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Alt 12.07.2017, 10:25   #8051
Dantes
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Die Singa Shangnesische Föderation Ajin und der Staat Kanon geben bekannt


In der Botschaft des Staates Kanon in Bendar ist es in den vergangenen Stunden zu einer Zusammenkunft des Präsidenten der Singa Shangnesischen Föderation Ajin (kurz SSFA), Lelouch vi Bijstantin, mit Vertretern der kanonischen Regierung, darunter sowohl Außenminister Hiromi Daiku als auch Premierminister Hiroshi Yamamoto, gekommen. Im Rahmen dieser Zusammenkunft wurde über das weitere Vorgehen im entbrannten Krieg, der von Seiten des Freistaates Eldorado sowie der Republik Welanja auf dem ajinischen Territorium begonnen worden ist, beraten. Nach Unterredung mit den beteiligten kanonischen Regierungsvertretern hat sich der Präsident der SSFA, ob der Notverordnungen im Zuge der Parlamentsauflösung nun Staats- und Regierungschef, entschlossen, seine Zustimmung zu einer sofortigen, bedingungslosen Kapitulation gegenüber den genannten Staaten abzugeben. Die Situation, die mittlerweile im Land herrscht, vor Augen, hat sich Lelouch vi Bijstantin zu einer kurzen Stellungnahme bezüglich der Kapitulation und der Zukunft der SSFA bewegt.

Zitat:
Meine Damen und Herren, genug ist genug. Wenn die staatliche Ordnung zerfällt, die demokratischen Institutionen sich auflösen oder gegenseitig bekämpfen und sogar mein eigenes Leben in akuter Gefahr steht, dann ist ein Zustand erreicht, ab dem ein Festhalten am bisherigen Kurs nicht mehr zu verantworten ist. Ich habe mich entschlossen, nicht weiter zulassen zu wollen, dass die Singa Shangnesische Föderation Ajin sich auf ihren Untergang zubewegt. Der Schritt der Kapitulation ist nicht als Akt der Schwäche aufzufassen. Vielmehr soll er dazu dienen, dem Volk unseres Staates ein friedliches und behütetes Überleben zu garantieren. Es wird nun einen Neuanfang geben. Dieser Neuanfang wird einige Zeit brauchen, er wird von außen unterstützt werden und er wird womöglich viele Strukturen der SSFA, wie wir sie heute kennen, verändern. Doch ich bin zuversichtlich, dass der Neuanfang glücken und unsere Nation auf fröhliche, glückliche und vor allem friedliche Tage blicken wird, die kommen werden.
Nach der Zustimmung von Präsident Lelouch vi Bijstantin werden die Vertreter des Freistaates Eldorado und der Republik Welanja in Bendar erwartet, um die Unterzeichnung der offiziellen Kapitulationsurkunde einleiten zu können. Nach der anschließenden Unterzeichnung des bereits von den genannten Staaten vorgefertigten Friedensvertrages wird in wenigen Tagen des Prozess der Neuordnung und Stabilisierung der SSFA beginnen. Während Präsident Lelouch vi Bijstantin seine bestmögliche Unterstützung zugesichert hat, um diese Prozesse nachhaltig erfolgreich verlaufen zu lassen, hat auch die kanonische Regierung um Premierminister Hiroshi Yamamoto angekündigt, falls erwünscht als regionaler Anrainer im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfe und Tatkraft beim Prozess der Neustrukturierung der SSFA anzubieten. Da die bereits in Bendar anwesenden kanonischen Regierungsmitglieder beabsichtigen, bei der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde ebenfalls anwesend zu sein, ist geplant, im Rahmen dieser Zusammenkunft mit den designierten Siegermächten Gespräche über das weitere Vorgehen mit und um die Singa Shangnesische Föderation Ajin zu führen.

Dies ist eine offizielle Bekanntmachung der Singa Shangnesischen Föderation Ajin und des Staates Kanon.
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Alt 12.07.2017, 12:19   #8052
Fluggi
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Mein Nachbar, der Kriegstreiber
Der Konflikt zwischen Welanja und der SS-Föderation Ajin ist nun vollständig eskaliert. Welanja ist gemeinsam mit Eldorado, das schon seit Jahren darauf pocht, Ajin möge doch bitte den Friedens- und Knebelvertrag einhalten, den Ajin mit Eldorado und [wer auch immer das war] geschlossen hatte.

König Saparmyrat I. erklärte, er sei zwar vom akuten Vorgehen dieser beiden Staaten nicht überzeugt, stünde inhaltlich jedoch voll auf Seiten Welanjas - wie schon seit Anbeginn der Spannungen.

Indes lobte er das Vorgehen Polyessias. "In Dhaka hat man erkannt, dass es für die Nation einem Suizidkommando gleichkäme, im Rahmen der DU Ajin militärisch beizustehen. Stattdessen redet sich die Regierung einen eigenen Verteidigungsfall gegenüber Welanja herbei, um diesem nachkommen zu können und so den Krieg, den Ajin bereits sicher verloren hat, nicht weiter eskalieren lassen zu müssen."

Des Weiteren erklärte der König die Teilmobilisierung der flugghischen Truppen. Dies diene zum Einen als Hilfe für Polyessia, die Verteidigung der eigenen Grenze zu rechtfertigen; zum Anderen könne man nicht absehen, wie sich der Konflikt entwickle - insbesondere sei es unmöglich, die Reaktion des Rests der DU einzuschätzen.
Auch sei der Übungswert dieser Teilmobilisierung nicht zu unterschätzen.
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Chiquitita!

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Alt 12.07.2017, 20:28   #8053
Islanzadi
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Zitat:
Vertrag von Bendar

Artikel 1: Schuld und Reparation
  • Die Singa Shangnesische Föderation Ajin erkennt an, dass sie, als alleiniger Verursacher des Konflikts, die Schuld an diesem trägt.
  • Die Siegermächte verzichten auf jegliche Form von Reparationszahlungen.
Artikel 2: Staat, Gesellschaft und Regierung
  • Die Singa Shangnesische Föderation Ajin wird in Föderation Ajin/Ajin Föderation (Kurz Ajin) umbenannt.
    o Ajin erkennt das Zumanische Reich als politischen Nachfolger Singa Shangs an.
    o Ajin gibt jeglichen Anspruch auf das ehemalige Gebiet Singa Shangs auf.
    o Ajin verzichtet auf die alleinige Deutungshoheit über die singa shangnesische Kultur und Geschichte.
    o Ajin erkennt an, dass die singa shangnesische Geschichte viele Staaten und Kulturen hervorbrachte und man sich das Erbe der singa shangnesischen Kultur mit diesen teilt.
    o Der Staat Ajin, Unternehmen, Organisationen etc. verzichten auf die Nutzung des Namens Singa Shang in jeglicher Ausführung
  • Die Regierung Ajins wird aufgelöst.
    o Eine Übergangsregierung aus Experten, Volksvertretern, Interessengruppen und Siegermächten wird eingesetzt.
    o Bestehende Parteien werden aufgelöst.
  • Die Verfassung der SSFA wird abgeschafft.
    o Die Übergangsregierung arbeitet gemeinsam mit den Vereinten Nationen, vertreten durch Kanon, eine neue Verfassung für Ajin aus.
    o Die neue Verfassung garantiert die Menschenrechte, die Gewaltenteilung innerhalb eines Demokratischen Systems und die Neutralität Ajins.
    o Die neue Verfassung klärt die Frage nach Neuwahlen und des zukünftigen politischen Systems Ajins.
  • Internationale Wirtschaftsprüfer und Statistiker evaluieren den aktuellen Stand der Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung in Ajin. Falsche Zahlen werden angepasst.
  • Die Mitgliedschaft im Wirtschaftskooperationsbund wird von der neu gewählten Regierung auf ihre Notwendigkeit überprüft.
Artikel 3: Militär und Verteidigungspolitik
  • Ajin wird durch seine neue Verfassung zu politischer Neutralität verpflichtet.
    o Ajin kann keinen Krieg erklären.
  • Die Streitkräfte Ajins werden aufgelöst.
    o Ausrüstung der ehemaligen Streitkräfte (20MS) wird vernichtet.
    o Eine Remilitarisierung Ajins ist ausgeschlossen.
  • Ajin verliert durch die Neutralität die Option bi- oder multilateralen Verteidigungsverträgen beizutreten.
    o Ajin verlässt die Defence Union
    o Alle Einrichtungen der Defence Union in Ajin werden geschlossen.
    o Der Betrieb militärischer Stützpunkte in Ajin ist untersagt.
Artikel 4: Wiedervereinigung
  • Ajin gibt seine Ansprüche auf die, durch Zumanien besetzten Gebiete auf.
  • Ajin verzichtet auf Schuldzuweisungen gegen das Zumanische Reich und die Union Sozialistischer Republiken.
  • Die Siegermächte unterstützen Ajins Wunsch nach einer Wiedervereinigung.
  • Gespräche zur Wiedervereinigung müssen durch das Zumanische Reich initiiert werden.
    o Aufforderungen zur Wiedervereinigung durch Ajin werden nicht getätigt.
  • Ajin unterlässt jegliche Handlungen, welche eine Wiedervereinigung weiter erschweren.

Unterzeichner

Liam O'Hare
Premierminister des Freistaats Eldorado

Kyle L. Martin
Präsident der Republik Welanja

Vladimir V.
König von Astana

Hiroshi Yamamoto
Premierminister von Kanon

Lelouch vi Bijstantin
Scheidender Präsident der Singa Shangnesischen Föderation Ajin
(Sim-Off: Artikel 3 wird nicht auf neue Spieler übrtragen)
__________________
그리운 마음 담아 명현수가.
Republik Welanja - Simocracy || tumblr
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Alt 12.07.2017, 23:36   #8054
Fluggi
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Scheitern der Defense Union
Mit Erstaunen, aber auch Erleichterung verfolgte man in Flugghingen, wie die Defence Union, ein militärisches Verteidigungsbündnis, eines ihrer Mitglieder im Stich ließ. So trafen die Mitglieder zwar die besonnene Entscheidung, den Konflikt nicht zu einem blutigen Weltkrieg ausarten zu lassen, gestanden jedoch gleichzeitig das Versagen ihres Bündnisses, dessen primärer Existenzgrund die militärische Verteidigung und Absicherung ihrer Mitglieder ist, ein.

Formelle Einladung an Polyessia zum Staatstreffen
Im Lichte der jüngsten Ereignisse, die die politischen Verhältnisse in Südasien stark beeinflussen, lud König Saparmyrat I. eine polyessische Delegation nach Samarkand ein, um über die Zukunft der Region zu beraten und wichtige diplomatische Bande zu knüpfen.
__________________
Chiquitita!

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Alt 15.07.2017, 19:21   #8055
Onex_95
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Bolivarische Föderation
Federación de Bolivaria



Gründung des Trirats

Bolivarien begrüsst die Gründung des Rates der Südamerikanischen Nationen zwischen Macronien und Sowekien. Man sieht dies als historischen Schritt der politischen Annäherung früher zusammengehörenden Staaten an. Besonders im Norden Südamerikas, welcher in der Vergangenheit immer wieder durch Krisen erschüttert worden war, ist Zusammenarbeit zwischen den Staaten umso wichtiger. Nach dem Freihandel mit Macronien ist die Gründung des Trirates ein weiterer wichtiger Schritt nach vorn.



Indopazifikkrieg, der dritte

Der jüngste Militärschlag gegen Ajin wird in Bolivarien kritisch beäugt, Bolivarien gehörte auch zu den Staaten die vorab vonseiten Welanjas und Eldorados über diesen Schritt informiert wurden. Zwar ist man in Bogotà auch der Haltung gewesen, dass etwas gegen die Provokationen Bendars unternommen werden muss, allerdings ist man der Meinung das auch weitreichende Sanktionen die Regierung hätten nachgeben lassen können, doch Welanja, Eldorado und warum auch immer Astana entschieden sich für die schnelle Brechstange-Variante, die eine unbekannt hohe Anzahl an Toten forderte. Die schnelle Kapitulation Ajins und die Verweigerung der Defence Union, militärische Hilfe zu leisten, konnte unnötiges Blutvergiessen hindern. Der Vertrag von Bendar mit weitreichenden Massnahmen gegen die frühere SSFA wird von Bolivarien hingegen unterstützt.



Eruption am Tungurahua

In den letzten Tagen kam es zu einer Eruption am Vulkan Tungurahua 140 km südlich von Quito. Es gab dabei eine 6 Kilometer hohe Aschewolke, die rundherumliegenden Dörfer mussten aus Angst vor Laharen evakuiert werden. Die Asche beeinträchtigte auch den Flugverkehr, aus Sicherheitsgründen musste der Flughafen von Quito für 3 Tage geschlossen werden. Meldungen über Verletzte oder Todesopfer gab es keine.



Kurnachrichten:
  • RIP Mexicali ._.
  • Olympische Flamme nach Bolivarien?
  • Vergessen
__________________

Intel Core i7 CPU @ 3.60 GHZ | NVIDIA GTX 1070 | 32 GB DDR4 RAM | ASUS X-99 Mainboard | 1 TB + 256 GB Samsung Pro SSD |2 TB WD Blue HDD
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Alt 16.07.2017, 13:43   #8056
Storm
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Berichte aus dem Stadtstaat

Hohe Wellen brechen in Südostasien

Der Konflikt um Ajin hat ein unrühmliches Ende genommen, wenngleich ein schnelles Ende. So schwierig es für die kanonische Regierung - und auch die Zivilgesellschaft - gewesen war, in den letzten Monaten passende Maßnahmen zu finden, um auf die Entwicklungen in Südostasien zu reagieren, so gelang es schlussendlich, beherzt einzugreifen, wo es möglich schien. Nun hat Kanon sich die Verantwortung für den Neuanfang in Ajin bewusst mit auf die eigenen Fahnen geschrieben.

Die letzten Wochen erwiesen sich für die kanonische Außenpolitik zumindest in einem Punkt ungewöhnlich turbulent. Es war die Situation im südostasiatischen Ajin, die schon seit Monaten immer wieder Grund zur Sorge geboten hatte, deren weitere Entgleisung aus Sphären, die eine irgendwie geartete Kontrolle der Vorgänge in der Föderation ermöglicht hätten, zunehmend schwierigere Entscheidungen von der kanonischen Regierung um Premierminister Yamamoto erfordert hatte. Schon seit Monaten hatte Gewissheit im Stadtstaat geherrscht, dass eine weitere kuschelige politische Annäherung an den einzigen regelmäßig kontaktierbaren regionalen politischen Partner keine weise Entscheidung mehr darstellte, nicht zuletzt aufgrund der sich vertiefenden offenen Gräben zwischen Ajin und den Staaten, mit denen es ein eigentlich um Frieden bemüht abgeschlossenes zentrales Vertragswerk verband. Doch sich seiner Pflicht als einer der wichtigsten politischen Partner Ajins außerhalb dessen eigener Bündnissphäre sowie innerhalb des eigenen regionalen Bezugsraums bewusst, versuchte die kanonische Regierung auch in den letzten Monaten immer wieder viel, um einen guten Kompromiss zwischen der korrekten Beurteilung und Beantwortung der teils haarsträubenden Politik des südostasiatischen Staates und dem eigenen Interesse an freundschaftlichen Beziehungen zu Ajin herzustellen. Innerhalb des Stadtstaates selbst hagelte es für diesen eingeschlagenen Kurs mehrmals heftige Kritik; so hatte insbesondere die oppositionelle und äußerst Ajin-kritische Progressive Allianz in den vergangenen Monaten mehrmals vehement gefordert, die "naive und gefährliche Politik, Ajin die Stange zu halten, so weit es gehe" umgehend fallen zu lassen, vor allem auch um den Schaden für Kanon im Fall eines kompletten Zusammenbruchs der Föderation möglichst gering zu halten. Doch die Regierung um Premierminister Yamamoto hielt an ihrem Kurs fest, so schwer es auch war, adäquate Ausgestaltungsmöglichkeiten für den gewünschten Kompromiss zwischen freundlicher Politik und klarer Ablehnung der zu beobachtenden Entwicklungen zu finden.

Die Monate zogen ins Land und die Situation in Ajin besserte sich, für jedermann auf der Welt klar einsehbar, kaum merklich. Bereits in dieser Phase begannen die kanonischen Aktivitäten im südostasiatischen Staat, zunehmend leichter und dünner zu werden. Das Klima war deutlich spürbar eines der großen Unsicherheit, insbesondere bei der kanonischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft, was das Fortbestehen und die weitere Entwicklung in Ajin betraf. Militärische Konfrontationen, offene Brüche des geltenden Friedens- und Besonnenheitsvertrags und eine mitunter kaum mehr seriös in Gespräche einzubindende Regierung gestalteten es für jegliche Akteure des Stadtstaates, die versuchten, ihre bisherigen Aktivitäten in Ajin so gut es ging fortzusetzen, immer schwieriger, dies zu tun. Schließlich spielte auch die Gefahr eines Krieges, eines kompletten Zusammenbruchs der Strukturen in der Föderation eine Rolle, sodass erste Unternehmen begannen, ihre Stützpunkte einzudämmen oder fürs erste zu schließen. Die kanonische Regierung selbst sah sich gezwungen, Erklärungen abzugeben, dass man sich um die Sicherheit der eigenen Bürger im südostasiatischen Staat bemühen werde und rechtzeitig zu Maßnahmen übergehe, sollte sich die befürchtete totale Kippung der Lage als unmittelbar bevorstehend erweisen. In den letzten Wochen vor dem Hereinbruch des schließlich wohl unausweichlichen Krieges war an eine Schaffung eines freundschaftlichen und gemeinsam problemlösenden Klimas mit Ajin nicht mehr zu denken, weshalb es nach außen auch merklich still um Premierminister Yamamoto und seine Regierung wurde. Zu sehr war man damit beschäftigt, für die kanonischen Bürger, die sich direkt in die Geschehnisse in Südostasien verwickelt sahen, größtmögliche Sicherheit vor den sich anbahnenden weiteren Eskalationsstufen zu bieten.

Die schnelle Erlösung

Schließlich passierte, was ohnehin jeder erwartet hatte. Mit der Aufkündigung des Friedensvertrags, der Schlussakte von Quebec, so schnell sie auch gerichtlich wieder annulliert worden war, hatte die ajinische Regierung eine rote Linie überschritten, die wohl nicht anders als die Abkehr vom einst versicherten Friedenswillen gedeutet werden konnte. Ab diesem Zeitpunkt sah sich die kanonische Regierung ob der Ankündigung Welanjas und Eldorados, in Kürze militärisch in Ajin zu intervenieren, dazu veranlasst, im Eilverfahren zu evakuieren, wer immer sich zu diesem Zeitpunkt noch im südostasiatischen Staat aufhielt. Binnen weniger Tage wurden so nahezu alle kanonischen Bürger in Ajin entweder in den Stadtstaat zurück oder in die kanonische Botschaft verfrachtet, die ihrerseits besonders gesichert und geschützt wurde. Mit der Ankündigung des unmittelbar bevorstehenden Krieges brach schließlich in Ajin die staatliche Struktur komplett zusammen, was die Entscheidung zur Evakuierung der kanonischen Bürger in der Föderation nur noch notwendiger erscheinen ließ und schließlich dafür sorgte, dass auch an politische Initiativen zur Unterstützung Ajins seiten der kanonischen Regierung nun garnicht mehr zu denken war. An diesem Punkt in der Geschichte angelangt, fiel es auch den politischen Eliten in Kanon selbst schwer, noch große Debatten über das weitere Vorgehen in der Krise in Südostasien zu führen. So erwies sich auch die sonst hochkritische Progressive Allianz nun nicht mehr als großer Gegensprecher gegen die Maßnahmen der Regierung um Premierminister Yamamoto, während diese bemüht war, nun das bestmögliche für die kanonischen Bürger herauszuholen, während der Konflikt in Ajin sich in ein totales Chaos entwickelt hatte.

Eine überraschende Wende hatte der Konflikt um Ajin, nun ob der staatlichen Zersetzung der Föderation offensichtlich in einer unrühmlichen Endphase angelangt, schließlich jedoch noch übrig. Als der ajinische Präsident, mittlerweile einzige verbliebene aktive politische Figur im Staat und von mehreren Seiten offenbar verfolgt, in der kanonischen Botschaft in Bendar um Asyl bat, begann die kanonische Regierung doch noch die Möglichkeit zu erhalten, auch im Sinne Ajins und dessen Bürgern eine weise Entscheidung zu treffen. Die Ankunft des ajinischen Präsidenten in der kanonischen Botschaft löste erneut einige Debatten im Parlament im Stadtstaat selbst aus. Während die Opposition, allen voran die Progressive Allianz, forderte, den Präsidenten an die einmarschierenden designierten Siegermächte auszuliefern und sich ansonsten aus dem Konflikt komplett zurückzuhalten, präferierte die kanonische Regierung, allen voran Premierminister Yamamoto selbst, eine andere Variante. Er begann so umgehend Gespräche mit dem letzten verbliebenen politischen Entscheidungsträger Ajins, überzeugte ihn von der Aussichtlosigkeit der Lage und legte ihm eine würdevolle, umgehende Kapitulation als sinnvollsten Schritt nahe. So kam es kurze Zeit später zur leicht überraschenden, aber äußerst wirkungsvollen gemeinsamen Erklärung Ajins und Kanons über die Kapitulation des südostasiatischen Staates gegenüber seinen militärischen Gegnern. So schnell der kriegerische Teil des Konflikts begonnen und so schnell die staatliche Ordnung in Ajin zerfallen war, so schnell hatte man einem weiteren Forschreiten der Chaotisierung einen Riegel vorschieben und die Einleitung einer Schaffung stabiler Strukturen im südostasiatischen Staat ermöglichen können. In Kanon selbst sah sich die Regierung für diese Maßnahme großer Anerkennung ausgesetzt, wenngleich die Progressive Allianz als Fürsprecher der kritischen Opposition nun begann, anzumerken, dass man sich mit der Übernahme der Verantwortung für die Neustrukturierung Ajins eine Aufgabe auferlege, die man sich hätte sparen können und die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe, der im Endeffekt zu erwarten sei.

Neustart im zerbrochenen Ajin

Doch die Ansicht der Regierung um Premierminister Yamamoto ist eine andere. "Wir sehen es als unsere Aufgabe an, in der ost- bzw. südostasiatischen Region für dauerhaften Frieden, für gemeinsames Voranschreiten, für Völkerfreundschaft und für Menschlichkeit einzusetzen. Auch das ajinische Volk hat diese Werte verdient. Wenn es etwas gutes daran gibt, dass der lang schwelende Konflikt um Ajin nun so geendet hat, dann ist es die Möglichkeit, nun endlich für die dauerhaft stabilen und friedlichen Strukturen zu sorgen, die die Bevölkerung dort verdient hat und schon so lange ersehnt. Wir haben uns entschlossen, unseren Teil der Verwantwortung zu übernehmen und zu helfen und tätig zu sein, wo wir nur können", erklärte der Premierminister gegenüber nationaler wie internationaler Presse nach der gemeinsamen Erklärung mit dem ajinischen Präsidenten über Kapitulation und beginnende Neuordnung des südostasiatischen Staates. Es ist am Ende doch eine Einmischung in den Konflikt um Ajin geworden, so sehr man sich in der Regierung des Stadtstaates dagegen gesträubt hatte, genau diese vorzunehmen. Doch besagte Einmischung ist deutlich anders ausgefallen, als man sie hätte erwarten können angesichts der Zustände in und um die Föderation. Es ist der kanonischen Regierung gelungen, zum richtigen Zeitpunkt tätig zu werden, um zu retten, was zu retten war - und sich korrekt zu positionieren, was die Zukunft des südostasiatischen Staates anbelangt. Gemeinsam mit den Siegermächten, sofern man sie so nennen mag, wird die Verantwortung Kanons nun dabei liegen, in den kommenden Monaten und Jahren unterstützend bei der Schaffung neuer staatlicher Strukturen in Ajin tätig zu sein. Es muss und wird eine neue Zivilgesellschaft entstehen, die ebenso wie die Politik jenen dauerhaften Frieden und jene freundschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Staaten und Völkern garantiert, deren stetiger Mangel in den letzten Jahren erst dafür gesorgt hat, dass es so weit kommen konnte, wie es schlussendlich gekommen ist.

Die kanonische Regierung hat sich selbst entschieden, sich selbst in die Arbeit, die damit verbunden ist, aus Ajin, wie es trotz guter Intentionen immer wieder entgegen der von sich selbst und von außen gewünschten Maximen handelte, einen Staat werden zu lassen, der diese Maxime vollends verwirklicht, einzuklinken. Es ist ein höchst löblicher Schritt, dies zu tun; vor allem aber ist es ein Schritt, der die außenpolitischen Ziele und Ideale der aktuellen Regierung um Premierminister Yamamoto so deutlich zeigt wie selten zuvor. Neue Nyappy-, Liberaler Zukunfts- und Grüner-Wind-Partei haben deutlich gemacht, wie regional orientiert und selbstverantwortlich für Frieden und Völkerverständigung sie sich und ihre Arbeit auffassen. Deutlich gemacht haben sie aber auch, dass sie nicht gewillt sind, für diese Ziele militärisch tätig zu werden, sondern lieber bemüht sind, im Stillen und Friedlichen einzugreifen und zu handeln. Und so viel von dem, was in den letzten Wochen von kanonischer Seite getätigt worden ist, dem Frieden und einer fröhlichen Zukunft für Ajin, für Südostasien sowie für die Welt an sich gewidmet ist, so lässt sich auch feststellen, dass die amtierende Regierung des Stadtstaates ob der stetigen Kritik aus dem oppositionellen Lager, der sie sich ausgesetzt sieht, mit ihren jüngsten außenpolitischen Handlungen auch einen erkennbaren - wenn auch eher unabsichtlichen - Beitrag zum Wahlkampf geleistet hat, der sich in Hinblick auf die im Frühsommer stattfindende Parlamentswahl mittlerweile aufgebaut hat.

Aktuelle Umfragewerte (in Prozent): NNP 29, KPA 17, LFP 15, GWP 12, PP 12, HRP 10, SDP 2, IP 1, Sonstige 2


weitere Meldungen

Grenz- und Visaöffnung ins Stocken geraten

Die geplanten Maßnahmen zur verstärkten Lockerung von Einreise- und Visabestimmungen zu ausgewählten, hoch entwickelten Staaten sind in den letzten Monaten etwas ins Stocken geraten. Wie ein Sprecher der Regierung erklärte, habe die Entwicklung in Ajin und die Verwicklung Kanons in diese sowie die dadurch allgemein unsichere politische Weltlage es leider schwer möglich gemacht, die geplanten Visaerleichterungs- und Reisefreiheitsabkommen im gewünschten Tempo zu verfolgen. In den kommenden Monaten soll jedoch angesichts der sich wieder beruhigenden weltpolitischen Lage die Verfolgung entsprechender Abkommen wieder aufgenommen werden; hierzu soll es in Bälde auch diverse Staatsbesuche von Premierminister Yamamoto und Außenminister Daiku geben. Ausgeschlossen ist jedoch nach Angabe des Regierungssprechers eine baldige Wiederaufnahme der Reise- und Visalockerungsbestrebungen zu den Staaten des Wirtschaftskooperationsbunds. Nach dem Zusammenbruch Ajins und der dadurch erfolgten de-facto-Auflösung des Bündnisses bestehe nicht nur keine Grundlage für entsprechende Überlegungen mehr, sondern es biete sich auch nicht die nötige Sicherheit, auf deren Basis man über eine Lockerung der bisherigen Bestimmungen in Bezug auf die entsprechenden Staaten nachdenken könne, hieß es. Die kanonische Regierung sieht sich in ihrem Bestreben, langfristig zu nahezu allen Staaten der Erde größtmögliche Visa- und Einreisefreiheit herzustellen, von der politischen Weltlage in gewisser Hinsicht eingeschränkt. Nichtsdestotrotz bekräftigte der Regierungssprecher gegenüber nationalen Medien noch einmal das Interesse der Regierung aus Neuer Nyappy-, Liberaler Zukunfts- und Grüner-Wind-Partei daran, dieses politische Ziel langfristig umzusetzen. Zu diesem Zweck sei es wichtig, jetzt, wo die weltpolitische Lage sich wieder beruhigt habe, zumindest den Grundstein zu legen, indem man Lockerungen bei Visa- und Reisebestimmungen gemeinsam mit ausgewählten, für sicher genug befundenen Staaten als Anfang nehme, hieß es.

Entwicklung der Kennzahlen fällt positiv aus

Die Entwicklung der zentralen Kennzahlen in Bezug auf Bevölkerung und Wirtschaft im Stadtstaat ist äußerst positiv ausgefallen. Wie das nationale Statistikbüro bestätigte, ist die insbesondere als kritisch aufgefasste Zahl der Bevölkerungsentwicklung zum 1. Februar diesen Jahres auf 1,83 Prozent gesunken, was erstmals seit Ende des Befreiungskrieges ein Bevölkerungswachstum unterhalb von zwei Prozent bedeutete. Innenminister Kenta Suzuhara kommentierte diese Zahlen sehr positiv; er wies darauf hin, dass das langsam abebbende Bevölkerungswachstum auf gute Wirksamkeit der gemeinsam mit dem Zumanischen Reich ergriffenen Maßnahmen zur Bewältigung des Migrationsproblems hinweise. Auch die übrigen Bevölkerungskennzahlen haben sich in den letzten zwölf Monaten weiter positiv entwickelt; so stieg die Lebenserwartung erneut leicht auf 85,6 Jahre für Männer und 90,2 Jahre für Frauen, während der Ausländeranteil im Stadtstaat insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Einbürgerung weiter leicht abnahm. Für erfreulich wurde auch die wirtschaftliche Entwicklung Kanons befunden. Wenngleich das Wachstum von Kerngrößen wie Bruttoinlandsprodukt oder Bruttonationaleinkommen langsam, aber kontinuierlich abebbt, zeigt sich im Stadtstaat nach wie vor eine positive wirtschaftliche Entwicklung, die sich mittlerweile im deutlich dritthöchsten Pro-Kopf-BIP aller Staaten der Erde niederschlägt. Insbesondere diese Kennzahl, die mittlerweile bei knapp 65.000 Zinu pro Einwohner in Kanon angelangt ist, kommentierte Wirtschaftsministerin Keiko Asada wie folgt: "Wir sind sehr froh, zu sehen, dass es der kanonischen Wirtschaft nach wie vor gut geht. Wir haben mittlerweile kein bombastisches Wachstum mehr, aber wir haben ein gesundes, organisches Wachstum. Das macht uns sehr zufrieden." Prognosen für die zentralen Kennzahlen zu Bevölkerung und Wirtschaft, die jedes Jahr zum 1. Februar veröffentlicht werden, gehen davon aus, dass auch in den kommenden zwölf Monaten die positive Entwicklung, die sich derzeit beobachten lässt, weiter anhalten wird.

Fußball-Asienmeisterschaft nähert sich dem Beginn

In wenigen Monaten wird die Endrunde der Fußball-Asienmeisterschaft, zum dritten Mal seit der Gründung der Asiatischen Fußballvereinigung ausgetragen, im Stadtstaat beginnen. Die Vorbereitungen in Kanon, im Rahmen des Turniers nicht nur die nationalen Fußballmannschaften der asiatischen Staaten, sondern auch zahlreiche Fans, Medienvertreter und offizielle, die rund um das Turnier in den Stadtstaat reisen werden, zu empfangen, laufen bereits auf Hochtouren. Während Organisation und Aufbau des Rahmens, in dem die Asienmeisterschaft stattfinden soll, sich weiter kontinuierlich voranbewegen, sieht sich die Kanon Football Association als Ausrichter (gemeinsam mit der Asiatischen Fußballvereinigung) noch einigen Problemen gegenüber, die es bis zum Turnierstart zu lösen gilt. So stehen nach wie vor nur sehr wenige Sponsoren für das Turnier bereits fest, weshalb die ausrichtenden Verbände bereits begonnen haben, aktiv und energisch um weitere Unternehmen zu werben, die als Sponsor des Turniers tätig werden möchten. Wie die KFA gegenüber diversen Medien bestätigte, wird in diesem Zug auch erwogen, die Beschränkung des Sponsorenfelds auf asiatische Unternehmen zu lockern. Eine entsprechende Bestätigung dieser Maßnahme steht bislang jedoch noch aus. Derweil wird auch nach Sendeanstalten gesucht, die die Asienmeisterschaft in ihren Ländern zur medialen Übertragung anbieten. Hier herrscht ebenfalls bislang noch vergleichsweise wenig Betrieb; die Kanon Football Association setzt in diesem Punkt jedoch mehr auf die Initiative der etwaigen Interessenten selbst. Derweil wird die Bekanntgabe wichtiger Rahmendaten des Turniers an sich, darunter vor allem die Gruppeneinteilung und die zugeordneten Schiedsrichtergespanne, nach einer geringfügigen Verzögerung aufgrund von organisatorischen Problemen in Bälde stattfinden. Unklar ist noch, ob die geplante Teilnahme der ajinischen Mannschaft, die als Gast eingeladen war, trotz der politischen Lage im Land stattfinden wird. Die KFA will zu diesem Thema in den kommenden Wochen Klarheit schaffen. Trotz der noch bestehenden Probleme rund um die Organisation des Turniers sieht sich die Kanon Football Association allgemein in einer guten Lage, das Turnier im kommenden Juni wie geplant beginnen lassen zu können. "Es ist noch nicht alles auf dem Stand, auf dem es bei Turnierbeginn auf jeden fall sein muss, doch wir haben ja auch noch ein paar Monate Zeit. Bislang läuft die Organisation gut und wir sind fest davon überzeugt, dass die Asienmeisterschaft ein voller Erfolg sein wird", bestätigte ein Sprecher des Verbands der KHK. Die Fußball-Asienmeisterschaft 2055 wird vom 13. Juni bis 7. Juli in Kanon stattfinden.


Nachrichtenticker
  • Bruch in Asien als langfristig zu lösendes Problem identifiziert
  • In Kanon ist jedoch alles tutti, die Leute tanzen auf den Straßen
  • Kanonische Forscher starten Suche nach verschollenem Logo des südamerikanischen Trirats
  • Weiterer Ausbau des MTR-Netzes immer noch in der Diskussion
  • Und das Wetter: angenehm warm, dazu sonnig und trocken, 23°C.

Dies ist ein Angebot der öffentlich-rechtlichen Kanon Hōsō Kyōkai (KHK).


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Alt 18.07.2017, 01:01   #8057
costa
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09. März 2055

Protokoll der Wende
Über die vergangenen Monate ist in Sabriya so einiges geschehen, ganz abgekehrt und weniger medial auszuschlachten wie der jüngste Krieg gegen Ajin. So ist auch das Sabriya, welches man noch aus dem November letzten Jahres mit dem stets brütenden Bürgerkrieg kennt, längst einem weiteren Wandel verfallen, der die Aussichten auf ein baldiges Erlösen vom Leid verändert.

Zerstörungen in Bamako
Mit massiven Bombardierungen begannen Regierungstruppen im November den Angriff auf Bamako aus der Luft. Durch gezielte Schläge gegen gegnerische Stellungen wollte die Regierung aus Abidjan einen schnellen Erfolg für sich verbuchen - auf dem Gebiet der Luftwaffe galt die Regierung bisher als eindeutig überlegen - konnte dies jedoch nicht erreichen. Stattdessen wurden große Teile der Stadt, insbesondere der nun in Regierungshänden gehaltene Osten, in Trümmer gelegt und ein großer Schaden an der Infrastruktur angerichtet, was sich nun auch in Fluchtbewegungen aus der Stadt heraus weiter gen Westen oder nach Mauritanien richtet. Eine Veränderung der Lage ergab sich erst später.

Oppositionelle Kontrolle in Ostsabridischen Gebieten
Nachdem die Unterstützung der Abidjaner Regierung für viele Jahre ein Grundpfeiler der Stabilität ebenjener war, bröckelte es in den östlichen Landen stark. Die Besetzung vieler Institutionen in Lagos ebenso wie massive Aufstandsbewegungen aus Ibadan haben diese strikte Unterstützung schließlich Ende des Jahres 2054 praktisch zerstören lassen, als sich der Großteil der Bevölkerung plötzlich für eine neue Oppositionsbewegung erhoben. Das Gesicht des Sabridischen Ostens hat sich gewandelt, er lässt sich nicht länger in einem Bündnis für den Kampf gegen das "westliche Rebellentum" einspannen. Dies führte nun jüngst im Januar zur Gründung der Ibadaner Republik, welche sich damit nun vollends von der Regierung Abidjan ablöste und sich im Kampf gegen die Zentralregierung Sabriyas sieht. Der Vorwurf, Habib Okoro, welcher seit 6 Jahren quasi als Diktator herrscht, würde die ostsabridischen militärischen Kräfte gezielt für den Kampf opfern um die eigene Stellung zu schützen, wog sehr schwer und hat maßgeblich zu diesem harten Bruch beigetragen.

Zusammenbruch des Conakry-Trirat
Als die Nachricht der Ibadaner Republik erschallte, war die kurze Erleichterung in Conakry gut zu merken. Zwar war weiterhin klar, dass die Ibadaner Republik nicht auf eine Zusammenarbeit aus ist und weiter eher feindlich gesinnt ist, aber es bedeutete vor allem eine Schwächung der Regierung in erheblichem Ausmaß. Denn so schwer es zu realisieren war, hätte die Conakryer Regierung auch mit dem Bündnis mit Monrovia nicht der massiven Gewalt mit der die Regierung aus Abidjan vordringt standhalten können. Doch bedrückte die Conakryer Gegenregierung eine stark zunehmde Ablehnung des Trirates, nachdem sich die zweite Gegenregierung in Monravia als demokratischer zeigte. So war die Macht der einstigen Sabri-Hana stark beschnitten worden, bis es schließlich für die Triratsmitglieder darum ging, über Jahre ihre Position halten zu können. Mit Datum des 24. Januar brach dieser Rat als oberste Führung der Conakryer Gegenregierung zusammen, aus noch ungeklärten Ursachen.
Nachdem sich die Staubwolke über den Trümmern legte, legte dies aber den notwendigen Weg für eine Einheit der westlichen Splitterbewegungen, welche sich nun im Westsabridischen Bund unter Führung der Monrovischen Gegenregierung vereinen und den Streit um die führende Gegenregierung endgültig niederlegten.

Regierung gerät in Defensive
Der Zusammenbruch des Trirates ließ eine starke Schwächung der westlichen Kriegsfronten vermuten. Dem war auch tatsächlich so, allerdings nur bis es schließlich zur Gründung des Bundes kam und dieser die Kontrolle wenige Wochen später ganz übernahm. Ab dem Zeitpunkt konnte die Regierung aus Abidjan keinen einzigen Meter mehr in westsabridisches Gebiet vordringen. Probleme macht der Regierung allerdings vielmehr der Osten des Landes, in dem die Ibadaner Republik 40 Millionen Menschen umfasst und eine neue Front eröffnete. Doch nicht nur, dass es einen weiteren Feind für das Weiterbestehen der Regierung gibt. Die Erklärung der Unabhängigkeit der Ibadaner Republik zog eine Welle an Desertationen im Militär nach sich, wodurch dieses massiv geschwächt ist und seinen alten Zeiten nur noch hinterherschaut. Die Beistandsbekundungen vieler Militärs zur Republik Ibadan sowie die ebenfalls erklärte Unabhängigkeit der Stadt Accra von der sabridischen Zentralregierung ließen Habib Okoro und seine diktatorische Regierung in weiten Teilen des Landes die Oberhand beziehungsweise Kontrolle verlieren. Die Regierung steckt damit in einer entscheidenden Phase. gelingt es ihr nicht die Situation wieder zu bändigen könnte dies ihr endgütiges Ende im Jahr 2055 bedeuten.
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Nicht mal mein Minderwertigkeitskomplex ist so gut wie der von allen Anderen. (Maeckes - Marie-Byrd-Land)

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Alt 18.07.2017, 09:47   #8058
Polyessia
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Islamische Republik Polyessia

Dhaka-Stadt



Außenpolitik

Ein Staat unter Waffen, so lässt sich die Situation in Polyessia beschreiben. Nach den aufwühlenden Wochen mit der Vernichtung der SSFA und der Rückkehr der polyessischen Soldaten sowie zahlreicher Flüchtlinge aus der SSFA heißt es für den Staat Polyessia sich neu zu positionieren. Nachdem im engen Konsens mit DU und deren Reststaaten eine gemeinsame Entscheidung gegen einen Kriegseintritt zugunsten der SSFA erfolgte, dies auch aufgrund der Bitte der ehemaligen Regierung, steht Polyessia alleine gegen eine Übermacht. Die Situation an der welanjischen Grenze ist nach wie her angespannt, schon der kleinste Funke könnte zu einer Vernichtungsorgie führen, da seitens Welanja bisher keine erkennbaren politischen Aktivitäten erfolgten. Der Staatspräsident wies daraufhin, dass eine neutrale Diplomatengruppe nach Welanja ausgesandt wurde um erste Kontakte hinsichtlich einer Beruhigung der derzeitigen Lage zu erforschen. Das Hauptproblem in Polyessia liegt darin, dass Welanja und Verbündete sehr viel diplomatisches Porzellan durch ihre Aktionen in der SSFA zerstört haben und derzeit eine mögliche Annäherung seitens Polyessias sehr kritische betrachtet wird.

Doch gibt es auch positive Zeichen aus der Weltstaatengemeinschaft, so hat sich König Saparmyrat I. von Flugghingen dahingehend geäußert, sich mit einer polyessischen Delegation in Samarkand über die Zukunft in der Region auszutauschen und wichtige diplomatische Bande zu knüpfen. Seitens Polyessia wird dies als ein bedeutender erster Schritt nach der politischen Isolation durch die kriegerischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit gesehen. Der Eifer mit dem der Demokratisierungsprozess in der Republik Polyessia angegangen wird soll auch außenpolitisch der Weltgemeinschaft zeigen, dass Polyessia gewillt ist sich zu verändern und zu lernen um als vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft anerkannt zu werden. Natürlich ist es schwer Dinge in einem Staat mit fast 800 Millionen Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig zu verändern aufgrund der langen und schrecklichen Ära der Kriegsverbrecher.

Tatsächlich ist es so, dass sich die Regionalstaaten in Zentral- wie auch Südostasiens dringend über eine sinnvolle, friedliche aber auch krisenfeste Struktur für die Region austauschen müssen. Ein weiter so wie bisher kann und darf es nicht geben. Es hängen zu viele Menschenleben aller beteiligten Staaten daran und diese haben Vorrang vor allen Großmachtgelüsten oder sonstigen politischen Eskapaden. Dahingehend ist Polyessia bereit die Hände zu einem friedlichen Miteinander auszustrecken.



Innenpolitik

Wie sagte der große Ching Tsau Peng über die Regierung: „Eine gute Regierung ist wie eine geregelte Verdauung; solange sie funktioniert, merkt man von ihr kaum etwas.“ Dieses kritische Wort gilt derzeit für die polyessische Regierung, sie versucht ruhig und unaufgeregt Besserungen herbeizuführen. Doch nicht immer will die Bevölkerung begreifen, dass sich auch etwas Gutes für sie entwickelt. So kam es wieder einmal zu Studentenunruhen bei dem diverse Gruppierungen gegen das Recht auf kostenlose Schul- wie Arbeitsausbildung demonstrierten. Die Polizeikräfte mussten dabei in einem robusten Einsatz die Krawallmacher von den friedlichen Demonstranten trennen. Das freie Bildungssystem wird vor allem von der gehobenen Bevölkerungsschicht nicht anerkannt, da sie dadurch ihre Privilegien schwinden sehen. Diese sehr engstirnige Ansicht bremst etliche sinnvolle Weiterentwicklungen aus, so dass die Regierung mit ihrer Staatsmacht regulierend eingreifen muss. In vielen Dingen verhält sich Polyessia wie ein Sportwagen mit 1000 PS von denen nur 100 PS im Einsatz sind. Die polyessische Regierung braucht einen langen Atem um ihre langfrisitigen Ziele zu erreichen.

Sicherheitskräfte erschossen in Rasha den jungen Separatisten Sandokhan Burhan. Seitdem herrschen in der Region immer wieder schwere Unruhen. Mehr als 50 Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen bisher getötet. Die Stimmung in Lengs Hauptstadt Rasha ist aufgepeitscht, die Schlachtrufe sind wütend. Erst waren es nur wenige, dann wurden es immer mehr. Die Demonstranten, die sich nach dem Freitagsgebet versammeln, sind überwiegend männlich und jung, viele sind noch Kinder.

„Die Polizisten mit Helm, Schutzbekleidung und Schutzschild werden nervös und feuern ohne Vorwarnung mit Tränengas und ohrenbetäubenden Blendgranaten. Die Augen tränen, die Lunge brennt, die Orientierung schwindet. Die Demonstranten rennen weg, einige stürzen, wenig später hagelt es Steine auf die Sicherheitskräfte. Die nehmen die Verfolgung auf. Ein Helikopter taucht am Himmel auf, um die Truppen unten zu dirigieren.

Solche Jagdszenen gehören seit dem Tod Sandokhans zum Alltag in Rasha. Der 22-jährigen Kämpfer, auf den die polyessischen Behörden wegen terroristischer Aktivitäten ein hohes Kopfgeld ausgesetzt hatten. Doch für die Jugendlichen in Rasha war er kein Terrorist, sondern ein Freiheitskämpfer, erklärt der lengsche Journalist Shujaat Bukhari.

"Burhan steht symbolisch für die Wut der jungen Generation. Er hat die Jugendlichen mit seinen Facebook-Videos für sich eingenommen", so der Journalist.
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Alt 18.07.2017, 13:55   #8059
Islanzadi
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Aktuelle Situation in Ajin
Mit der Unterzeichnung des Vertrags von Bendar nahm der Spuk in Ajin ein schnelles, schmerzloses Ende. Entgegen vieler Darstellungen durch unbeteiligte Staaten fanden kämpferische Auseinandersetzungen, wenn überhaupt, nur zwischen den Militärs von Ajin auf der einen, und Welanja und Eldorado auf der anderen Seite statt. Der Alltag der Zivilbevölkerung kam zwar zum Erliegen, wurde aber ansonsten wenig von dem Konflikt beeinträchtigt. Meldungen über Flüchtlinge, wie sie aus Polyessia und Lago kamen, konnten noch nicht bestätigt werden. Noch während des laufenden Konfliktes zeigten die Truppen Ajins große Weitsicht und ergaben sich in den meisten Fällen widerstandslos. Auch danach kooperierten sie mit den Truppen Eldorados und Welanjas, welche die Soldaten Ajins entwaffneten und vorläufig festsetzen. Die Truppen aus Astana trafen erst kurz vor der Kapitulation Ajins ein.
Bereits kurz nach der Unterzeichnung des Vertrags von Bendar ermöglichte das Oberkommando der Siegermächte vielen festgesetzten Soldaten ihre Heimkehr. Auch begann man gemeinsam mit ehemaligen Befehlshabern des Militärs von Ajin die Entwaffnung von diesem.
Mit dem Friedensvertrag nahmen besonders Kanon (vertretend für die VN) und Welanja (vertretend für die Siegermächte) eine schwere Bürde auf sich. Beide Staaten gingen mit ihrer Unterschrift eine Verpflichtung gegenüber dem Volk Ajins ein, den Staat einen friedlichen Neustart zu ermöglichen. Auf Seiten Welanjas begann man hiermit auch sofort indem man mit der Zusammenstellung einer Übergangsregierung begann. Diese verpflichtete sich in ihrem ersten Zusammentreffen dazu den Staat wieder funktionsfähig zu machen, erste Punkte des Friedensvertrages umzusetzen und Kanon intensiv im Rahmen einer verfassungsgebenden Versammlung zu unterstützen.
Damit der Staat in seiner Übergangszeit weiterhin funktionieren kann bestätigte die Übergangsregierung ebenfalls, dass bereits in Kürze internationale Experten in Bednar erwartet werden um dort die aktuelle wirtschaftliche Situation zu evaluieren und Kennzahlen wie z.B. das BIP und die Bevölkerungszahl ermitteln sollen. Die Aufarbeitung der Zahlenfälschung durch den WKB sei allerdings weiterhin die Aufgabe einer gewählten Regierung. Zur Finanzierung des Staatsapparats wurde auch angekündigt, dass Ajin in kürze an die internationalen Finanzmärkte zurückkehren werde und dort Staatsanleihen im Wert mehrerer Milliarden Zinu ausgeben werde.

Entspannung im Osten
Um die Lage nach dem Südostasienkrieg weiter zu entspannen gab man in Monolea am vergangenen Abend bekannt, dass man die Truppen von der Grenze zu Polyessia in der kommenden Woche weitestgehend abziehen werde. Vor Ort werden nur noch die Truppen, welche zur Grenzsicherung unabdingbar sind, stationiert sein.
Im Rahmen des sich anbahnenden Südostasienkriegs hatte die Regierung Welanjas auch Damas um Hilfe gebeten, welches der Bitte zügig nachkam. Diese Truppen werden nun nach Aussage des Verteidigungsministeriums ebenfalls langsam ihren Abzug beginnen. Ob diese jedoch auf einen eventuellen damaszenischen Stützpunkt an der Indikküste oder zurück nach Damas ziehen ließ man erstmal offen.
Die Gruppe an Diplomaten, welche Polyessia jüngst entsandt hatte wurde in Monolea von der welanjanischen Außenministerin in Empfang genommen. Diese sicherte den Diplomaten zu, dass Welanja kein Interesse an einem Konflikt mit Polyessia habe und man auch die Notwendigkeit für die Normalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen in der Region sehe. Ein weiterer Gesprächspunkt waren die jüngsten Anschläge in Polyessia, bei welchen die Terroristen versucht hatten Welanja für den Anschlag verantwortlich zu machen. Nach einer Beileidsbekundung durch Präsident Martin, sicherte dieser Polyessia alle Hilfe, die es Benötige zu um die Terroristen effektiv zu bekämpfen. So ist man sich in Welanja schmerzlichst bewusst, dass die jüngsten Anschläge auch eine Konsequenz der starken Destabilisierung der Region, durch den Konflikt mit dem Asiatischen Imperium, waren und zur Beruhigung dieser instabilen Lage hatte sich Welanja, mit allen Beteiligten, verpflichtet.

Regierung sendet Protestnote an Astana
Nahezu unbemerkt von internationaler Politik schaffte es Astana jüngst für große Verärgerung in Monolea zu sorgen. Analysten nehmen aber an, dass man sich in Monolea versuchte zurückzuhalten, um der Staatengemeinschaft gegenüber geschlossen auftreten zu können. Nun gelangte jedoch eine Protestnote aus dem welanjanischen Präsidialamt an König Vladimir V. von Astana an die welanjanische Presse.
Die Protestnote bringt harsche Vorwürfe aus Monolea gegen Astana ans Tageslicht. So beschreibt diese, dass Astanas Eingreifen in den Südostasienkrieg ohne jede Absprache erfolgte und so die gesamte Operation gefährdete. Verantwortliche in Eldorado City und Monolea wussten bis kurz vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags nicht mal, dass Astana in den Krieg eingetreten war. Drum gebeten hatte man weder In Welanja noch in Eldorado und auch in Astana bemühte man sich nach dem Kriegseintritt nicht um eine Kontaktaufnahme zu den unwissenden Verbündeten.
Zu einem weiteren Eklat kam es dann bei der Unterzeichnung des Vertrags von Bendar. Hier offenbarte sich, dass man in Astana diesen Vertrag, welcher der Staatengemeinschaft seit Monaten bekannt war, nicht vorab gelesen hatte, geschweige denn kannte. Stattdessen platze Astana mit dem Wunsch nach militärischer Ausrüstung (2MS) und einem Stützpunkt in Ajin ins Haus. Beide „Wünsche“ standen in klarem Wiederspruch zu den bereits vor Beginn des Kriegs kommunizierten Zielen und sorgten für große Entrüstung bei den Vertretern Welanjas. Einzig, dass Astana von den „Wünschen“ sofort abließ als man kommunizierte, dass diese nicht erfüllt werden können, verhinderte eine größere diplomatische Krise.
Als Konsequenz aus dem Handeln Astanas stellt die Republik Welanja vorerst jegliche militärische Zusammenarbeit mit dem Königreich ein. Dies stellt einen neuen Höhepunkt der Entfremdung der ehemaligen Partnerstaaten dar, welche einst ein enges Bündnis verband. So duldete man In Monolea zwar noch die Abkehr Astanas von den freien Märkten, welche es einst reich machten. Man ertrug die Abkehr von der Demokratie, wenn man sie auch mit Schweigen abstrafte. Der jetzige Eingriff in einen Krieg ohne vorherige Absprache und offensichtlich nur Zwecks der eigenen Bereicherung und Demütigung Ajins stellt jedoch den vorerst härtesten Bruch dar.
In der Hoffnung auf eine Kehrtwende in der Politik Astanas bleiben alle zwischenstaatlichen Verträge, welche nicht das Militär betreffen aber weiterhin in Kraft. Dies wird von außenstehenden aber nicht wirklich als Entgegenkommen Welanjas gewertet sondern eher als eine Absicherung für die fast drei Millionen Welanjaner, welche in Astana leben und arbeiten.

Überreaktion Lagos
Auf große Kritik stieß auch der Umgang Lagos mit dem Südostasien Krieg. So zeigte die vorschnelle und massive Reaktion aus Quebec, dass man die Lage dort komplett falsch eingeschätzt hatte. Reisewarnungen für Welanja und Polyessia, sowie der Aufruf an lagonnische Bürger diese Länder zu verlassen waren in keiner Weise verhältnisgemäß und könnten der jungen Republik auf lange Sicht sogar Schaden zufügen. So haben zum Beispiel die Fluggesellschaften Lagos mit der Einstellung ihrer Flugverbindungen nach Welanja in Kauf genommen, dass sie vorerst auch von großen Teilen Zentral- und Südasiens abgeschnitten sind. Gerade der Monolea Capital International Airport fungiert hier nämlich als eines der größten internationalen Drehkreuze.
Natürlich versteht man in Monolea die Enttäuschung Lagos über die Ablehnung diplomatischer Mittel durch Welanja und Eldorado, allerdings suggerierte Lago hier leider mehrfach eine Voreingenommenheit, welche im Rahmen von Verhandlungen nicht tolerierbar gewesen wäre. Auch die Ankündigung, dass Gespräche stattfinden werden, obwohl man bisher nur eine Zusage aus Ajin hatte fiel eher negativ auf und wirkte letztendlich unprofessioneller als wohl beabsichtigt.
Die Regierung Welanjas hofft, dass trotz entstandener und bestehender Differenzen langfristig auf eine Entspannung zwischenstaatlicher Beziehungen hingearbeitet werden kann. Auch steht den Fluggesellschaften aus Lago jederzeit frei wieder Verbindungen nach Welanja in ihren Flugplan aufzunehmen, allerding nutze Welanja Airways jüngst die Gunst der Stunde und verstärkte die Routen nach Nordamerika, als die Konkurrenz aus Lago wegfiel.

Kurznachrichten
  • Innenpolitik dann wieder im nächsten Post.
  • Wahlkampf hat in Welanja begonnen.
  • Regierung prüft Dreiergespräch mit Flugghingen und Astana um die Situation zu entschärften.
  • Soldaten aus Damas ziehen gemeinsam mit welanjanischen Soldaten ab, da sie dachten es gehe nur kurz zum Dönerladen.
  • Mögliche politische Stabilisierung in Azmodan sorgt für Vorfreude.
__________________
그리운 마음 담아 명현수가.
Republik Welanja - Simocracy || tumblr

Geändert von Islanzadi (18.07.2017 um 14:05 Uhr)
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Alt 19.07.2017, 23:14   #8060
Dantes
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Ja'Far ben Kureishi, geboren in der alten Weltstadt Perim erklärte in einer Fernseh-& Rundfunkansprache das er einen neuen Staat
vom Kaukasus im Norden bis Süden nach Perim, von den Ländereien Aleppos im Osten einschließlich im Osten Persalien ausruft. Ja'far bedauert vor der neuen Nation das seine Geburtsstadt und das weltliche Zentrum seines Ideals einer geeinten islamischen Nation die Stadt Perim und dessen Provinz nicht Teil der Gründung sind. Er verspricht der Nation das er diesen Geburtsfehler eines Tages beseitigen wird. "(...) Jisr. Die Brücke. Das Rote Meer, der Golf von Aden,Bab al-Mandab. Das Tor der Tränen. Perim ist die Weltstadt im Süden, welche seit dem Zusammenbruch Aminiers im freien Fall ist. Es ist mein Wunsch an unseren Gott das meine Stadt wieder aufblüht. Zunächst aber gilt es unsere Nation ohne Perim zu gründen. Wir senden der Weltgemeinschaft das Zeichen das wir nach Frieden streben. Unsere Nation verabscheut den Krieg wie ihn die Ungläubigen führen um sich an Macht und Einfluss zu ergötzen. Wir streben als Diener unseres Gottes danach barmherzig zu sein und niemanden Rechtsgeleiteten zu schaden.

Ich sehe mit großer Wut wie ein islamische Gesellschaft gefallen ist. Die Ungläubigen haben sich zum Beherrscher gemacht einer geteilten Nation. Möge Gott sie strafen. Wir werden keine Freundschaft mit den Feinden des Islams suchen.
Ich verspreche das Mekka unsere religiöse Brücke wird. Offen für alle Muslime. Ich verspreche das der wirtschaftlich starke Norden den Süden versorgen wird und ich werde Frieden verteidigen den ich Euch gebracht habe. Ich, Ja'Far ben Kureishi werde mächtige und große Reformen anstreben damit es allen Bewohnern gut geht. Unseren Feinden draußen sage ich das Ihr keinen Krieg bei uns findet werdet, denn ich versage euch den Kontakt zu uns! Den Freunden unserer Nation reiche ich die Hand in Brüderlichkeit. Mit dem Segen Gottes sollen wir zusammenarbeiten zum Wohl der Menschheit!"

Aufbau neuer staatlichen Grundordnung

Auf Empfehlung Ja'Far ben Kureishi wird eine vorläufige staatliche Grundordnung erlassen.

Darauf haben sich Mahmud Mussawi , Abdul Ayana und Ja‘far ben Kureishi in der Gründung eines gemeinsamen Staates vereinbart. Die Islamische Demokratische Republik Jisr (Brücke) wird ehrenvoll den Namen seines ersten Regierungschefs tragen.



Außerdem werden mehrere Emirate gegründet:
  • Emirat von Riad
  • Emirat von Bagdad
  • Emirat von Aleppo
  • Emirat von Tarim
  • Emirat von Tarim
  • Emirat von Maskat
  • Emirat von Masdar
  • Emirat von Teheran
  • Emirat von Jerewan

Als Emire werde die derzeitigen Militärgouverneure eingesetzt bleiben, sofern diese entweder zu den Truppen der persalischen Union oder den Truppen Ja'Far ben Kureshi gehören gehören. Die Emirate dienen der Neuordnung. Mittelfristig sollen sie in Bundesstaaten umgewandelt werden und sich selbst innenpolitisch verwalten.

Hauptstadt des neuen Staates wird die Goldene Stadt Mekka. Es wird Ungläubigen untersagt sie zu betreten, deshalb wird Perim als Sitz der Botschafter dienen.

Die Emirate bilden gemeinsam das Forum. Das Forum vertritt die Interessen der Emirate und übt eine legislative Teilgewalt aus.
Mahmud Mussawi , Abdul Ayana und Ja‘far ben Kureishi erklären die demokratischen Modelle durch einen Präsidenten oder ein Parlament für gescheitert. „Dieser Staat braucht keine Politiker, dieser Staat braucht sie nicht. Wir brauchen keine Korruption. Dieser Staat ist eine Islamische Republik und dient Gott.“ so Ja‘far weiter „(…) unser Gott unterscheidet nur zwischen zwei Menschen, den dummen Menschen und den gebildeten Menschen! Wir gründen deshalb einen Rat der drei Kräfte: Geistliche (Lehrer, Rechtsgelehrte, Ärzte, etc), Arbeiter (Handwerker, Kaufleute,Bauern,etc) und Militär (Beamte, Soldaten, etc). Jede Kraft soll für sich ihren Vertreter wählen. Familien brauchen keine Kaste fürchten! Der einzig Wahre verbietet die Kaste! Es steht jedem frei das zu tun was ihm am Besten gelingt und nur aus dieser Leistung heraus soll er entscheiden wen er wählen will.
Wir entscheiden das je 3 Sitze jede Kraft erhält. Somit soll der Rat aus 9 Vertretern bestehen. Wir verfügen außerdem das vom Geschlecht vier Frauen und fünf Männer die Vertreter sind!
Die Allgemeinen Wahlen zum Rat sollen stattfinden sobald die neue islamische Nation restlos befriedet ist. Das Forum soll darüber wachen und unsere Gesellschaft neu ordnen. Gott ist groß!“

Schutzmaßnahmen vereinbart

In seiner ersten Sitzung hat das Forum den Ausnahmezustand verordnet um die Herstellung der neuen staatlichen Ordnung durchzusetzen:
  • Der Luftraum wird für fremde Nationen gesperrt.
  • Es ist Ausländern mit Ausnahme der Botschafter und dessen engsten Arbeitskreis nicht der Aufenthalt in der Islamischen Demokratischen Republik gestattet.
  • Die Pilger nach Mekka & Medina wird die Einreise gestattet, wenn sie entsprechende Anträge beantragen und Sicherheitsanforderungen erfüllen.
  • Die Häfen sind geschlossen mit Ausnahme des eigenen nationalen Fischfangs.
  • Die Islamische Demokratische Republik gewährt den Anrainerstaaten Damas und Khartum die freie Durchfahrt für zivile Schiffe.
  • Die Grenzen sind für den Personen-& Warenverkehr geschlossen.
  • Jeglicher Kapitalverkehr in und aus der Islamischen Demokratischen Republik ist gesperrt.
  • Das Königshaus Jardim, die Clanführer in Mekka, sowie 2700 weitere Personen sind unter Hausarrest gestellt. Die Vermögen sind beschlagnahmt.

Der Ausnahmezustand gilt zunächst für drei Monate.


Geändert von Dantes (19.07.2017 um 23:20 Uhr)
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Alt Gestern, 16:15   #8061
Polyessia
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Islamische Republik Polyessia

Dhaka-Stadt

Beruhigung auf breiter Front, in Polyessia werden die außenpolitischen Aktivitäten Welanjas wohlwollend betrachtet. So war der diplomatische Schritt des Staatspräsidenten von Erfolg gekrönt mit einer unabhängigen und neutralen Diplomatengruppe Gespräche mit dem Nachbarland aufzunehmen. Auch auf Seiten Polyessias wurden die Militärkräfte auf die Grenzgrundsicherung zurückgefahren. Die meisten Truppeneinheiten sind wieder in ihren Kasernen zurückgekehrt und werden demilitarisiert. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Friedenssicherung im Asiatischen Raum eingeleitet worden. Zu hoffen wäre nun, dass sich die Staaten der Region zusammenfinden und Probleme auf diplomatischer Ebene besprechen und lösen.

Auch die wirtschaftliche Situation muss nun auf den Prüfstein, wie geht es weiter mit dem WKB und dem gescheiterten DU Bündnis? Fragen die nicht leicht zu beantworten sind, vor allem da Polyessia im erheblichen Maße vom WKB profitiert hat. Derzeitiger Stand der polyessischen Wirtschaft ist der, dass viele Neuerungen, Verbesserungen und Neugründungen den Staat nach vorne gebracht haben. Das Wirtschaftswachstum steht stabil da und kann sogar Steigerungsraten verzeichnen. Der Fleiß der Bevölkerung sowie ein erhebliches Vertrauen in die politische Führung stabilisieren Polyessia in einem großen Maß.

Das DU Problem ist allerdings ein wesentlich unangenehmeres Thema. Das Versagen des Bündnisses im Schutzfall der SSFA haben deutlich die vorhandenen Schwächen aufgezeigt und die Glaubwürdigkeit erschüttert. Wie soll ein Militärverbund funktionieren, wenn sich die Partner nicht aufeinander verlassen können. Hier wird erheblicher Diskussionsbedarf bei allen Beteiligten gefordert sein. Die Hauptfrage wird sicherlich lauten: Soll der Pakt weiter bestehen bleiben oder löst er sich auf. Muss durch die Reststaaten nachverhandelt werden und wenn ja in welchen Bereichen. Und vor allem wie sinnvoll ist eine Organisation wie die DU für die einzelnen Mitgliedstaaten, da das Hauptaugenmerk auf dem Bereich Sicherheit liegen sollte. Viele kritische Fragen und Überlegungen stehen für die Islamische Republik Polyessia im Focus.
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Alt Gestern, 19:10   #8062
janido10
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Keine Teilrepublik Damas!


Lange war es verhältnismäßig ruhig in der Angelegenheit um das Teilkönigreich Orientalmedirien, außer einigen montäglichen Demonstrationen der pro-damaszenischen Aktivisten – ohne nennenswerte Vorfälle – warteten die meisten Menschen auf eine Meldung des Großkönigs Juan Pablo, welchem die unangenehme Entscheidung über die Gründung einer ersten offiziellen Teilrepublik innerhalb des vereinigten Königreiches schlussendlich obliegt. Und über dessen Entscheidung war in den letzten Wochen und Monaten im gesamten Reich viel spekuliert worden, war seine Entscheidung doch mehr oder weniger frei wählbar: Sowohl die Gründung einer Republik als auch die Verweigerung dessen ist rechtlich in Almoravidien möglich, sodass eine Vorhersage aufgrund gesetzlicher Grenzen kaum möglich war.

Dem zu Trotz war die Meinung innerhalb des Königreiches erstaunlich geeint – von Medirien bis auf die Azoren und die asiatischen Gebiete konnte kaum jemand Verständnis dafür aufbringen, dass die – ohnehin mit Sonderrechten ausgestatteten – Ostmedirer sich derart konsequent gegen die Gunst von Almoravidien stellt, welches der Region jährlich auf Kosten anderer Teilgebiete hohe Summen zur Entwicklung der finanzschwachen Region schenkt. Und dennoch ließen die Forderungen aus Orientalmedirien nach einer Meldung des Großkönigs nicht nach, schließlich erwarteten sie eine schnelle Entscheidung für ihre Angelegenheit.

Und so war sie mit viel Spannung erwartet worden, die Presseansprache des Großkönigs vor den Toren des simmanischen Königspalastes in Constantine, als er – in Abwesenheit von König Francesco I. – die Entscheidung über die nahe und ferne Zukunft mitteilte: Aufgrund der fehlenden Kooperation und Absprache mit dem angrenzenden Teilkönigreich Medirien sowie dem Königshaus in Constantine, sowie der unzureichend ausgearbeiteten Verfassung hat der Großkönig die vergleichsweise unkomplizierte Entscheidung getroffen, das Abdankungsgesuch Francesco I.s nicht anzunehmen, und die Gründung einer Teilrepublik zu untersagen. Einer Republiksgründung innerhalb des vereinigten Königreiches prinzipiell erteilte man jedoch keine Absage – dies müsste jedoch in enger Absprache mit dem Königshaus geschehen.

In Sirte wurde diese Entscheidung erwartungsgemäß schlecht aufgenommen – noch in der Nacht demonstrierten Zehntausend gegen diese Entscheidung, die dafür im restlichen Reich auf breite Zustimmung stieß. Die Polizei fiel bei diesen Demonstrationen weiterhin dadurch auf, dass sie konsequent nicht eingriff, selbst als die Nationalistischen Demonstranten ganze Straßenzüge verbarrikadierten und diese Barrikaden anzündeten. Juan Pablo kündigte daher ebenfalls an, dass man Maßnahmen treffen müsse, um diese Demonstrationen in Kontrolle zu bringen.

Francesco I. dagegen kündigte an, sich mit seinem Stab beraten zu wollen. Eine unerlaubte Abdankung sei prinzipiell ebenfalls im Bereich des Möglichen, so der König, der weiterhin mit seinem Amt nicht glücklich wird.


Jisr

Erschrocken blickt das Vereinigte Königreich auf die Geschehnisse im ehemaligen Königreich Azmodan: Dort, wo einst das Königshaus von Abdul Yasin Al-Ahmad II. über ein herrliches und vereintes, friedliches und weltoffenes Reich herrschte, brachte offenbar der Grauen des Todes jenes großartigen Herrschers das Verderben über ein florierendes Reich: Zuerst kam der Verrat der Regierung über das Reich, als die Parlamentarier eine islamische Republik auf dem Gebiet ausriefen, das über seine Grenzen hinweg für religiöse Neutralität bekannt war, doch selbst diese Republik war im Vergleich noch ein Hort des Friedens im Vergleich zur nun ausgerufenen Republik Jisr. Diese Republik, welche sich ebenfalls mit dem Islam schmückt, fällt bereits wenige Stunden nach ihrer Ausrufung bei den religiösen Führern des almoravidischen Königreiches Medirien in Ungnade: Ein Land der Abschottung und der Feindlichkeit anderen Nationen gegenüber, wie Jisr sich derzeit präsentiert, könne niemals im Namen einer Weltreligion sprechen, so der führende Imam der großen Moschee in Al-Djazair. Dieser weiter: „Unsere Religion zeichnet sich aus durch Kommunikation mit den anderen Völkern der Welt, durch Liebe und Frieden, durch friedliche Koexistenz. Eine Republik, die sich von allen Einflüssen außerhalb ihrer Grenzen abschottet, die ihre Luft- und Wasserräume sperrt, eine Nation, die Gottes Vertreter auf Erden in Hausarrest steckt, die wird niemals im Willen des Herrn handeln, sondern sie steht für eine falsche Religiosität, die sie über kurz oder lang ins Verderben und die Hölle führen wird“.

Weniger Religiös formulierte das christliche Königshaus um Juan Pablo seine Kritik an Jisr: Ein neuer Staat wird niemals Stabilität erreichen, wenn seine ersten Maßnahmen in der Politik die vollkommene Abschottung, sowie die Behinderung des interkontinentalen Luft- und Seeverkehrs sind. Das Königreich wird daher entgegen seiner Prinzipien keine Aufbauhilfe an die Fehlgeleiteten nach Jisr senden, sondern es bei einer förmlichen Anerkennung belassen wird. Darüber hinaus gab man, als Nachfolger des großen Königreichs Aminier, eine förmliche Warnung an Jisr ab, die ehemalige Hauptstadt Aminiers nicht zu gefährden, da man sonst mit weiteren Nachfolgern Aminiers für die Sicherheit der Weltstadt garantieren müsse. Bezüglich des Königshauses Jardims bot man Jisr dagegen an, diese in Almoravidien aufzunehmen.

Darüber hinaus bot der König von Abdullah I. bin Chalid bin Muhammad al-Ibrahimi Quraishi, ein direkter Nachfahre des Propheten Mohammed, dem jisirischen Führer Ja’far ben Kureishi ein Treffen an, um die großen Differenzen zu besprechen.



Slawien

Mit weniger Schrecken, dafür großer Verwunderung blickten die almoravidischen Politiker ins valslawische Unionsgebiet, dessen Teil Valgerik noch vor einem Jahr mit der wichtigste Partner des almoravidischen Reiches gewesen ist. Dort, wo vor einiger Zeit die Monarchie für eine weitere Fusion mit den slawischen Demokraten über Bord geworfen wurde, scheint bereits nach kurzer Zeit eine Phase der Geschichtsvergessenheit eingesetzt zu haben, anders kann man sich in Constantine die jüngsten, antimonarchischen und antisozialistischen Tendenzen der Union nicht erklären: Immerhin war es die Monarchie, die Valgerik in den schweren Zeiten des Bürgerkriegs Stabilität verliehen hat und diesen überstanden hat, während Slawien in den letzten Jahren einer der Musterbeispiele für einen gut funktionierenden, kommunistischen Staat darstellte.
Der einzig mögliche Schluss aus diesen, zudem vollkommen unerwarteten 180°-Drehungen der beiden ehemaligen Teilgebiete sei, dass die Fusion und auch aktuelle Gliederung des Landes entgegen erster Vermutungen auch in Almoravidien gegen den Willen der Bevölkerung geschehen ist – eine Fusion der Nationalisten und Faschisten somit, welche die Kontrolle nun über ein Land innehalten, dessen Bevölkerung sich zu keinem Aufstand durchringen kann.
Für diese Annahme spricht jedoch nicht nur die Reaktion des Staates auf seine eigene Vergangenheit, sondern auch auf Geschehnisse in aller Welt: Einerseits sah sich Slawien nicht dazu in der Lage, den beschwerlichen Freiheitskampf der Völker Iberiens anzuerkennen, sondern sah sich darüber hinaus verpflichtet, dem internationalistischen Regime Toros die Treue zu schwören – in einer Zeit, in der jenes Regime nahezu besiegt scheint, appelliert Slawien an die torische Bevölkerung, sich gegen die befreienden Monarchisten der NL zu wehren. Sieht man davon ab, dass Slawien damit praktisch alle Menschen der Erde – unter anderem auch sich selbst – meint, und somit die Weltbevölkerung zu einem absoluten Vernichtungskrieg gegen die iberische Monarchie aufruft, zeugt dieser Aufruf von einer gewissen Unfähigkeit, die internationalen Geschehnisse angemessen zu erfassen und einzuschätzen.

Ein weiteres Beispiel dafür ist die angebliche Unterdrückung der DMBP im almoravidischen Orientalmedirien: Während die Gerichte und Sicherheitskräfte Almoravidiens die Stabilität und Integrität der innerreichlichen Demokratie Orientalmediriens sowie der reichsweiten Parlamentswahlen durch gewissenhafte und gute Arbeit stabilisierten, indem sie landesfeindliche Akteure ausmachten und vor den unabhängigen Gerichten des Reiches anklagten, und auf der anderen Seite die Regierungsbeteiligung durch Straftäter ausgeschlossen ist, sah Slawien darin einen Verstoß gegen internationale Standards der Demokratie. Alleine die Äußerung, in einer ordentlichen Demokratie müsse ein jeder Wählbar sein, legt den vollständigen Realitätsverlust der slawischen Union dar – denn egal, ob nun in Slawien jedes Neugeborene ebenso wie jeder verurteilte Mörder oder jede verfassungsfeindliche Partei zu Wahlen zugelassen sind, oder ob die valslawische Union von Almoravidien Standards einfordert, die sie selbst nicht einhält: Eine Einhaltung der selbst ausgegebenen Standards von anderen Staaten der Erde würde die Demokratie mehr schwächen denn stärken, so almoravidische Parlamentarier. Und so werden weder die reichsweiten Wahlen wiederholt, noch auf absehbare Zeit die Regionalwahlen in Orientalmedirien, letztere jedoch spätestens zum 1.9. 2056 – so will es das Wahlgesetz des Großkönigreiches bei ungültigen Wahlen, und dem ist Folge zu leisten.

Eine formelle Aufklärung folgte darüber hinaus ebenfalls: Die Nichtzulassung der DMBP zur Regionalwahl Orientalmediriens ist genau das gewesen, keinesfalls jedoch ein Parteiverbot. Denn ebenso wie die Partei nur eine Woche später zu den Wahlen im gesamten Reich zugelassen war und auch weiterhin viele Bürgermeister und Landvorsitzende stellt, herrscht auch kein Verbot bestimmter Meinungsrichtungen. Zu letzterem sei einerseits auch gesagt, dass eine politische Partei keine Meinungsrichtung ist, sondern bestimmte Meinungen politisch vertritt – ein effektives Meinungsverbot wäre rechtlich nicht durchsetzbar in einem Staat, der auf Vielfalt ausgelegt ist, wie es in Almoravidien der Fall ist. Darüber hinaus sei sowohl die nationale Gesinnung der DMBP in Almoravidien erlaubt, als auch prodamaszenische Aktivitäten. Ein Beispiel für kooperative und konstruktive Zusammenarbeit almoravidischer Teilgebiete mit Constantine sei das Fürstentum Colayia, welches ebenfalls stark damaszenisch geprägt ist, ohne dabei verfassungsfeindliche Aktivitäten zu betreiben. Auch weist man Slawien förmlich darauf hin, dass die DMBP-Regionalabteilung Colayia sowohl in Colayia als auch bei der Gesamtwahl zugelassen war, und sich darüber hinaus von der orientalmedischen DMBP distanziert hat. Wer also von einem Meinungsverbot der DMBP spricht, der – so die Worte des Königs von Medirien – sei in Sachen Rechtsstaat so gewandt wie ein medirisches Rennkamel.



Kurznachrichten
  • Cetero censeo vexilia slawiae esse cremandum
  • Juan Pablo jüngst erneut bei vielen privaten Ausflügen nach Südamerika gesichtet. Treffen mit Angehörigen der Königsfamilie?!
  • Vereinigte Föderation Sozialistischer Balkanrepubliken Rumoslavya? Das Almoravidische Königreich freut sich auf neue Kollegen aus dem Osten Europas!
  • Forza Almoravidia!
  • Aussagen Almoravidisch-Guineas bestätigt.
  • Die Angehörigkeit der Gebiete westlich von Guinea Almoravidiana zum zumanischen Reich stehen nicht zur Debatte - Ajinische Militäraktionen in der Nähe des Großkönigreiches würden mit Härte beantwortet.
  • HYDRA immer noch existent

__________________
I will answer injustice with justice.
Daenerys Targaryen

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Alt Gestern, 19:38   #8063
Furanty
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Republik Toro


Staatsjubiläum wegen Renovierungsarbeiten verschoben

Die Renovierungsarbeiten im Präsidentenpalast und im ganzen großen Land der Republik Toro dauern weiter an. Um diese schnellstmöglich zu Ende bringen zu können, wurden die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Republik auf unbestimmte Zeit verschoben.




20.03.2055

Wahlen abgehalten. Versammlung konstituiert sich.

Saragossa/Zaragoza. Die Wahlen zur Verfassungsgebenden Nationalversammlung der im Reichspräsidium vertretenen Königreiche und Länder konnten ohne schwerwiegende Zwischenfälle und in mehr als 96 % der Kommunen des Landes durchgeführt werden. Nach einem unerwartet gesittetem Wahlkampf um die Gestaltungshoheit der neuen Verfassung sieht das Wahlergebnis folgendermaßen aus:
  • Unser Erbe (NL), die Partei, die den Wechsel von Toro zu den Königreichen und Ländern maßgeblich mitgestaltet hat, erhält 52,8 % und 347 der 651 Sitze in der Versammlung.
  • Die Bewegung für Frieden und Freiheit INTERnational (INTER), die die Republik Toro angeführt hat und die Wahlen offiziell nicht anerkennt, obwohl sie selbst dran teilgenommen hat, kommt mit 3,6 % auf 23 Sitze.
  • Die Republikaner, die NL in der Sache an sich unterstützt haben, aber die monarchische Staatsform ablehnen, erhalten 16,2 % der Stimmen und 106 Sitze in der Nationalversammlung.
  • Das Virenische Erbe (LV), das wie die Republikaner und NL für ein Ende Toros kämpfte und den neuen Staat als Nachfolger Vireniens sehen möchte, konnte 15,3 % der Stimmen und 100 Sitze erringen.
  • Die Grünen (V) hoffen auf eine gesellschaftlich moderne und umweltfreundliche Verfassungsgebung. Sie erhalten 34 Sitze bei einem Stimmenanteil von 5,1 %.
  • Die Kommunistische Einheitsliste fordert einen kommunistischen Staat. Sie erhält 2,7 % der Stimmen und 18 Sitze.
  • Der nationalistische Frente Ibérico fordert eine komplette Auslöschung des internationalistischen Regimes und die Isolation des Staates, um ihn vor den kulturlosen Einflüssen anderer Nationen — oder im Sprachgebrauch des FI Stammesgesellschaften — zu schützen.

In der Reichshauptstadt Saragossa/Zaragoza kamen die neugewählten Vertreter zur konstituierenden Sitzung zusammen. Hauptaufgabe der Nationalversammlung wird es sein, schnellstmöglich eine Verfassung auszuarbeiten und diese dem Volk zur Abstimmung vorzulegen.
Um die Regierungsgeschäfte darüber hinaus am Laufen zu erhalten, wählte die Versammlung aus ihrer Mitte heraus einen Hauptausschuss, der bis zu regulären Parlamentswahlen die Aufgabe der Regierung übernehmen wird. Vorsitzender des Ausschusses und damit nominell Regierungschef der Königreiche und Länder ist Enrico Fabula Penrosa, der vor dem Umbruch in Toro einen Comic-Laden in València führte und sich früh der Kultur- und Nationalbewegung anschloss, die schließlich in Unser Erbe mündete. Fabula Penrosa wird neben seiner eigenen Partei auch von den Republikanern und dem Virenischen Erbe unterstützt.
»Es ist an der Zeit, die Internationale Bühne wieder zu betreten und das Bild, dass das internationalistische Regime von uns gezeichnet hat, zu korrigieren. Wir sind ein stolzer Nationenstaat mit vielen Kulturen, Religionen und Sprachen, derer wir uns nicht schämen müssen. Wir werden selbstbewusst und freundschaftlich der Staatengemeinschaft die Hand reichen«, so der Vorsitzende.
Die im Reichspräsidium vertretenen Königreiche und Länder bitten die Staaten der Welt dementsprechend um internationale Anerkennung und einen Austausch von diplomatischen Missionen.

Kurznachrichten
+++ Im nächsten Post dann endlich internationale Politik +++
+++ Jetzt Splatoon 2 +++

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Alt Gestern, 20:39   #8064
Dantes
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Ja'Far ben Kureishi zum Bewahrer des Islams ernannt

Auf Einladung der bisherigen Clans welche über die erhabene Stadt Mekka herrschten kam Ja'Far ben Kureishi zum gemeinsamen Gebet. Bevor dies stattfand wurde an die Kaaba eine kleine Leiter gestellt und der neue Anführer der Nation reinigte das Haus in dessen Richtung fünfmal täglich alle Muslime beten. Die Clans verbeugten sich ehrenvoll nach diesem klaren Symbol über die reinen Absichten und sprachen einen Treueschwur. Ja'Far erklärte daraufhin den Hausarrest für aufgehoben und es wurde gemeinsam das Gebet vollzogen.
Im Anschluss daran kam es zum Ausruf Ja'Far ben Kureishi zum Bewahrer des Islam. Er ist nun der Wächter über die Heiligen Stätten und er ist anerkannt worden als Anführer.

Forum kritisiert AKM Umgang mit der damaszenischen Minderheit

Die weitere Benachteiligung welche die damaszenische Minderheit erdulden muss ist inaktzeptabel! Dem Wunsch nach Autonomie muss stattgegeben werden. Das Königreich zeigt damit das es nur auf seine imperalistische Herrschaft bedacht ist und nicht den Wunsch seiner Bürger selbst zu entscheiden was das Beste ist.

Fatwa gegen AKM!

Ja'Far ben Kureishi, Bewahrer des Islams stellte eine Anfrage an die höchsten Geistlichen in Jisr über die Auslegung des Islams in AKM. Das Urteil kam prompt: AKM verstößt gegen fundamentalste Werte des Islam. Muslime innerhalb AKM werde aufgerufen dem Königshaus abzuschwören. Die Kriege die AKM geführt hat, die Ansprüche AKM über Aminier dessen Nachfolge jeder Staat in Nordafrika erklären kann um damit sich selbst zu erhöhen über alle anderen, die illegitimen Anprüche angeblicher Blutsverwandte über das Siegel des Propheten.

Die Fatwa stellt klar und darin sind sich die persalischen und arabischen Geistlichen einer Meinung, das aus der Ableitung des Blutes kein Anspruch auf die Herrschaft oder Einfluss über Muslime gilt! Der einzig wahre Gott hat die Zeit des Prophetentums beendet! Alle Muslime müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen! Die Fatwa macht deutlich das Jisr die Umma ist, welche alle Muslime Heimat bietet. AKM ist ein ungläubige Nation Schaytans!

Das Forum erklärte auf die Bekanntgabe der Fatwa das man keine Beziehungen zum Feind des Islams will. Wahre Muslime werden eingeladen AKM zu verlassen und am Aufbau unserer Nation teilzunehmen.

Kurznachricht:
  • Wir haben die Heiligen Stätten, wir sind die Weltreligion
  • Nach Rechtsprüfung ist die Damaszenische Union als Staat in ihren Staatsmodell ein islamisches Vorbild!
  • Grüßen an die Islamische Republik Polyessia
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Alt Heute, 05:30   #8065
Maje
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Vereinigte Föderation Sozialistischer Balkanrepubliken Rumoslavya.
United Federation of Socialist Balkan Republics Rumoslavya.
Fédération Unie des Républiques Socialistes des Balkans Rumoslavie
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Revolution und Abführmittel

Wieder einmal in der Geschichte, entpuppte sich der Balkan als Pulverfass.
Die dominierende Rolle der griechischen Nomenklatura im Vielvölkerstaat, sorgte bei der überwiegend slawischen, aber auch der rumänischen Bevölkerung für großen Unmut. Die zentralistische Regierung in Konstantinopel ignorierte konsequent den starken Freiheitsdrang der slawischen Landesteile und die Bedürfnisse ethnischer Minderheiten. Als wäre dies noch nicht genug, erwiesen sich die institutionellen Strukturen als korrupt und verkrustet, in einigen Teilen der Republik musste man sogar von einem „failed state“ sprechen, der Staat hatte hier versagt. Es entstanden Parallelgesellschaften, insbesondere in Siebenbürgen, der Vojvodina und in Plovdiv.
Doch am gefährlichsten war die mangelnde Sozialpolitik. Eine rudimentäre Krankenversicherung, Lohndumping in allen Sektoren, keine gesetzlich geregelten Arbeitszeiten oder Urlaubstage, fehlender Mutterschutz, steigende Mieten, Zerfall der Infrastruktur. All dies führte nicht nur zur Ausbeutung der Arbeiterklasse, sondern auch zum strukturellen Versagen des Staates.
Als würde dies nicht schon genug für sozialen Brennstoff sorgen, sah man jüngst Ministerpräsident Zorbas, wie er eine seiner neuen Yachten bestaunte. Die Werft hatte ihm einen Freundschaftspreis gemacht, aus Dank für die großzügigen Steuersenkungen für Unternehmen die Luxuswaren produzieren. Er wurde damit zur ungewollten Symbolfigur der verhassten, selbstsüchtigen griechischen Elite.
So ließen die ersten Demonstrationen nicht lange auf sich warten, organisiert wurden sie von der verbotenen Kommunistischen Partei Spartans (KPS) unter deren Vorsitzenden Dimitar Gabalov. Treu dem kommunistischen Motto „Arbeiter aller Länder vereinigt euch!“ rief er Demonstranten aus allen Landesteilen in die Hauptstadt Konstantinopel, um gegen die dekadente und ignorante Regierung zu demonstrieren.
Die Machthaber schienen wie gelähmt von diesen plötzlichen Massenaufläufen.
Schließlich wussten sie sich nicht anders zu helfen und befahlen der Polizei die Demos aufzulösen. Doch anscheinend hatte man den unbändigen Willen der Menschen unterschätzt. Sie widersetzten sich vehement den extrem gewaltsamen Versuchen der Polizei die Massen aufzureiben. Schließlich befahl Präsident Nikolopoulos die Armee einzusetzen.
Nun rächten sich die ständigen Lohnkürzungen- und sogar Ausfälle bei den Streitkräften, denn die Armee verweigerte den Gehorsam und schlug sich spontan auf die Seite der Demonstranten. Bilder von Panzern mit jubelnden Demonstranten, die durch die Straßen in allen größeren Städten fuhren machten schnell die Runde.
Schließlich kam es zum showdown, als das Parlament von der wütenden Menge gestürmt wurde. Die Regierung wurde verhaftet und die Demonstranten wählten Dimitar Gabalov zum kommissarischen Präsidenten. Dabei war den meisten Wählern wohl nicht klar, dass Gabalov ein Stalinist der alten Schule war und dass er nichts anderes im Sinn hatte, als einen gnadenlos restriktiven, kommunistischen Staat zu errichten.
Die Partei kündigte eine Rede in Bukarest an, man wollte vom Großen Palast aus zum Volk sprechen, die Rede sollte in allen Fernsehanstalten des Landes übertragen werden.
Gabalov indes merkte nicht, oder unterschätzte es, dass viele in der KPS den Stalinismus für problematisch hielten. Revolution, Ja! Sozialismus, Ja! Aber eine stalinistische Diktatur?
Da trat ein Mann in Erscheinung, der jüngst ins ZK der KPS gewählt wurde, Răzvan Florescu aus dem verschlafenen Lugoj im rumänischen Banat. Er war der wohl mutigste Anführer des Reformflügels der Partei. Er wollte eine Diktatur des Proletariats, aber einen Sozialismus mit „menschlichem Angesicht.“
So tagte am Vorabend der Rede der Reformflügel in einer kleinen unscheinbaren Kammer des Largo in Sofia, der kürzlich auserkorenen Parteizentrale der KPS, und beriet, was man tun könne, um die Etablierung eines stalinistischen Regimes zu verhindern und Gabalov elegant zu entfernen. Er mag für die Durchführung der Revolution nützlich gewesen sein, ja sogar unentbehrlich, aber zum Führen eines Staates war er ungeeignet, da brauchte es jemanden mit Verstand und Weitsicht, das war den Genossen klar. Aber wie sollte man das nur anstellen? Niemand wusste darauf eine Antwort, doch allmählich wunderten sich alle, warum Genosse Florescu ein so vergnügtes Gesicht machte.
„Genossen, wie einige sicherlich von euch wissen, habe ich Geschichte studiert. Im Mittelalter war es so...“ holte er aus und zog genüsslich an seiner Zigarre, „..., dass es keinen Staat gab, keine Ämter, keine formalisierten Strukturen. Wie hat die Gesellschaft also funktioniert? Durch öffentliche Zeremonien, die konstitutiven Charakter hatten. Das heißt konkret: Es war das Realität, was öffentlich zelebriert wurde und sofern niemand widersprach, war das der gesellschaftliche Konsens, die Wahrheit, die Beschaffenheit der Gesellschaft und obwohl dieses archaische Element der öffentlichen Konstitution in der heutigen Zeit der formalisierten Ämterstrukturen an Bedeutung verloren haben mag, so ist es dennoch nicht vollumfänglich bedeutungslos.“
Die Parteifreunde sahen sich verwirrt an. „Genosse Florescu, was willst du uns damit sagen?“
„Ich will damit sagen, dass derjenige, der morgen die Rede hält die künftige Beschaffenheit unserer Gesellschaft und unseres Staates bestimmen wird. Und wenn der eigentliche Redner aus irgend einem Grund verhindert sein sollte, wird das gelten, was sein Vertreter sagt, egal ob es das ist, was der ursprüngliche Redner im Sinn hatte oder nicht und schließlich weiß niemand außer uns, dass Gabalov morgen die Rede halten wird.“
Dann holte er einen Beutel mit weißem Pulver hervor. „Es wäre doch wirklich dumm, wenn Genosse Gabalov ausgerechnet morgen an einem fiesen Magen-Darm-Virus erkranken würde und jemand anderes die Rede halten müsse.“
Zustimmendes und vor allen Dingen erstauntes Schweigen breitete sich aus. Am nächsten Morgen schüttete Florescu das Pulver in Gabalos Kaffee und kaum hatte er ihn getrunken, wart er nicht mehr gesehen.
Das Politbüro des ZK hatte sich bereits auf dem großen Balkon des Parlamentspalastes in Bukarest versammelt und wartete ungeduldig auf Gabalov. Ganz bewusst ließ Florescu etwas Zeit verstreichen, bevor er einfach an das bereits angeschaltete Mikrofon trat. Gabalovs Anhänger wechselten erstaunte und erboste Blicke miteinander, wagten es aber nicht vor angeschaltetem Mikrofon zu widersprechen und somit einen Eklat auszulösen, der die Ziele der Revolution gefährden könnte, denn es waren immerhin Zehntausende versammelt und der Rest über Fernsehen zugeschaltet.
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es ist gelungen! Wir haben das Unrechtsregime in Konstantinopel gestürzt, wir haben dem kapitalistischen Imperialismus den Kampf angesagt und obsiegt! Wir haben der Korruption, Unterdrückung und Ausbeutung ein Ende gesetzt und all das.... ist euer Verdienst, ihr habt euch befreit von den Ketten der dekadenten Bourgeoisie.“ Das versammelte Volk applaudierte begeistert.
„Wir werden uns nun einen neuen Staat aufbauen, eine Republik der Völker, in denen das Volk das Sagen hat, in denen ihr, liebe Freunde, herrschen werdet. Allein sind wir nichts, zusammen sind wir alles. Das Individuum erreicht nichts, das Kollektiv erreicht was auch immer es erreichen möchte! Die Kommunistische Partei Spartans, als eure Stimme meine lieben Bürgerinnern und Bürger, wird einen Staat schaffen, in denen alle Völker des Balkans: Slawen, Rumänen und ja, auch die Griechen, friedlich zusammen leben werden, den Idealen des Sozialismus folgend, wird die Partei die Rechte der Arbeiterklasse, die Bedürfnisse des Volkes und die Stärke unserer Einheit vorantreiben und zur Vollendung führen! Denn wir wollen unseren neuen Staat auf Versöhnung aufbauen und nicht auf Hass und Vergeltung! Freut euch! Denn wir alle zusammen erleben die Stunde Null, unsere Stunde, die Stunde der Befreiung und eines neuen Lebens in Harmonie, Frieden und Einheit. Wir werden den Arbeitern ihre Betriebe zurückgeben und sie von dem Joch des menschenverachtenden Kapitalismus befreien, damit der Wert der Arbeit wieder den Arbeitern gehört!“ An dieser Stelle applaudierte das Volk besonders laut. Florescu nickte unterstützend und wank der Menge zu.
„Lasst uns unseren Nachbarn und allen Nationen auf der Welt, ganz egal welches politische System, welche Religion oder Kultur sie angehören, in Freundschaft und Frieden die Hand reichen, auf dass der Friede in der Welt gedeihe und nie wieder eine Mutter ihren Sohn beweinen muss. Liebe Freunde, ich rufe hiermit die Vereinigte Föderation der sozialistischen Balkanrepubliken Rumoslavya aus. Es lebe die sozialistische Revolution, Hurrah!“
Das Volk jubelte begeistert und stimmte in einen dreimaligen Hurrah-Ruf ein.

Dann überschlugen sich die Ereignisse, Florescu wurde zum Generalsekretär vom Politbüros des ZK der KPS gewählt, die stalinistischen Genossen wussten genau, dass sie geschlagen waren, Florescu genoss nach dieser Rede enorme Popularität beim Volk. Das zeigte auch die anschließende Wahl, in der über 76% der Bürger Florescu zum Präsidenten der Föderation wählten.


Diplomatie

Bukarest. Präsident der Föderation Florescu hat kurz nach seiner Rede vom Balkon des Parlamentspalastes geäußert, dass es ihm ein Herzensanliegen sei, zu allen Nationen ein gutes, wenn möglich freundschaftliches Verhältnis zu pflegen, daher lädt er alle Staaten dazu ein, sowohl die, die bereits mit Spartan Beziehungen unterhielten als auch jene die dies bislang noch nicht taten, die offiziellen diplomatischen Beziehungen aufzunehmen und entsprechende Botschaftsdelegationen auszutauschen.
Ganz konkret möchte sich Florescu persönlich mit Union der Souveränen Slawischen Republiken, dem Vereinigten Almoravidische Königreich Medirien und dem Durch das heilige Kronerbe vereinigte Reiche mitsamt seiner Ländereien treffen.


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