc

Cat Stevens - SUN C79
https://www.youtube.com/watch?v=L1Odf3IRHx4



B: WIE FRAUEN IHRE BEDÜRFNISSE ARTIKULIEREN:
Im allgemeinen gilt die Faustregel, dass Frauen ihre Bedürfnisse (an ihre Liebespartner) besser artikulieren können als Männer. Stimmt das? Hören wir den Ladies doch einfach zu!
-TRACEY CHAPMAN hat einen wunderbaren Song über Distanz und Nähe geschrieben, den ich Euch nicht vorenthalten will: GIVE ME ONE REASON
-SADE stellt sich und uns die Frage WHY CAN`T WE LIVE TOGETHER, was sowohl für Beziehungen gilt als auch allgemein für uns als Menschen
-LAURA NYRO, die New Yorkerin aus der Bronx, war die erste Singer/Songwriterin, die die absolute Kontrolle ihrer Musik hatte. Und sie offenbarte uns als allererste, was in der Seele einer jungen Frau vor sich geht. Ihre Songs sind eine einzige Offenbarung (und waren damals 1967 in New York eine Sensation, weil noch nie eine Frau so offen über sich selbst gesprochen hatte). Was hat mann sich vorzustellen unter CAPTAIN FOR DARK MORNINGS oder BEADS OF SWEAT? Und fragt sich nicht jede Frau: Wirst Du mich morgen auch noch lieben? Oder das selbstbewusste GIVE ME MY CAP AND MY EARRINGS TOO? Wer als Mann zuhören kann, hat mehr vom Leben.... Ich bin mir sicher, mir würden noch weitere Songs einfallen....

Laura Nyro - WILL YOU LOVE ME TOMMOROW ?
https://www.youtube.com/watch?v=D7hCUaH7xCI

Laura Nyro - GIVE ME MY CAP
https://www.youtube.com/watch?v=9UPjmHh09fA

Laura Nyro - CAPTAIN FOR DARK MORNINGS
https://www.youtube.com/watch?v=2_gu5ZNB_RY

Laura Nyro - I NEVER MEANT TO HURT YOU
https://www.youtube.com/watch?v=ShOZ...tD5zH&index=15

Tracy Chapman & Eric Clapton - GIVE ME ONE REASON
https://www.youtube.com/watch?v=YIXh0JNvuHs

Sade - WHY CAN´T WE LIVE TOGETHER? (Live Montreux JazzFestival 1999)
https://www.youtube.com/watch?v=clbqKFM5oQY




C. WENN LIEBESBEZIEHUNGEN GESELLSCHAFTLICH PROBLEMATISCH WERDEN
Es gibt Liebesbeziehungen, die fangen erst an, wenn die Sonne untergegangen ist, und sie enden vor Tagesanbruch.... Manches geht nicht, oder doch? Mann/Frau geht nicht mit dem Feind ins Bett, oder? Es gibt Rassenschranken, es gibt zu großen Altersunterschied, es gibt so viel, was Moralapostel auf den Plan ruft. Davon handeln die folgenden Songs.
-Der Altersunterschied: Welcher junge Mann hat nicht schon davon geträumt, dass Sie deutlich älter ist, und wer könnte davon besser erzählen als ROD STEWART in seinem Song MAGGIE MAY? Noch größer ist der Altersunterschied in dem Film HAROLD & MAUDE, zu dem CAT STEVENS die Filmmusik schrieb...
-In dem Song LAGAN LOVE geht SINEAD O´CONNOR einer verbotenen geheimen Liebe nach (ein altes irisches Volkslied, es gibt unzählige Künstler, die es im Repertoire haben) und

-in dem Song I`M IN THE MOOD bekennen sich eine weiße Frau (BONNIE RAITT) und ein schwarzer Mann (JOHN LEE HOOKER) zu ihrer gegenseitigen Anziehung, ein Horror für jede/n Rassisten/ Rassistin.....

-Manchmal endet die verbotene Liebe tödlich: In dem Song EL POZZO AMARGO erzählt die Spanierin ANA ALCAIDE von der verbotenen Liebe zwischen einem jungen Christen und einer sephardischen Jüdin im mittelalterlichen Toledo - der junge Mann wird von gedungenen Mördern, die der Vater des Mädchens gedungen hat, umgebracht. Die junge Frau weint solange, bis der "bittere Brunnen" mit Tränen gefüllt ist...

-Ebenso tödlich endet die Geschichte für ein Paar im alten England: Die Gräfin erwählt sich sonntags in der Kirche einen Bauernburschen names Matty Groves als Liebhaber. Das Verhältnis wird verraten, und der Graf tötet beide in seinem Ehebett. Diese uralte Geschichte haben zahlreiche englische Folkgruppen im Repertoire. Diese Version hier stammt von FAIRPORT CONVENTION und wird von der unvergessenen SANDY DENNY vorgetragen.

Rod Stewart - MAGGIE MAY (Live Unplugged Video)
https://www.youtube.com/watch?v=m2CQ0FvAZuw

Cat Stevens - WHERE DO THE CHILDREN PLAY (Harold & Maude Soundtrack)
https://www.youtube.com/watch?v=nuKzdinL8eE

Sinead O´Connor - MY LAGAN LOVE
https://www.youtube.com/watch?v=F-dAlYrioGA

Bonnie Raitt & John Lee Hooker - I´M IN THE MOOD (live 1994 Santa Barbara)
https://www.youtube.com/watch?v=lE4P8r8FENY

Ana Alcaide - EL POZZO AMARGO
https://www.youtube.com/watch?v=IfyRydO_5Wk

Fairport Convention - MATTY GROVES
https://www.youtube.com/watch?v=j5O68wkvtBo



D: DAS GLEICHE GESCHLECHT
Songs über Beziehungen mit dem gleichen Geschlecht sind seltsamerweise selten, obwohl zahlreiche Bands oder Bandmitglieder aus ihrer Homosexualität kein Geheimnis machen. Ich denke an Freddy Mercury, an Frankie Goes To Hollywood, and Boy George (mir fallen sicherlich noch mehr ein). Songs mit explizitem Hinweis auf gleichgeschlechtliche Neigungen sind trotzdem sehr rar, deshalb nur zwei Beispiele: LOLA von THE KINKS und DIRTY BOULEVARD/ WAITIN FOR MY MAN von LOU REED und DAVID BOWIE...

The Kinks - LOLA (live 1970)
https://www.youtube.com/watch?v=NFwP2huyNzg

Lou Reed & David Bowie - DIRTY BOULEVARD
https://www.youtube.com/watch?v=lBCbMPWbMx4

Lou Reed & David Bowie - WAITING FOR MY MAN
https://www.youtube.com/watch?v=W4VEXl4vsq4



E: WENN BEZIEHUNGEN SCHEITERN...
Wenn Beziehungen scheitern, ist das schlimm für beide Seiten (auch wenn manche so tun, als würde ihnen das emotional nichts ausmachen). Trauer, tiefe Verzweiflung, Verlustängste, Suizidgedanken - oder sogar Mord und Totschlag; dies alles zeigt nur, wie tief die Sehnsucht nach emotionaler Nähe bei uns allen verankert ist. Die folgenden Songs beschäftigen sich mit der dunklen Seite der Beziehungen: Wer könnte tiefe Verzweiflung besser ausdrücken als SINEAD O CONNOR mit ihrem Song NOTHING COMPARES T2 YOU? MARIE CHAIN träumt von Rache und Vergeltung und die zur Zeit beste Soulsängerin Deutschlands weiß das sehr eindrucksvoll mit Gestik und Gesang auszudrücken.... Und wer käme auf die Idee, dass einer der bekanntesten Rocksongs, gespielt vom Gitarrengitt JIMI HENDRIX himself, ein verkapptes Liebeslied ist, in dem der Protagonist seine Partnerin erschossen hat und auf der Flucht ist "I shot her down, down to the ground, I ´m on my way down to Mexico.."
Nach so viel tiefer Verzweiflung möchte ich diesen Abschnitt versöhnlich enden lassen mit einem Song, nein einem Klangteppich über erfüllte Liebe: CHRISTY MOORE und SINEAD O CONNOR, die ja meist als verrückt bezeichnet wird, singen den Song LORD BAKER, eine zwölfminütige Ballade über einen Kreuzfahrer, der in muslimische Gefangenschaft gerät und sich in die Tochter des Emirs verliebt. Als der Emir seinen Gefangenen freilässt, schwören Lord Baker und die Tochter des Emirs Liebe und vereinbaren eine siebenjährige Prüfzeit. Danach macht sich die schöne Morgenländerin auf ins kalte Schottland, um ihren Lord zu suchen. Der will gerade eine Zweckehe eingehen... Die Prinzessin aus dem Morgenland kommt im letzten Moment - und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute.... Sehr bewegendes Duett.

Sinead O´Connor - NOTHING COMPARES 2U
https://www.youtube.com/watch?v=0-EF60neguk

Marie Chain - REVENGE
https://www.youtube.com/watch?v=JCczioxG98c

Jimi Hendrix - HEY JOE
https://www.youtube.com/watch?v=W3JsuWz4xWc

Sinead O´Connor & Christie Moore - LORD BAKER
https://www.youtube.com/watch?v=Dp5ROi7zWdY



F. WENN DIE CHEMIE STIMMT....
Manchmal braucht es keine großen Worte. Es reicht ein Kompliment ganz am Ende eines gemeinsamen Songs wie zwischen MARCOS VALLE und STACEY KENT, und die damals 19 jährige Bassistin TAL WILKENFELD erspielte sich ganz ohne Worte die Anerkennung und Zuneigung ihres Bandleaders JEFF BECK in dem Song
CAUSE WE ENDED AS LOVERS.... Braucht es noch weiterer Worte?

Marcos Valle & Stacey Kent - SAMBA DE VERAO
https://www.youtube.com/watch?v=0OSHbfQxeyU

Jeff Beck & Tal Wilkenfeld - CAUSE WE ENDED AS LOVERS
https://www.youtube.com/watch?v=25q8nWZQGaQ

Rod Stewart & Amy Belle - I DON`T WANT TO TALK ABOUT IT
https://www.youtube.com/watch?v=w46bWxS9IjY

Tina Turner & David Bowie - TONIGHT
https://www.youtube.com/watch?v=p4WG_y7owmM




So, liebe Nachbarn, das war es zum Thema. Sicherlich habe ich wichtige Songs und Interpreten zum Thema "Liebe und Beziehungen" vergessen, das liegt in der Natur der Sache. Mir ging es ja vor allem darum, zu zeigen, dass man das Thema "Menschliche Beziehungen" durchaus differenziert betrachten kann und viele Musikerinnen und Musiker einen gewichtigen Beitrag geleistet haben abseits ausgetretener Pfade der Schlagerromantik. Ich hoffe, Ihr hattet Euren Spaß daran. Für heute ist Schluss, heute abend kontrolliere ich nochmal, ob alle Links funktionieren. Bis denne!




John Lennon (1940-1980) - STAND BY ME
https://www.youtube.com/watch?v=YqB8Dm65X18





-John Lennon (1940-1980), Musiker, Friedensaktivist, Politiker, ermordet

-George Harrison (1943-2001), Leadgitarrist der Beatles, verlor seine Frau Patti Boyd an seinen guten Freund Eric Clapton, starb an Krebs

-Jim Morrison (1943-1971), Sänger und Komponist der Doors, Tod durch Drugs

-Pamela Courson (1946-1974), Kunststudentin, Lebenspartnerin von Jim Morrison, Tod durch Drugs



credits:
The Rolling Stones
Karen5538
dwaynepipe59
setzehomes
sonice57
JR Fender
Paulo Oliveira
EleSkelterdawn
Tracey Chapman Online
Fanifredo
Rod Stewart
amel amel
angryprotein
Ana Alcaide
Ava Burnham
Carlos Pendro
tempioditheleme
stefanobonelli83
sinead o`connor
Tina Turner Official
denisco.dedisko

u.a.
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Geändert von The Wolf (12.03.2019 um 01:53 Uhr) Grund: Erweitert
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Alt 22.12.2018, 19:52   #182
SimmyDoggy
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Der letzte Link funktioniert bei mir nicht, haben andere das selbe Problem?

Hier noch etwas Weihnachtliches vom guten Herrn Lennon: https://www.youtube.com/watch?v=sbKQ7nXx0o8 Immer wieder schön, der Text ist leider immer noch aktuell :/

Für Harry-Potter-Fans hab ich mal vor einigen ein Video mit einer Coverversion gemacht (jaja Eigenwerbung macht man nicht ): https://www.youtube.com/watch?v=Q8b87wUgBMs
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Ist auf deinem PC kein grüner Plumbob, ist er nicht richtig eingerichtet.
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Alt 22.12.2018, 21:47   #183
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Das http gehört in der Adresse nicht dazu.
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Alt 11.03.2019, 15:50   #184
The Wolf
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Daumen hoch Update...

So, es hat etwas länger gedauert mit dem Thema "Liebe und Beziehungen". Ich habe das Thema noch einmal stark erweitert und geliedert. So, wie der betreffende Post jetzt besteht, ist dies die endgültige Form (ich korrigiere noch einige Links nach) Viel Spaß beim Lesen und Zuhören. Danach werde ich mich wieder dem Andenken einiger verstorbener Musiker widmen, so wie es das Thema dieses Threads ist. Bis dahin viel Spaß!
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Alt 27.05.2019, 00:38   #185
The Wolf
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CLUB DER TOTEN MUSIKER - GESAMTÜBERSICHT (Stand Ende Mai 2019)


Willkommen im "CLUB DER TOTEN MUSIKER". Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich dieser Thread mit Musikerinnen und Musikern, die irgendwann einmal unser Leben beeinflusst oder bereichert haben. Dieses Inhaltsverzeichnis wendet sich insbesondere an diejenigen unter Euch, die neu in diesem Forum sind. Dies ist ein Angebot, den/die einen oder anderen verstorbenen Musiker/ Musikerinnen noch einmal aufleben zu lassen und sich seiner oder ihrer zu erinnern oder Dinge zu erfahren, die man noch nicht wusste. Leider komme ich momentan kaum dazu, neue Artikel zu schreiben, auch plane ich einen Umzug auf ein neues Format, da meine Zeit im Forum begrenzt ist. Einiges ist aber noch in der Pipe...




# 3 SCOTT McKENZIE 1939 – 2012
# 6 JON LORD (Deep Purple) 1941 – 2012
# 12 JIM MORRISON (Doors) + 1943 – 1971 und Pamela Courson 1946 – 1974
# 15 BO DIDDLEY + 1928 – 2008 und Norma-Jean Wofford ca. 1942 – 2005
# 18 RICHARD WRIGHT (Pink Floyd) 1943 – 2008
# 20 FLORIAN FRICKE (Popol Vuh) 1944 – 2001
# 28 JOHN LEE HOOKER 1917 – 2001
# 29 CONNY PLANK (Ton-Ingenieur) 1940 – 1987
# 34 KLAUS DINGER (Kraftwerk; Neu!; LaDüsseldorf) 1946 - 2008
# 37 Special: „Krautrock“

# 43 RAY MANZAREK (Doors) 1939 - 2013
# 52 JJ CALE 1938 – 2013
# 53 FRITZ RAU (Konzertveranstalter) 1930 – 2013
# 55 PAUL KUHN 1928 – 2013
# 60 PHIL EVERLY 1939 – 2014
# 62 PETE SEEGER 1919 – 2014
# 66 JOHN HOLT 1947 – 2014
# 68 JACK BRUCE 1943 – 2014
# 69 JOHNNY WINTER 1944 – 2014
# 73 EDGAR FROESE 1944 – 2015

# 75 Special: Werkstattbericht
# 77 PERCY SLEDGE 1940 – 2015
# 78 BEN E. KING 1938 – 2015
# 79 B.B. KING 1925 – 2015
# 81 JAMES LAST 1929 – 2015
# 94 Special: “The Merry Pranksters
# 95 DIETER MOEBIUS (Cluster, Harmonia) 1944 – 2015
# 118 PAUL KANTNER (Jefferson Airplane) 1941 - 2016
# 118 SIGNE TOLE ANDERSSON (Jefferson Airplane) ca.1946 - 2016
# 132 PETER BEHRENS (Trio) 1947 – 2016

# 143 LEONARD COHEN 1934 – 2016 # 144 LEON RUSSELL 1942 - 2016
# 150 Gesamtübersicht
# 152 RICHARD “RICK” PARFITT (Status Quo) 1948 - 2016
# 153 GEORGE MICHAEL 1963 - 2016
# 154 KNUT KIESEWETTER 1941 - 2016
# 155 ALPHONSE MOUZON 1948 - 2016
# 156 MARY FRANCES “DEBBIE” REYNOLDS
# 163 Special: US - Afro – American – Special
# 164 AL JARREAU 1940 - 2017
# 165 GERITT MEIJER (PVC) 1947 – 2017

# 167 CHUCK BERRY 1926 - 2017
# 169 GREGG ALLMAN (Allman Brothers Band) 1947 - 2017
# 170 Special: 50 Jahre Sgt. Pepper`s Lonely Hearts Club Band
# 171 Special: 50 Jahre Monterey Pop Festival
# 172 GREORY STUART “GREGG” LAKE (King Crimson, ELP) 1947 – 2017
# 173 TOM PETTY (The Heartbreakers, Traveling Wilburys) 1950 - 2017
# 175 ANTOINE “FATS” DOMINO Jr. 1928 - 2017
# 176 KEITH NOEL EMERSON (The Nice, Emerson, Lake & Palmer) 1944 – 2016
# 177 ARETHA FRANKLIN 1942 – 2018
# 179 CHARLES AZNAVOUR 1924 – 2018

# 180 INGO INSTERBURG 1934 – 2018
# 181 Weihnachtsspecial: “All You Need Is Love”
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Geändert von The Wolf (27.05.2019 um 00:54 Uhr)
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Alt 08.07.2019, 10:07   #186
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JOAO GILBERTO (1931 - 2019)




Ich habe heute eine Verbeugung zu machen vor dem brasilianischen Musikkünstler Joao Gilberto Prado Pereira de Oliveira, der unter dem Namenskürzel JOAO GILBERTO zum Miterfinder der sogenannten BOSSA NOVA ("Neue Welle") wurde, der ersten Weltmusik, die aus Brasilien kam und alle Augen auf das lateinamerikanische Land richtete.
Joao Gilberto war Sänger, Gitarrist und Komponist und gilt als Erfinder der typischen Spielweise auf der akustischen Jazzgitarre, die so typisch für die Bossa Nova wurde.
Mit der Komposition "La Garota de Ipanema" ("Girl from Ipanema"), gespielt von Stan Getz (Saxophon), Joao Gilberto (Gitarre) und gesungen von Gilbertos Ehefrau Astrud Gilberto, wurde Joao Gilberto über Nacht weltberühmt: Der Song wurde 1962 in New York aufgenommen und veröffentlicht und brasilianischer Bossa Nova wurde zur weltweit beachteten Musikgattung.

Mit dem Tode Joao Gilbertos am 6.Juli 2019 verstarb nun auch der letzte Erfinder des Bossa Nova.

Bedeutet das das Ende der Bossa Nova? Nein, denn was als intellektuelles Projekt der weißen brasilianischen Ober- und Mittelschicht in den 50er Jahren begann, ist längst aufgegangen in der "Musica Popular Brasileiro", jener Massenmusik - Bewegung, der das zahlenmäßig große brasilianische Volk anhängt. (Der brasilianische Musikmarkt ist der größte Lateinamerikas und einer der größten der Welt; der Beruf des Musikers ist in Brasilien hoch angesehen). Was damals "reinrassige" Bossa Nova war, ist heute "Brasilectro", wie ihn z. B. Marcos Valle, ebenfalls ein Veteran von damals, vorführt: Eine Mischung aus Piano- und Gitarrenjazz, Bossa Nova und nordamerikanischer Rockmusik, gewürzt mit einer Prise afroamerikanischen Rhythmus, in jedem Falle aber tanzbar..


Obrigado, Joao Gilberto! Die Welt ist reicher geworden durch deine Musik.




ASTRUD GILBERTO/ STAN GETZ - THE GIRL FROM IPANEMA (Original, 1962)
https://www.youtube.com/watch?v=j8VPmtyLqSY


ASTRUD GILBERTO/ STAN GETZ - THE GIRL FROM IPANEMA live 1964, angloamerikanische Version)
https://www.youtube.com/watch?v=sVdaFQhS86E




Astrud Gilberto trennte sich 1964 von ihrem Mann und verließ Brasilien wegen der Militärdiktatur. Sie siedelte sich in New York an, wo sie noch heute hoch betagt lebt. Sie ist eine sehr erfolgreiche Malerin.
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Geändert von The Wolf (08.07.2019 um 11:10 Uhr)
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Alt 08.07.2019, 16:53   #187
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Alt 28.08.2019, 14:41   #188
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Alt 06.10.2019, 18:38   #189
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GINGER BAKER (1939 - 2019)




Die Rockwelt trauert um eine Legende: Heute verstarb GINGER BAKER, der mit der Supergruppe CREAM in den späten sechziger Jahren zu einer Ikone aufstieg und das Schlagzeugspiel in der Rockmusik für immer veränderte und maßgeblich prägte.

Zuerst bekannt geworden in der Londoner Gruppe GRAHAM BOND ORGANIZATION, In der auch sein späterer Bandkollege JACK BRUCE spielte, erlangte die Dreierformation "CREAM" Weltruhm. "Cream", das waren ERIC CLAPTON (Guitar), JACK BRUCE (Bass) und GINGER BAKER (Drums).

Der Gruppe Cream, dem ersten Powertrio der Geschichte, war kein langes Überleben gesichert, und Ginger Baker durchlief zahlreiche weitere Gruppen, die er teilweise leitete oder in denen er maßgebliche Rollen übernahm:

-BLIND FAITH;
-BAKER GURVITZ ARMY;
-GINGER BAKER´S AIRFORCE und viele andere.

Nach dem Ende der "Airforce" übersiedelte Ginger Baker nach Westafrika, begegnete dort Fela Kuti und widmete sich fortan afrikanischen Polyrhythmen. Zudem betrieb er ein Restaurant und einen Nachtclub in Lagos.

Ginger Baker starb heute, am 6.10.2019, in einem Krankenhaus im Süden Englands. Er wurde 80 Jahre alt.

Die Zeitschrift "Rolling Stone" führt Ginger Baker unter der Liste der weltweit 100 besten Schlagzeuger auf Platz 3. Ginger Baker wurde bekannt für seine Leistungen am Rockschlagzeug, seine musikalische Liebe galt allerdings dem Jazz und der afrikanischen Musik mit ihren zahlreichen Trommeltalenten.


Musikbeispiele:


THE GRAHAM BOND ORGANIZATION - DOXY (1963)
https://www.youtube.com/watch?v=zfdE3p6ebUY


CREAM - I FEEL FREE (1966)
https://www.youtube.com/watch?v=l1QihWLLKGY

CREAM - STRANGE BREW (1967)
https://www.youtube.com/watch?v=hftgytmgQgE

CREAM - CROSSROADS (1968)
https://www.youtube.com/watch?v=7HfkSzsyh1E&t=58s

CREAM - TOAD (1968)
https://www.youtube.com/watch?v=uuhESTM7tKw

CREAM - WHITE ROOM (1968)
https://www.youtube.com/watch?v=gXUHb_l-1H


GINGER BAKER´S AIRFORCE - EARLY IN THE MORNING (1970)
https://www.youtube.com/watch?v=0U1GVmWwCfc

GINGER BAKER´S AIRFORCE - TELL ME A STORY (1970)*
https://www.youtube.com/watch?v=DP5BQ5Kvsv8


GINGER BAKER & FELA KUTI - How Two Neurotic Musicians Made The Best Music Nobody Heard
https://www.youtube.com/watch?v=YLuWYD6sFwo

FELA RANSOME KUTI & AFRICA ´70 with GINGER BAKER
https://www.youtube.com/watch?v=8yrqYiFhcWY

YORUBA TALKING DRUMMERS WITH GINGER BAKER (ca. 1973)
https://www.youtube.com/watch?v=D6NaxgmWOp8


BAKER GURVITZ ARMY - MEMORY LANE (1975)
https://www.youtube.com/watch?v=H-XUyiz3J8k


GINGER BAKER & JONAS HELLBORG Part 1 (1989)
https://www.youtube.com/watch?v=kqx_fHHZULs


CREAM Reunion Concert - WHITE ROOM (2005)
https://www.youtube.com/watch?v=dCc00pX_pFA




*) mit dem weltberühmten Schlagzeugsolo!!







Rest in Peace, Ginger!
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Geändert von The Wolf (06.10.2019 um 23:51 Uhr)
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Alt 09.10.2019, 17:09   #190
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Kein Musiker, aber ... Es ist sehr nah an Rock'n'Roll und Rolling Stones. Robert Frank ist tot. Hier gibt es einen Artikel über ihn: amomama.de Hat jemand Schwanzlutscher-Blues gesehen? Das könnte mein Favorit sein, obwohl bekannt ist, dass Frank die Band nicht mochte.

Geändert von frontload (09.10.2019 um 17:16 Uhr)
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Alt 11.10.2019, 09:14   #191
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Fernsehtipp:

"DAVID BOWIE - DIE ERSTEN FÜNF JAHRE" -



Der spätere Weltstar David Bowie tat sich schwer, der Popstar zu werden, als den wir ihn kennen: Suche nach Ausdruck, nach Sounds, nach Show - all das fiel dem jungen David Bowie nicht leicht - seine gesanglichen Qualitäten begrenzt, verlegte sich David Bowie ganz auf die Suche nach Showelementen und Theaterdarstellung, die ihn am Anfang seiner Karriere schließlich zu "Space Oddity" und "Ziggy Stardust" führten...


Freitag, den 10.10.2019 bei ARTE, 22.15 Uhr


EDIT: Der Sendebeginn ist heute abend um 22.25 UHR, also jetzt gleich. Sorry für die falsche Angabe. Jetzt gehts hoffentlich gleich los...
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Geändert von The Wolf (11.10.2019 um 22:25 Uhr)
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