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Alt 13.03.2019, 08:48   #1
The Wolf
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Zum Glück Berliner.... Mein persönlicher Hauptstadt-Blog





Berlin, wat haste Dir verändert – aber andererseits bist Du immer noch die alte… schön, hässlich, gepflegt, dreckig, interessant, langweilig, aufregend, weltbürgerlich, spießig, verschnarcht, anarchistisch, alles nebeneinander, INTERESSANT eben!

Und jetzt kommt Ihr: Ach nee, Berlin – was soll das denn?
Und in der Tat: Berlin hat zahlreiche Feinde, aber eben auch zahlreiche Freunde! Und Berlin ist bewohnt von Berlinern, man glaubt es kaum, behaupten doch einige neu zugewanderte Jungjournalisten, die Berliner gäbe es gar nicht mehr, die seien inzwischen ausgestorben wie weiland die Saurier. Irrtum, Leute, wir sind noch da und wir sind zahlreich, wir zählen immer noch nach Millionen! Nur gibt es Stellen in der Stadt, da nimmt man uns nicht mehr wahr vor lauter Touristen, da gehen wir einfach unter. Als kluger Mensch meidet man solche Stellen, aber das ist eben nicht immer möglich. Manchmal gilt dann eben nur die Devise „Augen zu und durch!“ Berliner Mundart hilft fast immer und manchmal auch die Ellenbogen. Zimperlich sollte man nicht gerade sein, wenn man in Berlin zurechtkommen will, das stellte schon der alte Goethe fest und verschwand bald wieder in gemütlicheren Städtchen, z.B. nach Weimar zu seinem Freund Schiller.

Berlin, die Gehasste, Berlin, die Geliebte….
Spötter behaupten, Berlin sei eine „Failed City“: Das ist natürlich völliger Blödsinn, denn Berlin funktioniert eigentlich ganz gut. Tatsache ist vielmehr, dass ganz Deutschland momentan ein „Failed State“ ist, in dem nichts, aber auch gar nichts mehr funktioniert. Ich nenne Bahn, ich nenne Post, ich nenne Regionalverkehr in verschiedenen Städten, ich nenne das Gesundheitswesen, die Schulexperimente nahe der Analphabeten- Grenze, und, und, und…...

Liebe Berlin - Besucher, sagt uns nicht, was bei euch angeblich alles besser funktioniert, so wie es der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, jüngst getan hat. (ZITAT: „Wenn ich in Berlin aussteige, sehe ich ein Schild vor mir – Sie haben das Ende des funktionierenden Deutschlands erreicht“). Der grüne Schwabe Boris Palmer gebietet über eine Stadt mit 90 000 Einwohnern. Mein Stadtteil Berlin – Moabit hat 87 000 Einwohner, also nahezu ebenso viele Tübingen, nur dass es hier noch 95 andere Stadtteile von der Größe Tübingens gibt, da dürfen doch die Probleme auch ein bisschen größer sein, oder? Ich erinnere daran, dass meine Heimatstadt auf dem Höhepunkt der „Willkommenskultur“ 80 000 Flüchtlinge aufgenommen und versorgt hat, eine Zahl, die dem Grünen-Paradies Tübingen ebenfalls verdammt nahe kommt, gelle? Leute wie Palmer, denen es offenbar an Fantasie fehlt, sich wahre Größe vorzustellen, nennen wir hier respektlos „Provinzonkels“ - wir mögen die gar nicht, und die Reaktionen der Berliner Bevölkerung und auch der Politik waren auch entsprechend ungnädig mit Herrn Palmer…

Aber euer Flughafen, wird der auch mal fertig?
Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Der wird schon noch irgendwann fertig werden, oder? Ich erinnere daran dass z.B. die Kölner für die Fertigstellung ihres Doms über 600 Jahre gebraucht haben – da gibt es für Berlin also noch massig Luft nach oben…. Berlin hat ja zwei funktionierende Flughäfen, von denen der eine im Jahr 2018 wieder einmal neue Passagierrekorde gebrochen hat, und mich als Berliner interessiert das auch nur am Rande. Wann braucht unsereins mal einen Flughafen? Mein Interesse gilt den S- und U-Bahnen, die brauche ich nämlich täglich und die verkehren zahlreich und (meist) zuverlässig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte hier nicht lange rumprahlen mit Berlin, die Berliner Superlative kommen ein andermal.

Tut mir bitte einen Gefallen: Verwechselt nicht die Berliner Republik mit Berlin! Es hat sich ja eingebürgert, landauf und landab alles Versagen „denen in Berlin“ in die Schuhe zu schieben, aber dafür können wir als Bewohner dieser Stadt nichts, wir sind genauso Opfer dieser Politfreaks wie ihr, und wir reagieren ausgesprochen allergisch, wenn man uns dafür verantwortlich macht, weil wir uns diese Leute nicht ausgesucht haben. Also lasst das Thema, ja? Bitte!!!

So, lange Rede, kurzer Sinn, hinein ins Getümmel in eine der interessantesten Städte der Welt….

Mein erster Blogeintrag hier wird lauten „THE WOLF MEETS GODFATHER OF BRITISH BLUES“ Bin selbst schon gespannt wie ein Flitzbogen!
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Geändert von The Wolf (22.03.2019 um 09:09 Uhr)
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Alt 13.03.2019, 09:24   #2
The Wolf
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So, das war der Einführungstext. Den habe ich schon vor einigen Tagen geschrieben und habe es mir mittlerweile zum Prinzip gemacht, meine Texte nachträglich weder zu korrigieren noch zu relativieren, denn das wäre ja Selbstzensur, oder?


Trotzdem eine Vorbemerkung: Es geht darum, darzustellen, was einer wie ich in Berlin erlebt, an Speziellem, Herausragenden oder eben Banalem. Ich hoffe, meinen Lesern damit einen Blick hinter die Kulissen einer Weltstadt zu bieten, die momentan einer der angesagtesten Plätze der Welt ist (die jährlich steigenden Touristenzahlen belegen dies eindrücklich).
Warum ich das tue? Nun ja, ich bin bei schönem Wetter mit Kamera und Smartphone unterwegs trotz meiner nun fast 69 Jahre. Ich bin immer wieder nach Berlin zurückgekehrt und habe nach dem Fall der Mauer bewusst die Entscheidung getroffen, in der Stadt zu bleiben, deren Entwicklung vor großen Veränderungen stand. Leider habe ich erst 2006, also viel zu spät angefangen, meine Exkursionen fotografisch festzuhalten und überhaupt auf "Forschungsreise" zu gehen.
In den politischen Diskussionen in diesem Forum in den vergangenen Jahren habe ich immer wieder festgestellt, dass viele Leute über Dinge reden, von denen sie keine Ahnung haben. Es ist halt eine Sache, vom Häuschen am Waldesrand aus sein Gutmenschentum auszubreiten und uns die Welt zu erklären, und es ist eine andere Sache, mittendrin dort zu leben, wo das Leben millionenfach brodelt und manchmal das Fass auch mal überschäumt und jeden Tag der Clash der Kulturen ausgehalten werden muss.


Von daher seid vorgewarnt: Ich spreche so, wie mir der Schnabel gewachsen ist, wie wir hier in Berlin sagen, das heißt: direkt, schnörkellos, politisch unkorrekt, wo das angemessen ist. Das machen wir übrigens hier alle so, das hilft, in diesem Moloch aus 191 Nationen zurechtzukommen, es ist unsere soziale Ausweiskarte und Schutzschild zugleich, und es hilft Auseinandersetzungen verbal zu begrenzen. Und selbstverständlich enthält dieser Thread auch Politik, wo es notwendig ist oder angebracht, dies ist aber nicht der Zweck. im Vordergrund steht die Berichterstattung aus Berlin und der Vorsatz, Euch zwecks besseren Verständnisses einen Blick hinter die Kulissen zu geben.


Stehen Eure Sneakers schon bereit? Na dann los...
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Alt 13.03.2019, 09:56   #3
The Wolf
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The Wolf meets....

Heute ist ein ganz besonderer Tag: Ein GOTTVATER ist in der Stadt, "The Godfather of British Blues "JOHN MAYALL & The BLUESBREAKERS" - und ich werde dabei sein!


Hier ist er schon:


JOHN MAYALL - MISTS of TIME
https://www.youtube.com/watch?v=ovhytbQJf_k


Er leitete seine Band "The Bluesbreakers" seit dem Ende der 50er Jahre, Er war der Ausbilder von Eric Clapton (Cream), Peter Green (Fleetwood Mac) und Mick Taylor (Rolling Stones) und zahlreichen anderen Rock- und Bluesgrößen. Und er hat einen sehr speziellen Gast dabei: Mit CAROLYN WONDERLAND, der texanischen Ausnahme - Gitarristin, haben die "Bluesbreakers" erstmals eine weibliche Leadgitarristin. Hier ist sie:


CAROLYN WONDERLAND - JUDGEMENT DAYS
https://www.youtube.com/watch?v=7b4fJRPnZT0


Heute Abend Columbiahalle, Berlin Tempelhof: JOHN MAYALL 85Years Anniversary Tour 2019 -
Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen!
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Alt 13.03.2019, 16:41   #4
Spocky
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Dein Gedanke, hier Berlin aus Deiner Sicht darzustellen, ist verständlich, für einige sicher auch von Interesse. Ich kenne Berlin nur vom Hauptbahnhof, von Taxifahrten zum Hotel und zurück, das Tempodrom zum German Masters im Snooker und einige Museen im erreichbaren Umfeld.
Also berichte bitte mehr.

Aber:
Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Und selbstverständlich enthält dieser Thread auch Politik, wo es notwendig ist oder angebracht, dies ist aber nicht der Zweck. im Vordergrund steht die Berichterstattung aus Berlin und der Vorsatz, Euch zwecks besseren Verständnisses einen Blick hinter die Kulissen zu geben.
Dir ist bekannt, dass wir aus bereits erörterten Gründen die Diskussion zu Politik hier nicht möchten. Es führt regelmäßig zu Verdruss, zu Streit und auch gewollten und ungewollten Beleidigungen. Und da wieder als Moderator und Schlichter aufzutreten, Entschuldigung, dazu habe ich und das gesamte Team einfach keine Lust und mir ist auch meine Lebenszeit für so etwas zu schade. Nicht für politische Diskussion, sondern für die sehr wahrscheinlich entstehenden Auseinandersetzungen, die die Arbeit der Mods erfordern.

Daher bitte ich Dich dringlichst, dieses Gebot und diesen Wunsch zu berücksichtigen.

Und ehrlich gesagt hat schon Dein Eröffnungspost das Potential dazu.

Den gleichen Appell richte ich an alle Leser im Thread. Eine Meinung darf man haben haben, äußern und auch vertreten. Aber niemand hat Anspruch darauf, dass seine Meinung die einzige und richtige ist.

Wenn das von allen beherzigt wird, könnte das hier ein interessanter Thread werden.

Anderenfalls ist er sehr schnell wieder verschwunden.
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Wenn Du mit dem Kopf durch die Wand willst, überlege vorher, was Du im Nachbarzimmer willst.
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Alt 24.03.2019, 20:10   #5
Cosmic Dream
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Hi Wolf,

mach doch einen Blog, dann kannst du deine Fotos und Texte viel besser präsentieren als in einem Forum und bist zudem unabhängig und frei in der Themenauswahl und Gestaltung.

Zitat:
Es ist halt eine Sache, vom Häuschen am Waldesrand aus sein Gutmenschentum auszubreiten und uns die Welt zu erklären, und es ist eine andere Sache, mittendrin dort zu leben, wo das Leben millionenfach brodelt und manchmal das Fass auch mal überschäumt und jeden Tag der Clash der Kulturen ausgehalten werden muss.
Ich hab im Laufe der Zeit festgestellt, daß es mit individuellen Ausnahmen im Grunde wenig bis gar nichts bringt, gewisse Aspekte als Haupt- & Großstädter mit Kleinstädtern zu diskutieren, die so viele Einwohner haben wie 1-2 Bezirke. Großstädter anderer Länder verstehen manches einfach besser, vor allem dann, wenn deren Städte nochmal größer sind als Berlin
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Alt 26.03.2019, 21:41   #6
The Wolf
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The Wolf meets JOHN MAYALL´S BLUESBREAKERS

Das ist also der große Tag, seit Wochen erwartet. Ich habe mich durch alle möglichen Facebook – Konzertangebote geackert, die wirklich guten Konzerte findet man dort allerdings nicht, sondern ist auf klassische Wege angewiesen: Stadtteilzeitungen, Anschlage auf Plakatwänden und last not least: Augen aufhalten im Stadtdschungel.
Um 18.00 Uhr mache ich mich auf den Weg: Konzertkarte eingesteckt? Hast du auch die richtige dabei? Mit ZZ top werden sie mich nicht reinlassen, fürchte ich…
Das Konzert findet im Berliner Columbia Theater statt, nahe dem alten Berliner Zentralflughafen, seit der Berliner Luftbrücke weltweit bekannt unter dem Namen „Flughafen Tempelhof“. Ich kalkuliere eine Fahrzeit von 45 Minuten ein und werde zu früh da sein…

Das Warten auf den Einlass gibt mir die Gelegenheit, etwas über den Flughafen zu plaudern:
Fliegen in Berlin hat eine lange Tradition und begann im Jahr 1909 mit ersten „Luftschauen“ auf dem Tempelhofer Feld. Später siedelten sich hier Flugzeugfabriken an und ab 1923 nahm die neu gegründete „Deutsche Lufthansa“, ein Zusammenschluss mehrerer Vorgängerfirmen, ihren regulären Flugbetrieb auf. Von Anfang an gehörte der Berliner Flughafen zu den größten auf dem europäischen Kontinent, der internationalen Bedeutung Berlins Rechnung tragend. 1936 begann der Neubau des heutigen bestehenden Flughafens Tempelhof, der durch seine Architektur brillierte, für zwei Jahre das größte zusammenhängende Gebäude der Welt war (bis die Amerikaner das Pentagon bauten). Die moderne Konzeption des Flughafens wurde zum Vorbild aller modernen Flughäfen der Welt, warum der britische Stararchitekt Sir Norman Foster von der „Mutter aller Flughäfen“ spricht. Momentan prüft die UN-Kommission die Aufnahme des Flughafens in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen die Amerikaner nach Tempelhof, und der Flughafen diente nicht nur dem zivilen Luftverkehr, sondern auch militärischen Zwecken. Tempelhof wurde eine amerikanische Militärbasis. Die Amerikaner haben sich durch die „Luftbrücke“ und die Erfindung des „Rosinenbombers“ große Sympathie bei den Berlinerinnen und Berlinern erworben, besonders bei den Kindern.

Das Stichwort „Amerikaner“ bringt mich zum Auftrittsort des Abends: Wo sich amerikanische Soldaten ansiedeln, bringen sie ein Stück Heimatkultur mit: Supermärkte, Radiostationen, Kinos, Sportstätten, und so war es auch rund um den Zentralflughafen Tempelhof. Der Auftrittsort von John Mayall heute Abend ist das „Columbia Theater“, das ehemalige Kino der amerikanischen Besatzungssoldaten. Es umfasst ca. 700 Stehplätze und 2 Bars. Die nebenan gelegene „Columbia Halle“ ist das ehemalige Sportzentrum, es fasst bestuhlt 1400 Besucher und als Stehplatz – Veranstaltung 5700 Personen.

Mein Glück heute Abend ist groß, die Kontrollen der Security sind scharf, aber nicht übertrieben. Ich muss als Rentner nicht meine Kappe abnehmen, und ein Patschen auf den Kopf ist gerade noch zumutbar. Ich habe kein Messer und auch keine Atombombe unter der Mütze….
Ich bin einer der ersten im Saal und suche mir ein Plätzchen ganz vorn rechts. Das hat einen besonderen Grund, aber davon später….
Nachdem ich die Anlage inspiziert habe, die sehr zusammengestückelt wirkt, schaue ich mich in den Nebenräumen um – und da entdecke ich IHN.
Da sitzt John Mayall himself an einem niedrigen Plastiktisch auf einem billigen Plastikschemel und verkauft seine CDs ganz persönlich, ganz so wie es mir ein Freund vor Jahren voller Begeisterung mitgeteilt hatte: „Der saß da ganz einfach rum und gab Autogramme, ich habe ihm zwei meiner Plattenhüllen mitgebracht“ Selbstverständlich musste ich damals die Autogramme bewundern und, nun ja, vielleicht war ich sogar neidisch….

Und jetzt bin ich dran. John Mayall verlangt 20 Euro für seine Alben und ich zögere einen Moment, dann stelle ich mich in die Reihe: Es ist nicht irgendeiner, es ist JOHN MAYALL, der Vater des englischen Blues, der zahlreichen Musikern Zu Ruhm und Ehren verholfen hat, dessen Who-Is-Who sich wie ein Rocklexikon liest… Ich habe gezögert, als ich hörte, dass John Mayall in meine Stadt kommt: Was ist von einem Mann zu erwarten, der 85 Jahre alt ist? Will ich mir das wirklich antun? Das Jethro-Tull – Konzert von 2018 fällt mir ein – es hat wehgetan, Ian Andersons kaputter Singstimme zuzuhören, die kaum noch einen Ton rausbrachte. Aber dies hier ist wahrscheinlich die letzte Gelegenheit, dieser lebenden Blues-Legende noch einmal zuzusehen, die vor mir sitzt.

Dann bin ich dran:
„Mr. Mayall, what is your last album? “
“This one here.” Er tippt auf einen großen Stapel frischer CDs und ich betrachte die Hand, die gezeichnet ist von zahlreichen Altersflecken und herausstehenden Adern, die Hand eines Greises. Sein Blick durch die dicken Brillengläser, die er mittlerweile trägt, ist freundlich auf mich gerichtet. Ein 20-€- Schein wechselt den Besitzer, dann greift er eine Scheibe vom Stapel und setzt jahrzehntelang geübt sein Autogramm auf die Papphülle – ich habe ein Autogramm von John Mayall himself!
Ich wage es nicht, ihn zu belästigen, indem ich noch zwei mitgebrachte Plattenhüllen aus der Tasche ziehe und Autogramme bitte, das wäre irgendwie schamlos.
„Good Luck!“ sage ich und er antwortet“ Hope to enjoy.“

John Mayall war immer schon alt. Als ich ihm das erste Mal begegnete, war ich hoffnungsvolle zwanzig Jahre alt und er schon – uuh – sechsunddreißig. Das war damals steinalt, galt doch der Grundsatz „TRAUE KEINEM ÜBER DREISSIG!“ John Mayall war damals als der „Weiße Indianer“ bekannt mit ellenbogenlangen Haaren, Stirnband oder Haarspange, dazu Fransenhemd und Wildlederstiefel. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt seinen selbstgebauten Gitarren, der Mann ist ein äußerst geschickter Handwerker, der nicht nur eigenhändig zwei Baumhäuser baute (eines in merry old England und ein weiteres später im Laurel Canyon in Kalifornien), sondern John Mayall ist auch ein äußerst geschickter Gitarrenbaumeister.

Ich habe die Position vorn rechts ganz vorn an der Bühne gewählt, und das aus guten Gründen. Es ist die Position von CAROLYN WONDERLAND, derersten Frau, die in den ca. vierzig verschiedenen „Bluesbreakers“ – Formationen, die John Mayall auf die Beine gestellt hat, die Leadgitarre spielen wird. Ihr kennt Carolyn Wonderland nicht? Macht nichts, da haben wir etwas gemeinsam: Ich habe Carolyn bei einem meiner Streifzüge durch das YouTube – Wunderland entdeckt und sofort beschlossen, sie mal live sehen zu wollen. Als ich durch Zufall erfuhr, dass sie mittlerweile bei den „Bluesbreakers“ spielt und ich sie eine Woche später in natura sehen würde, war ich natürlich überglücklich. Die Bühnenposition habe ich via YouTube ausbaldowert und mich da aufgebaut. Heute Abend wird Generalprobe sein für mein neues Smartphone: Wird es beim Filmen die Erwartungen erfüllen können, und werde ich mich fähig zeigen, es so zu bedienen, dass einige Spitzen – Videoclips herauskommen?
Dann betreten sie die Bühne: John Mayall (Vocals, Harmonica, Guitar, Piano, and Organ), Carolyn Wonderland (Vocals, Lead Guitar, Lap Steel Guitar), Greg RZab (Bass) und Jay Davenport (Drums)
Das erste Stück dauert 8 Minuten, dann hat John Mayall das Publikum der ausverkauften Halle auf seiner Seite. John witzelt mit dem Publikum, hat die Lacher auf seiner Seite, und als sich John und Carolyn Wonderland das erste Duell liefern zwischen Piano und Gitarre, brandet frenetischer Beifall auf. Carolyn Wonderland entwickelt sich schnell zum Mittelpunkt der Band und zeigt mehr als überdeutlich, dass sie mit ihren berühmten Vorgängern Eric Clapton (Cream), Peter Green (Fleetwood Mac), Mick Taylor (Rolling Stones) oder Harvey Mandel (Canned Heat) locker mithalten kann, und als sie erst eine Sangeseinlage gibt, die Janis Joplin aufhören lässt, hat sie den Saal von ihren Qualitäten überzeugt. John Mayall gibt ihr genug Freiheit, zwei ihrer eigenen Stücke vorzutragen, und als sie zur Lap Steel Guitar greift, kocht die Stimmung über. Das kleine unscheinbare Brettchen jault und kreischt in einer erstaunlichen Lautstärke…

John Mayall und seine Band spielen zwei Stunden am Stück ohne Pause, wobei John seine Leute mit ruhiger Stimme führt, immer wieder Witzchen macht, mit dem Publikum scherzt und sich offenbar in seinem Element fühlt. Seine Finger sind geübt, seine typische Falsettstimme ist überraschend laut und kraftvoll. Er bewegt sich vorsichtig auf der Bühne und seine Füße finden sich im herumliegenden Kabelsalat gut zurecht – 60 Jahre Bühnenerfahrung eben. Meine Befürchtung, es mit einem 86jährigen alten senilen Mann zu tun zu haben, bewahrheitet sich nicht – es macht Spaß, ihm zuzusehen und zu –hören.

Dann verschwindet er schlurfend hinter der PA, setzt sich hin und sein Chef-Roadie, ein alter Kerl, der mindestens ebenfalls schon 75 Jahre auf dem Buckel haben muss, reicht ihm eine Wasserflasche…. Das war`s, aber überraschend kraftvoll schwingt John Mayall sich auf die Beine und kommt noch einmal nach vorn und sie geben eine Zugabe…

Zum Abschluss dann noch einmal Autogramm- und Verkaufsstunde mit den „Bluesbreakers“. Um dorthin zu gelangen, mussten die Bandmitglieder den Saal durchqueren, geleitet und vor uns „beschützt“ durch vier Mann Security: „Vorsicht!“ und „Bitte mal Platz machen!“ für John Mayall und seine Bodyguards. John hatte dieses bizarre Schauspiel schnell satt gehabt, hatte die Prozession verlassen und sich einige Reihen weiter hinten durch das Publikum gedrängt, das ihm bereitwillig Platz gemacht hatte. Die Bodyguards hatten John noch hinterher gerufen, aber er hatte sie einfach stehen lassen (ich muss grinsen, während ich dies schreibe)

Und da stehen und sitzen sie nun, die jungen Leute der „Bluesbreakers“ und ziehen ihre Aufgeregtheiten ab. John sitzt ganz links als letzter, und mit einmal wirkt er sehr gebrechlich. Die große hagere Gestalt zusammengefaltet, ein Häufchen langer Glieder. Lächelnd schaut er seinen Bandmitgliedern zu, als hätte er seine acht Enkelkinder vor sich…
Ich kaufe noch ein Album, lasse mir Autogramme auf meine Eintrittskarte kritzeln. Carolyn Wonderland hat eine überraschend kräftige Stimme und einen gewaltigen Wortwitz; John Mayall wirkt daneben etwas verloren, aber er scheint es mit Gelassenheit zu nehmen. Waren ihm seine Schüler nicht schon immer über den Kopf gewachsen, all die Eric Claptons, Peter Greens und wie sie alle hießen? Ich bitte ihn noch einmal um ein Autogramm auf meiner Eintrittskarte...

Es kostet mich Überwindung, dann wage ich doch eine Frage:
„John, wir sind uns schon einmal begegnet, das war 1970 oder 1971 in der Berliner Philharmonie.“
Er schaut zu mir auf, grinst verschmitzt und sagt „Gutes Gedächtnis!“ Ich antwortete: „Das Drum-Set fehlte, und da waren die kleinen orangefarbenen Amplifier!“ „Wow“ macht er, und dann grinsen wir uns an und schieben in einer konzertierten Aktion gleichzeitig unsere Brillen höher auf die Nase… Zwei alte Männer...
Ich bedanke mich für das Konzert… Er schaut auf und lächelt.

Das Bild, wie er da so zusammengesunken sitzt, geht mir nicht aus dem Kopf seitdem. Wird es das letzte Bild sein, das mir von ihm bleibt? Wahrscheinlich, ich gehe nicht davon aus, ihn noch einmal lebend wiederzusehen. Mir graust heute schon vor dem Moment, wo ich seinen Nachruf schreiben muss, diesem Titanen des Blues....
Leb wohl, du Held meiner jungen Jahre. Ich bin dem Thema „Blues“ treu geblieben, und einer der Gründe war dieser Mann…




Das war ein Bericht vom „Bluesbreakers“ – Konzert in Berlin, zweifellos mein persönlicher Konzerthöhepunkt im 1. Quartal 2019 hier in Berlin. Und damit es nicht so trocken wird, gibt es hier einige Kostproben.


John Mayall 85th Anniversary Concert 1 - Columbia Theater Berlin 2019
https://www.youtube.com/watch?v=orXSjW06PCE


John Mayall 85th Anniversary Concert 2 - Columbia Theater Berlin 2019
https://www.youtube.com/watch?v=TJwie0SA_xc


Carolyn Wonderland "Misunderstand" - John Mayall 85th Anniversary Concert 5 - Columbia Theater Berlin 2019
https://www.youtube.com/watch?v=4RnhYZV6aKg


Anmerkung:
Der Gottvater des britischen Blues gibt im April 2019 nochmals 4 Konzerte in Deutschland. Wer in der Nähe wohnt: Unbedingt hingehen! Konzerttermine unter https://www.johnmayall.com/
John Mayall spielt jeden Abend ein stark unterschiedliches Repertoire.



credits: The Wolf
alle Filmclips hergestellt mit Samsung Smartphone Galaxy S9, keine Shutterkorrektur nötig

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Geändert von The Wolf (26.03.2019 um 21:57 Uhr)
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Alt 09.04.2019, 16:16   #7
The Wolf
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Frühling ist da,

und damit beginnt auch die Sport- und Musiksaison in der Hauptstadt aufs Neue.
Am Sonntag begann die Saison mit dem Berliner HALBMARATHON. Dabei treten dutzende von Bands am Straßenrand auf, um den Läuferinnen und Läufern die Zeit bis zum Ziel zu verkürzen. aber seht selbst: Viel Spaß mit


BLACKMAIL !!!




Blackmail - "YOU CAN LEAVE YOUR HAT ON"
https://www.youtube.com/watch?v=7WTHqtInYpA


Es darf gelacht werden..
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Alt 09.04.2019, 20:27   #8
Taurec
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Der wird schon noch irgendwann fertig werden, oder? Ich erinnere daran dass z.B. die Kölner für die Fertigstellung ihres Doms über 600 Jahre gebraucht haben – da gibt es für Berlin also noch massig Luft nach oben….
Der Vergleich ist ein bissel unpasend... Die Kölner hatten weder unsere technische Mittel, noch unsere modernen Baustoffe zur Verfügung. Vom wirtschaftlichen Hintergrund brauchen wir gar nicht zu reden. Und immer wieder wurde der Bau auch von Kriegen unterbrochen und durchaus auch mal zwischendurch teilzerstört. Dafür ist ihnen mit dem Kölner Dom aber immerhin ein Bau gelungen, der wahrscheinlich noch stehen wird, wenn unsere supermodernen Bauten alle schon das zeitliche gesegnet haben.

Der Berliner Flughafen hingegen sollte für eine TECHNISCH orientierte Superindustrienation ein Klacks sein. Andere weit weniger industriell veranlagte Länder ziehen solche Bauprojekte in 4-5 Jahren durch. Oder schicken für 50 Millionen eine Sonde zum Mars.
Ich will gar nicht drüber nachdenken, wie viele Gelder sinnlos in diesen Schrottflughafen gepumpt wurden und wohl noch werden, während Rentner Flaschen sammeln müssen, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Genauso dämlich wie S21, wobei S21 aber wenigstens noch eine ingenieurstechnische Herausforderung ist. Wenn das Projekt selber auch so gut wie keinen Nutzen bringt.

Aber wie Du schon sagtest: Der normale Berliner Einwohner kann da genauso wenig zu.
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Geändert von Taurec (09.04.2019 um 20:31 Uhr)
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Alt 11.04.2019, 21:35   #9
DodotheGoof
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Zitat:
Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Genauso dämlich wie S21, wobei S21 aber wenigstens noch eine ingenieurstechnische Herausforderung ist. Wenn das Projekt selber auch so gut wie keinen Nutzen bringt.

Also in der Zeit, in der ich in Moabit gewohnt habe, wäre eine S-Bahn-Verbindung vom Westhafen zum Hauptbahnhof für mich so manches mal sehr praktisch gewesen. Außerdem entsteht ja gerade nördlich vom Hauptbahnhof ein komplett neues Wohnquartier, das eine bessere Anbindung an das Schienennetz braucht.
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Alt 12.04.2019, 14:38   #10
shikibu
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Glaubst du man kann jemandem beibringen Berlin zu mögen oder muss man das Flair einfach lieben? Ich wohne erst seit einem Jahr hier aber ich kenne Leute, die sagen sie würden nie nach Berlin fahren haha Ich hab vorher in einer etwas kleineren Stadt mit einer hübschen Altstadt gewohnt , in der es nicht wirklich laut und dreckig war, davon gibts hier aber genug Ecken
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Alt 12.04.2019, 15:14   #11
ingerigar
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Ich finde Berlin toll! Aber wohnen möchte ich da nicht, dafür sind wir inzwischen zu alt und schätzen die Ruhe und die gute Luft auf dem Land.
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Alt 12.04.2019, 16:41   #12
Taurec
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@Dodoo:
Da gibt es sicher trotz der etwas beengten Lage zig andere, günstigere und genauso gute Lösungen, das Gebiet anzubinden. Z.B. Hochbahnen, Stzraßenbahnen etc. Gerade wir SimCity Spieler sollten das Wissen.

S 21 soll ja hauptsächlich die Vorteile eines Durchgangsbahnhofes bieten. Das heißt, der eigentliche Stuttgarter Einwohner hat da keinen Nutzen von. Und wenn der Bahnhof mal fertig ist, bringt er auch für Durchreisende gerade mal 7 Minuten Zeitersparnis.

7 MINUTEN! Und dafür einen 2-Stelligen Milliardenbetrag versenken?? Zeitlich wird sich dieser Bahnhof niemals rentieren. In der ewig langen Bauzeit wird es immer wieder zu Störungen im Verkehr kommen, die für massig Verspätungen sorgen werden. Bis der neue Bahnhof das wieder eingespielt hat mit den lächerlichen 7 Minuten, gibt es unsere Zivilisation gar nicht mehr.

Ach verdammt, sorry. War jetzt ot, hier gehts ja eigentlich um Berlin. Tschuldigung, Wolf.

Ich selber war erst einaml im Leben in Berlin. Aber ich glaube, seit der Wiedervereinigung hat Berlin enorm an Attraktivität gewonnen. Für mich hat Berlin auch eine Symbolfunktion. Seit der Wende ist es eine Art Hoffnungsträger. Damit meine ich nicht die Funktion als Hauptstadt. Ne. Das gerade nicht. Die hätten auch in Bonn bleiben können, und trotzdem hätte Berlin diese Ausstrahlung. Vielleicht wäre Berlin ohne die Bürde der Hauptstadt noch "befreiter".
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Geändert von Taurec (12.04.2019 um 16:46 Uhr)
Taurec ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 22:37   #13
DodotheGoof
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Zitat:
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Ach verdammt, sorry. War jetzt ot, hier gehts ja eigentlich um Berlin. Tschuldigung, Wolf.

Genau. Mit S21 meine ich nicht Stuttgart 21 sondern die neue Linie S21, welche den Hauptbahnhof an die Ringbahn anschließt.
DodotheGoof ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2019, 10:52   #14
Taurec
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LOOL. Fiesling! Und ich hab mich noch gefragt, was Moabit mit Stuttgart zu tun hat... ^^
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Alt 14.04.2019, 18:05   #15
Cosmic Dream
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@ Taurec


Das Hauptproblem vom BER hängt auch mit dem Osten, sprich Brandenburg und den alten Aversionen der ex DDR gegenüber dem Ost-Bonzen-Berlin zusammen. Hätte Berlin selbst die Fläche - oder wäre eine (Haupt)stadt innerhalb eines Bundeslandes, sähe manches anders aus.

Es ist zB lächerlich, wenn da kleine Brandenburger Dörfchen klagen (~20 000 Betroffene) wegen "Lärmbelästigung", wegen möglicher Einflugschneisen und durch die Schließung der anderen Berliner Flughafen nun ~ 300 000+ Anwohner extremer Belastung ausgesetzt sind. Gartennutzung nicht mehr möglich. Eigenes Obst-/Gemüse aus dem Garten nicht mehr möglich (im Wasser der Vogeltränke bilden sich Kerosinschlieren), Wäsche draußen trocknen nicht mehr möglich (ist danach schwarz-grau) usw.

Von möglichen Unfallfolgen wie in Amsterdam damals durch den Absturz ganz zu schweigen.

Deutschland ist schon lange "out", was Technik & Innovation betrifft. Das fängt beim Internet/speed und Funklöchern an und hört bei maroden Brücken und Straßen auf (da gabs vor 1-2 Monaten einen Artikel über eine marode Brücke in Berlin die zwei Verkehrsachsen miteinander verbindet und die eigentlich repariert werden müßte.. und wie lange das dann dauert und wie viel es kostet und daß eine Komplettsperrung nicht geht, weil dann noch mehr Verkerhschaos entsteht usw.).

Die Länder, an die du denkst, sind vermutlich China & Co. China hat eine zentrale Regierung, die Bauprojekte straight durchzieht und im Zweifel ganze Dörfer umsiedelt. Südkorea hat eine andere Kultur/Bezug zur Technik, ebenso wie Japan, und darum auch andere Inetabdeckung (wobei es schon erbärmlich ist zu lesen, daß Deutschlands Internet schlechter ist als das der Türkei und Ungarn und das Mobilfunknetz hier schlechter als in Polen (auf die Fläche der Funklöcher bezogen).

Ich glaube, die Berliner sind ganz gut darin, Das Hauptstadt-Sein zu ignorieren

Im Grunde hat Berlin zu jeder Zeit verschiedenste Menschen angezogen. Das ist, wenn man sich für sowas interessiert, ganz spannend, wenn man das geschichtlich mal nachliest (auch, welche Gebiete dann hinzukamen bzw. zB Potsdam zugeordnet wurden oder in welcher Reihenfolge die Bezirke (ehemals Städtchen) enstanden und wie diese dann zusammenwuchsen bzw. zu Berlin eingemeindet wurden).

@ shikibu

Es gibt in jeder Stadt Vor- & Nachteile, auch in Kleinstädten. Berlin zerreibt jene, die nicht stark genug sind. Es kommt auch drauf an, in welchem Bezirk man wohnt/arbeitet. Die unterscheiden sich schon voneinander. Viele denken bei Berlin aber nur an die City und wissen gar nicht, daß es die grünste, wasserreichste Stadt ist. In einem der Szenebezirke wird das Lebensgefühl anders sein als in einem Randbezirk mit vielen Einfamilienhäusern und im Zweifel kann man auch sehr gut innerhalb seines (Kleinstadt)Bezirks leben und die anderen Berlin-Areale ignorieren

@ ingerigar

Solange es nicht so abgelegen ist, daß im Zweifel weder Feuerwehr noch Notarzt noch Taxi verfügbar sind, geht das ja. Ich hab mal für nicht ganz ein Jahr in einem Dorf (3000 Einwohner) gewohnt und das wäre auf Dauer furchtbar gewesen (vielleicht heute mit Inet und amazon etwas weniger, falls die Inet haben

Geändert von Cosmic Dream (14.04.2019 um 18:09 Uhr)
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Alt 14.04.2019, 19:35   #16
ingerigar
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Nun unser Dorf (auch etwa 3000 Einwohner) ist gerade mal 3 km von der nächsten Stadt (etwa 60000 Einwohner) entfernt, hat am Tag halbstündige Busanbindung, Lebensmittelmarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Blumenladen etc. Es gibt auch einen guten Radweg in die Stadt und Restaurants, Biergarten, Café - es lässt sich hier gut leben. Internet ist auch kein Problem.
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Alt 15.04.2019, 08:38   #17
Mathe Man
 
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Zitat von Cosmic Dream Beitrag anzeigen
Deutschland ist schon lange "out", was Technik & Innovation betrifft.
Dem ist nicht so. Das Problem ist dann aber Technologie und Innovation in Deutschland dann auch in die Fertigung zu bringen oder irgendwo zu bauen. Da sind dann mindestens vier Juristen zwei Jahre damit beschäftigt einen Vertrag auszuhandeln und dann weitere fünf Jahre weil jemand Einspruch erhebt und dann die Akte erst einmal beim Gericht liegt. Bis dann bis du schon längt überholt mit deiner Innovation. Ich mache das schon seit Jahren bei F+E-Verträgen durch. Als ich vor 20 Jahren anfing haben wir einen vier Seiten Agreement mit dem Forschungsgegenstand erstellt und haben dann los gelegt. Heute wird ein 100+ Seiten Projektplan erstellt und mit jedem Projektpartner ein Vertrag von den Juristen ausgehandelt. Die Verträge dauern so lange, dass wir dann die Fördermittel nicht mehr in Anspruch nehmen können. Deutsche Wirklichkeit...
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Alt 15.04.2019, 14:11   #18
Cosmic Dream
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@ ingerigar

Das geht ja, wenn so nah eine größere Stadt ist
Das Dorf, wo ich mal wohnte, hatte in der Nähe nur ein weiteres, etwas größeres Dorf.

Bei dir ist es dann eher so wie die Vororte von Berlin, die sind teils auch in ~45 Minuten Zugfahrt in der Stadt mit Direktanbindung.

Fährt der Bus bei euch noch nach 21/22 Uhr?

@ Mathe Man

Wenn es dann nicht umgesetzt werden kann und die Forschung stagniert oder sich zu sehr verzögert, sind vermutlich andere Länder bis dahin weiter/fertig, oder?

Insofern wird das Potential dann nicht realisiert im Vergleich zu anderen.

(Bei der einen Stadtbrücke zieht sich laut Artikel auch alles jahrelang durch zu umständliche Prozesse in der Vorgehensweise, gilt auch für Wohnungsbau)
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Alt 15.04.2019, 17:15   #19
Mathe Man
 
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Zitat von Cosmic Dream Beitrag anzeigen
Wenn es dann nicht umgesetzt werden kann und die Forschung stagniert oder sich zu sehr verzögert, sind vermutlich andere Länder bis dahin weiter/fertig, oder?
Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, oder sie vermelden halt die Erfolgsmeldungen. Nehmen wir zum Beispiel die erst kürzlich verkündigte Messung einer Schwerkraftwelle. Die Meßtechnik dafür stammt aus Deutschland, und um dem Thread-Titel gerecht zu werden, in Teilen aus Berlin. Die sind nämlich dort in der Laser-Techik sehr fortschrittlich. Aber auch bei vielen NASA-Erfolgsmeldungen stammen die eingesetzte Technik in den Instrumenten häufig aus deutschen Forschungslaboren. Die Amerikaner erwähnen das natürlich nicht, wegen Great und First etc.
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Alt 15.04.2019, 18:31   #20
ingerigar
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@Cosmic Dream: Ab 20 Uhr fährt er dann einmal in der Stunde. Wenn's nicht passt, nehmen wir halt ein Taxi. Das ist der Preis dafür, dass wir kein Auto haben.
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Alt 15.04.2019, 19:23   #21
Cosmic Dream
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Na solange dann noch Taxis verfügbar sind ohne 3 Tage vorher zu bestellen, gehts ja
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Alt 15.04.2019, 22:26   #22
The Wolf
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Prominente Gäste in Berlin, heute:

WLADIMIR ILJITSCH LENIN (1895):


Hintergrund: Wladimir Iljitsch Lenin besuchte Berlin mehrmals. Oftmals auf der Durchreise von Moskau nach Paris oder in sein Schweizer Asyl, machte er im Juli 1895 für einige Wochen ganz Station in Berlin. Er nahm Quartier in Berlin-Moabit in der Flensburger Straße 12 * bei einer Frau Kurreick und schrieb seiner Mutter am 10. August:

"Ich bin hier gar nicht schlecht untergekommen, es sind nur wenige Schritte zum Tiergarten **(einem herrlichen Park, dem schönsten und größten in Berlin), zur Spree, in der ich täglich bade, und zur Stadtbahnstation. *** Die Bahn durchquert die ganze Stadt (über den Straßen): alle fünf Minuten fährt ein Zug, so daß die Verbindung mit der "Stadt" (Moabit, wo ich wohne, gilt eigentlich schon ein Vorort) sehr bequem ist...
"Vorgestern bin ich ins Theater gegangen, es gab Hauptmanns "Weber". Obwohl ich vor der Aufführung das ganze Drama gelesen hatte, um der Vorstellung folgen zu können, habe ich nicht alles mitbekommen. Trotzdem verliere ich nicht den Mut und bedaure nur, dass ich für ein ausführliches Sprachstudium zu wenig Zeit hatte."

Er war vor allem über die ungewohnte Aussprache der Deutschen erstaunt - kein Wunder beim Berliner Dialekt. Am 29. August wiederholte er, Berlin gefalle ihm eigentlich ganz gut, er arbeitete viel in der Königlichen Bibliothek, die Berliner Sehenswürdigkeiten waren ihm allerdings gleichgültig. Am 3. August soll er auch eine sozialdemokratische Versammlung im Kreis Niederbarnim **** besucht haben.
Am 19. September kehrte Lenin nach Russland zurück.

aus: LENIN von Hermann Weber, RoRoRo bildmonographien, S. 31-32


*) Die Flensburger Straße gibt es noch heute, ich passiere sie täglich. Das Haus Nummer 12 und die Nachbarhäuser wurden im 2. Weltkrieg zerstört und in den sechziger/siebziger Jahren mit anspruchslos gestalteten Neubaublöcken bebaut. Gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich eine denkmalgeschützte Häuserzeile, die die Pracht des damaligen "Hansaviertels" erahnen lässt, einer ehemals prominenten Wohngegend mit zahlreichen bekannten Zeitgenossen, oftmals jüdischen Glaubens. Das Hansaviertel wurde bei einem einzigen Bombenangriff komplett zerstört und nach dem Krieg nahezu komplett abgerissen. In der Flensburger Straße befindet sich das "LIR", eine irische Kneipe, die ich als meine Stammkneipe betrachte. Vor der Kneipe stehen im Biergarten die zwei einzigen echten Berliner Palmen, die direkt im märkischen Boden wachsen.

**) Mit dem erwähnten Tiergarten meint Lenin den Großen Tiergarten (es gibt auch einen Kleinen Tiergarten, der sich direkt in Moabit befindet). Der Große Tiergarten beherrbergt eine große Artenvielfalt von Tieren, die größer ist als die des New Yorker Central Park und des Londoner Hyde Park zusammen. Dies liegt daran, dass der Große Tiergarten zahlreiche geschützte Wiesenflächen besitzt, die nicht gemäht und nicht betreten werden und so unzähligen Insektenarten Schutz gewährt. Die Berliner Umweltbehörden bieten den Insekten durch sog. "Insektenhotels" Unterschlupfmöglichkeiten. Im Großen Tiergarten befindet sich die Siegessäule, von uns Berlinern als "Gold-Else" bezeichnet, die "Fanmeile" (die ist in Berlin heftig umstritten), das Brandenburger Tor und der Englische Garten mit dem "Teehaus", das im Sommer an jedem Sonntag zwei Bands für umsonst Auftrittsmöglichkeiten verschafft. (siehe hierzu meine Rezension über MARIE CHAIN, die ich hier zum ersten Mal live erleben durfte)

***) Mit der Bahnstation meinte Lenin den S-Bahnhof Bellevue der Berliner S-Bahn, der von 5 S-Bahnlinien in Ost-West-Richtung bedient wird. Die Zugfolge beträgt hier 2 Minuten: Wer hier nach dem Zug rennt, outet sich als Fremder, kein Berliner rennt hier einer S-Bahn hinterher, das ist nicht nötig. Zum Zentrum West (Bhf. Zoo) sind es zwei Stationen, zum Zentrum Ost (Alexanderplatz) 4 Stationen, verkehrsgünstiger kann man nicht wohnen. Die Strecke ist viergleisig; mit mehr als 1600 Zügen pro Tag ist es die meistbefahrene Eisenbahnstrecke Deutschlands (wobei der Löwenanteil natürlich auf die S-Bahnen entfällt, aber auch die beiden Fernbahngleise sind gut frequentiert. Sie führen nach Paris und Brest und in der anderen Richtung nach Moskau und Wladiwostok...

****) Zu Lenins Zeiten (1895) gab es die Stadt Berlin noch nicht - nun ja, die gab es schon, aber nicht als Groß-Berlin in seiner heutigen Gestalt. An der Stelle des heutigen Berlin gab es nur ein Konglomerat von 8 Städten, von denen Berlin nur eine war. "Berlin" ist ja ein Flußtal mit Sumpf-Untergrund; im Norden und Süden schließen sich "Hochflächen" an, im Norden der BARNIM und im Süden der TELTOW. Der Höhenunterschied beträgt sage und schreibe 20 bis höchstens 30 Meter, das ist zugegbenermaßen nicht gerade der Grand Canyon. Man sollte Berlin aber auch nicht Flachland nennen, denn wo kämen sonst Bezeichnungen her wie "KreuzBERG" oder "Prenzlauer BERG"?
Aus dem von Lenin genannten "Niederbarnim" sind heute die nördlichen Stadtteile Berlins geworden, deren Einwohner nach Hunderttausenden zählen: Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Pankow. Wahrscheinlich hat er eine Parteiversammlung der SPD im Prenzelberg besucht..

Interessant ist noch die Aussage Lenins, er bade täglich in der Spree: Die Straße, in der ich lebe, quert die Spree mit der Bärenbrücke, und unterhalb der Brücke befanden sich zwei Flussbadeanstalten auf beiden Ufern, natürlich nach Geschlechtern getrennt, wie das damals üblich war. Heute gilt das Spreewasser als schadstoffbelastet und das Baden ist verboten, es gibt aber Pläne, das Wasser soweit zu reinigen, dass man auf der gesamten Länge wieder schwimmen darf. Baden in der Spree ist für die meisten Berliner z.Z. gar nicht vorstellbar, zum Baden fährt man an den Stadtrand oder in die Umgebung Berlins.


So, und damit es nicht gar so trocken wird, gibt es noch einen Music-Clip vom Teehaus im Englischen Garten von 2018: Ob es dem Genossen Lenin gefallen hätte? Viel Spaß mit

TANKUS THE HENGE!
https://www.youtube.com/watch?v=TFmd...Dpj-X&index=17
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Töpfern statt Tindern? Nö, erst Tindern, dann Töpfern.... Unser Motto: Tindern & More..... MfG Tinderclub Berlin-Moabit

Geändert von The Wolf (16.04.2019 um 09:45 Uhr)
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Alt 16.04.2019, 16:09   #23
shikibu
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@ shikibu

Es gibt in jeder Stadt Vor- & Nachteile, auch in Kleinstädten. Berlin zerreibt jene, die nicht stark genug sind. Es kommt auch drauf an, in welchem Bezirk man wohnt/arbeitet. Die unterscheiden sich schon voneinander. Viele denken bei Berlin aber nur an die City und wissen gar nicht, daß es die grünste, wasserreichste Stadt ist. In einem der Szenebezirke wird das Lebensgefühl anders sein als in einem Randbezirk mit vielen Einfamilienhäusern und im Zweifel kann man auch sehr gut innerhalb seines (Kleinstadt)Bezirks leben und die anderen Berlin-Areale ignorieren
Da hast du Recht, ich finde es auch ziemlich albern pauschal zu sagen "Jetzt wohnst du in Berlin, dort kommen wir dich nicht mehr besuchen" Ich mag ja auch manche Städte pauschal eher weniger, aber das ist doch etwas übertrieben
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