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Alt 09.11.2016, 16:24   #451
Diamond
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Zitat von Babybear Beitrag anzeigen
Vor allem verstehe ich nicht, warum Clinton so extrem unbeliebt ist. Da werden ihr Vorwürfe gemacht, die echt hanebüchen sind.
Einige der Vorwürfe gegenüber Clinton, die nicht hanebüchen sind:
o Hillarys Behauptung "Ich hab Krieg am eigenen Leib erlebt! Ich war unter Scharfschützen-Beschuss in Bosnien!"-Story war totaler Quark
o Hillary schmust mit den Kriegstreibern hinter dem Irak-Krieg
o Hillary: "Bill, wir müssen Jugoslawien bombardieren"
o Hillary Clinton war treibende Kraft bei Kriegseinsatz in Libyen
o Und Goldman Sachs darf natürlich auch nicht fehlen.

Da findet man bestimmt noch mehr. Clinton hat schlicht den Ruf, sehr unehrlich und Teil der bestehenden Machteliten zu sein. Die Podesta-Leaks sind da sehr interessant zu lesen, gerade auch wie es darum ging, Bernie Sanders intern abzusägen und Clinton aufzustellen. Mir persönlich stossen Ansagen wie diese sauer auf.
Ich hab den Eindruck, dass viele Amerikaner von "diesem Establishment" einfach genug haben. Obama ist damals ja auch mit ähnlichen Hoffnungen beladen gewählt worden: "Change we can believe in!". Davon kam wenig und ich glaube das hat viele demoralisiert. Trump schlägt in die gleiche Kerbe, aber diesmal nicht von links, sondern von rechts.
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Ich will, dass du aufhörst Angst zu haben. Vor anderen Menschen. Vor anderen Religionen. Vor anderen Klassen. Vor anderen Nationen. Davor, zu sagen was du denkst. Du bist ein Mensch. Benimm dich wie einer.
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Alt 09.11.2016, 17:10   #452
*Kekz*
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Zitat von Diamond Beitrag anzeigen
Ich hab den Eindruck, dass viele Amerikaner von "diesem Establishment" einfach genug haben. Obama ist damals ja auch mit ähnlichen Hoffnungen beladen gewählt worden: "Change we can believe in!". Davon kam wenig und ich glaube das hat viele demoralisiert. Trump schlägt in die gleiche Kerbe, aber diesmal nicht von links, sondern von rechts.
Dito.

Ich glaube aber, dass Trump mindestens genauso kriminell ist wie Clinton. Er hatte nur das Glück, dass er nicht so oft erwischt wurde.

Im Prinzip sind die mir beide egal, das Ergebnis wäre mehr oder weniger auf's selbe hinausgelaufen.
Was mich einfach nur wahnsinnig traurig macht ist, dass Trump trotz der vielen ausländerfeindlichen und frauenfeindlichen Aussagen gewonnen hat. Der Präsident gilt als Vorbild. Und mir als Frau macht das Angst. Ich lebe zwar nicht in den USA, aber wir reden hier von einem sehr einflussreichem Land und dieser Rechtsruck ist in Deutschland auch schon seit längerem zu beobachten. Ich hab Angst davor, dass die Leute sich was von diesem Verhalten "abgucken" und denken, dass es okay ist Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen Respekt entgegenzubringen.

Vor allem habe ich aber das Gefühl, dass die Leute seine Aussagen "nicht so schlimm" finden. Sonst hätten sie ihn nicht gewählt. Mag sein, dass ich etwas übertreibe, aber dass ein Mensch, der so extrem frauenfeindlich ist tatsächlich gewonnen und so viele Anhänger hat, kränkt mich persönlich ernsthaft.
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Alt 09.11.2016, 20:42   #453
DodotheGoof
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Ich habe nicht geglaubt, dass die Briten für den Brexit stimmen und sie haben es getan.
Ich habe nicht geglaubt, dass Trump gewinnt und er hat gewonnen (übrigens nur nach Wahlmännern, nach Wählerstimmen liegt aktuell Hillary vorne).
Daher schließe ich nicht mehr aus, dass LePen nächstes Jahr die französische Präsidentschaftswahl gewinnt.
Wenn das Eintritt ist die Weltordnung, wie wir sie heute kennen vorbei. Frankreich wird die EU verlassen und damit ist die EU zu Ende.
Es wird nicht sofort Krieg geben aber wir werden uns wieder auf unsere nationalen Grenzen zurückziehen und wir sind in Europa wieder so weit wie wir 1914 schon mal waren.
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Alt 09.11.2016, 21:09   #454
BloodOmen1988
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Zitat von *Kekz* Beitrag anzeigen
Was mich einfach nur wahnsinnig traurig macht ist, dass Trump trotz der vielen ausländerfeindlichen und frauenfeindlichen Aussagen gewonnen hat. [...] Ich hab Angst davor, dass die Leute sich was von diesem Verhalten "abgucken" und denken, dass es okay ist Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen Respekt entgegenzubringen.

Vor allem habe ich aber das Gefühl, dass die Leute seine Aussagen "nicht so schlimm" finden. Sonst hätten sie ihn nicht gewählt.
Ich stimme dir absolut zu. Nicht zu vergessen Homophobie, Islamophobie und Rassismus... Für Minderheiten in den USA wird der Wind wohl rauer werden...
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Alt 09.11.2016, 21:47   #455
Diamond
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Vielleicht als Input dazu. Ich fürchte die Linke in den Staaten hat da auch ihren Anteil daran. Der "Political Correctness"-Bogen ist da wohl einfach total überspannt und die Diskussionskultur nachhaltig vergiftet. Nur zu oft werden dann Positionen, die der eigenen Überzeugung widersprachen, einfach als sexistisch, rassistisch, frauenverachtend, ... gebrandmarkt. Und versucht jenen, die diese Positionen vertreten, den Mund zu verbieten.
"Aber es gibt doch Redefreiheit?"
-- "Aber das triggert mich und verletzt meine Gefühle! Raus aus meinem SafeSpace!"
"Aber ich bin der Professor... das ist meine Vorlesung..."
Klingt albern? Passiert leider so.
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Alt 09.11.2016, 21:56   #456
Sweet-Butterfly
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Also wenn du (aus dem Gedächtnis zitiert) "you can do what you want with them" und "grab them by the p***y" nicht als sexistisch identifizieren kannst, weiß ich auch nicht...
Es mag dieses Problem in der Diskussionskultur geben, aber Trumps Äußerungen fallen für mich absolut in die No-Go-Kategorie.
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Alt 09.11.2016, 22:11   #457
Diamond
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Zitat von Sweet-Butterfly Beitrag anzeigen
Also wenn du (aus dem Gedächtnis zitiert) "you can do what you want with them" und "grab them by the p***y" nicht als sexistisch identifizieren kannst, weiß ich auch nicht...
Es mag dieses Problem in der Diskussionskultur geben, aber Trumps Äußerungen fallen für mich absolut in die No-Go-Kategorie.
Du unterstellst mir Sachen, die ich gar nicht gesagt habe. Ich nehme das nicht in Schutz. Mein Argument ist, dass dieser linke Trend die Welle, die Trump geritten hat, mit verursacht hat.
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Alt 09.11.2016, 22:15   #458
Storm
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Es hat ein bisschen etwas von dem Diskussionsniveau, das man auf 4chan antrifft. Nur ist das ganze auf 4chan konzentrierter und hinsichtlich der Radikalität der Aussagen nach oben offen. Aber es gibt Menschen, die so denken und ihre Gedanken auch äußern, sei es als Witz gedacht oder tatsächlich ernster gemeint. Für nähere Details verweise ich auf 4chan, wobei man selbst da nicht mehr hingehen muss. Kommentare auf Youtube oder Twitter fahren oft in eine ähnliche Richtung ...

Im Übrigen finde ich, dass nicht nur Trump und sein Anhänger sexistisches Denken und Handeln gezeigt haben. Der ganze Gedanke, Clinton zu wählen, weil sie eine Frau ist, ist meiner Ansicht nach ebenfalls ganz platt sexistisch. ^^
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Alt 09.11.2016, 22:18   #459
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@Storm: Ich hätte Clinton nicht gewählt, "weil sie eine Frau ist". Ich hätte sie gewählt, weil ich nicht akzeptieren kann, dass ein öffentlich frauenfeindlicher, rassistischer und homophober Mensch gewinnt. Bernie war ja z.B. nicht mehr im Rennen.

Aber ja, das als einzigen Grund dafür anzugeben, Clinton zu wählen, finde ich auch irgendwie sexistisch. Man sollte nach Kompetenz wählen, nicht nach Geschlecht.
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Alt 09.11.2016, 22:33   #460
Storm
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Das war auch nicht so generell gemeint - aber es scheint die Tendenz gegeben zu haben, es als stichhaltiges Argument für Clinton zu verstehen, dass sie eine Frau ist und man damit, eine Frau zu wählen, ja etwas gutes oder fortschrittliches täte. Vor allem scheint das so ziemlich das einzige Argument für sie und nicht gegen Trump gewesen zu sein.

Ich fand diese ganze Wahl ziemlich traurig. Egal, wie sie ausgehen würde, das Ergebnis würde nichts gutes mit sich bringen, fand ich. Und so fühle ich mich jetzt auch nicht geschockt oder frustriert oder verärgert, denn ein Sieg von Clinton hätte mich ziemlich genau so skeptisch-besorgt zurückgelassen.

Jetzt ist durch, und mal schauen, was die Zukunft bringt. Viel Grund, von tollen Prognosen auszugehen, gibts - hätte es allerdings bei Clinton auch nicht gegeben - für mich gerade nicht. Aber wann hat es den nach einer Wahl in letzter Zeit schon mal gegeben ... ^^

Oh, und übrigens: Sanders wäre mir auch wesentlich lieber gewesen als das, was sich da gegenüber stand. Tja, was solls ...
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Alt 09.11.2016, 22:56   #461
Babybear
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Passend zum Thema ein kleiner Witz, den ich heute gelesen habe:

Was grenzt an Dummheit?












Kanada und Mexiko
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Alt 09.11.2016, 23:04   #462
Spocky
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Und wieso kann ich da grad nicht lachen?
Das ist genau das unterste Niveau, das unsere Medien seit rund einem Jahr rauf und runter reiten. Zum K#####
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Alt 09.11.2016, 23:33   #463
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Zitat:
Zitat von Susa56 Beitrag anzeigen
Trump will ja die amerikanische Wirtschaft sanieren, was aber in meinen Augen legitim ist, eher der eigenen Bevölkerung Arbeit zu verschaffen durch Produktion der Waren im eigenen Land als ausländischen Staaten Einkommen zu verschaffen durch Import von deren Waren. Ich glaube, das ist auch die einzige Sorge unserer Politiker, dass unsere Wirtschaft unter Trumps Regentschaft leiden könnte.
Also der amerikanischen Wirtschaft geht es sehr gut. Apple lässt in China und Taiwan produzieren und verdient damit Milliarden, Ford läßt in Mexiko zu Löhnen produzieren bei denen die Mexikaner doch lieber versuchen in die USA zu gelangen. Dort bekommt man für jeden Hilfsjob mehr Geld zum Leben. Die Liste lässt sich beliebig verlängern von wegen Wirtschaft sanieren. Ich möchte mal sehen wie er die Amerikaner in der Wirtschaft davon überzeugen möchte doch wieder in den USA zu produzieren wo sich ein Arbeiter nicht mit 100$ im Monat abspeisen lässt, wenn überhaupt.
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Alt 10.11.2016, 00:33   #464
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Zitat:
Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
Und wieso kann ich da grad nicht lachen?
Das ist genau das unterste Niveau, das unsere Medien seit rund einem Jahr rauf und runter reiten. Zum K#####
Passt zum Wahlkampf, zur Wahl und zum Ergebnis. Und das nennt man dann "Demokratie".

Ich habe die Wahlsendung lange verfolgt und bei den Einblendungen aus den USA immer das Gefühl gehabt, dass die meisten nicht deshalb zur Wahl gingen, weil sie sich von dem einen oder dem anderen Kandidaten ein besseres Leben versprochen haben, sondern damit nicht der jeweils andere Präsident wird. Das war eine Wahl gegen die Pest oder gegen die Cholera, nicht eine für Wohlstand oder für Freiheit in einem menschenwürdigen Leben.

Bezeichnend ist (wie auch hier), dass die working poor nicht gegen ihre eigenen Sklavenhalter stimmen, sondern dagegen, dass die noch ärmeren auch nur halb so viel bekommen wie sie. Das ist aber auch kein Wunder, denn dafür standen schon bei den Vorwahlen keine Kandidaten zur Auswahl.
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Alt 10.11.2016, 08:49   #465
Babybear
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Ich finde das Wahlsystem in den USA auch irgendwie komisch. Clinton hat zwar insgesamt mehr Stimmen aus der Bevölkerung bekommen, aber aufgrund des Systems mit den Wahlmännern, trotzdem verloren... das ist doch absurd!
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Alt 10.11.2016, 11:05   #466
Storm
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Das liegt daran, dass die USA in der Hinsicht nicht als ein Staat gelten, sondern als Ansammlung von vielen Staaten. Die Stimmenmehrheit der Gesamtbevölkerung ist da zweitrangig; wichtig ist, die Mehrheit der Bundesstaaten für sich als Kandidaten überzeugen zu können. Das ist ein ziemlich deutlicher Föderalismus, der da durchgezogen wird. Es ist ein bisschen so, als fände die deutsche Bundestagswahl komplett nach Bundesländern getrennt statt. ^^
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Alt 10.11.2016, 11:34   #467
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Das Wahlmännersystem stammt halt noch aus alten Zeiten, als man sich zu Pferde aufmachte, den Präsidenten zu wählen. Meiner Meinung nach wäre es sehr wohl an der Zeit, da mal etwas zu ändern.
Gestern habe ich mich gefragt, wie wohl die Wahl in Deutschland ausgegangen wäre, hätte man nur die Wahl zwischen SPD und AFD gehabt.
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Alt 10.11.2016, 11:54   #468
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Die USA hatten nicht nur die Wahl zwischen Demokraten und Republikanern - die haben da durchaus auch mehr Parteien, deren Vertreter auch auf den Wahlzetteln standen - nur wählt die kaum einer.
Zudem darfst du in Amerika soweit ich weiß, jeden x-beliebigen Namen auf den Wahlzettel schreiben, auch dann ist deine Stimme gültig.

Es gab theoretisch durchaus also mehr als die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Ich frage mich da gerade, was passiert wäre, wenn 50 Millionen US-Bürger statt ein Kreuz bei Trump zu machen, den Namen Barack Obama auf den Wahlzettel geschrieben hätten - wäre der dann weiterhin Präsident gewesen trotz der 8-Jahres-Sache?
Oder wäre die Wahl dann wiederholt worden?
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Alt 10.11.2016, 12:00   #469
Sweet-Butterfly
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Gestern habe ich mich gefragt, wie wohl die Wahl in Deutschland ausgegangen wäre, hätte man nur die Wahl zwischen SPD und AFD gehabt.
Das möchte ich mir lieber gar nicht ausmalen - ohnehin sehe ich der nächsten Bundestagswahl mit Sorge entgegen.

@Dark_Lady: Ich denke, da liegt das Problem auch in der medialen Vermittlung des Wahlkampfes, die Debatten etc. sind eben von den beiden "Hauptkandidaten" dominiert und alle anderen werden kaum ernsthaft einbezogen.
Deine Frage bzgl. Obama ist allerdings interessant, wobei ich fast vermuten, dass er trotzdem keine dritte Amtszeit ausüben dürfte, sondern es eine erneute Wahl gäbe.
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Alt 10.11.2016, 12:50   #470
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Hm. Und wenn sie alle "Bernie Sanders" draufgeschrieben hätten?

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Alt 10.11.2016, 13:16   #471
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Dann würde dies nur in Kalifornien gelten, wo er als Write-In-Kandidat zugelassen wurde. Die Kandidaten müssen ja zugelassen werden
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Alt 10.11.2016, 14:20   #472
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Alles in allem kann man wohl feststellen, dass am Ende der Hass gewonnen hat. Entweder der Hass auf das Establishment, Hillary, Ausländer, Frauen, Muslime, Mexikaner etc.

Denn viel anderes, als Hass gegen Minderheiten oder seine Rivalen gab es im Trump-Wahlkampf ja nicht. Und eine Mauer zu bauen, ist zumindest für mich kein ernstzunehmendes politisches Programm.

Fakten haben in diesem Wahlkampf doch nicht gezählt, es ging nur um Hetze (wobei auch die Demokraten sich da nicht mit Ruhm bekleckert haben). Trump hat damit geworben, Steuern zu senken. Profitieren werden davon im besonderen Masse die Reichen und ganz besonders die Unternehmen. Gut, dass Apple oder Amazon dann 20% weniger Steuern bezahlen müssen. Dann werden sie ihre Angestellten in den Paketstationen, bestimmt faier bezahlen

Die Infrastukturinvestitionen, die Trump versprochen hat, müssen allerdings irgendwie gegenfinanziert werden... hm... wie macht man das, wenn man weniger Einnahmen hat? Schulden! Hey, davon haben die Amis ja noch nicht genug. Und notfalls kürzt man die Sozialleistungen noch mehr zusammen. Dann leben halt noch ein paar mehr Leute in Pappkartons oder ihrem Auto.

Komischerweise wird aber Hillary immer als die Kandidatin der Reichen und des Establishments gesehen... obwohl sie die Steuern für Reiche erhöhen wollte.

Eine wirkliche Veränderung hätte dem amerikansichen Arbeiter nur Bernie Sanders gebracht, aber das widerspricht wohl der Mentalität vieler konservativer Amerikaner, die ja schon eine gesetzliche Krankenversicherung als schlimmsten Sozialismus empfinden.
Babybear ist offline  
Alt 10.11.2016, 14:22   #473
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Zitat von Dark_Lady Beitrag anzeigen
Die USA hatten nicht nur die Wahl zwischen Demokraten und Republikanern - die haben da durchaus auch mehr Parteien, deren Vertreter auch auf den Wahlzetteln standen - nur wählt die kaum einer.
Zudem darfst du in Amerika soweit ich weiß, jeden x-beliebigen Namen auf den Wahlzettel schreiben, auch dann ist deine Stimme gültig.

Es gab theoretisch durchaus also mehr als die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Aber nur theoretisch, weil in den meisten Staaten ALLE Wahlmänner des Staates für den Kandidaten mit den meisten Stimmen abstimmen. Die Wählerstimmen für ALLE unterlegenen Kandidaten fallen komplett weg. Deshalb ist es nur sinnvoll, für einen Kandidaten mit einer Chance auf die Mehrheit zu stimmen, sonst kann man es gleich ganz lassen. Das ist ungefähr wie unsere 5%-Hürde in groß.

Zitat:
Ich frage mich da gerade, was passiert wäre, wenn 50 Millionen US-Bürger statt ein Kreuz bei Trump zu machen, den Namen Barack Obama auf den Wahlzettel geschrieben hätten - wäre der dann weiterhin Präsident gewesen trotz der 8-Jahres-Sache?
Oder wäre die Wahl dann wiederholt worden?
Die "8-Jahres-Sache" ergibt sich nur indirekt aus der Bedingung "bisher höchstens einmal Präsident gewesen". Ich weiß nicht, ob und wie es möglich ist, einen Präsidenten vorzeitig aus dem Amt zu wählen, aber wenn die erste Amtszeit nur ein oder zwei Jahre gedauert hat, wird aus der 8-Jahres-Sache eine 5- oder 6-Jahres-Sache.

Dieselbe Bedingung gilt auch für den deutschen Bundespräsidenten. Wulff könnte noch einmal kandidieren, aber auch nur höchstens einmal, nicht wie alle anderen, die noch nie Bundespräsident waren, zweimal. Er käme also auf höchstens 7 Jahre im Amt, nicht 10.
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Alt 10.11.2016, 14:49   #474
Storm
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Aber nur theoretisch, weil in den meisten Staaten ALLE Wahlmänner des Staates für den Kandidaten mit den meisten Stimmen abstimmen. Die Wählerstimmen für ALLE unterlegenen Kandidaten fallen komplett weg. Deshalb ist es nur sinnvoll, für einen Kandidaten mit einer Chance auf die Mehrheit zu stimmen, sonst kann man es gleich ganz lassen. Das ist ungefähr wie unsere 5%-Hürde in groß.
Und dennoch finde ich es sinnvoll, unter bestimmten Bedingungen für keine der "großen" Optionen zu stimmen. Wenn nämlich keine der großen Optionen für mich wesentlich eher tolerierbar ist als die andere, wähle ich - für mich selbstverständlich - das, was meinen Überzeugungen am nächsten kommt. Auch wenn diese Partei/dieser Kandidat womöglich kaum eine Chance auf viele Stimmen hat. Es geht mir nämlich nicht darum, den Präsidenten/die Regierung zu bestimmen, sondern meine Stimme dafür abzugeben, wer für das entsprechende Amt mMn am qualifiziertesten ist.

Aber das ist nur meine Meinung und Herangehensweise, da verfährt jeder im Endeffekt ja unterschiedlich. ^^
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Alt 10.11.2016, 15:01   #475
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Zitat von janido10 Beitrag anzeigen
Dann würde dies nur in Kalifornien gelten, wo er als Write-In-Kandidat zugelassen wurde. Die Kandidaten müssen ja zugelassen werden
Wie verhält es sich dann in Dixville Notch, dem Örtchen, welches immer als erstes wählt, da gingen 4 Stimmen an Hillary, 2 Stimmen an Trump, eine an Mitt Romney, der diesmal gar nicht kandidierte und eine an Gary Johnson von der libertären Partei. Da wurde aber nichts davon erwähnt, dass die letzteren beiden ungültig wären Sopweit ich das mitbekommen habe, darf man jeden auf den Wahlzettel schreiben, den man selbst wählen möchte.
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Alt 10.11.2016, 15:10   #476
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Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Also der amerikanischen Wirtschaft geht es sehr gut. Apple lässt in China und Taiwan produzieren und verdient damit Milliarden, Ford läßt in Mexiko zu Löhnen produzieren bei denen die Mexikaner doch lieber versuchen in die USA zu gelangen. Dort bekommt man für jeden Hilfsjob mehr Geld zum Leben. Die Liste lässt sich beliebig verlängern von wegen Wirtschaft sanieren. Ich möchte mal sehen wie er die Amerikaner in der Wirtschaft davon überzeugen möchte doch wieder in den USA zu produzieren wo sich ein Arbeiter nicht mit 100$ im Monat abspeisen lässt, wenn überhaupt.
Dazu möchte ich noch schreiben, dass es doch gerade dem einfachen Arbeiter darum geht. All diese von dir erwähnten Firmen lassen eben nicht in Amerika arbeiten sondern im Ausland, was zu vielen Arbeitsplatzverlusten in Amerika führt. Der einfache Mann, der dadurch seinen Job verloren hat und dies sind sehr viele(es gibt regelrechte Geisterstädte im Land, wo früher einmal blühende, wohlhabende Gemeinden waren) glaubt, dass Trump wieder die Arbeitsplätze ins eigene Land zurückholen wird, das hat er zumindest versprochen im Wahlkampf. Wie er dies umsetzen will und seine Versprechen einhalten, das wird interessant sein zu sehen.
Nun frage ich mich aber, wann haben jemals Politiker irgendwo auf der Welt ihre Wahlversprechen gehalten? Wahlkampf ist das eine, die alltägliche Politikrealität das andere. Und wer glaubt ernsthaft, dass Politiker irgendwas in die Realtät umsetzen, was sie im Wahlkampf so hinausposaunen.

Sorry für Doppelpost, aber ich weiß grad nicht, wie ich meinen ersten Beitrag mit dem Zitat von janido10 in den zweiten hineineditieren kann.
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Geändert von Susa56 (10.11.2016 um 15:13 Uhr)
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Alt 10.11.2016, 15:41   #477
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Zitat:
Zitat von Storm Beitrag anzeigen
Und dennoch finde ich es sinnvoll, unter bestimmten Bedingungen für keine der "großen" Optionen zu stimmen. Wenn nämlich keine der großen Optionen für mich wesentlich eher tolerierbar ist als die andere, wähle ich - für mich selbstverständlich - das, was meinen Überzeugungen am nächsten kommt. Auch wenn diese Partei/dieser Kandidat womöglich kaum eine Chance auf viele Stimmen hat. Es geht mir nämlich nicht darum, den Präsidenten/die Regierung zu bestimmen, sondern meine Stimme dafür abzugeben, wer für das entsprechende Amt mMn am qualifiziertesten ist.
Das bleibt dir natürlich unbenommen, aber eine tatsächliche Wirkung haben solche Stimmen eben nur, wenn sie nach der Wahl auch demokratisch berücksichtigt werden. Tatsächlich werden sie aber (fast) so wenig berücksichtigt wie nicht abgegebene oder ungültige Stimmen.

Wer wirklich etwas mit seiner Stimme bewirken will, ist gezwungen, seine Stimme einer Partei oder einem Kandidaten zu geben, der zumindest eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament oder das entsprechene Gremium hat, auch wenn keiner dieser Kandidaten den tatsächlichen Wählerwillen vertritt. Dadurch haben Minderheitskandidaten gar nicht erst die Chance, eine Wählermehrheit durch praktische Arbeit zu überzeugen, sondern bestenfalls Populisten, die unter normalen Umständen ganz einfach unwählbar wären.
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Alt 10.11.2016, 15:48   #478
Storm
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Wenn wir Wirkung hier gleichsetzen mit einer solchen auf den am Ende gewählten Kandidaten, dann sehe ich das ähnlich. Ich nehme mal an, du bist - wie ich übrigens auch - nicht unbedingt ein Freund von Mehrheitswahlrecht und Sperrklauseln? ^^
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Alt 10.11.2016, 16:11   #479
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Zitat von Storm Beitrag anzeigen
Wenn wir Wirkung hier gleichsetzen mit einer solchen auf den am Ende gewählten Kandidaten, dann sehe ich das ähnlich. Ich nehme mal an, du bist - wie ich übrigens auch - nicht unbedingt ein Freund von Mehrheitswahlrecht und Sperrklauseln? ^^
Das siehst du durchaus richtig

Natürlich müssen Wählerstimmen auf parlamentarisch praktikable Größen heruntergebrochen werden, aber eben nicht weiter. Und wenn nur eine Einzelposition zu wählen ist, muss sie durch die tatsächliche Mehrheit bestimmt werden, nicht durch eine, die erst durch den Wegfall eines Großteils der Stimmen entsteht.

Das Verfahren mit den Wahlmännern wäre sinnvoll, wenn jeder Staat genau einen Wahlmann entsenden würde. Sobald aber die Zahl der Wahlmänner eines Staates > 1 ist, gibt es keinen Grund, diese Anzahl nicht proportional zum Wählerwillen zusammenzustellen. Bei 10 Wahlmännern reichen dann schon 10% der Stimmen für einen Wahlmann für einen Minderheitskandidaten, und auch der Mehrheitskandidat hätte dann nur so viele Wahlmänner, wie seiner Stimmenzahl entspricht, und nicht alle 10.
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Alt 10.11.2016, 17:21   #480
The Wolf
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Dito.

Ich glaube aber, dass Trump mindestens genauso kriminell ist wie Clinton. Er hatte nur das Glück, dass er nicht so oft erwischt wurde.

Im Prinzip sind die mir beide egal, das Ergebnis wäre mehr oder weniger auf's selbe hinausgelaufen.
Was mich einfach nur wahnsinnig traurig macht ist, dass Trump trotz der vielen ausländerfeindlichen und frauenfeindlichen Aussagen gewonnen hat. Der Präsident gilt als Vorbild. Und mir als Frau macht das Angst. Ich lebe zwar nicht in den USA, aber wir reden hier von einem sehr einflussreichem Land und dieser Rechtsruck ist in Deutschland auch schon seit längerem zu beobachten. Ich hab Angst davor, dass die Leute sich was von diesem Verhalten "abgucken" und denken, dass es okay ist Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund keinen Respekt entgegenzubringen.

Vor allem habe ich aber das Gefühl, dass die Leute seine Aussagen "nicht so schlimm" finden. Sonst hätten sie ihn nicht gewählt. Mag sein, dass ich etwas übertreibe, aber dass ein Mensch, der so extrem frauenfeindlich ist tatsächlich gewonnen und so viele Anhänger hat, kränkt mich persönlich ernsthaft.

Ich verstehe Deine Antwort sehr gut, obwohl ich mich ja schon in meinem Leitspruch gegen zuviel "Political Correctness" ausspreche. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie es sein kann, dass "Latinas for Trump" zur Wahl eben jenes Mannes aufrufen, der mal eben eine ganze Nation samt 120 Millionen Bewohnern als Drogenschmuggler und Vergewaltiger bezeichnet und im übrigen so tut, als gäbe es da nicht längst gewaltige Grenzanlagen.

In Deutschland wäre sowas nicht möglich? Ich entwerfe mal folgendes Szenario:

Bei uns stehen ja im nächsten Jahr Wahlen an, und es gibt gute Gründe, Frau Merkel abzulösen. Und dann kommen die ganzen Ersatzkandidaten:
Steinmeier,
Von der Leyen,
Söder,
Wagenknecht,
Maas, alle grau in grau.....
Und mittendrin ein Paradiesvogel: Dieter Bohlen mit Freundin, nennen wir sie mal "Naddel". Und Dieter macht einen Wahlkampf wie wir es gewohnt sind von "Deutschland sucht den Superstar" - mit Beleidigungen, Abkanzelungen, Pöbeleien, Übertreibungen, Auslassungen.... alles im Stil von Karnevalssitzungen mit möglichst viel TraRa und Tsching-de-rassa. Und dann stelle man sich mal vor, die Hälfte unseres Volkes würde den zum Kanzler wählen und "Naddel" wäre Deutschlands First Lady... Eine Karikatur, eine Mordsgaudi oder ein Albtraum? Wer weiss schon, zu was wir so fähig wären?
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Geändert von The Wolf (10.11.2016 um 17:26 Uhr)
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Alt 10.11.2016, 19:18   #481
Thekla
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Sorry für Doppelpost, aber ich weiß grad nicht, wie ich meinen ersten Beitrag mit dem Zitat von janido10 in den zweiten hineineditieren kann.
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Alt 10.11.2016, 22:14   #482
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Ich verstehe Deine Antwort sehr gut, obwohl ich mich ja schon in meinem Leitspruch gegen zuviel "Political Correctness" ausspreche.
Die Aussage über Political Correctness verstehe ich in dem Zusammenhang nicht ganz, glaube ich. Aus reinem Interesse: Was verstehst du unter "Political Correctness" und was erachtest du als "zu viel"?

Zitat:
Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie es sein kann, dass "Latinas for Trump" zur Wahl eben jenes Mannes aufrufen, der mal eben eine ganze Nation samt 120 Millionen Bewohnern als Drogenschmuggler und Vergewaltiger bezeichnet und im übrigen so tut, als gäbe es da nicht längst gewaltige Grenzanlagen.
Dem stimme ich zu. Es waren ja nicht nur Latinos, es gab/gibt auch eine "Blacks for Trump"-Bewegung, die auch nicht von ihm verschont wurden.



Zitat:
In Deutschland wäre sowas nicht möglich? Ich entwerfe mal folgendes Szenario:

Bei uns stehen ja im nächsten Jahr Wahlen an, und es gibt gute Gründe, Frau Merkel abzulösen. Und dann kommen die ganzen Ersatzkandidaten:
Steinmeier,
Von der Leyen,
Söder,
Wagenknecht,
Maas, alle grau in grau.....
Und mittendrin ein Paradiesvogel: Dieter Bohlen mit Freundin, nennen wir sie mal "Naddel". Und Dieter macht einen Wahlkampf wie wir es gewohnt sind von "Deutschland sucht den Superstar" - mit Beleidigungen, Abkanzelungen, Pöbeleien, Übertreibungen, Auslassungen.... alles im Stil von Karnevalssitzungen mit möglichst viel TraRa und Tsching-de-rassa. Und dann stelle man sich mal vor, die Hälfte unseres Volkes würde den zum Kanzler wählen und "Naddel" wäre Deutschlands First Lady... Eine Karikatur, eine Mordsgaudi oder ein Albtraum? Wer weiss schon, zu was wir so fähig wären?

War das jetzt noch auf meinen Post bezogen?
Denn ich vermute auch, dass es bei uns nächstes Jahr ähnlich aussehen wird. Ich finde die jetzige Politik auch sehr bescheiden bzw. nicht transparent genug, aber dennoch würde ich gewisse Parteien/Politiker nicht aus purem Frust wählen. Die Entwicklung momentan ist extrem gefährlich und ich kann nicht begreifen, wieso immer mehr Leute so denken. Den Frust verstehe ich, die Handlung jedoch nicht.
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Alt 11.11.2016, 07:24   #483
Thekla
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Ich verstehe Deine Antwort sehr gut, obwohl ich mich ja schon in meinem Leitspruch gegen zuviel "Political Correctness" ausspreche. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie es sein kann, dass "Latinas for Trump" zur Wahl eben jenes Mannes aufrufen, der mal eben eine ganze Nation samt 120 Millionen Bewohnern als Drogenschmuggler und Vergewaltiger bezeichnet und im übrigen so tut, als gäbe es da nicht längst gewaltige Grenzanlagen.
Ich versuche mal einen Ansatz: weil es mir lieber ist, jemand sagt mir ins Gesicht, ich sei ein Arschloch, als dass jemand hinten rum intrigiert.

Ich glaube, in Deutschland wird sehr unterschätzt, wie unbeliebt Clinton in den USA ist. Wusstest du beispielsweise, dass Clinton auf Trumps Hochzeit mit Melania Ehrengast war? Ganz gewiss nicht aus Sympathie, sondern weil er sie gekauft hat. Sagt er ganz offen. Clintons Wahlkampf wird dagegen u. a. von Saudi-Arabien gesponsort. Über den Umweg ihrer Stiftung.

Hier mal ein Spiegel online Artikel. Ist zwar schon etwas älter, bekommt in der Rückschau aber noch mal eine andere Gewichtung. Wer hätte vor über einen Jahr schon vorhergesagt, dass Clinton es nicht ins Weiße Haus schaffen wird? http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1047641.html
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Alt 11.11.2016, 17:06   #484
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Ich glaube, in Deutschland wird sehr unterschätzt, wie unbeliebt Clinton in den USA ist.
Wenn man die Nachrichten nicht selektiv verfolgt hat, war das durchaus klar. Ihre einzige realistische Chance war, darauf zu setzen, dass Trump noch unbeliebter ist.

Was ich schon bei den Vorausscheidungen nie verstanden habe: Wieso treten im Endkampf ausgerechnet die beiden Kandidaten an, die von der Mehrheit der Wähler NICHT gewollt sind? Es standen schließlich genug Kandidaten zur Auswahl, die nicht derartig negativ gesehen wurden und durchaus populär hätten gemacht werden können. Dass es keinen Kandidaten gibt, der die Zustimmung aller Wähler findet, ist klar, aber gleich zwei Kandidaten, die beide eine Mehrheit GEGEN sich habe, habe ich nicht wirklich kapiert.

Der Postillon hat irgendwann eine Satire gebracht, dass ein an die Wand gelehnter Besen bessere Umfragewerte erreichte als Clinton und Trump.
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Alt 11.11.2016, 17:36   #485
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Das liegt am kompletten politischen System in den USA. Das System wurde seinerzeit ja 1776 entworfen und zu der Zeit gab es Parteien im heutigen Sinne ja noch nicht, weshalb es auf Einzelpersonen basiert. Ebenso stammt aus der Zeit ja auch noch der Wahldienstag (Sonntags Kirche, Montag anreise, Dienstag Wahl). Auch die Wahlmänner stammen noch aus der Zeit, da jeder Bundesstaat ja extrem viel Rechte hat, zB die MwSt darf jeder für sich festlegen, oder die Einkommenssteuer auch. Und jeder Bundesstaat darf selbst bestimmen, wie die Wahlmänner auf die Kandidaten verteilt werden, die meisten nutzen dabei The-Winner-Takes-It-all, ausgenommen Maine und Nebraska, wo es pro Kongressbezirk einen Wahlmann gibt zzgl. 2 für den Bundesstaatsieger (weshalb Trump in Maine einen Wahlmann bekommen hat).

Ein ähnliches System hat sich dann letztlich auch innerhalb der "Parteien" herausgebildet, wobei das keine Parteien im europäischen Sinne sind, sondern mehr lose Zusammenschlüsse. Wie es da dann im Kongress abgeht sieht man in House of Cards (1. Staffel) recht gut, als Underwoo da die Gesetze durchbringen muss. Dadurch hat sich dann auch letztlich das 2-Parteien-System in den USA gebildet, da es eben immer um Einzelpersonen ging.

Und das Clinton und nicht Sanders zum Demokratischen Kandidaten ernannt wurde, hat auch wieder andere Gründe. Die Republikaner hatten kaum Superdelegierte, die beim Parteitag frei entscheiden durften, sondern fast nur gewählte Delegierte von den Vorwahlen. Und Trump gewann eben die meisten Vorwahlen. Bei Clinton gings rein nach den Wahlergebnissen ziemlich gleich aus, das Problem war dabei jedoch, dass der demokratische Parteitag eben zu einem Drittel aus Superdelegierten bestand, bei denen Clinton eben die besseren Argumente hatte, da sie ja zum Etablishment gehört und eine lange bundespolitische Vergangenheit hat.

Beide Parteien hatten aber gemein, dass sie in den meisten Bundesstaaten ebenfalls das The-Winner-Takes-It-All-Prinzip hatten, wodurch es eben reichte, dass die Kandidaten die meisten Stimmen hatten, um alle Delegierte des Staates zu bekommen. Ein paar Ausnahmen gabs, aber die sind in der Regel nicht Wahlentscheident. Dazu kommt, dass die Kandidaten auch frühzeitig ihre Kampangen beenden, wenn sie merken, dass sie keine Chancen mehr haben. So ein US-Präsidentschafts-Wahlkampf kostet eben gerne mal 50 Mio. USD oder mehr.
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Zitat:
Zitat von Gobo und Danny
<+gobo7793> http://i.imgur.com/dSnFfva.jpg <- wie war das mit fußballfans sind keine verbrecher?
<Danny_41> gobo7793: Das sind offizielle Angaben, da is kein Verlass druff
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Alt 12.11.2016, 13:21   #486
DodotheGoof
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Ich bin gestern auf einen sehr interessanten Aspekt hingewiesen worden: Die Zahl der republikanischen Wähler ist ggü. 2012 nicht gestiegen. Es haben vielmehr 860.000 weniger Menschen Trump gewählt als vor 4 Jahren Romney und ungefähr genau so viele wie McCain 2008. Aber Hillary hat gegenüber Obama 2012 5,4 Mio. Wähler verloren. Und gegenüber 2008 sind es sogar 9,0 Mio. Mit anderen Worten: Hillary hat vor allem verloren weil sie nicht in der Lage war die gleiche Wahlbegeisterung zu erzeugen wie Obama. Interessant ist, dass die "Third-Parties" von 1,8 (2008) über 2,2 (2012) auf 6,0 (2016) gestiegen sind. Selbst wenn man annimmt, dass diese Wanderer von 3,7 Mio. alles potentielle Demokraten waren (was ich insbesondere bei den Libertarians nicht glaube), dann verbleiben mindestens 1,6 Mio. an demokratischen Wählern die gesagt haben: Wegen Hillary geh ich nicht zur Wahl.

Was liest man nun aus dem ganzen?
Einschränkung vorab: Natürlich sind die Wähler 2012 nicht die gleichen 2016. Es kann auch sein, dass Trump 5,0 Mio. neue Wähler angesprochen hat und im Gegenzug 5,0 Mio. republikanische Stammwähler gesagt haben: Ich bleibe lieber zu Hause. Aber so extrem war es vermutlich nicht.

Meine Interpretation: Es sagt mir zum einem, dass es keinen Shift in den USA gegeben hat, d.h. das die USA konservativer geworden sind. Vielmehr waren die Republikaner eher in der Lage ihr Wählerpotential abzurufen, aber die wichtige Botschaft: Es ist kleiner als das der Demokraten. Das lässt für die Zukunft hoffen.
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Alt 18.11.2016, 12:12   #487
The Wolf
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Donald Trump ist gewählter Präsident und wir werden damit leben müssen, ob uns das passt oder nicht. Und die Amerikaner auch, denn die haben bekommen, was sie wollten, die "angry white men" aus der Mittelschicht mit ihren glattrasierten Gesichtern, den schicken Anzügen und den teuren Krawatten, die in ihren teuren Luxusschlitten nach der Wahlparty nach Hause gondelten. Die ärmeren, ungebildeteren Weißen werden bald ein böses Erwachen haben, wenn sie merken, dass sie von Donald an der Nase herum geführt wurden.

Aber ich will nicht Wahlbashing made in USA betreiben: Schauen wir mal vor unsere Haustür, ob denn unser Wahlsystem so viel besser ist:

Stichwort: "HINTERZIMMERWUNDER"

Plötzlich haben sich "verschiedene Kreise" (welche eigentlich?) quasi in einer Nacht-und-Nebel - Aktion darauf verständigt, dass der neue deutsche Bundesprasident FRANK-WALTER STEINMEIER heißen soll. Häh?
Seitdem haben unsere gleichgeschalteten Systemmedien nichts anderes mehr zu tun, als Frank-Walter St. jeden Tag aufs Neue über den Klee zu loben und im Übrigen das Bild zu vermitteln, dass die Bundespräsidentenwahl quasi schon entschieden sei. BASTA! Die Politik hat gesprochen, Diskussion beendet!
Wir regen uns zur Zeit über das amerikanische Wahlsystem auf, aber wenn in Deutschland Politik im Hinterzimmer unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht wird, dann ist das offenbar okay so, oder? Wo bleiben denn die anderen Kandidatenvorschläge, die es bei der letzten Wahl zum Bundespräsidenten noch so reichlich gab? Ich erinnere an Gesine Schwan, die Universitätspräsidentin, oder an die Nazijägerin Beate Klarsfeld und noch zahlreiche andere damalige Vorschläge aus der Bevölkerung. Warum muss jemand, der ein solches Amt bekleidet, aus dem Parteiensystem stammen, dass bei vielen Menschen mittlerweile völlig verdient abgrundtief verhasst ist? Das undurchsichtige Gemauschel im Hinterzimmer der Politik wird der AfD wieder Wähler zuführen, die Bundestagswahl im nächsten Jahr läd ja geradezu dazu ein!

Mein Wunschkandidat: ALBRECHT BRÖMME, ehemaliger Chef der Berliner Feuerwehr, zur Zeit Leiter des deutschen TECHNISCHEN HILFSWERKS. Ein Mann der Tat, ein Organisator vor dem Herrn, ein ehrlicher Typ und Angehöriger eines Berufsstands, der höchstes Ansehen genießt (im Gegensatz zu Politikern und Rechtsanwälten, die auf der Skala ganz unten liegen).
Brömme übernahm 1992 die Berliner Feuerwehr, modernisierte sie, strukturierte sie zukunftsfähig um und musste obendrein einen Personalabbau um 25% verkraften. B. galt in der Stadt als einer der angesehensten Mitbürger, und es wurde allgemein bedauert, dass er aus Berlin fortging, um Deutschlands Technisches Hilfswerk zu leiten. Wäre so einer kein Kandidat für das höchste Amt in Deutschland?

Frank-Walter Steinmeier - der gute alte Frank! Deutschlands versiertester Diplomat, das Arbeitspferd, dass den Karren zieht. Frank-Walter Steinmeier muss international ausbaden, was die konzeptionslose Politik von Frau Merkel anrichtet. Frank-Walter Steinmeier muss sich von Herrn Erdogan mit Jauche bekübeln lassen, wenn dem mal wider der Größenwahn durchgeht; Frank-Walter muss dem deutschsprachigen Wladimir Putin erklären, warum die russischsprachige Kanzlerin Angela Merkel sich zu hundert Prozent vor den amerikanischen Militär- und Propagandakarren spannen lässt und warum es wichtig ist, dass deutsche Panzer 150 Kilometer vor St.Petersburg operieren. Frank-Walter muss in Frankreich erklären, warum Deutschland seine Grenzen nicht schützt und Terroristen beherbergt, statt sie zu neutralisieren. Und, und, und......

Frank-Walter Steinmeier ist eine zwielichtige Gestalt:
Als Architekt der "Agenda 2010", mit der die deutsche Sozialdemokratie einen bis dato gut funktionierenden Sozialstaat ruiniert und Millionen Menschen ins finanzielle Unglück und modernes Sklaventum gestürzt hat, gehörte der Mann eigentlich vor Gericht, einen "Volksgerichtshof" oder ähnliches und danach lebenslang in den Knast. Wegen seiner unbestreitbaren Fähigkeiten als Diplomat, seiner politischen Weltläufigkeit, seiner ausgleichenden Art würde ich es aber befürworten, dass Steinmeier nicht Präsident, sondern BUNDESKANZLER wird - er wäre der richtige, erfahrene Mann, um das System Angela Merkel zu stoppen und die abenteuerliche Politik von Frau Merkel zu beenden, die das Land spaltet und an die Wand fährt.

Die überstürzte Proklamation von Fank-Walter Steinmeier unter dubiosen Umständen im Hinterzimmer unter Ausschluss des Volkes legt nur einen Schluss nahe: Steinmeier wurde weggelobt und aus dem Verkehr gezogen - er wurde als einziger Kandidat, der Frau Merkel bei der Wiederwahl hätte gefährlich werden können - ausgeschaltet. Im Bundespräsidialamt braucht er seine überragenden Fähigkeiten nicht mehr, und da er seinen Herren immer loyal diente (erst Schröder, jetzt Merkel), wird er Frau Merkel nicht mehr gefährlich werden, sondern brav die Rolle des Wink-August spielen. Frau Merkel wird demnächst "ihre erneute Kandidatur" ankündigen, wahrscheinlich am kommenden Sonntag. "Politikerklärer" wie ihr ehemaliger Forschungsminister Röttgen haben schon voller Selbstbewusstsein verkündet, dass sie es machen wird. Wer sonst? Wer stoppt diese Europa zerstörende Attilagestalt? Es ist zum Auswandern!
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Alt 18.11.2016, 12:39   #488
Susa56
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Es wird noch andere Kandidaten geben, die Linke will einen eigenen aufstellen, ich hab was von dem Fernsehrichter Holt gehört(das kommentiere ich mal nicht), ich weiß aber nicht mehr, welche Partei ihn genannt hat. Die Grünen überlegen noch ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Es wird halt so ausschauen, dass Steinmeier wohl gewinnen wird, egal wieviel sonstige Kandidaten sich um das höchste Amt bewerben wollen, wenn SPD/CDU und CSU sich einig sind, haben sie die nötige Mehrheit um ihren Kandidaten durchzuboxen.
Wobei ich mich jetzt einfach mal als großer Steinmeiersympathisant oute. Ich halte den Mann sowohl menschlich als auch als Staatsmann für sehr geeignet als Bundespräsidenten, eine gute Wahl für mich.
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Alt 18.11.2016, 14:14   #489
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Nun eure Verfassung sieht nun mal die Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung vor. Es ist halt nicht vorgesehen, dass das Volk hier unmittelbar mitzureden hat. Und wenn SPD und CDU/CSU den Kandidaten unterstützen, ist es wohl auch ziemlich gelaufen. Da kann man den Medien keinen Vorwurf machen, das ist einfach realistisch.
Ob ich diese Vorgehensweise nun gut finde oder nicht, ist ein anderes Thema. Aber wenn es dir nicht passt, könntest du ja eine Verfassungsänderung vorschlagen.
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Alt 18.11.2016, 14:38   #490
Deacon1006
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Aber wenn es dir nicht passt, könntest du ja eine Verfassungsänderung vorschlagen.
... und wer bestimmt über die Verfassungsänderung?
Die gleichen Gesichter! In Dtld. ändert sich da so schnell nichts.

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Alt 18.11.2016, 14:40   #491
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Dass sich daran so schnell nichts ändert, ist mir bewusst. Aber es ist die einzige Möglichkeit das zu ändern. Also muss man diesen Weg gehen, wenn man das möchte, so beschwerlich er auch ist.
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Alt 18.11.2016, 17:02   #492
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Dass sich daran so schnell nichts ändert, ist mir bewusst. Aber es ist die einzige Möglichkeit das zu ändern. Also muss man diesen Weg gehen, wenn man das möchte, so beschwerlich er auch ist.
Du hast gut reden Von den etablierten Parteien hat das niemand im Programm, glaube ich. So weit ich weiß, lediglich die AfD

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Geändert von Deacon1006 (18.11.2016 um 17:04 Uhr)
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Alt 18.11.2016, 19:48   #493
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Ich finde es auch viel besser wie es in Österreich geregelt ist und wirklich Volkeswille entscheidet, aber soviel Demokratie haben wir bei uns leider nicht.
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Alt 19.11.2016, 15:00   #494
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Ich finde es auch viel besser wie es in Österreich geregelt ist und wirklich Volkeswille entscheidet, aber soviel Demokratie haben wir bei uns leider nicht.
Nun ja, es gibt ja einen Grund warum der Bundespräsident nicht direkt vom Volk gewählt wird.
Die Macht des Bundespräsidenten ist deutlich beschnitten wegen den Erfahrung mit der Weimarer Verfassung, als Regierungen regelmäßig zwischen den Machtbefugnissen von Parlament und Präsident aufgerieben wurden.
Würde nun der Bundespräsident direkt gewählt werden, dann stünde der Grad der Legitimation im krassen Gegensatz zu seiner Machtbefugnis. Dies gilt insbesondere gegenüber dem Bundeskanzler der ja nur indirekt gewählt ist. Man will also mit der Wahl über die Bundesversammlung verhindern, dass der Bundespräsident sich im Tagesgeschäft einen Einfluss aneignet den er aus der Legitimation durch das Volk ableitet oder sich vielleicht sogar dazu gedrängt fühlt mehr ins Tagesgeschäft einzumischen weil seine Wähler das fordern.
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Alt 19.11.2016, 17:57   #495
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Ich finde diese Argumentationskette mit der Legitimation immer wieder schön nett.
Die Aufgaben des Bundespräsidenten sind genau, wie seine Wahl in der Verfassung geregelt, an die sich auch ein direkt gewählter Präsident zu halten hätte.
Was bitteschön sollte denn der so wahnsinnig dolle legitimierte Bundespräsident künftig alles so verfassungswidriges unternehmen?
Außer vielleicht den handelnden Politikern - und in diesem Falle die einzig wahre Legitimation - ab und zu die Meinung zu geigen.
Außerdem bei den Mehrheitsverhältnissen in Deutschland hätte der künftige (direkt gewählte Präsident) allenfalls eine einfache Mehrheit zu erwarten:
Sagen wir mal der von einer Volkspartei aufgestellte Kandidat käme tatsächlich auf 35 Prozent, - die nicht hundertprozentige Wahlbeteiligung vorausgesetzt, ... - wahnsinnig legitimiert.

Und trotzdem hätten wir nicht irgendeinen abgehalfterten Parteisoldaten, sondern hätten möglicherweise sogar die Möglichkeit - als Staatsoberhaupt - Unabhängige zu wählen.

(Und ich finde auch immer wieder schön zu lesen, wie man hier mit Wikipediawissen ungefragt bedient wird).

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Alt 19.11.2016, 18:47   #496
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Außerdem bei den Mehrheitsverhältnissen in Deutschland hätte der künftige (direkt gewählte Präsident) allenfalls eine einfache Mehrheit zu erwarten:
Sagen wir mal der von einer Volkspartei aufgestellte Kandidat käme tatsächlich auf 35 Prozent, - die nicht hundertprozentige Wahlbeteiligung vorausgesetzt, ... - wahnsinnig legitimiert.
Ich glaube, dass das Parteiensystem beim Bundespräsidenten eine wesentlich kleinere Rolle spielt als die individuelle Persönlichkeit. Wir hatten schon Präsidenten aus allen möglichen Parteien, die trotzdem eine breite Zustimmung im Volk aus allen politischen Lagern hatten.

Genau da liegt liegt wohl zur Zeit das größte Problem: Es gibt schon seit Jahren keine möglichen Kandidaten (mehr), die tatsächlich noch wirkliche Zustimmung finden würden, sondern nur welche mit geringerer Ablehnung. So gut wie niemand (außer seinen Amigos natürlich) will einen Präsidenten, der sein Amt zu seinem persönlichen Vorteil oder dem seines Umfelds missbraucht. Wenn man diesen Kreis ausschließt, bleibt aber von den deutschen Spitzenpolitikern niemand mehr übrig...
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Alt 19.11.2016, 19:57   #497
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Wenn man nicht sucht bzw. es umbedingt ein Parteisoldat sein muss dann kann man keinen finden. Das ist wohl eher das Problem das unsere Volksparteien (das Volk kann man da eh streichen) unfähig sind einen unabhängigen Kandidaten zu finden. Das würde ihren Horizont sprengen.
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Alt 19.11.2016, 22:20   #498
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Also soweit ich weiß, wollte die CDU eine Grünenpolitikerin (die allerdings nicht politisch aktiv ist) - Marianne Birthler. Die hat aber abgesagt.

Ich denke, die wäre wohl auch Parteiübergreifend auf Zustimmung getroffen - außer vielleicht bei manchen Linken.

Edit: Das Problem einen Kandidaten zu finden, der bei der breiten Masse im Volk Zustimmung findet, liegt aber denke ich auch daran, dass viele Persönlichkeiten, die sich wirklich für etwas einsetzen und für das Amt geeignet wären, einfach nicht bekannt sind. Es sei denn, wir wollen einen Bundespräsidenten Dieter Bohlen.

Geändert von Babybear (19.11.2016 um 22:23 Uhr)
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Alt 19.11.2016, 22:25   #499
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Eine Kanzlerin und eine Präsidentin, das wär mir zu viel Frauenpower, und des weiteren Merkel ist aus dem Osten Deutschlands, die in Augenschein genommene Präsidentin wäre es ebenfalls, auch da stimmt für mich dann das Gleichgewicht nicht.
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Alt 19.11.2016, 22:32   #500
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Ernsthaft jetzt? Warum wären 2 Frauen schlecht? Was genau stört dich daran? Früher hatten wir nur Männer, war das besser? Und wenn Kanzler und Präsi aus Hamburg und Hessen kämen... würde dich das genauso stören, wie 2 Leute aus Ostdeutschland?
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