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Alt 22.09.2016, 13:21   #101
julsfels
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Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Unschön jedoch, dass einem User, der, wie an der Diskussion oben zu sehen, offensichtlich die gemeinschaftlich von der Moderation beschlossenen Regeln weiterhin notorisch missachten will und der Meinung ist, nur seine eigenen Regeln hätten für ihn Geltung, immer noch mit derart viel Toleranz entgegen gekommen wird.
Falls Du damit Storms Beitrag und meine Antwort darauf meinst, hättest Du Dir zuerst die Mühe machen sollen, die Diskussion nachzulesen, ehe Du eine Aussage aus dem Zusammenhang reisst und verfälscht darstellst.

Falls Du sims-2-spieler meinst, verstehe ich Deine Aussage ebensowenig, weil er eine klare Ansage auf sein Posting erhalten hat, wie Du in den ersten Postings dieses Threads nachlesen kannst.

Falls Du keinen von beiden meinst, habe ich keine Ahnung, auf was Du eigentlich hinaus willst.

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julsfels ist offline  
Alt 22.09.2016, 13:51   #102
Wilfried Webber
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Zitat:
Zitat von julsfels Beitrag anzeigen
Falls Du sims-2-spieler meinst, verstehe ich Deine Aussage ebensowenig, weil er eine klare Ansage auf sein Posting erhalten hat, wie Du in den ersten Postings dieses Threads nachlesen kannst.
Den meine ich, und er hat mehrere klare Ansagen erhalten, und dabei endet es auch jedes Mal. Das ist das Problem.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 22.09.2016, 14:05   #103
sims-2-spieler
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Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Ein "Nazi" ist heutzutage prinzipiell jeder, der nicht an Zuwanderung interessiert ist.
Wieso "heutzutage"?
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Alt 22.09.2016, 14:30   #104
Wilfried Webber
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Wieso "heutzutage"?
Weil es ein recht junges Phänomen ist, jeden, der in einer Frage die Position mit Neonazis teilt, gleich als Nazi zu bezeichnen. Ich finde das persönlich extrem beleidigend und zudem das NS-Regime und seine Verbrechen verharmlosend.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 22.09.2016, 14:41   #105
sims-2-spieler
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Ich habe noch nie jemanden, der für Autobahnbau ist oder Volkswagen fährt, als Nazi bezeichnet. Wer aber ganz offen nationalistische und fremdenfeindliche Thesen in menschenverachtender Weise vertritt, der IST ein Nazi. Es ist geradezu lachhaft, so aufzutreten und dann zu behaupten, kein Nazi zu sein. Wer kein Nazi sein will, soll sich nicht wie einer verhalten, ganz einfach.
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sims-2-spieler ist offline  
Alt 22.09.2016, 14:44   #106
Wilfried Webber
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Nein, auch Nationalismus oder Fremdenfeindlichkeit machen keinen Nazi aus. Lachhaft (eigentlich nicht) ist eher, dass du nicht begriffen hast, was einen Nazi ausmacht, aber ganz sicher bei der Anwendung dieses Begriffs bist.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 22.09.2016, 15:02   #107
DK2001
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Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Nein, auch Nationalismus oder Fremdenfeindlichkeit machen keinen Nazi aus. Lachhaft (eigentlich nicht) ist eher, dass du nicht begriffen hast, was einen Nazi ausmacht, aber ganz sicher bei der Anwendung dieses Begriffs bist.
Dann definiere doch bitte mal einen Nazi für mich. Ich scheine da dann wohl eine Bildungslücke zu besitzen...
DK2001 ist offline  
Alt 22.09.2016, 15:08   #108
sims-2-spieler
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Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Nein, auch Nationalismus oder Fremdenfeindlichkeit machen keinen Nazi aus.
Jetzt machst du mich neugierig. Erzähl mehr.
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sims-2-spieler ist offline  
Alt 22.09.2016, 15:37   #109
Wilfried Webber
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Zitat aus Wikipedia:
Zitat:
Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, rassistische, antikommunistische und antidemokratische Ideologie.
Das ist ziemlich eindeutig. Eines der Elemente allein reicht bei Weitem nicht aus, auch wenn es von manchen heutzutage gern so dargestellt wird. Gegen Zuwanderung gibt es ökonomische Argumente, die mit Fremdenfeindlichkeit oder gar Rassismus nichts zu tun haben. Viele Alternativrechte befürworten ja gerade eine kontrollierte Zuwanderung. Sie befürworten auch die direkte Demokratie. Das ist das genaue Gegenteil eines faschistischen Führerstaats, der für den Nationalsozialismus zwingende Voraussetzung ist.

Im Übrigen ist selbst ein Faschist noch kein Nazi, denn ein Nazi muss zwingend extremer Antisemit sein. Die italienischen Faschisten waren aber keine Antisemiten und boykottierten Hitlers Holocaust auch. Antifaschisten können folglich durchaus Antisemiten sein und sind es oft genug auch.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 22.09.2016, 15:51   #110
BloodOmen1988
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STOP!

Ich bin sicher, ihr möchtet beide weiterhin in diesem Thread schreiben und daher möchte ich euch darum bitten, das hier nicht augenblicklich wieder in einen persönlichen Kleinkrieg ausarten zu lassen. Denkt dabei auch an die anderen User, denen dieser Thread am Herzen liegt, denn das hier ist wirklich die letzte Chance für einen Politik-Thread im Simforum.

Wie bereits mehrfach betont (und das nicht nur von Seite der Moderatoren, sondern auch der User, die sich beteiligen möchten), soll hier ein möglichst konstruktiver Austausch stattfinden. Man kann allerdings mit niemandem ins Gespräch kommen, dem man von vornherein mit nichts als Vorurteilen, Anschuldigungen und Vorwürfen begegnet.

Das gilt auch insbesondere für dich, Wilfried. Warum?

Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Den meine ich, und er hat mehrere klare Ansagen erhalten, und dabei endet es auch jedes Mal. Das ist das Problem.
Was das angeht, haben wir uns darauf geeinigt, zuerst eine mündliche Warnung auszusprechen. Sims-2-Spieler weiß, dass es nicht hingenommen oder akzeptiert wird, wenn er sich in dieser Weise äußert und er hat - was das Entscheidende ist - eingelenkt. Ich persönlich werte das als ein Entgegenkommen. Er mag seine Meinung nicht geändert haben und das ist sein gutes Recht, aber er hat um des Friedens Willen versprochen, dass er in Zukunft besser auf seine Wortwahl achten wird.

Damit könnte alles in Ordnung sein.

Aber nun kommst du und zerrst etwas, das bereits abgehakt ist, noch einmal hervor und das ohne jeden ersichtlichen Grund. Du wurdest von sims-2-spieler in diesem Thread nicht persönlich angegriffen - er ist Rafaela auf die Füße getreten und nicht dir - und das Thema war im Prinzip bereits erledigt.

Was das hier angeht...

Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Weil es ein recht junges Phänomen ist, jeden, der in einer Frage die Position mit Neonazis teilt, gleich als Nazi zu bezeichnen. Ich finde das persönlich extrem beleidigend und zudem das NS-Regime und seine Verbrechen verharmlosend.
... da mag es zwar sein, dass du richtig liegst (auch wenn ich nicht finde, dass damit automatisch die NS-Verbrechen verharmlost werden), doch sims-2-spieler hat seine "rote Karte" deswegen bereits erhalten. Es ist nicht nötig, das noch einmal künstlich hervorzukramen und damit regelrecht zu provozieren, dass es zu erneuten Auseinandersetzungen kommt.

Zitat:
Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ich habe noch nie jemanden, der für Autobahnbau ist oder Volkswagen fährt, als Nazi bezeichnet. Wer aber ganz offen nationalistische und fremdenfeindliche Thesen in menschenverachtender Weise vertritt, der IST ein Nazi. Es ist geradezu lachhaft, so aufzutreten und dann zu behaupten, kein Nazi zu sein. Wer kein Nazi sein will, soll sich nicht wie einer verhalten, ganz einfach.
Im Prinzip kann man über die Definition von "Nazi" nicht streiten, denn was ein Nationalsozialist oder ein Anhänger des Nationalsozialismus ist, ist recht eng definiert. Allerdings ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass Personen, die "lediglich" rassistisch o.ä. sind, schnell als "Nazis" bezeichnet werden, auch wenn sie das per definitionem eigentlich nicht sind. Ich möchte daher darum bitten - und das gilt für alle, egal ob rot, grün, schwarz, braun oder lila kariert - im Zweifelsfall noch einmal nachzudenken, bevor man eine solche Anschuldigung ausspricht.

Ich denke grundsätzlich, dass es besser ist, so gut wie möglich zu differenzieren, auch wenn das manchmal schwer fallen mag, besonders, sobald man auch emotional getroffen ist. Das hilft nicht nur dabei, solche überflüssigen Diskussionen wie diese hier zu vermeiden, sondern hilft auch den Vorwurf zu entkräften, man würde etwas unterstellen, das nicht zutrifft.

(Und bevor das nun allzu belehrend oder besserwisserisch klingt: Ich will mich selbst davon auch nicht ausnehmen.)

Fest steht: Wir wollen hier keinen Nazi-Vorwurf hören, solange er nicht wirklich zutrifft (sprich: die nachfolgenden Kriterien erfüllt)...

Zitat:
BEDEUTUNGSÜBERSICHT
Vertreter, Anhänger des Nationalsozialismus

Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Nationalsozialist
Wilfried hat hiermit nicht Unrecht...

Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Nein, auch Nationalismus oder Fremdenfeindlichkeit machen keinen Nazi aus.
... auch wenn es gefühlt vielleicht anders erscheinen mag, weil man mitunter recht schnell mit Nazi-Vergleichen bei der Hand ist.

Ich möchte dennoch besonders dich, Wilfried, darum bitten, dich zu mäßigen, denn du bist derjenige, der hier gerade genau dort ansetzt, wo wir im alten Politik-Thread gerade erst aufgehört haben. Und ich vermute, das will hier keiner - auch du nicht. Und im Übrigen: Es gibt hier im Forum eine Ignore-Funktion, von der ihr beide gerne Gebrauch machen dürft und könnt.
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BloodOmen1988 ist offline  
Alt 22.09.2016, 16:02   #111
Taurec
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Zitat:
Zitat von Hummel Beitrag anzeigen
Warum soll ich darüber reden, ob ich Flüchtlinge unterstütze? Das ist meine Sache und eine Selbstverständlichkeit...
Nun, ich kann Dany gut verstehen. Das Problem bei solchen Dingen ist eben, dass man sie, sobald man selber davon betroffen ist, nicht mehr objektiv betrachten kann. Und je heftiger die Folgen für jemanden sind, desto schwerer wird eine rationale Betrachtung.
Das hat man bei mir gesehen, dass sieht man bei Dany.
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Taurec ist offline  
Alt 22.09.2016, 17:40   #112
Willow
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Jetzt hast Du mich aber enttäuscht! Gerade gestern hatte ich den Koran schon in der Hand, dann fand ich Abdel-Samad, den ich eigentlich suchte. Da habe ich den Koran nochmal beiseite gelegt. Für später.... Irgendwie hast Du mich jetzt entmutigt, auf eigene Faust ein Koranstudium zu beginnen......
Mach doch. Wir können dann gerne darüber reden. Aber so schön wie ich Koranrezitation vom Klang her finde, so anstrengend finde ich es den Koran zu lesen. Da hat jemand noch chaotischer geschrieben als die Bibelautoren, so dass sich die interessanten Dinge irgendwo hinter konfusen Geschichten über Menschen, die seit Jahrtausend(en) tot sind, verbergen.
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Willow ist offline  
Alt 22.09.2016, 17:56   #113
The Wolf
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Zitat:
Zitat von Willow Beitrag anzeigen
Mach doch. Wir können dann gerne darüber reden. Aber so schön wie ich Koranrezitation vom Klang her finde, so anstrengend finde ich es den Koran zu lesen. Da hat jemand noch chaotischer geschrieben als die Bibelautoren, so dass sich die interessanten Dinge irgendwo hinter konfusen Geschichten über Menschen, die seit Jahrtausend(en) tot sind, verbergen.

Ich habs geahnt! Abdel-Samad hat genau das in seinem Buch beschrieben: friedfertiger Anfang, und dann, als die Mekkaner nicht zuhören wollten, wurde Mohammed immer ungehaltener oder sagen wir: fordernder bis gewalttätig. Mein Buch ist der einzige bisherige Einstieg, und es ist sicherlich kein Zufall, dass ich den Koran wieder weggelegt habe vorgestern (nach dem Probelesen). Ob da noch was draus wird? Die meisten von uns sind ja schon überfordert, wenn sie die Evangelien miteinander vergleichen sollen....
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JAMAICA fällt aus? Na gut, dann eben auf in den Zoo! Ich liebe GroKos.....
The Wolf ist offline  
Alt 22.09.2016, 17:56   #114
Rafaela
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Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Zitat aus Wikipedia:
Im Übrigen ist selbst ein Faschist noch kein Nazi, denn ein Nazi muss zwingend extremer Antisemit sein. Die italienischen Faschisten waren aber keine Antisemiten und boykottierten Hitlers Holocaust auch. Antifaschisten können folglich durchaus Antisemiten sein und sind es oft genug auch.
Ich wollt hier nichts mehr schreiben, aber zu diesem Thema muss ich noch was sagen. Die deutsche Wiki ist mittlerweile nicht nur sehr umstritten, innerhalb des Wiki-Teams gibt es große Probleme. Eine kleine Gruppe selbsternannter Admin gibt dort die Richtung vor und an ihnen zerschellt jede Meinung, die nicht der ihren entspricht. Einer der Admin, der das sehr bedauert, hat vor einiger Zeit auf SPON darüber berichtet.
Speziell zu dem Artikel zur Nazidefinition - ich kann das nicht beweisen - gehe ich aber mal davon aus, der wurde von ganz stramm links Stehenden geschrieben. So wird über Wiki politische Meinung manipuliert. Antikommunismus - ein Kriterium zu Nazi. Da wird man in den USA sehr erstaunt sein, denn von Demokraten über Republikaner hassen die Amis den Kommunismus wie der Teufel das Weihwasser. Kommunismus ist eine utopische Ideologie, die keinen Anspruch hat, von allen gemocht zu werden.
Seit Jahrzehnten leben die Deutschen Seite an Seite mit Menschen der verschiedensten Nationaliäten in Frieden und Harmonie. Aber wer sich jetzt gegen eine völlig unkontrollierte Zuwanderung wehrfähiger Männer aus Afrika, Arabien oder anderen moslemischen Ländern ausspricht, ist ein Rassist. Wer eine andere Meinung als die Regierungsmannschaft und ein paar Sozialträumer vertritt, ist ein Antidemokrat.
Also Antikommunismus+Rassismus+Antidemokrat=Nazi
Eine Gleichung, die etwas über den Bildungsstand in dieser Gesellschaft verrät. Nämlich dass man sich mit der deutschen Geschichte und speziell den Nationalsozialisten wenig bis gar nicht beschäftigt hat.
Nun letztendlich entscheiden die Machtverhältnisse, wer am Ende falsch liegt, denn wie es aussieht, werden bald Linke, Rosarote und Grüne miteinander ins Bett steigen und zwischen CDU und AfD bahnt sich auch schon still und leise ein Flirt an und unser Importschlager Angela wird nicht ewig mehr das Sagen haben. Dann werden wir uns alle hier wundern, warten wir es ab.
Rafaela ist offline  
Alt 22.09.2016, 18:18   #115
BloodOmen1988
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Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Speziell zu dem Artikel zur Nazidefinition - ich kann das nicht beweisen - gehe ich aber mal davon aus, der wurde von ganz stramm links Stehenden geschrieben. So wird über Wiki politische Meinung manipuliert. Antikommunismus - ein Kriterium zu Nazi.
Dass die Nationalsozialisten gegen Kommunisten vorgingen, ist ja nun kein Geheimnis. Nicht wenige von ihnen wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern als "politische Feinde" interniert.

Zitat:
Da wird man in den USA sehr erstaunt sein, denn von Demokraten über Republikaner hassen die Amis den Kommunismus wie der Teufel das Weihwasser. Kommunismus ist eine utopische Ideologie, die keinen Anspruch hat, von allen gemocht zu werden.
Antikommunismus ist eben eine Ausrichtung von vielen, die auch (!) Bestandteil der NS-Diktatur war.

Zitat:
Seit Jahrzehnten leben die Deutschen Seite an Seite mit Menschen der verschiedensten Nationaliäten in Frieden und Harmonie. Aber wer sich jetzt gegen eine völlig unkontrollierte Zuwanderung wehrfähiger Männer aus Afrika, Arabien oder anderen moslemischen Ländern ausspricht, ist ein Rassist.
Falsch. Ein Rassist ist z.B., wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft bzw. "Rasse" (ich will das Wort eigentlich gar nicht sagen...) vorverurteilt und ihnen z.B. pauschal eine Neigung unterstellt, Frauen zu vergewaltigen, Kinder zu schänden etc. pp. Bzw., wenn man Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, Ethnie etc. in Sippenhaft nimmt, um mal ein Wort aufzugreifen, das du in diese Diskussion eingebracht hast.

Zitat:
Wer eine andere Meinung als die Regierungsmannschaft und ein paar Sozialträumer vertritt, ist ein Antidemokrat.
"Sozialträumer" ist jetzt m.E. auch kein Wort, das davon zeugt, dass man sich mit einer anderen Position als der eigenen auseinandersetzen möchte.

Und nein: Wer eine andere Meinung als die Regierung vertritt, ist kein Antidemokrat. Ein Antidemokrat ist jemand, der die demokratische Grundordnung beschneiden, aushebeln oder abschaffen möchte. Er ist ein Gegner der Demokratie - das ist etwas anderes als ein Kritiker oder Gegner einer existierenden Regierung.

Zitat:
Also Antikommunismus+Rassismus+Antidemokrat=Nazi
Eine Gleichung, die etwas über den Bildungsstand in dieser Gesellschaft verrät. Nämlich dass man sich mit der deutschen Geschichte und speziell den Nationalsozialisten wenig bis gar nicht beschäftigt hat.
Da du hier schon ein paar Dinge über historische Zusammenhänge von dir gegeben hast (wie das Beispiel mit den Kommunisten gerade oder die Sache, auf die du schon von teras hingewiesen wurdest), würde mich persönlich ja interessieren, inwiefern du dich mit der NS-Zeit beschäftigt hast.
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BloodOmen1988 ist offline  
Alt 22.09.2016, 18:53   #116
Rafaela
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Zitat:
Zitat von BloodOmen1988 Beitrag anzeigen
Dass die Nationalsozialisten gegen Kommunisten vorgingen, ist ja nun kein Geheimnis. Nicht wenige von ihnen wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern als "politische Feinde" interniert.
Antikommunismus ist eben eine Ausrichtung von vielen, die auch (!) Bestandteil der NS-Diktatur war.
Ja Antikommunismus ist eine Ausrichtung von vielen, zufällig war er auch Bestandteil der NS-Ära. Und weiter, sehr viele Nazis waren ausgesprochene Tierfreunde? Der Tierschutz war in der NS-Zeit auf einem Stand, den es weltweit nicht gab. Sehr viele Nazis waren große Kunstliebhaber? Sehr viele von ihnen waren alles mögliche. Das bedeutet jetzt im Umkehrschluss was? Das alle, die auch nur entfernt mit diesen Dingen sich heute beschäftigen, Nazis sind?

Verfolgt wurden absolut alle Andersdenkenden in der Nazi-Zeit. Das ist ein Fakt und damit sollte man sich beschäftigen. Denn es gibt schon wieder genug Beispiele, wie Andersdenkene zerstört werden. Nein, nicht Internierungslager oder Mord, heute kann man ganz beliebig jeden Andersdenkenden medial hinrichten. Der kriegt, wenn er Pech hat, kein Bein mehr vor das andere.
Bevorzugte Hinrichtungswaffen sind Nazi, Antisemit, Rassist, Ausländerfeind.

Persönlich habe ich mich mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt, als ich alt genug war zu erfahren, dass am 12. 02. 1942 mittags in unserem Heimatort mein Großvater von der SS erschossen wurde. Er hinterließ seine Frau und drei Kinder, eines davon war meine Mutter.
Rafaela ist offline  
Alt 22.09.2016, 19:01   #117
BloodOmen1988
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Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Ja Antikommunismus ist eine Ausrichtung von vielen, zufällig war er auch Bestandteil der NS-Ära. Und weiter, sehr viele Nazis waren ausgesprochene Tierfreunde? Der Tierschutz war in der NS-Zeit auf einem Stand, den es weltweit nicht gab. Sehr viele Nazis waren große Kunstliebhaber? Sehr viele von ihnen waren alles mögliche. Das bedeutet jetzt im Umkehrschluss was? Das alle, die auch nur entfernt mit diesen Dingen sich heute beschäftigen, Nazis sind?
Ich kann nicht sehen, wo irgendjemand das behauptet haben sollte? /Edit: Das Gegenteil ist doch der Fall. Jeder hier hat bisher beteuert, dass ein beliebiger Aspekt nicht ausreicht, um einen anderen als Nazi zu bezeichnen.

Antikommunismus gehört eben wie z.B. Antisemitismus zu den Merkmalen des Nationalsozialismus, ob dir das passt oder nicht. Das wird sich nicht ändern, nur weil es heute überall auf der Welt Antikommunisten gibt, die keine Nazis sind.

Zitat:
Der kriegt, wenn er Pech hat, kein Bein mehr vor das andere.
Bevorzugte Hinrichtungswaffen sind Nazi, Antisemit, Rassist, Ausländerfeind.
Das finde ich doch ein wenig übertrieben, um ehrlich zu sein. Denn die meisten Leute, bei denen solche "Vorwürfe" Konsequenzen haben, sind halt nicht ganz unschuldig daran.

Wenn ich fordere, man solle doch bitte Konzentrationslager wieder eröffnen, um darin Flüchtlinge hinzurichten, brauch ich mich halt nicht wundern, wenn das Konsequenzen hat. Wenn ich Brandsätze auf Flüchtlingsheime werfe, dann auch nicht. Wenn ich in der S-Bahn auf Kinder uriniere, weil die nicht "deutsch" aussehen, auch nicht. Wenn ich behaupte, es gäbe eine zionistische Weltverschwörung und die Juden auszurotten müsste unser erklärtes Ziel sein... Ja, dann muss ich hinterher auch nicht rumheulen, wenn's Ärger gibt.

Ich persönlich kenne niemanden, der irgendwelche sozialen Konsequenzen hätte tragen müssen, nur weil er sich z.B. regierungskritisch oder gegen Flüchtlinge geäußert hat. Das wie ist, wie bei so vielen Dingen, das Entscheidende.

(Und bevor man mir vorwirft, ich würde nur gegen eine "Seite" schießen: Wenn ein Linker ein Auto anzündet, muss er sich m.E. auch nicht wundern, wenn die Polizei ihn dafür dran kriegt. Eigentlich traurig, dass man das dazu sagen muss.)

Was mich ja wirklich extrem an so vielen Menschen ärgert, ist diese völlig Unfähigkeit, einzusehen, dass nicht immer alle anderen an der eigenen Misere Schuld tragen, sondern dass man vielleicht auch selbst etwas falsch gemacht hat.
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BloodOmen1988 ist offline  
Alt 22.09.2016, 19:58   #118
Wilfried Webber
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Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Ich wollt hier nichts mehr schreiben, aber zu diesem Thema muss ich noch was sagen. Die deutsche Wiki ist mittlerweile nicht nur sehr umstritten, innerhalb des Wiki-Teams gibt es große Probleme. Eine kleine Gruppe selbsternannter Admin gibt dort die Richtung vor und an ihnen zerschellt jede Meinung, die nicht der ihren entspricht. Einer der Admin, der das sehr bedauert, hat vor einiger Zeit auf SPON darüber berichtet.
Speziell zu dem Artikel zur Nazidefinition - ich kann das nicht beweisen - gehe ich aber mal davon aus, der wurde von ganz stramm links Stehenden geschrieben. So wird über Wiki politische Meinung manipuliert. Antikommunismus - ein Kriterium zu Nazi. Da wird man in den USA sehr erstaunt sein, denn von Demokraten über Republikaner hassen die Amis den Kommunismus wie der Teufel das Weihwasser. Kommunismus ist eine utopische Ideologie, die keinen Anspruch hat, von allen gemocht zu werden.
Ich denke, du liegst da falsch. Antikommunismus ist nur eines von mehreren Kriterien. Antikommunist allein zu sein macht noch keinen Nazi aus, aber ein Nazi muss - trotz zahlreicher Ähnlichkeiten des Nationalsozialismus zum (real existierenden, sowjetisch geprägten) Kommunismus - zwingend auch Antikommunist sein.
Letztendlich hat sich das, was man unter Nationalsozialismus versteht, im Laufe der Jahre von Hitlers Herrschaft entwickelt und kam nicht per se vordefiniert. Hitler selbst hat sich frühzeitig zum Privateigentum bekannt. Er hat auch keine allgemeinen Enteignungen durchgeführt, sondern nur die rassistisch motivierten bei Juden. Somit kann er also noch als Antikommunist gelten. Andererseits hatten die von ihm eingeführten Vierjahrespläne, die Kollektivierung der Gesellschaft in u. a. RAD, HJ und BDM sowie die Umstellung auf Kriegswirtschaft mit den zahlreichen Neugründungen von Großbetrieben (BUNA-Werke, Kraftwerke, Raffinerien usw.) durchaus realsozialistische Züge. Hitler gilt daher als wirtschaftspolitisch insgesamt gemäßigt und als "weder links noch rechts" im wirtschaftspolitischen Spektrum, siehe diese Grafik.

Zitat:
Seit Jahrzehnten leben die Deutschen Seite an Seite mit Menschen der verschiedensten Nationaliäten in Frieden und Harmonie. Aber wer sich jetzt gegen eine völlig unkontrollierte Zuwanderung wehrfähiger Männer aus Afrika, Arabien oder anderen moslemischen Ländern ausspricht, ist ein Rassist. Wer eine andere Meinung als die Regierungsmannschaft und ein paar Sozialträumer vertritt, ist ein Antidemokrat.
Jo, es ist eine wahre Krankheit.

Zitat:
Also Antikommunismus+Rassismus+Antidemokrat=Nazi
Fehlt nur noch der Antisemit, dann stimmt die Gleichung ja sogar.
Neuerdings liest man allerdings eher die Gleichung: Direktdemokrat = Nazi - ganz nach dem Motto: "Na, wenn das 'Volkes Meinung' ist, dann bin ich lieber dafür, das Volk weiter zu vertreten, anstatt es selbst entscheiden zu lassen." Kommt gern von selbsternannten Demokraten und Antifaschisten.

Zitat:
Eine Gleichung, die etwas über den Bildungsstand in dieser Gesellschaft verrät. Nämlich dass man sich mit der deutschen Geschichte und speziell den Nationalsozialisten wenig bis gar nicht beschäftigt hat.
Ja, und nun will die AfD diese zu geringe Beschäftigung damit noch weiter reduzieren. Mit ihrer antidemokratischen Haltung und ihrer Political Correctness sorgen die Linken dafür, dass genau das schneller kommt, als ihnen lieb ist.
In der DDR hat man übrigens "Hitlerfaschismus" statt Nationalsozialismus gesagt, weil Nationalsozialismus wegen der Nähe zum Sozialismus, noch dazu in einem Land mit einer Nationalen Volksarmee, nicht politisch korrekt war ...

Zitat:
und unser Importschlager Angela wird nicht ewig mehr das Sagen haben. Dann werden wir uns alle hier wundern, warten wir es ab.
Das kann man nur hoffen.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 22.09.2016, 21:09   #119
Susa56
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Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
I Hitler selbst hat sich frühzeitig zum Privateigentum bekannt. Er hat auch keine allgemeinen Enteignungen durchgeführt, sondern nur die rassistisch motivierten bei Juden.
Hier liegts du leider falsch, Wilfried. Ich möchte hier den Obersalzberg bei Berchtesgaden erwähnen. Einst Ansiedlungen von kleinen Bauernhöfen, wurden die dort ansässigen Bauern nach und nach enteignet, damit Hitler und seine Freunde, Göring, Speer, Bormann etc. sich da ihre Domizile errichten konnten.
Die einheimische Bevölkerung seit Generationen hier ansässig wurde vertrieben, anfangs gab es noch Geld für ihre Bauernhöfe, später wurde, wer sich weigerte ein Kaufangebot anzunehmen, einfach verjagt, ich nenne so etwas Enteignung.
Alles bei einem Besuch des Dokumentationszentrums am Obersalzberg sehr anschaulich und ergreifend zu erfahren, wenn Angehörige dieser Familien in Filmen darüber erzählen was Eltern, Großeltern da widerfahren ist. Es waren fast ausschliesslich Bauern, die nichts anderes erlernt hatten als einen Bauernhof zu führen und nicht nur ihrer Heimat, sondern auch ihrer Erwerbsgrundlage beraubt wurden.
Ein äusserst interessantes Buch zu diesem Thema "Die tödliche Utopie", ich habe es mir vor ein paar Jahren bei einer Besichtigung des Obersalzberges einmal gekauft.
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Susa56 ist gerade online  
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Alt 22.09.2016, 21:40   #120
Wilfried Webber
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Gut, der Obersalzberg war eine Ausnahme, diese Ausnahme war jedoch nicht auf volkswirtschaftliche Zwecke zurückzuführen. Es gab insgesamt keine breit angelegten Enteignungen vergleichbar mit denen in der Sowjetunion und später in der DDR, die der Umstellung von Privat- auf Staats-/Kollektivwirtschaft dienten.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 23.09.2016, 00:13   #121
carlfatal
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Ort: die Stadt mit den Hochhäusern
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Alter: 52
Und auch da liegst du falsch, es gab massenweise Enteignungen während der NS-Diktatur. Allein zum Bau der Autobahnen, der gigantischen Industrie- und Rüstungsbetriebe, aber auch für Truppenübungsplätze wurden ganze Regionen enteignet. Entschädigt wurden nur die Betriebe, die groß genug waren. Das nennt man Klassenkampf von oben.
Hitlers Geldgeber waren die Großindustriellen und Großgrundbesitzer Deutschlands, Leute wie Thyssen oder Hugenberg, und Henry Ford war ein so begeisterter Anhänger der NSDAP, daß er sogar in den USA die von Hitlers Deutschland begeisterten Faschisten mit großzügigen Spenden unterstützte. Nebenbei hat er natürlich Fahrzeuge für alle Kriegsparteien herstellen lassen, damit sich das auch lohnte.

Und nebenbei gesagt, hat diese rechte Elite bis heute in Deutschland das Sagen. Die meisten der großen Familien haben vom dritten Reich maßgeblich profitiert, und ihre heutige Macht ist ohne diese Vergangenheit nicht denkbar. Die besitzen inzwischen über 80% des gesamten Vermögens in Deutschland.

Insofern ist es nicht bloß historisch gesehen Unsinn, von einem "linken Mainstream" zu fantasieren. Den hat es noch nie gegeben und er ist qua definitonem auch kaum denkbar.
Die Propagandamaschine von Springer, Burda und Mohn hat zudem ihre Leser voll im Griff, da es kaum Medien abseits gibt, und zusätzlich können diese Familien gerade im Bildungsbereich die Inhalte an Schulen und weitergehenden Instituten maßgeblich mitbestimmen.

Die einst in weitgehend "linken" Händen befindlichen Institute für Sozialwissenschaften (was daran lag, daß Sozialwissenschaften von Linken begründet worden sind), haben längst die Eigner gewechselt, und Volkswirtschaftslehre ist zugunsten von BWL abgebaut worden. All das ist das Gegenteil eines "linken" Mainstreams. Es ist ein knallhart rechter, eine neofaschistische Elite, die das Land unter sich aufteilt, weil sie in der Lage ist, das Proletariat gegeneinander aufzuhetzen, indem sie es in Mittelschicht, Unterschicht und Flüchtlinge unterteilt.

Das war etwas, was die Nazis zum ersten Mal erfolgreich getan haben. DAS war ihre große "gesellschaftliche Leistung". Denn damit waren sie als einzige in der Lage, den weltweit immer stärker werdenden sozialistischen Bewegungen jener Zeit Einhalt zu gebieten.

Deshalb wollte ja auch keiner Krieg gegen sie führen, verteidigten sie doch das Recht auf Eigentum gegen die, die keins hatten und haben. Die USA waren bis zum Schluss vor allem Geldgeber, erst der - inzwischen beweisbar gefakte - Angriff auf Pearl Harbour brachte die ingesamt eher deutschfreundliche Politik zum Einsturz und einen Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten.
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Alt 23.09.2016, 00:21   #122
Taurec
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Zitat:
Die USA waren bis zum Schluss vor allem Geldgeber, erst der - inzwischen beweisbar gefakte - Angriff auf Pearl Harbour brachte die ingesamt eher deutschfreundliche Politik zum Einsturz und einen Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten.
Öhm... Gefaked? Inwiefern? Das die Japaner den USA den Krieg erklärt haben, ist Fakt, und warum sie das taten weiß man ja auch.
Das der Angriff auf PH VOR der eigentlichen Kriegserklärung stattfand, war allerdings von den Japanern nicht geplant.
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Alt 23.09.2016, 00:36   #123
Wilfried Webber
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Wahrscheinlich wird Carl uns auch erklären, dass 9/11 gefaket und ein "inside job" war.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 23.09.2016, 00:38   #124
Taurec
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Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Es ist ja auch nicht so, dass die USA uns den Krieg erklärt hat. Hitler erklärte den USA den Krieg, weil das deutsche Reich und das Kaiserreich Japan Verbündete waren.
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Alt 23.09.2016, 01:21   #125
carlfatal
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Die USA haben sich aus dem Geschehen damals komplett rausgehalten. Der Angriff auf Pearl Harbour war insofern gefaked, als den Japanern ein Hafen voller alter Schiffe angeboten wurde, weil die große Mehrkeit in den USA den Kriegseintritt ablehnte. Man mußte die Japaner geradezu nach Hawaii lotsen, damit sie tun, was sie dann taten.
Nach diesem "Anschlag" kippte die Stimmung, und die USA traten in den Krieg ein. Und die Industrie in den USA hat daran nicht schlecht verdient und damit das Versprechen in die Welt setzen können, daß jeder Arbeiter in den USA ein Haus und ein Auto haben kann. Eine zwar unbezahlbare aber wirksame Bändigungsmethode für den Pöbel, und im Nachhinein zeigt sich inzwischen, daß man den Pöbel umso leichter enteignen kann umso lauter man ihn gegen irgendwen anbrüllen lässt.

Insofern kann man sagen, daß Geschichte schon auch Folgen hat. Wie man die bewertet, ist natürlich jedem selber überlassen. Ich kann allerdings sagen, daß die Habenichtse auf dieser Welt nicht bloß die große Mehrheit stellen sondern auch noch immer beständig mehr werden. Es ist aber endlich soweit, daß alle wissen: es muß so sein. Sonst gehen hier die Fernseher vielleicht schon morgen aus.

Und das wäre tatsächlich der Untergang. Lauter gelangweilte und unzufriedene Deutsche...
carlfatal ist offline  
Alt 23.09.2016, 02:09   #126
Taurec
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Zitat:
Der Angriff auf Pearl Harbour war insofern gefaked, als den Japanern ein Hafen voller alter Schiffe angeboten wurde, weil die große Mehrkeit in den USA den Kriegseintritt ablehnte. Man mußte die Japaner geradezu nach Hawaii lotsen, damit sie tun, was sie dann taten.
Das stimmt so nicht. Der Angriff auf PH wurde von den Japanern schon Monate vorher akribisch geplant. Sogar eine neue Waffe wurde dafür entwickelt, weil herkömmliche Torpedos im Flachwasser des Hafens unbrauchbar waren. Das geschah alles schon lange, bevor die USA diesen Krieg auch nur geahnt haben.
Hinlotsen mussten sie die Japaner auch nicht. Bei einem Überraschungsangriff auf ein derart mächtiges Land wie die USA war PH der einzige wichtige Punkt. Über PH lief die Versorgung ALLER US-Stützpunkte im Pazifik. Es war also reine Logik, dass der Angriff dort ansetzte.
Der temporäre Verlust von PH führte dann auch dazu, dass viele dieser Stützpunkte alsbald den Japanern in die Hände fielen.

Der einzige Punkt, der eine VT stützen kann, ist die Frage: Warum waren keine Träger in den Häfen?
Der Grund ist aber ganz einfach und hat mit VT nichts zu tun. Es sind sogar mehrere:
  • Die Beziehungen zu Japan waren schon seit langer Zeit deutlich unterkühlt. Die japanische aggressive Expansion auf dem asiatischen Festland, sowie die Annexion der westlichen Kolonien waren den USA natürlich nicht gleichgültig.
  • Kurz vor dem Angriff auf PH wusste die USA durch abgefangene Nachrichten sehr wohl, dass etwas "im Busch" war. Sie wussten lediglich nicht wo. Die Entschlüsselung der abgefangenen Nachrichten dauerte zu lange.
  • Die japanische Trägergruppe hielt eiserne Funkstille und andere japanische Seestreitkräfte täuschten eine bevorstehende Invasion auf die Aleuten vor.
Daraus ergab sich:
Kein Land, dass damit rechnen muss, angegriffen zu werden, belässt seine besten Schiffen im Hafen. Die nimmt man natürlich heraus und setzt sie ein. Im Hafen ist ein Kriegsschiff manövrierunfähig und somit wehrlos, das gilt noch mehr für Trägerschiffe.
Die vorgetäuschten Invasionsvorbereitungen auf die Aleuten taten ihr Übriges. NATÜRLICH waren die Träger draußen! Sie standen nämlich genau da, wo sie nach dem Wissenstand der USA hingehörten:
In Reichweite zu den Aleuten.
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Alt 23.09.2016, 11:10   #127
The Wolf
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Die Diskussion über Enteignungen während der Nazizeit und einem "linken Mainstream" ist ja ganz interessant, scheint mir aber nicht zielführend. Trotzdem vielen Dank, es gibt ja sehr zahlreiche Aspekte.

Natürlich kann man (vielleicht?) die Enteignungen während der Nazizeit nicht vergleichen mit der systematischen Zerschlagung des Bauernstandes in der früheren DDR (Stichwort: "Zwangskollektivierung") und der systematischen Zerschlagung eines eigenständigen Bauernstandes in der Sowjetunion unter Stalin in den dreissiger Jahren, der zu Millionen Hungertoten führte und bis heute eine der schwärenden Wunden zwischen Russland und der Ukraine ist. Insofern stimme ich Wilfried zu.
Trotzdem ist es auch während der Nazizeit zu zahlreichen Enteignungen gekommen, nicht nur der Ausplünderung der jüdischgläubigen Deutschen. Das Land für Rüstungsfabriken, Industriekomplexe, Konzentrationslager, Autobahnsysteme usw. fällt nicht vom Himmel, sondern es gehörte jemandem. Wieviele Interessen unter freiheitlich-rechtstaatlichen Bedingungen zu beachten sind, sieht man zur Zeit beim Bau von Stromtrassen für die Energiewende in Bayern und anderswo - jedem Tierchen sein Pläsierchen, bis gar nichts mehr geht.
Es ist allerdings naiv anzunehmen, dass das in einer Diktatur wie die der Nazis ebenso rücksichtsvoll abgegangen sein könnte wie heute. Schließlich gab es ab 1935 bestimmte kriegsvorbereitende Bauvorschriften (Bunkerräume für Zivilisten in jedem Wohnhaus), eine durchorganisierte vorbereitende Kriegswirtschaft, einen "Rüstungsminister", einen "Arbeitsdienst" etc. nicht zu vergessen die architektonischen Pläne zur Errichtung der "Welthauptstadt Germania". In meiner Heimatstadt Berlin sind zur Vorbereitung ganze Straßenzüge und Stadtteile abgerissen worden - heutzutage mit die interessantesten Führungen für Touristen und interessierte Berliner.

Was den "Linken Mainstream" angeht (oder wie immer man das angehen will): Das ist ein äußerst unscharfer Begriff: Was ist heute schon LINKS oder RECHTS?
Im allgemeinen gilt LINKS als fortschrittlich, intelligent, wohlmeinend, human etc. und demgemäß ist RECHTS dann dafür da, die nicht so tollen Begriffe aufnehmen zu müssen, also konservativ, bremsend, dumm, dumpf, inhuman, nicht wohlmeinend...etc. Und wer will schon zur zweiten Gruppe dazugehören, wenn sich dort alles vermeintlich Schlechte angesammelt hat? Dann doch lieber (linke) Lichtgestalt sein, gelle...
Nur: Stimmen die alten Kategorien von Links und Rechts überhaupt noch? Bedeutet Links z.B. automatisch noch fortschrittlich, oder hängen wir hier einem gefühlten Irrglauben an? Heißt Linkssein automatisch humanistisch? Angesichts von HARTZ IV und dem damit verbundenen Terror und der Ausgrenzung gegen Arme durch die zur Zeit linksdominierte Gesellschaft kann man da massive Zweifel haben! Es sind nicht nur stockkonservative, erzreaktionäre Altnazis, die sich an dieser Ausgrenzung beteiligen, es ist vor allem die heutige gut verdienende Mittelschicht mittleren Alters, die entweder wegsieht oder sich an der allgemeinen Hetze beteiligt, also die Leute, die heute GRÜN wählen und sich hip fühlen, die man aber auf Grund ihres Verhaltens als die NEUEN REAKTIONÄREN bezeichnen müsste. Warum kommen die fanatischsten Anhänger für Bundeskanzlerin Merkel wohl heute ausgerechnet von den Grünen, während der deutschen CDU die Leute wegrennen und scharenweise zur AfD gehen?

Ich denke, dass der Begriff vom "Linken Mainstream" nicht sehr scharf ist und zu unterschiedlichen Interpretationen einläd, wie auch die Diskussion im Forum gezeigt hat. Um dieses Phänomen zu beschreiben, gibt es bereits einen allseits bekannten Begriff, und der heißt "POLITICAL CORRECTNESS". PC stammt aus dem amerikanischen Englisch und hatte einmal die ehrenwerte Aufgabe, zum Schutz von Minderheiten beizutragen. Heute wird dieser Begriff geradezu inflationär verwendet und auf buchstäblich alles angewendet, und ganze Scharen von Tugendwächtern fühlen sich berufen, ihre moralinsaure Sicht der Dinge auf buchstäblich die ganze Welt anzuwenden (und sich dabei gut zu fühlen, darum geht es ja, vergessen wir doch nicht den ganz persönlichen Lustgewinn dieser Leutchen). "Political Correctness" hat heute Dimensionen angenommen, die drohen, zu einer echten Gefahr für die Demokratie zu werden. Die Apologeten der PC glauben sich im Recht, ihre Kategorien auf alle anderen Mitmenschen anwenden zu dürfen, weil sie sich dem Glauben hingeben, nur ihre Positionen seien richtig und infolgedessen andere falsch oder weniger wert, "gefährlich" oder sonstwas. Nur unter dieser Betrachtungsweise konnte die politische Atmosphäre im Lande so vergiftet werden, wie sie heute ist, weil die Apologeten der PC sich das Recht meinten herausnehmen zu dürfen, jede ihnen nicht genehme Meinung abzukanzeln und die betreffenden Menschen als "Nazis" diffamieren zu dürfen. Der dadurch angerichtete politische Schaden ist immens und hat Namen: In Deutschland heißt er "AfD/ Alternative für Deutschland"
Political Correctness - im Ansatz gut gemeint, aber heute doch nur der Rechtsnachfolger der "Heiligen Inquisition". Ich will freie Diskussion, keine geistigen Beschränkungen.
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JAMAICA fällt aus? Na gut, dann eben auf in den Zoo! Ich liebe GroKos.....
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Alt 23.09.2016, 15:38   #128
Taurec
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Naja, als linksdominiert würde ich unsere Gesellschaft nicht gerade bezeichnen. Wäre sie linksdominiert, gäbe es Hartz 4 längst nicht mehr.
Unsere Gesellschaft ist weder links, noch rechts, noch mitteldominiert. Sie wird einzig und allein von wirtschaftlichen Interessen dominiert.
Alles andere sind Kindergartenschauplätze, dem Volk hingeworfen, damit sie sich gegenseitig fertigmachen und die Industrie weiterhin die Menschen ausbeuten kann.
Neoliberalismus und Finanzfaschismus sind die Herrscher im Lande, nichts anderes.
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Alt 23.09.2016, 15:45   #129
Wilfried Webber
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Mir ging es ausschließlich um Enteignungen im Rahmen einer Verstaatlichung von Produktionsmitteln und einer bäuerlichen Zwangskollektivierung, also wie in der Sowjetunion, so dass man Hitler hätte bei den Sozialisten einordnen können, was manche Rechte auch tun ("brauner Sozialismus"). Hitler selbst sprach von seinem System als einem "sozialistischen".

Dennoch halte ich dies angesichts des privatkapitalistischen Rückgrats für übertrieben, der NS war allenfalls auf dem Wege zu einer Art Sozialismus. Deswegen stimme ich mit der Einschätzung von politicalcompass überein, dass Hitler und sein System wirtschaftspolitisch weder ausgesprochen links noch ausgesprochen rechts waren.

Dies kann eine Hilfe dabei sein, zu verstehen, warum Neonazis sich seit einigen Jahren gern als "weder links noch rechts" bezeichnen. Sie verwenden möglicherweise diese Einstufung anstatt der klassischen europäischen Einstufung, die wir meinen, wenn wir von links oder rechts sprechen. Daher finde ich auch, dass man mit solchen Selbsteinschätzungen vorsichtig sein sollte.

Die Verwendung von alternativen, teilweise ganz eigenen Definitionen, ist ja im Übrigen ein bekanntes, perfides Mittel von linken und rechten Extremisten. Man kennt es schon von früher: Da war die SBZ war auf einmal "demokratisch" und die BRD "faschistisch".

Heute bezeichnen sich linke Meinungsunterdrücker und Ausgrenzer Andersdenkender als "demokratisch" und "tolerant". Sie sind kein Mainstream im Allgemeinen, aber sie haben Behörden, Universitäten und Medien fest in ihrer Hand. Und im Feminismus ist die Verwendung von persönlichen Eigendefinitionen Teil des Programms ("Definitionsmacht").
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Alt 23.09.2016, 16:17   #130
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Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Unsere Gesellschaft ist weder links, noch rechts, noch mitteldominiert. Sie wird einzig und allein von wirtschaftlichen Interessen dominiert.
In diesem Punkt kann ich dir uneingeschränkt zustimmen, sehe das ganz genau so. Auch die Politiker der etablierten Parteien, sofern sie einmal an der Macht sind, sind allesamt nur Marionetten der großen Witrschaftskonzerne und Banken.
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Alt 23.09.2016, 17:28   #131
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Zitat von Susa56 Beitrag anzeigen
In diesem Punkt kann ich dir uneingeschränkt zustimmen, sehe das ganz genau so. Auch die Politiker der etablierten Parteien, sofern sie einmal an der Macht sind, sind allesamt nur Marionetten der großen Witrschaftskonzerne und Banken.
Aus genau diesem Grund glaube ich Merkel auch nicht mehr, dass ihr "Wir schaffen das" humanitäre Gründe hat. Auf unsere Gesellschaft kommen durch Überalterung und Schrumpfen der Arbeitsgesellschaft soziale Probleme zu, die sich nur durch eine künstliche Verjüngung im Griff halten lassen. Ein Arbeitskräftemangel muss zwingend vermieden werden, denn Arbeitssklaven, die sich ihren Job aussuchen können, stellen Forderungen, und diese Forderungen schmälern die Gewinne der eigentlich Regierenden.
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Alt 23.09.2016, 18:40   #132
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Die Diskussion über Enteignungen während der Nazizeit und einem "linken Mainstream" ist ja ganz interessant, scheint mir aber nicht zielführend.
Gibt es ein Ziel hier im Thread?

Zitat:
Zitat von Wilfried Webber Beitrag anzeigen
Mir ging es ausschließlich um Enteignungen im Rahmen einer Verstaatlichung von Produktionsmitteln und einer bäuerlichen Zwangskollektivierung, also wie in der Sowjetunion, so dass man Hitler hätte bei den Sozialisten einordnen können, was manche Rechte auch tun ("brauner Sozialismus"). Hitler selbst sprach von seinem System als einem "sozialistischen".
Und heute nennen wir unsere Welt liberal und meinen damit nichts, was in der Tradition von Humanismus und Aufklärung stünde. Und wenn sich was verkaufen soll, dann bennent man es am besten positiv. Sozialismus hatte mal eine sehr positive Wirkung auf große Teile der Weltgesellschaft.
Ist doch gut, daß das nicht mehr so ist. Wir leben immerhin im Paradies, zumindestens, wenn man´s mit den Verhältnissen im großen Rest der Welt vergleicht. Und das ist doch ein eindeutiges Zeichen, daß die herrschende Politik die richtige ist. Daß diese Politik enteignet, im großen Stil enteignet, ist auch in Ordnung, sie tut es im Namen von Konzernen, die uns ein Leben ermöglichen, das andere nicht haben. CETA sollte man da in einem sehr positiven Licht sehen.

Apropos 11. September New York: Ich hab keine Ahnung, was du mir da unterstellen willst, aber soweit ich weiß, ist das Gerichtsverfahren nicht beendet, die Wahrheitsfindung durch allerlei Zufälle behindert, und der Wunsch gewisser Kreise, bestimmte Fragen garnicht zuzulassen groß.
Aber vielleicht bist du ja besser informiert als die ermittelnden Beamten und kannst jetzt schon eine endgültige Wahrheit präsentieren. Ich nicht.
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Alt 23.09.2016, 18:59   #133
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Zitat von carlfatal Beitrag anzeigen
Apropos 11. September New York: Ich hab keine Ahnung, was du mir da unterstellen willst, aber soweit ich weiß, ist das Gerichtsverfahren nicht beendet, die Wahrheitsfindung durch allerlei Zufälle behindert, und der Wunsch gewisser Kreise, bestimmte Fragen garnicht zuzulassen groß.
Aber vielleicht bist du ja besser informiert als die ermittelnden Beamten und kannst jetzt schon eine endgültige Wahrheit präsentieren. Ich nicht.
Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit jemals die endgültige Wahrheit erfahren wird, weil genau die, die die Möglichkeit gehabt hätten, diese Aktion als agents provocateurs durchzuziehen, auch alle Möglichkeiten haben, die Beweise dafür zu unterdrücken.

Viel interessanter finde ich, dass so ein Verdacht überhaupt erst aufkommen kann und nicht völlig absurd, sondern plausibel und folgerichtig ist. Er kann weder argumentativ noch moralisch oder ethisch entkräftet werden. Die Profiteure sind tatsächlich skrupellos genug, um über mehr als 3000 Leichen zu gehen.
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Alt 23.09.2016, 19:59   #134
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit jemals die endgültige Wahrheit erfahren wird
Endgültige Wahrheiten sind doch die, die man laut verkündet und die dann lange bleiben. Zumindest solange, bis man eine endgültigere gefunden hat. Die Endgültigste hingegen ist bisher nicht aufgetaucht.

Aber ich sags mal so: Wer Fnords nicht sieht, dem werden sie auch nicht gefährlich.

Eigentlich wollte ich aber nochmal auf folgendes hinweisen:
Deitsch Web TV: Ebbes vun die Butscherei

En wennich ebbes vun die Butscherei Yaahre zerick verzehlt die Verna Dietrich vun Dietrich Meats in Krumsville, en glee Schtettel neegscht zu Kutztown (PA). In seller Schtor kennt dihr noch die deitsch Mudderschprooch yuuse fer Fleesch un Wascht kaafe. Sell iss ebbes Abbadiches, gell!

Das ist Pennsylvania-Deitsch. Den Artikel und das dazugehörige Video, aber auch weiteres könnt ihr bei Hiwwe wie Driwwe nachlesen. Hintergrund dafür sind bis heute die von hier vertriebenen sogenannten Wiedertäufer, also Hutterer, Mennoniten und nicht zuletzt die Amischen. Viel Spaß bei der Lektüre!
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Alt 23.09.2016, 20:21   #135
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Die Profiteure sind tatsächlich skrupellos genug, um über mehr als 3000 Leichen zu gehen.
Warum sollten sie auch nicht? Sie sind ja auch skrupellos genug, Kriege anzuzetteln und die Bevölkerungen von 3. Welt Staaten auszubeuten. Was interessieren da schon 3.000 Menschen vom Fußvolk, die da eben mal sterben?
Ich hoffe ja, dass das nur eine VT ist, aber zutrauen würde ichs denen durchaus.
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Alt 23.09.2016, 21:47   #136
sims-2-spieler
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Zitat von carlfatal Beitrag anzeigen
Endgültige Wahrheiten sind doch die, die man laut verkündet und die dann lange bleiben. Zumindest solange, bis man eine endgültigere gefunden hat. Die Endgültigste hingegen ist bisher nicht aufgetaucht.
Es gibt durchaus Wahrheiten, die ich zu glauben bereit bin, wenn sie in sich schlüssig und plausibel sind und vor allem der Verbreiter kein Interesse an einer Lüge hat. Hier liegt aber auf der Hand, wer den größten Vorteil davon hat, und zwar einen viel größeren als die angeblichen Täter.

Das ist in Deutschland kein bisschen anders. Wer ernsthaft glaubt, bei der immer umfassenderen Überwachung durch Vorratsdatenspeicherung, Videokameras, intelligente Stromzähler usw., der Forderung nach immer mehr Rechten für Polizei und Geheimdienste, sogar nach Einsätzen der Bundeswehr im Inneren ginge es gegen Terrorismus und Kinderpornografie, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Früher ist das Volk mit Fackeln und Mistgabeln losgezogen und hat die Ausbeuter an den nächsten Baum gehängt oder auch mal aus dem Fenster geworfen, wenn sie es übertrieben haben. In ein paar Jahren geht das nicht mehr, weil jeder aufkeimende Widerstand schon im Keim erstickt wird, noch bevor das Volk überhaupt merkt, dass es mal wieder Zeit für die Fackeln und Mistgabeln ist.

Zitat:
Eigentlich wollte ich aber nochmal auf folgendes hinweisen:
Deitsch Web TV: Ebbes vun die Butscherei

En wennich ebbes vun die Butscherei Yaahre zerick verzehlt die Verna Dietrich vun Dietrich Meats in Krumsville, en glee Schtettel neegscht zu Kutztown (PA). In seller Schtor kennt dihr noch die deitsch Mudderschprooch yuuse fer Fleesch un Wascht kaafe. Sell iss ebbes Abbadiches, gell!
Das muss ich zwar mehrfach lesen, um den Sinn zu erfassen, aber das liegt zum einen daran, dass mir der Pfälzer Dialekt nicht gerade geläufig ist, und zum anderen muss ich das bei manchen Forentexten, die angeblich modernes Hochdeutsch sein sollen, ebenfalls.
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Alt 23.09.2016, 22:21   #137
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
In ein paar Jahren geht das nicht mehr, weil jeder aufkeimende Widerstand schon im Keim erstickt wird, noch bevor das Volk überhaupt merkt, dass es mal wieder Zeit für die Fackeln und Mistgabeln ist.
Mistgabeln dürften derzeit ein wahrer Verkaufsschlager sein.
Wilfried Webber ist offline  
Alt 24.09.2016, 00:46   #138
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Das muss ich zwar mehrfach lesen, um den Sinn zu erfassen, aber das liegt zum einen daran, dass mir der Pfälzer Dialekt nicht gerade geläufig ist, und zum anderen muss ich das bei manchen Forentexten, die angeblich modernes Hochdeutsch sein sollen, ebenfalls.
Naja, es ist ein schönes Beispiel, wohin sich Sprache entwickeln kann. Ich finde das sehr spannend, vor allem, weil da offensichtlich ganz andere Fremdwörter Einzug gehalten haben als bei uns. Und natürlich auch, weil der Ursprung dieser Sprache hier schon lange verschwunden ist, pfälzisch nur noch in Andeutung gesprochen wird.
Außerdem sind im Pennsylvania-Deitsch auch so einige Ausdrücke aus dem Allemannischen zu finden, die der Schweizer Herkunft einiger Mennoniten geschuldet sind.
Deutsch als Sprache gibt es dank Herrn Duden, und dieser Dank von meiner Seite ist durchaus ehrlich gemeint. Wir können inzwischen miteinander kommunizieren, ob wir aus Köln kommen, aus Rostock oder München. Das war vor noch 150 Jahren nicht möglich.

Oh, und natürlich zeigt sich bei Forentexten das "Problem", daß Bildung derzeit für überflüssig gehalten wird, wo sie nicht verwertbar ist. Daß Bildung prinzipiell wenig mit Verwertbarkeit zu tun hat, sie eher behindert, mag Grund für diese sehr moderne Haltung sein. Es geht auch ohne, das ist mal sicher.
carlfatal ist offline  
Alt 24.09.2016, 02:18   #139
sims-2-spieler
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Naja, es ist ein schönes Beispiel, wohin sich Sprache entwickeln kann. Ich finde das sehr spannend, vor allem, weil da offensichtlich ganz andere Fremdwörter Einzug gehalten haben als bei uns.
Ja, "Butscherei" finde ich gut, und "die deitsch Mudderschprooch yuuse" ist eigentlich einen Lacher wert. Da ich aber recht gut englisch spreche, weiß ich nicht mal, ob mir sowas gleich auffallen würde, wenn sich jemand in dieser Sprache mit mir unterhalten würde. Bei Karl May kamen auch immer wieder Deutschamerikaner vor, die Lehnwörter aus dem Englischen benutzten, teilweise auch deutsche Wörter in der englischen Bedeutung: "Ich gleiche das gar nicht, wenn jemand seinen Kneif zieht."

Zitat:
Außerdem sind im Pennsylvania-Deitsch auch so einige Ausdrücke aus dem Allemannischen zu finden, die der Schweizer Herkunft einiger Mennoniten geschuldet sind.
Das bleibt nicht aus, wenn Sprachgemeinschaften andersprachige Sprecher integrieren oder in engem Kontakt mit anderen Sprachen stehen. Unser Hochdeutsch ist auch voll von römischen und keltischen Wörtern, die z.B. in den nordischen Sprachen mangels Kontakt komplett fehlen. Vom Sorbischen und Tschechischen habe ich zwar keine Ahnung, aber ich vermute, dass durch den langen Kontakt auch da etliche deutsche Lehnwörter gebräuchlich sind.

Zitat:
Deutsch als Sprache gibt es dank Herrn Duden, und dieser Dank von meiner Seite ist durchaus ehrlich gemeint. Wir können inzwischen miteinander kommunizieren, ob wir aus Köln kommen, aus Rostock oder München. Das war vor noch 150 Jahren nicht möglich.
Sicher ging das, vielleicht etwas holprig, aber es ging. Das unterschied die "Diutiscen" ja gerade von den Welschen und Wendischen.

Duden ging es eigentlich gar nicht um die gesprochene Sprache, sondern um eine einheitliche und missverständnisfreie Schreibung. Er hat sich dabei zwar an der preußischen Kanzleisprache orientiert, aber dieser "Dialekt" wurde eigentlich außer zwischen preußischen Beamten nirgendwo wirklich gesprochen. Den Preußen blieb bei der großen Ausdehnung ihres Gebiets gar nichts anderes übrig, wenn Rheinländer, Friesen, Niedersachsen, Mecklenburger, Brandenburger und "echte" Preußen an einem Tisch nationale Probleme lösen sollten.

Dass diese Schriftsprache die gesprochenen Dialekte beeinflusste, kam erst viel später, in vielen Regionen erst nach dem Krieg.
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Alt 24.09.2016, 08:30   #140
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Danke für den Link, carl! Ich finde es immer unheimlich spannend zu sehen, welche Wege Sprache mitunter geht.

Zitat:
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Das bleibt nicht aus, wenn Sprachgemeinschaften andersprachige Sprecher integrieren oder in engem Kontakt mit anderen Sprachen stehen. Unser Hochdeutsch ist auch voll von römischen und keltischen Wörtern, die z.B. in den nordischen Sprachen mangels Kontakt komplett fehlen.
Im Altnordischen gibt es lateinische Lehnwörter, z.B. vín von lat. vinum, auch øyrir ist evtl. eine lateinische Entlehnung (lat. aureus). Das sind Wörter, die vmtl. über andere germanische Sprachen ins Urnordische entlehnt worden sind. Sie mögen nicht zahlreich sein, aber sie fehlen nicht völlig. (Nachzulesen u.a. bei Seip, Didrik: Norwegische Sprachgeschichte, Berlin/New York 1971 (Grundriss der germanischen Philologie 19).)
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BloodOmen1988 ist offline  
Alt 24.09.2016, 11:13   #141
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Bei Karl May kamen auch immer wieder Deutschamerikaner vor, die Lehnwörter aus dem Englischen benutzten, teilweise auch deutsche Wörter in der englischen Bedeutung: "Ich gleiche das gar nicht, wenn jemand seinen Kneif zieht."
Ich bin zwar bekennender Karl May Fan, aber siehste - darauf hab ich nie richtig geachtet. Das Ganze ist in den USA ohnehin sehr spannend gewesen, weil z.B. Pennsylvania und einige Teile Ohios fast rein deutschsprachig waren.
Erhalten hat sich aber eben nur dieser eine Dialekt, weil seine SprecherInnen Menschen waren und sind, die sich bis heute nicht in die sie umgebende Gesellschaft integrieren. Die weniger rigorosen Nachkommen von Wiedertäufern sprechen natürlich längst auch amerikanisches Englisch.


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Duden ging es eigentlich gar nicht um die gesprochene Sprache, sondern um eine einheitliche und missverständnisfreie Schreibung.
Und genau dadurch hat Duden den Tod der Dialektsprache ungewollt mit herbeigeführt. Das Dumme an Schriftsprache ist, daß sie normiert, und daß man das nicht verhindern kann. Sicherlich konnten Menschen auch früher über Dialektgrenzen hinweg kommunizieren, das geht ja sogar, wenn man vollkommen unterschiedliche Sprachen spricht, aber es wurde doch einfacher, als es eine für alle verbindliche Schreibweise gab. Immerhin kommunizieren moderne Menschen weitaus mehr schriftlich als das noch vor einigen hundert Jahren üblich war.

Daß Duden mit seiner Arbeit zum Aussterben der deutschen Dialekte mit beigetragen hat, war ihm wahrscheinlich selbst nicht klar, bzw. wurden Dialekte früher ja auch gerne belächelt, weil sie als unmodern galten und dem Nationalgeist des 19. und 20. Jahrhunderts zuwiderliefen.

Wie schlimm das mit der Normierung werden kann, hat mal ein Russe nachgewiesen, ich komme leider nicht auf den Namen. Der hatte im Ural Geschichten gesammelt, die dort als mündliche Prosa verbreitet waren. Der Erfolg seiner Arbeit war, daß nur wenige Jahre später einzig die Versionen der Geschichten erzählt wurden, die er selbst in sein Buch aufgenommen hatte. Der Grund: die Leute im Ural haben das Buch gekauft und ihre Erzählkultur schlief ein...

Bei den Amischen passiert ähnliches, seit sie vermehrt zu schreiben begonnen haben (Amische Prosa ist in den USA seit ein paar Jahren schwer beliebt). Auch da gibt es inzwischen Normierungen, die aber, weil ausschließlich innerhalb einer sehr homogenen Gruppe stattfindend, den Dialekt als solchen nicht zerstören, ihn aber auch beschränken auf allgemeinere Formen. Denn ob man juusen schreibt oder yuusen, macht doch einen Unterschied.

@Bloody,
eben, eben! Ich bin halt irgendwann über die Wiedertäufer in den USA gestolpert, und seither vollkommen fasziniert von diesen Leuten und ihrer Kultur. Inzwischen gibt es in der Pfalz sogar ein Institut, daß sich mit der Geschichte und der Lebenswelt dieser von dort vertriebenen Menschen beschäftigt. Einen Link dorthin findet man übrigens auch in dieser letzten deutschsprachigen Zeitung der USA, aus der ich zitiert habe.
carlfatal ist offline  
Alt 24.09.2016, 14:51   #142
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Daß Duden mit seiner Arbeit zum Aussterben der deutschen Dialekte mit beigetragen hat, war ihm wahrscheinlich selbst nicht klar, bzw. wurden Dialekte früher ja auch gerne belächelt, weil sie als unmodern galten und dem Nationalgeist des 19. und 20. Jahrhunderts zuwiderliefen.
Er war Lehrer und hatte Probleme bei der Notengebung weil er vier verschiedene Fassungen als richtig Bewerten musste, obwohl sie eigentlich falsch sind...
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Alt 24.09.2016, 17:02   #143
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Zitat von BloodOmen1988 Beitrag anzeigen
Im Altnordischen gibt es lateinische Lehnwörter, z.B. vín von lat. vinum, auch øyrir ist evtl. eine lateinische Entlehnung (lat. aureus). Das sind Wörter, die vmtl. über andere germanische Sprachen ins Urnordische entlehnt worden sind. Sie mögen nicht zahlreich sein, aber sie fehlen nicht völlig. (Nachzulesen u.a. bei Seip, Didrik: Norwegische Sprachgeschichte, Berlin/New York 1971 (Grundriss der germanischen Philologie 19).)
Ja, das "völlig" war übertrieben. Indirekten Kontakt über die Germanen hatten die Nordgermanen natürlich trotzdem. Außerdem hat im Mittelalter die Hansesprache Niederdeutsch die nordischen Sprachen deutlich beeinflusst. Die Hanse hat sich nicht mit lokalen Dialekten aufgehalten. Entweder man sprach ihre Sprache oder man gehörte nicht dazu, und nicht dazuzugehören konnte die Existenz kosten.

Außerdem muss man als Etymologe aufpassen, wenn man Schlüsse aus Gemeinsamkeiten zwischen zwei Sprachen zieht, die zur selben Sprachfamilie gehören, hier indogermanisch. Wenn sich Sprachen aus einer gemeinsamen Wurzel entwickeln, sind Ähnlichkeiten bei sehr alten Begriffen völlig normal und sogar zu erwarten. Lehnwörter entwickeln sich meist, wenn es in der jüngeren Sprache keinen entsprechenden Begriff gibt. So war den Germanen z.B. die Idee, die Löcher in den Wänden mit auf Rahmen gespannten sehr dünn geschnitten lichtdurchlässigen Tierhäuten zu verschließen, fenestra genannt, völlig neu. Sie kannten bis dahin nur offene, gegen Durchzug mit Fellen verhängte "Windaugen".

Früher war es auch üblich, Flussnamen mit der Wurzel "rhin-" auf das keltische "rinnen, fließen" zurückzuführen. Es gibt aber auch viele Flussnamen mit dieser Wurzel in Gebieten, in denen nie Kelten waren, wohl aber andere Sprecher mit indogermanischen Wurzeln.
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Alt 26.09.2016, 10:52   #144
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Ist das nicht traurig? Die SPD Delegierten stimmen dank ihres Paten Siggi die Qualle Gabriel für CETA und "gewinnen" in Berlin mit etwas über 21 Prozent.

Und das ist nichtmal Realitätsverlust, denn offensichtlich braucht es Wähler ja garnicht mehr, wenn man nur genügend korrupte Speichellecker in der Partei hat, die alles absegnen, was ihnen vielleicht mal ein Mandat einbringen könnte.

Sehr empfehlenswert: Lutz Vanderhorst beim Delegiertentreffen, HeuteShow vom Freitag.
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Alt 26.09.2016, 11:16   #145
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Das Bundesverfassungsgericht will wohl am 12./13. Oktober über die Eilanträge gegen das vorläufige Inkrafttreten entscheiden.
Allgemein wird aber wohl leider davon ausgegangen, dass die Eilanträge keinen Erfolg haben, wenn CETA als gemischtes Abkommen behandelt wird und noch strittige Punkte - wie der Investorenschutz - nicht vorläufig angewandt werden.

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Die SPD hat sich für mich für alle Zeit als wählbare Partei ins Aus geschossen durch ihren Beschluss für CETA und Gabriel als möglicher Kanzlerkandidat ebenso.
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Alt 26.09.2016, 19:37   #147
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Ist das nicht traurig? Die SPD Delegierten stimmen dank ihres Paten Siggi die Qualle Gabriel für CETA und "gewinnen" in Berlin mit etwas über 21 Prozent.

Und das ist nichtmal Realitätsverlust, denn offensichtlich braucht es Wähler ja garnicht mehr, wenn man nur genügend korrupte Speichellecker in der Partei hat, die alles absegnen, was ihnen vielleicht mal ein Mandat einbringen könnte.

Sehr empfehlenswert: Lutz Vanderhorst beim Delegiertentreffen, HeuteShow vom Freitag.

Danke für diesen Hinweis!

"Siggi die Qualle" ist auch gut! Bei uns in Berlin heißt Sigmar Gabriel nur "Red Null" - ein Berliner Kabarett hatte vor zwei Jahren ein entsprechendes Programm und alle U-Bahnhöfe waren entsprechend plakatiert. Es gab viel Gelächter und Schmunzeln bei Einheimischen und Touristen.

Was TTIP und CETA angeht: Es ist ja noch viel schlimmer! Es ist ja erst eine Woche her, dass in vielen deutschen Städten dagegen protestiert wurde, und ich gehe mal davon aus, dass die alle gut besucht waren. Ich schätze mal, 500 000 Leute waren auf der Straße. Ein Jahr zuvor gab es nur eine Demonstration in Berlin, und da kamen völlig überraschend ca. 300 000 Leute, die größte Demo seit 20 Jahren. Da sind den Politikern fast die Augen rausgefallen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zustimmung für CETA seitdem gewachsen ist.
Was ist in die SPD gefahren, einige Tage nach einer solchen großen Demonstration - ganz abgesehen von zahlreichen Klagen und einer Großpetition auf change.org - genau eben dieses zu beschließen? Und dann wundern sich Gabriel und Genossen darüber, dass ihnen der Wähler bei jeder Wahl eine Klatsche gibt wie erst neulich in Berlin?

21% SPD in Berlin - das schlechteste Ergebnis seit Kriegsende, ebenso für Muttis CDU. Die SPD unter Ernst Reuter in den Fünfzigern und Willy Brandt in den Sechzigern hatte mal über 60%...... Und bei solchen heutigen Ergebnissen bläst Sigmar Gabriel noch die Backen auf und feiert sich als Sieger wie vor wenigen Wochen in Mec-Pom? In welcher Welt lebt der?

Ich wünsche mir für die Bundesrepublik Deutschland einen Politikwechsel für 2017. Meine Wunschkoalition: Rot-Rot-Grün - nur wer soll die anführen? Vielleicht Sigmar Gabriel als Vertreter der größten Partei? Red Null - eine Horrorvorstellung! Da können wir auch Mutti behalten. Arme SPD - ihr kriegts einfach nicht gebacken.
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Alt 26.09.2016, 21:18   #148
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Für mich ist die SPD schon seit der Hartz 4 Einführung unwählbar. Die CDU und FDP schon immer. Ich such mir dann immer ne Kleinpartei.

EDIT:
Wenn der Taurec wählen geht:
Zubehör: Dartpfeil und ein Reißnagel.
Ausführung:
Streichung der Parteien, die ich nicht haben will, danach aufhängen mittels der Reißzwecke und anschließend den Dartpfeil werfen. Die Partei, die getroffen wird, wird gewählt, außer es ist eine gestrichene. Trifft der Dartpfeil nichts, oder landet genau auf einer Trennlinie zwischen zwei Parteien, wird der Stimmzettel ungültig gemacht.
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Gewidmet meiner besten Freundin
Taurecs Geschichtensammlung
Geld regiert die Welt, aber ich regiere MEIN Geld - Ethikbanken. DU kannst das auch.

Geändert von Taurec (26.09.2016 um 21:21 Uhr)
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Alt 27.09.2016, 10:59   #149
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Ich wünsche mir für die Bundesrepublik Deutschland einen Politikwechsel für 2017. Meine Wunschkoalition: Rot-Rot-Grün - nur wer soll die anführen? Vielleicht Sigmar Gabriel als Vertreter der größten Partei? Red Null - eine Horrorvorstellung! Da können wir auch Mutti behalten. Arme SPD - ihr kriegts einfach nicht gebacken.
Rot-Rot-Grün momentan auch meine Wunschkoalition, allerdings will ich ebenfalls den Gabriel nicht als Kanzler.
Ich warte ab, wer jeweils Kanzlerkandidat bei CDU und SPD wird, mal schauen was sich da noch tut , evtl. könnte man dann die SPD nochmal wählen, denn ich vermute stark, dass sich CDU und SPD doch wieder auf eine große Koalition einschiessen. Furchtbares Szenario!
Mein Wahlfavorit momentan die Linken, sie sagen mir noch am meisten zu(nachdem ich so viele Jahre SPD Anhänger war).
Uh das gibt zuhause wieder herrliche Diskussionen, zum Ausgleich gehen wir vier dann am Wahltag schön essen um unser wieder miteinander zu versöhnen, wir wählen ja jeder ganz unterschiedlich.
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Alt 27.09.2016, 17:45   #150
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Rot-rot-grün ist zwar die einzige praktikable Alternative, aber für besser halte ich sie auch nicht. In der SPD ist ab der Schröder-Ära der dreckigste Abschaum nach oben gespült worden. Weder sind die Ziele sozial noch einer der Spitzenpolitiker integer, kompetent und konsequent. Leute wie Brandt, Schmid, Wehner oder als Letzter Lafontaine sucht man da inzwischen vergeblich. Die gibt es sicherlich noch an der Basis, aber die Seilschaft oben verhindert, dass sie auf Bundesebene etwas bewirken können.

Die Grünen haben ihre Kernziele schon vor Jahren für einen kleinen Zipfel Macht verraten. Sorry, aber als Grüner für Kriegseinsätze und für Umweltzerstörung zu stimmen geht gar nicht. Wenn man sowas als kleiner Koalitionspartner schon nicht verhindern kann, enthält man sich und verrät nicht die eigenen Ziele und Wähler, indem für das genau Gegenteil von dem stimmt, für was die Partei steht und ihren Auftrag vom Wähler hat.

Den Linken werfe ich zwar nicht ihre SED-Vergangenheit vor, aber für realistisch halte ich einen großen Teil ihrer Forderungen auch nicht. Immerhin haben sie aber bisher noch die meisten integren und noch nicht korrumpierten Leute an ihrer Spitze. Ich fürchte aber, dass sich das ganz schnell ändern wird, wenn sie sich als kleiner Partner mit dem Dreckshaufen in der SPD zusammenraufen müssen.

Und die AfD? Die ist keine Alternative für irgendwas, sondern gehört schnellstmöglich im Klo der Geschichte runtergespült. Vollständig und rückstandsfrei.
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