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Alt 18.08.2017, 18:25   #901
Spocky
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Zitat:
Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Es werden im Straßenverkehr mehr als hundert mal so viele Menschen sterben, an multiresistenten Keimen über 500 mal so viele und noch mehr bei Unfällen im Haushalt.
Damit Terroranschläge kleinzureden, gar zu verharmlosen, halte ich für (ich wähle jetzt ein moderateres Wort) unangebracht.
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Alt 18.08.2017, 18:50   #902
sims-2-spieler
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Zitat:
Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
Damit Terroranschläge kleinzureden, gar zu verharmlosen, halte ich für (ich wähle jetzt ein moderateres Wort) unangebracht.
Ich verharmlose sie nicht, ich relativiere sie. Als allgemeines Lebensrisiko spielen sie fast keine Rolle.

Als Morde mit dem Ziel, Angst zu verbreiten, verurteile ich sie. Aber selbst da spielen sie im Verhältnis zu den EU-weiten Morden aus teilweise noch niedrigeren Beweggründen ("aus Spaß" Obdachlose anzünden z.B.) wahrscheinlich ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Dazu habe ich gerade keine Zahlen greifbar.

Ich finde es unangebracht, aus Terroranschlägen mehr zu machen als sie sind. Dann haben die Terroristen nämlich ihr Ziel erreicht.
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Alt 18.08.2017, 20:09   #903
Kuroi
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Zitat:
Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ich verharmlose sie nicht, ich relativiere sie. Als allgemeines Lebensrisiko spielen sie fast keine Rolle.

Als Morde mit dem Ziel, Angst zu verbreiten, verurteile ich sie. Aber selbst da spielen sie im Verhältnis zu den EU-weiten Morden aus teilweise noch niedrigeren Beweggründen ("aus Spaß" Obdachlose anzünden z.B.) wahrscheinlich ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Dazu habe ich gerade keine Zahlen greifbar.

Ich finde es unangebracht, aus Terroranschlägen mehr zu machen als sie sind. Dann haben die Terroristen nämlich ihr Ziel erreicht.
Ich gebe dir in der Sache größtenteils recht, auch wenn sich deine Relativierungen etwas befremdlich anfühlen.

Was mir allerdings zusätzlich sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass diese Attacken anscheinend (größtenteils? teilweise?) vermeidbar gewesen wären. Ein Anis Amri war z. B. ein polizeibekannter "Gefährder" und konnte dennoch seine Spritztour unternehmen. Diesbezüglich bin ich schon gespannt, was man noch alles über die aktuellen Angreifer von Katalonien erfährt.
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Alt 18.08.2017, 23:17   #904
Taurec
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Warum fühlt sich das befremdlich an? Die Zahlen sind Fakt und sprechen eine deutliche Sprache.

Als ich damals den Vorschlag machte, den Straßenverkehr komplett zu automatisieren, waren viele sofort mal dagegen, weil sie lieber unbedingt selbst fahren wollen. Weils Spaß macht z.B.. Das heißt, dass diese Leute kein Problem damit haben, dass 10.000 Menschen im Jahr sterben müssen, weil sie auf ihren Spaß nicht verzichten wollen.
DAS ist befremdlich.

Wir nehmen jedes Jahr tausende Tote auf unsere Kappe, damit wir unseren Wohlstandsmüll produzieren können, für die heilige Kuh Auto, wir vernichten Umwelt und Tierarten... Nur für ein Stück Elektronik. Was spielt da so ein bissel Terror schon für eine Rolle?
Wir wollen ihn doch, sonst würden wir ihn nicht produzieren. Oder will vielleicht jemand von euch doch mal die Lebensweise und Einstellung ändern, um die Terrorursachen zu reduzieren?
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Alt 18.08.2017, 23:28   #905
Kuroi
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Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Warum fühlt sich das befremdlich an? Die Zahlen sind Fakt und sprechen eine deutliche Sprache.
Ich widerspreche den Zahlen nicht. Und rein rational kann ich die Argumentation auch nachvollziehen. Nur vom Bauchgefühl her passt es bei mir nicht. Vielleicht liegt es tatsächlich an der Berichterstattung mit all den individuellen Betroffenengeschichten und den großen öffentlichen Gesten, die auf so einen Anschlag folgen. Und obwohl ich diese (Über-)Dramatisierung nicht mag, bin ich sie halt doch gewohnt. Vielleicht ist das der Grund.

Andererseits habe ich eben auch - wie gesagt - das Gefühl, dass diese Anschläge nicht zwingend hätten passieren müssen, dass sie hätten verhindert werden können.

Zitat:
Wir wollen ihn doch, sonst würden wir ihn nicht produzieren. Oder will vielleicht jemand von euch doch mal die Lebensweise und Einstellung ändern, um die Terrorursachen zu reduzieren?
Unlogische Schlussfolgerung. Ich würde sagen, wir nehmen ihn in Kauf. Von Wollen kann aber keine Rede sein - egal wie man es dreht und wendet. (Und ehrlich gesagt fällt mir auch gerade nicht ein, wie ich meine Lebensweise ändern könnte, damit sich nicht der nächste Verrückte einen Lieferwagen schnappt und in eine Menschenmenge fährt.)
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Alt 18.08.2017, 23:35   #906
Taurec
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Wenn wir ihn nicht wollten, hätten wir längst Maßnahmen ergriffen, dem Terror seinen Nährboden zu entziehen.
Wir verstärken ihn aber sogar noch. Sowohl im Inland, als auch im Ausland.

Der beste Schutz vor Terror ist es, den dafür anfälligen Menschen die Gründe zu nehmen, radikal zu werden. Das funktioniert aber nicht, wenn Menschen isoliert, abgehängt, ausgebeutet oder sonstwie schlecht behandelt werden.

Genau darauf fußt aber unsere Lebensweise. Alles was wir tun funktioniert deshalb, weil wir anderen etwas wegnehmen, sie schlechterstellen und ausnutzen. Das ist nämlich das Grundprinzip des Kapitalismus. Anders funktioniert er gar nicht. Und das provoziert natürlich Gegenwehr und Radikalismus.

Ich habe schon sehr viele Vorschläge gemacht, was generell getan werden müsste. Das wird aber nie funktionieren, weil niemand auf etwas verzichten will. Den meisten ist es doch egal, worauf sich ihr Wohlstand gründet.

EDIT:
Mich selber berühren Nachrichten von Terroranschlägen gar nicht mehr. Allenfalls ein kurzer Gedanke, ah schon wieder, wo diesmal? Sie sind völlig normal. Actio = Reactio. Die Spirale der Gewalt wird munter weitergedreht. In jedem Krieg gibt's eben Opfer.
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Alt 19.08.2017, 00:59   #907
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Das Problem mit dem "Wir" ist halt das es die fünf Prozent sind weswegen es uns statistisch gut geht. Die verdienen ihr Geld halt damit das der Fischer keinen Fisch mehr fängt weil die internationalen Fischtrawler die Bestände leergefischt haben, der Bauer seine Hühnchen am Markt nicht verkaufen kann weil er mit den Abfällen die bei der Erzeugung der bei uns verkauften Putenbrust anfallen geflutet wird, dem Bauern das Wasser genommen wird damit bei uns Rosen verkauft werden können, etc. Und wenn sie sich dann auf den Weg zu uns machen um überhaupt Leben zu können ist das natürlich auch wieder nicht richtig, sollen sie doch gefälligst für einen Hungerlohn die Fünf-€-Shirts nähen und die 20 Euro Schuhe zusammenkleben weil die Chinesen mittlerweile höhere Löhne fordern. Die letzten Tage hatte so ein CDU-Fuzzi davon gefaselt das wir eine soziale Marktwirtschaft haben weil Unternehmen Fördermittel erhalten. Eine merkwürdige Definition von sozialer Marktwirtschaft.
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Alt 19.08.2017, 01:12   #908
Taurec
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Das Problem dabei ist eben, dass die übrigen 95% diese 5% nicht nur gewähren lassen, sondern aktiv unterstützen und bestärken.

Edit:
Ein gutes Beispiel dafür ist mein Link zu einer Ethikbank in meiner Signatur. Wer hat zu einer Ethikbank gewechselt? Ich habe mich mit Leuten über meine Bank unterhalten. Im Endeffekt würde keiner wechseln, wegen 5 Euro Kontogebühren mtl..
Wegen beschissenen 5 Euro lässt man es also zu, das Krupp Panzer baut und in Diktaturen verscherbelt, oder andere Konzerne die Umwelt mutwillig zerstören. Oder Nestle Wasser stiehlt. Sie tun dies mit dem Geld, dass wir ihnen geben.
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Alt 19.08.2017, 11:51   #909
Kuroi
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Zitat:
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Wenn wir ihn nicht wollten, hätten wir längst Maßnahmen ergriffen, dem Terror seinen Nährboden zu entziehen.
Wir verstärken ihn aber sogar noch. Sowohl im Inland, als auch im Ausland.
Wie gesagt, diese Aussage ist unlogisch. Ich vermute aber mittlerweile, du formulierst sie extra so, um deutlich zu machen, dass wir unser Verhalten ändern müssen.

Zitat:
Der beste Schutz vor Terror ist es, den dafür anfälligen Menschen die Gründe zu nehmen, radikal zu werden. Das funktioniert aber nicht, wenn Menschen isoliert, abgehängt, ausgebeutet oder sonstwie schlecht behandelt werden.
Jein. Sollten wir aufhören, andere Länder kaputtzubomben? Ja. Sollten wir aufhören, Kriegstreibern Waffen zu verkaufen? Ebenfalls: ja. Allerdings kamen und kommen Terroristen nicht nur in den letzten paar Jahren als Migranten zu uns. Wir haben ebenfalls das Problem, dass gebürtige Europäer sich freiwillig dem IS anschließen um hier Angst und Gewalt zu verbreiten. Und dazu als Grund immer und generell anzuführen, dass das bestimmt ganz arme Wesen waren, die einfach nicht anders konnten, ist zu simpel und nichts anderes als Victim Blaming. Wenn mich jemand schlagen will, wehre ich mich oder nehme die Beine in die Hand. Aber ich gehe bestimmt nicht davon aus, dass ich die Schläge verdient habe.

Man sollte auch nicht vergessen, dass es hierbei auch teilweise um Studenten handelt, also Menschen, die zumindest kein allzu beschissenes Leben vor sich gehabt hätten und von ihrem Umfeld oft als unauffällig und/oder beliebt beschrieben wurden.

Zitat:
Genau darauf fußt aber unsere Lebensweise. Alles was wir tun funktioniert deshalb, weil wir anderen etwas wegnehmen, sie schlechterstellen und ausnutzen. Das ist nämlich das Grundprinzip des Kapitalismus. Anders funktioniert er gar nicht. Und das provoziert natürlich Gegenwehr und Radikalismus.
Ich denke, du übergeneralisierst hier deine eigenen schlechten Erfahrungen. Das ist verständlich, weil menschlich - aber nicht die komplette Wahrheit.

Immer alles auf die Gesellschaft schieben zu wollen, ist schlichtweg zu leicht. Es ist sogar ziemlich egozentrisch. Denn Menschen, die meinen, dass "die Gesellschaft" Schuld an ihrem Leid hat, halten sich für wichtiger als sie sind und vergessen oder ignorieren daher meist, dass "die Gesellschaft" aus einer Menge unterschiedlicher Menschen besteht, von denen jeder sein Päckchen zu tragen hat. Sein eigenes Leid jedoch so dermaßen zu überhöhen, dass man daraus das Recht oder sogar die Pflicht ableitet, sich an der "Gesellschaft" zu rächen (also an einer Menge Menschen, die einen nichtmal kennen und folglich nichtmal Schuld daran tragen), zeugt von einer seelischen Störung und nicht von einer normalen Reaktion auf gegebene Umstände.
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Alt 19.08.2017, 14:11   #910
Taurec
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Einzelwesen interessieren mich nicht. Das sollte doch mittlerweile klar sein. Ich habe schon mal klar gemacht, dass der Mensch als Einzelwesen weder gut noch schlecht ist.

Dennoch ist das Einzige was zählt das, was hinten raus kommt. Und das muss man global betrachten. Global betrachtet ist die Menschheit ein parasitärer Scheißhaufen, bei der 1 Viertel auf Kosten der anderen drei Viertel lebt - Und obendrein auf Kosten des ganzen Planeten. Oder willst Du das bestreiten?

Und dieses parasitäre Viertel... Das ist UNSERE Gesellschaft. Die ach so tolle Ellenbogen-Egomanen-Spaßgesellschaft. Wer überhöht sich hier wohl? WIR sind ganz sicher nicht die Guten im Spiel.

EDIT:
Eine seelische Störung liegt bei mir durchaus vor, und nicht nur eine. Sie sind eine Reaktion auf meine Lebensumstände. Aber deshalb bin ich nicht blöde und ich sehe die Dinge durchaus sehr logisch. Und bisher habe ich auch noch keinen umgebracht. Ich war schon immer ein sehr rational denkender Mensch, und das hat sich nicht geändert.
Wer einfach alle Kritik auf den seelischen Zustand des Kritikers abwälzt, macht es sich viel zu einfach.

Und die Rache an der Gesellschaft ist durchaus normal. So sind Menschen nun mal. Die beste Möglichkeit, das zu verhindern, ist es, Menschen gar nicht erst so weit zu treiben. Ja, auch Studenten gingen zum IS. Menschen, die bestimmt kein schlechtes Leben hatten, oder vor sich hatten. Woher willst Du denn das wissen? Kanntest Du die denn? Lebensqualität misst sich ja nicht nur an Geld oder Perspektiven. Auch Studenten werden gemobbt, oder können Depressionen anheimfallen, oder sonstwie aus der Spur geraten.
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Alt 19.08.2017, 15:16   #911
Kuroi
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Zitat:
Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Einzelwesen interessieren mich nicht. Das sollte doch mittlerweile klar sein. Ich habe schon mal klar gemacht, dass der Mensch als Einzelwesen weder gut noch schlecht ist.
Eine Gesellschaft besteht aber nunmal aus Einzelwesen.

Zitat:
Dennoch ist das Einzige was zählt das, was hinten raus kommt. Und das muss man global betrachten. Global betrachtet ist die Menschheit ein parasitärer Scheißhaufen, bei der 1 Viertel auf Kosten der anderen drei Viertel lebt - Und obendrein auf Kosten des ganzen Planeten. Oder willst Du das bestreiten?
Jupp. Ich finde weder mich selbst noch meine Mitmenschen so dermaßen schlecht, wie du uns alle hier darstellst.

Davon abgesehen gibt es auch eine Menge Menschen, die sich für den Klimaschutz einsetzen, die sich Gedanken über ihren Konsum machen, die Konten bei Ethikbanken eröffnen usw., die du damit alle auf den selben "Scheißhaufen" wirfst.

Zitat:
Und dieses parasitäre Viertel... Das ist UNSERE Gesellschaft. Die ach so tolle Ellenbogen-Egomanen-Spaßgesellschaft. Wer überhöht sich hier wohl? WIR sind ganz sicher nicht die Guten im Spiel.
Es gibt aber nicht nur Gut und Böse. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es unzählige Grauschattierungen.

Zitat:
Eine seelische Störung liegt bei mir durchaus vor, und nicht nur eine. Sie sind eine Reaktion auf meine Lebensumstände.
Danke für die Info. Ich erinnere mich an deine Posts von früher, aber diese Anmerkung von mir war gar nicht auf dich bezogen, sondern auf Menschen, die mit Gewalt "Rache an der Gesellschaft" begehen (wollen).
Zitat:
Aber deshalb bin ich nicht blöde und ich sehe die Dinge durchaus sehr logisch.
Ich habe eine einzige deiner Aussagen zweimal als unlogisch bezeichnet und das aus gutem Grund. Du sagst, dass wir den Terror WOLLEN, denn sonst würden wir ihn nicht produzieren. Das ist unlogisch, weil eben nicht jede Konsequenz unserer Handlungen gewollt oder gar vorher bekannt ist. Ein gutes Beispiel dafür sind Nebenwirkungen von Medikamenten oder ungewollte (!) Schwangerschaften.

Es ist richtig, dass wir die Konsequenzen unserer Handlungen vorher bedenken und dafür Verantwortung übernehmen sollten. Das heißt aber nicht, dass jede dieser Konsequenzen gewollt ist. Davon abgesehen kann man auch nicht alle Eventualitäten seiner Handlung vorher abwägen. In diesem Fall ist dann auch nicht von einem Willen zu sprechen, denn ich kann nur wollen, was ich weiß.

Zitat:
Und bisher habe ich auch noch keinen umgebracht. Ich war schon immer ein sehr rational denkender Mensch, und das hat sich nicht geändert.
Wer einfach alle Kritik auf den seelischen Zustand des Kritikers abwälzt, macht es sich viel zu einfach.
Zu der Sache mit der seelischen Störung hast du mich offensichtlich missverstanden, siehe oben. Schau dir den entsprechenden Absatz aus meinem letzten Post bitte nochmal an.

Und nein, für rational denkend halte ich dich in diesem Fall nicht. Ich habe den Eindruck, dass du dein schlechtes Menschenbild auf 7 Milliarden Menschen überträgst. Da du die überwiegende Mehrheit davon höchstwahrscheinlich gar nicht kennst, ist es nicht rational, von einem "parasitären Scheißhaufen" zu sprechen, der Gewalt grundsätzlich gutheißt ("So sind Menschen nunmal").

Zitat:
Und die Rache an der Gesellschaft ist durchaus normal.
Normal ist, was die Mehrheit akzeptiert und anerkennt. Gewalt zur Problemlösung wird zumindest in unserem Kulturkreis von der Mehrheit abgelehnt. Und Gewalt gegen willkürliche, unschuldige Opfer erst recht.

Zitat:
So sind Menschen nun mal. Die beste Möglichkeit, das zu verhindern, ist es, Menschen gar nicht erst so weit zu treiben.
Daraus folgt: Wer Gewalttaten begeht, kann grundsätzlich gar nichts dafür und es sind immer die Opfer daran Schuld.

Damit unterschlägst du, dass Menschen durchaus eine Wahl haben. Sie sind nicht passiv - nur "getrieben" von den schlimmen Dingen, die ihnen vielleicht im Leben zugestoßen sind. Sie können selbst entscheiden, ob sie anderen Leid zufügen wollen oder nicht. Und diese Entscheidung treffen sie aktiv und allein. Wie gesagt: Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber nur die Wenigsten entscheiden sich deshalb zur Gewalt gegen andere. Und diese Wenigen sind gerade deswegen mit unserer Gesellschaft inkompatibel.

Zitat:
Ja, auch Studenten gingen zum IS. Menschen, die bestimmt kein schlechtes Leben hatten, oder vor sich hatten. Woher willst Du denn das wissen? Kanntest Du die denn?
Kanntest du sie? Oder woher willst du wissen, dass sie von ihren Opfern zur Gewalt "getrieben" wurden?
Zitat:
Lebensqualität misst sich ja nicht nur an Geld oder Perspektiven. Auch Studenten werden gemobbt, oder können Depressionen anheimfallen, oder sonstwie aus der Spur geraten.
Das kann alles vorkommen, aber nur die wenigsten von ihnen werden deshalb gewalttätig - und schon gar nicht gegen Unbekannte. (Gerade Depressive richten ihre Agressionen eher nach innen und tun eher sich selbst etwas an als anderen.)
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Alt 19.08.2017, 15:48   #912
Taurec
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Dann leugnest Du also, dass wir gerade dabei sind, unseren Planeten zu zerstören? Die Tatsache, dass einige versuchen, gegenzusteuern, ändert nichts am Endresultat. Auch wenn Gesellschaften aus Einzelwesen bestehen, die unterschiedlichen Strömungen folgen (was ich nie bestritten habe), so ist dennoch nur das interessant, was letztlich dabei rauskommt.

Und das sind nun mal Müllberge, Kriege, Umweltzerstörung, Terror und Gewalt. DAS ist es, was uns derzeit ausmacht. Das ist das, was jedem anderen, der zufällig unseren Planeten besuchen würde, zuallererst ins Auge springt (Vor allem die riesigen Müllstrudel in den Ozeanen oder die gewaltigen durch Ölsandabbau zerstörten Gebiete), weil man das bereits aus dem Weltraum sehen kann.

Es ist gar nicht mehr relevant, ob und wer da gegenhält, weil das eh zu spät kommt.
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Alt 19.08.2017, 16:21   #913
Kuroi
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Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Dann leugnest Du also, dass wir gerade dabei sind, unseren Planeten zu zerstören?
Ich denke, dass wir uns Stück für Stück unserer eigenen Lebensgrundlage berauben. Schon allein, weil wir einfach zu viele sind und immer mehr werden

Den Planeten selbst werden wir nicht zerstören. Vielleicht zerstören wir uns selbst und nehmen dabei noch ein paar Arten mit. Aber nach uns kommt wahrscheinlich irgendwann irgendetwas anderes, das besser an die neuen (wohl von uns verursachten) Bedingungen angepasst ist.

Der Meteorit, der das Aussterben der Dinosaurier eingeleitet hat, hat nicht den Planeten zerstört (auch wenn die Dinos das wohl anders gesehen haben). Er hat "nur" das Gesicht der Erde verändert und den Weg freigemacht für uns und andere Säugetiere.

Zitat:
Die Tatsache, dass einige versuchen, gegenzusteuern, ändert nichts am Endresultat. Auch wenn Gesellschaften aus Einzelwesen bestehen, die unterschiedlichen Strömungen folgen (was ich nie bestritten habe), so ist dennoch nur das interessant, was letztlich dabei rauskommt.
Das sehe ich halt nicht so.

Zitat:
Und das sind nun mal Müllberge, Kriege, Umweltzerstörung, Terror und Gewalt. DAS ist es, was uns derzeit ausmacht. Das ist das, was jedem anderen, der zufällig unseren Planeten besuchen würde, zuallererst ins Auge springt (Vor allem die riesigen Müllstrudel in den Ozeanen oder die gewaltigen durch Ölsandabbau zerstörten Gebiete), weil man das bereits aus dem Weltraum sehen kann.
Ich denke, du bist hier Opfer deiner eigenen Scheuklappen. Würden neutrale Beobachter unsere Erde besuchen, würden sie zwar das sehen, was du gerade genannt hast, sie würden aber eben auch die Dinge erkennen, die ich erwähnt habe. "Ins Auge springen" würden ihnen wohl auch die Pyramiden von Giseh und die chinesische Mauer.

Zusätzlich fänden sie wahrscheinlich unsere universalen kulturellen Errungenschaften interessant: Sprache und Kunst.

Ich denke, das ganze würde ungefähr so laufen, wie man es auf diesem Planeten immer in Natur-Dokus sieht: Hier haben wir die Löwen, die ihre Beute "kaltblütig" zur Strecke bringen, und danach sehen wir, wie die Löwenmutter "liebevoll" mit ihren Jungen spielt und ihnen zu fressen gibt.

Auch die Menschheit hat eben mehrere Gesichter.

Zitat:
Es ist gar nicht mehr relevant, ob und wer da gegenhält, weil das eh zu spät kommt.
Dann ist der Link zu deiner Ethik-Bank ja sinnlos.
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Alt 19.08.2017, 19:30   #914
Taurec
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Ich sags mal so:

Selbst wenn wir von heute auf morgen sämtliche Industrieanlagen des Planeten lahmlegen würden, könnten wir damit gar nichts mehr aufhalten. Wir werden es weder schaffen, die 2 Grad einzuhalten, noch wird es bei 3 Grad aufhören.
Diese Lügen von Politikern sollen doch nur die Bevölkerungen ruhig halten. Wir haben dafür schon zu viele selbst erhaltende Prozesse ausgelöst, die jetzt ablaufen und die wir gar nicht aufhalten können.

Trotzdem MÜSSEN wir entschieden dagegenhalten, denn wir können dennoch schlimmeres verhindern. Damit überlebende Generationen eine Chance erhalten, es besser zu machen.

Wir werden definitiv nicht mehr können:
- das 2 Grad Ziel einhalten (Immerhin haben wir schon mehr als 1 Grad Erwärmung intus, was auch nie erwähnt wird, warum wohl?)

- den Verlust von großen Landgebieten durch Meeresspiegelanstieg und Verwüstung verhindern

- Langzeitschäden der Hochatmosphäre durch unnatürliche industrielle Gifte, von denen die Nebenwirkungen teilweise noch völlig unbekannt sind. FCKW ist nicht das einzige Problem, dass wir haben/hatten. Diese Gase haben zwar nur recht geringe Konzentrationen, halten sich aber teilweise mehrere Jahrtausende und können die tausendfache Wirkung anderer Gase haben.

-Langzeitschäden durch Müllhalden von Industrieabfällen, strahlender Gifte, die in angeblich sicheren Lagern vor sich hingammeln, oder gar völlig ignoriert am Grunde irgendwelcher Meere.

Was wir aber tun können ist, alles was danach kommt, abzumildern, und es nicht noch auf die Spitze zu treiben. Denn genau das tun wir derzeit. Immer noch kennen die globalen Emissionen nur eine Richtung: Nach oben. Allein schon durch das Fracking. Kyoto war ein Papiertiger, und das jetzige ist nicht besser.

Wisst ihr überhaupt, wie das angebliche Umwelt-Musterland Deutschland seine Emissionen verringert hat? Gar nicht. Sie werden jetzt nur in anderen Ländern erzeugt. Die Produktion wurde einfach verlagert, wo sie noch rumschloten und rumrotzen dürfen, wie sie wollen. Damit haben wir die Situation sogar verschlechtert, denn hier in D müssten sie wenigstens grundlegende Umweltschutzverordnungen einhalten.
Und das ist das was ich meine: Was hinten raus kommt, das zählt, und nichts anderes. Denn die globalen Emissionen sind der Schlüssel, nicht die Deutschlands.

Wenn keiner über seinen Tellerrand rausblickt, kann man auch nichts bewirken. Du meinst, ich habe Scheuklappen? Nö. Ich habe FAKTEN. Und die könntet ihr auch haben, wenn ihr EURE Scheuklappen mal ablegen würdet.

Unsere Kultur wird uns nicht retten. Dazu müssten wir sehr viel mehr tun.

EDIT:
Was nutzt es denn, wenn viele Einzelwesen eigentlich gar nichts Böses wollen? Es geschieht dennoch. Warum? Weil jedes Einzelwesen sich mit den Worten "Ich bin ja nicht böse, will ja keinem was, ABER..." zurücklehnt und aus der Verantwortung stiehlt. Wir sind aber nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch das für das, was wir NICHT tun. Dem Bösen genügt es völlig, wenn die Guten nichts tun. Es ist *******gal, wie viele Menschen "gut" sind. Wenn die nichts tun, sind sie sinnlos. Nur was tatsächlich passiert ist entscheidend. Und das ist derzeit nun mal richtig fürn Ar... !

Wenn doch alle so toll sind, warum werden dann Idioten wie Trump in den Sessel gehievt? Warum duldet man hierzulande ungerechte Sozialpolitik? Warum lässt man tausende Flüchtlinge im Mittelmeer absaufen? Warum beuten wir Drittländer aus? Warum erzeugen wir weltweit Terror und Unfrieden? Das alles dürfte doch gar nicht möglich sein, wenn doch angeblich Menschen so toll sind!

EDIT2:
Zitat:
Daraus folgt: Wer Gewalttaten begeht, kann grundsätzlich gar nichts dafür und es sind immer die Opfer daran Schuld.

Damit unterschlägst du, dass Menschen durchaus eine Wahl haben. Sie sind nicht passiv - nur "getrieben" von den schlimmen Dingen, die ihnen vielleicht im Leben zugestoßen sind. Sie können selbst entscheiden, ob sie anderen Leid zufügen wollen oder nicht. Und diese Entscheidung treffen sie aktiv und allein. Wie gesagt: Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber nur die Wenigsten entscheiden sich deshalb zur Gewalt gegen andere. Und diese Wenigen sind gerade deswegen mit unserer Gesellschaft inkompatibel.
Alles, was Menschen tun, hat einen Grund. Kein Mensch geht hin, und tötet andere Menschen, ohne dafür einen gewichtigen Grund zu haben. Nicht mal dann, wenn sie geisteskrank sind, denn dann liegt die Ursache darin. Du findest Gewalt abscheulich, aber wir selber sind es doch, die anderen gegenüber Gewalt anwenden. Gewalt muss nicht nur militärisch sein und sie muss auch nicht unmittelbar den Tod anderer zum Ziel haben.

Indem wir andere ausbeuten, tun wir ihnen Gewalt an. Mir wurde Gewalt angetan - Mit dem Ergebnis, dass ich heute bin wie ich jetzt bin und die Dinge so sehe. Wir tun den Menschen Gewalt an, von denen wir mehr oder weniger indirekt verlangen, unser 5 Euro-T-Shirt herzustellen. Das ist wirtschaftliche Gewalt. Und die ist nicht weniger verwerflich, als militärische Gewalt. Sie ist sogar noch grausamer weil diffizil und hintenrum und schwerer zu bekämpfen. Sie ist weniger sichtbar.

Arme Menschen können sich nicht mit wirtschaftlicher Gewalt wehren. Also tun sie dies militärisch. Da sie aber auch hier nicht mithalten können, ist es eben Terror.

Zitat:
Krieg ist der Terror der Reichen gegen die Armen. Terror ist der Krieg der Armen gegen die Reichen.
Ich weiß nicht mehr, von wem das Zitat ist, aber es stimmt.

Die Religion ist nur ein Vorwand, unter dem Ahnungslose gesammelt und geblendet werden. Das können auch andere sein. Z.B. Rechtsextremismus. Judenhass ("Die sind doch an allem schuld"), Rassismus allgemein, oder nur scheinbar belanglose Dinge wie z.B. "Die Inselaffen/Frosch/Krautfresser..."

Tatsächlich geht es immer nur um zwei Dinge: Geld und Macht. Je größer ein Wohlstandsgefälle ist, desto höher steigt die Kriegsgefahr. Das ist tausendfach bewiesen worden. Und es beweist sich auch heutzutage.

Ach ja, sorry für die Edits öfter. Manchmal fallen mir Dinge erst später ein, und außerdem muss ich mich arg konzentrieren. Ich möchte einfach versuchen, frühere Fehler meinerseits zu verhindern und überwiegend mit Argumenten zu arbeiten. Ich gebe zu, dass mir das nicht leicht fällt.
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Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Das alles dürfte doch gar nicht möglich sein, wenn doch angeblich Menschen so toll sind!
Wenn du dir meine Posts nochmal genau ansiehst, wirst du sicherlich erkennen, dass ich Menschen eben nicht als "so toll" beschrieben habe, sondern mit deinen Posts das getan habe, was du mit Terroranschlägen machst: Ich habe sie relativiert.
Zitat:
Alles, was Menschen tun, hat einen Grund.
Jupp, das heißt aber nicht, dass sie für ihre Taten nicht verantwortlich sind und keine Schuld daran haben.
Zitat:
Kein Mensch geht hin, und tötet andere Menschen, ohne dafür einen gewichtigen Grund zu haben.
So wie Marcel H. aus Herne, der den Nachbarsjungen aus Spaß ermordet hat? Oder Brenda Ann Spencer, die einfach nur keine Montage mochte? Oder ein Terrorist, der meint, von Allah den Auftrag zu haben, ein paar Ungläubige zu töten? Ja, sehr gewichtige Gründe.

Es gibt Menschen, die sind einfach krank im Kopf. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie nicht Gut und Böse auseinander halten können.

Wie gesagt, grundsätzlich gilt, dass man als mündiger Mensch immer eine Wahl hat. Und für diese Wahl ist man dann auch verantwortlich. Wenn du alle Schuld auf die Gesellschaft abwälzt, müssten sich die Opfer von Gewalttaten nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in die Gefängniszelle begeben (sollten sie noch leben) und der eigentliche Täter würde verhätschelt und bemitleidet.

Was du dabei auch übersiehst: Zumindest wenn es sich beim Täter um einen Europäer handelt, war er ebenfalls lange Zeit Teil der Gesellschaft, die er angegriffen hat. Dann ist er also doch (mit-)schuldig...?

Warum werden "Opfer der Gesellschaft" nie als Teil der Gesellschaft betrachtet, in der sie aufgewachsen sind? Weil man ihnen dann eben doch die Verantwortung für ihre Taten zuschreiben müsste?

Zitat:
Nicht mal dann, wenn sie geisteskrank sind, denn dann liegt die Ursache darin.
Wie gesagt, kommt immer drauf an, siehe oben.
Zitat:
Du findest Gewalt abscheulich, aber wir selber sind es doch, die anderen gegenüber Gewalt anwenden.
Aber wir können ja nichts dafür, weil wir ja bestimmt einen "gewichtigen Grund" haben und alle nur Opfer unserer eigenen Gesellschaft sind.

Zitat:
Indem wir andere ausbeuten, tun wir ihnen Gewalt an. Mir wurde Gewalt angetan - Mit dem Ergebnis, dass ich heute bin wie ich jetzt bin und die Dinge so sehe. Wir tun den Menschen Gewalt an, von denen wir mehr oder weniger indirekt verlangen, unser 5 Euro-T-Shirt herzustellen. Das ist wirtschaftliche Gewalt. Und die ist nicht weniger verwerflich, als militärische Gewalt. Sie ist sogar noch grausamer weil diffizil und hintenrum und schwerer zu bekämpfen. Sie ist weniger sichtbar.
Da gebe ich dir vollkommen recht. Eine kleine Anmerkung habe ich dazu aber noch: Es werden/wurden nicht nur 5-Euro-Shirts in Billiglohnländern produziert, sondern auch Markenklamotten. Man sollte in der Hinsicht also beim Kauf auf mehr achten als nur darauf, einen angemessenen Preis für die Ware zu bezahlen.

Problematisch ist auch, dass man als Verbraucher nicht ALLES auf dem Schirm haben kann. Sicher, man kann natürlich jede Firma auf der Welt googeln, bei der man sich etwas kaufen will, nur stolpert man dabei zwangsläufig über ein Informations- und Desinformations-Wirrwarr, das es sehr schwer macht, sich vernünftig eine Meinung zu bilden. Und es gibt Dinge, die man als Konsument einfach nicht erfährt (oder versteht). Letztenendes läuft es alles auf Glauben hinaus. Davon hat man dann vielleicht ein gutes Gefühl, aber wirklich etwas verbessern tut man damit nicht.

Was man auch beachten muss: Die eigene Perspektive ist nicht unbedingt die einzig wahre. Vielleicht freuen sich die Arbeiter in sogenannten "Billiglohnländern" über die Möglichkeit, wenigstens etwas Geld zu verdienen? Vielleicht kann es sogar sein, dass unsere Firmen wenigstens einen Teil unserer arbeitsrechtlichen Standards dorthin exportieren, weil sie nunmal so geprägt sind?

Zitat:
Die Religion ist nur ein Vorwand, unter dem Ahnungslose gesammelt und geblendet werden. Das können auch andere sein. Z.B. Rechtsextremismus. Judenhass ("Die sind doch an allem schuld"), Rassismus allgemein, oder nur scheinbar belanglose Dinge wie z.B. "Die Inselaffen/Frosch/Krautfresser..."
Ach, der Begriff "Ahnungslos" klingt schon wieder so, als hätte der "Ahnungslose" keine Schuld. Es sind eben nicht alle vollkommen ahnungslos. In jeder dieser Gruppen wirst du neben den Ahnungslosen auch (hoch-)gebildete Leute finden, die dennoch von ihren Ansichten vollkommen überzeugt sind.
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Alt 20.08.2017, 11:25   #916
Storm
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Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Es gibt Menschen, die sind einfach krank im Kopf. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie nicht Gut und Böse auseinander halten können.
"Krank im Kopf", "gut" und "böse" sind leider Konzepte, die je nach Betrachter sehr unterschiedlich sein können. Viele Gewalttäter sehen sich ja als die Guten an, die die Bösen bekämpfen - was die Opfer dann andersherum sehen. Allein deswegen ist derartiger Gewalt wohl nur sehr schwer beizukommen, so sehr man es sich natürlich wünscht und so sehr man versucht, sich diesem Ideal weitestmöglich zu nähern.

Das ist ein fundamentales Problem der Menschheit; es zu lösen ist leider (momentan) außerhalb der Reichweite des menschlichen Verstands. ^^
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Alt 20.08.2017, 11:45   #917
Taurec
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Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Jupp, das heißt aber nicht, dass sie für ihre Taten nicht verantwortlich sind und keine Schuld daran haben.
Das habe ich auch nicht behauptet. Die Ursachen für Terror sind schon sehr lange klar. Mach nicht den Fehler, Verständnis mit Billigung gleichzusetzen. Nur weil ich aussage, dass ich verstehe, warum jemand so etwas tut, heißt das nicht, dass ich das gut finde.
Natürlich sind sie für ihre Taten verantwortlich und gehören entsprechend bestraft, sofern man sie noch lebend erwischt, bzw. überhaupt erwischt.
Aber eine Bestrafung allein schafft nicht die Ursache aus der Welt. Wenn wir andere Menschen so lange drangsalieren, bis sie keine andere Wahl mehr haben (oder sehen), als zuzuschlagen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenns knallt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es der H4-Empfänger ist, der mal eben seinen "Kundenberater" absticht, oder ein Selbstmordattentäter "im Namen Allahs" - Die Hintergründe sind exakt die Gleichen.
Warum finden Hassprediger Zulauf? Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind es immer die, die ganz unten stehen und keine Perspektiven sehen, die auf so etwas hereinfallen. Oh ja, und natürlich die Studenten, die so hoch gebildet sind. Nun, weit scheint es dann mit deren Bildung dann aber nicht zu sein. Reines Wissen ersetzt nun mal keine Herzensbildung. Auch im 3. Reich waren es ja nicht nur ungebildete, die auf den "Gröfaz" reingefallen sind.
Blender haben Charisma. Das ist das Problem.

Wer hat mehr Schuld? Der, der den ersten Schuss abgibt, oder der, der ihn dazu treibt? Warum bestraft man nicht mal diejenigen, die den ganzen Mist erst verursachen? Könnte man viele Leben retten. Das würde sicher mehr Anschläge verhindern, als einen Überwachungsstaat auszurufen und Bürgerrechte zu beschneiden.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
So wie Marcel H. aus Herne, der den Nachbarsjungen aus Spaß ermordet hat? Oder Brenda Ann Spencer, die einfach nur keine Montage mochte? Oder ein Terrorist, der meint, von Allah den Auftrag zu haben, ein paar Ungläubige zu töten? Ja, sehr gewichtige Gründe.
Auch nicht unwichtiger, wie diejenigen, die aus Gier andere umbringen und ausbeuten. Nur ein weiterer Beweis dafür, wie negativ Menschen sind. Der Mensch ist das einzige Wesen auf dieser Welt, dass Spaß an Grausamkeit haben kann. Und das nutzt er weidlich aus.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Es gibt Menschen, die sind einfach krank im Kopf. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie nicht Gut und Böse auseinander halten können.
Definiere krank. Hitler z.B. war nicht geisteskrank. Er war ein ganz normaler Mensch. Zumindest anfangs. Hinterher war er dann krank, nachdem er von seinem Leibarzt mit Drogen vollgepumpt wurde.
Grausamkeit ist ein Teil aller Menschen. Bei dem Einen mehr, beim Anderen weniger. Es hängt nur vom Charakter ab, was da zum Tragen kommt.
Auch Gut und Böse sind immer eine Frage des Standpunkts. Solange unser Wirken negativ ist, sind wir alle Böse.
Für uns sind Terroristen böse, für die sind wir böse. Und was soll ich sagen... BEIDE haben recht.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Wie gesagt, grundsätzlich gilt, dass man als mündiger Mensch immer eine Wahl hat. Und für diese Wahl ist man dann auch verantwortlich. Wenn du alle Schuld auf die Gesellschaft abwälzt, müssten sich die Opfer von Gewalttaten nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in die Gefängniszelle begeben (sollten sie noch leben) und der eigentliche Täter würde verhätschelt und bemitleidet.
Dem ersten Satz stimme ich zu, der zweite ist Blödsinn. Nicht alle Gewalttaten haben einen gesellschaftlichen Hintergrund. Aber nur auf die beziehe ich mich. Wenn da wer einen zu viel gesoffen hat, oder Streit mit seiner Frau hat, und die mal eben killt, hat das mit der Gesellschaft mal so gar nichts zu tun. Auf so was beziehe ich mich gar nicht. Das sollte wohl klar sein.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Was du dabei auch übersiehst: Zumindest wenn es sich beim Täter um einen Europäer handelt, war er ebenfalls lange Zeit Teil der Gesellschaft, die er angegriffen hat. Dann ist er also doch (mit-)schuldig...?
War er das? Woher willst Du das wissen?

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Warum werden "Opfer der Gesellschaft" nie als Teil der Gesellschaft betrachtet, in der sie aufgewachsen sind? Weil man ihnen dann eben doch die Verantwortung für ihre Taten zuschreiben müsste?
Weil sie in dem Moment aus der Gesellschaft ausgestoßen sind. Ich z.B. betrachte mich schon lange nicht mehr als Teil der Gesellschaft, und genauso verhalte ich mich. Ich habe keinerlei Berührungspunkte mehr mit ihr.
Sie stößt mich ab. Und das ist gut so. Außerdem habe ich niemals behauptet, dass sie für ihre Taten nicht verantwortlich wären. Es geht nur um Ursache und Wirkung.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Wie gesagt, kommt immer drauf an, siehe oben. Aber wir können ja nichts dafür, weil wir ja bestimmt einen "gewichtigen Grund" haben und alle nur Opfer unserer eigenen Gesellschaft sind.
Das ist nicht so witzig, wie Dein Smilie andeutet, denn das ist tatsächlich ein Problem. Zu dem Gedanken, den Du da formuliert hast, gibt's ein Buch. Wie hieß das denn noch gleich... Es ging auf jeden Fall darum, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Opfer zugleich auch Täter sind und umgekehrt.
Nimm als Beispiel mal einen H4-Empfänger, der sich das besagte 5-Euro-T-Shirt kauft. Damit ist er Teil des Problems. Aber kann er was dafür? Schließlich hat er kaum eine andere Wahl, wenn er nicht nackt rumlaufen will. Und diese Konstellation gibt's oft. Das muss nicht nur der H4-Empfänger sein, das gibt's auch in der Mittelschicht. Das ist ein Problem, dass durch unser Wirtschaftssystem verursacht wird.

Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Da gebe ich dir vollkommen recht. Eine kleine Anmerkung habe ich dazu aber noch: Es werden/wurden nicht nur 5-Euro-Shirts in Billiglohnländern produziert, sondern auch Markenklamotten. Man sollte in der Hinsicht also beim Kauf auf mehr achten als nur darauf, einen angemessenen Preis für die Ware zu bezahlen.

Problematisch ist auch, dass man als Verbraucher nicht ALLES auf dem Schirm haben kann. Sicher, man kann natürlich jede Firma auf der Welt googeln, bei der man sich etwas kaufen will, nur stolpert man dabei zwangsläufig über ein Informations- und Desinformations-Wirrwarr, das es sehr schwer macht, sich vernünftig eine Meinung zu bilden. Und es gibt Dinge, die man als Konsument einfach nicht erfährt (oder versteht). Letztenendes läuft es alles auf Glauben hinaus. Davon hat man dann vielleicht ein gutes Gefühl, aber wirklich etwas verbessern tut man damit nicht.
Volle Zustimmung. Das Problem könnte man durch entsprechende Gesetze zwecks Kennzeichnung zwar nicht wirklich lösen, aber verbessern. Das Problem hier ist eben, dass es keine globale Instanz gibt, die so etwas auch durchsetzen kann.


Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Was man auch beachten muss: Die eigene Perspektive ist nicht unbedingt die einzig wahre. Vielleicht freuen sich die Arbeiter in sogenannten "Billiglohnländern" über die Möglichkeit, wenigstens etwas Geld zu verdienen? Vielleicht kann es sogar sein, dass unsere Firmen wenigstens einen Teil unserer arbeitsrechtlichen Standards dorthin exportieren, weil sie nunmal so geprägt sind?
Glaubst Du das ernsthaft? Dieselben Firmen, die den Beschäftigten in Deutschland noch nicht mal den Mindestlohn gönnen, sollen dort als Menschenfreunde auftreten? Never ever.
Warum wohl haben diese Firmen denn ihre Produktionen ins Ausland verlegt? Die Leute dort arbeiten für einen Hungerlohn und minimalsten (wenn überhaupt) Sicherheitsbestimmungen.
Wie war das noch mit der Textilfabrik, die abgebrannt ist?
Oh ja toll... Sollen doch froh sein, dass sie überhaupt nen Job haben. Echt? Wie wärs denn damit, ihnen einen Job zu geben, der sie genauso gut leben lässt, wie uns?
Statt dessen hält man sie wie Sklaven und dann wundern wir uns, wenn mal die Rechnung präsentiert wird?


Zitat:
Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Ach, der Begriff "Ahnungslos" klingt schon wieder so, als hätte der "Ahnungslose" keine Schuld. Es sind eben nicht alle vollkommen ahnungslos. In jeder dieser Gruppen wirst du neben den Ahnungslosen auch (hoch-)gebildete Leute finden, die dennoch von ihren Ansichten vollkommen überzeugt sind.
Ich habe nie behauptet, dass sie keine Schuld haben. Ich habe lediglich auf die kausale Kette hingewiesen. Mit Schuld hat das nichts zu tun.
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Alt 22.08.2017, 10:09   #918
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Zitat:
Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Ich bin fast täglich mit dem Fahrrad unterwegs und da gehört es dazu auf so etwas zu achten. Es gibt leider genug Idioten auf den Strassen. Ein bisschen Aufmerksamkeit auf seine Umgebung zu haben schadet nie, das sollte nur nicht in einer irrationalen Angst münden die nur zu Stress mit allen ihren Folgen führt
Ich meinte das eher so in Fußgängerzonen, an belebten Plätzen etc. Über den normalen Straßenverkehr hinausgehend.
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Alt 22.08.2017, 12:41   #919
Kuroi
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Zitat von Taurec Beitrag anzeigen
Das habe ich auch nicht behauptet. Die Ursachen für Terror sind schon sehr lange klar. Mach nicht den Fehler, Verständnis mit Billigung gleichzusetzen. Nur weil ich aussage, dass ich verstehe, warum jemand so etwas tut, heißt das nicht, dass ich das gut finde.
Das ging in diese Richtung wegen deiner Aussagen "die Täter werden dazu getrieben" oder auch "Der beste Schutz vor Terror ist es, den dafür anfälligen Menschen die Gründe zu nehmen, radikal zu werden." Aber danke für die Richtigstellung.

Zitat:
Reines Wissen ersetzt nun mal keine Herzensbildung.
Danke.

Zitat:
Wer hat mehr Schuld? Der, der den ersten Schuss abgibt, oder der, der ihn dazu treibt?
Das hier "treibt" mich schon wieder zu dieser Schuld-Verantwortungsgeschichte. Aber da ich mich nicht immer wiederholen möchte, versuche ich mal was anderes: Kausale Zusammenhänge streite ich nicht ab. Deinen pauschalen Schlussfolgerungen stimme ich dennoch nicht zu. (Warum, habe ich in meinen anderen Posts erklärt.)

Zitat:
Auch nicht unwichtiger, wie diejenigen, die aus Gier andere umbringen und ausbeuten. Nur ein weiterer Beweis dafür, wie negativ Menschen sind. Der Mensch ist das einzige Wesen auf dieser Welt, dass Spaß an Grausamkeit haben kann. Und das nutzt er weidlich aus.
Soweit ich weiß, gibt es auch bestimmte Affenarten, die andere "aus Spaß" töten. Und ansonsten bin ich bestimmt nicht die Einzige, die ein paar Katzen kennt, die nur spaßeshalber Mäuse fangen und totspielen - ohne sie hinterher zu fressen.

Was du hier beschreibst (aus Gier Menschen umbringen/ausbeuten), ist für mich eher eine Art "extreme Rücksichtslosigkeit". Das ist verurteilenswert, aber echten "Spaß an Grausamkeit" sehe ich hier nicht.

Von daher teile ich weder diesen willkürlichen Vergleich zwischen Mensch und Tier, noch deren strikte Abgrenzung voneinander. Mal davon abgesehen bringt beides für diese Diskussion nichts. Festzustellen, wie schlimm wir doch angeblich sind, bringt uns nämlich nicht weiter.

Zitat:
Definiere krank.
Du meinst psychisch? Spontan: Man empfindet einen starken Leidensdruck und/oder schadet sich selbst und/oder seinen unmittelbaren Mitmenschen. (Kritik und Ergänzungen sind erwünscht. )

Zitat:
Hitler z.B. war nicht geisteskrank. Er war ein ganz normaler Mensch. Zumindest anfangs.
Ehrlich gesagt habe ich mich auf diese Art noch nie mit Hitler befasst. Ich gehe aber davon aus, dass Menschen, die nach so viel Macht streben wie er, generell irgendein "Problem" haben. Sie sind nicht unbedingt von Anfang an "krank" aber vielleicht schon anfällig für gewisse "Krankheiten".

Zitat:
Grausamkeit ist ein Teil aller Menschen.
Grausamkeit ist ein von Menschen gemachter Begriff.

Zitat:
Auch Gut und Böse sind immer eine Frage des Standpunkts. Solange unser Wirken negativ ist, sind wir alle Böse.
Für uns sind Terroristen böse, für die sind wir böse. Und was soll ich sagen... BEIDE haben recht.
Das sehe ich auch so. Man kann jede Angelegenheit aus verschiedenen Perspektiven betrachten und entsprechend bewerten.

Zitat:
Dem ersten Satz stimme ich zu, der zweite ist Blödsinn. Nicht alle Gewalttaten haben einen gesellschaftlichen Hintergrund. Aber nur auf die beziehe ich mich. Wenn da wer einen zu viel gesoffen hat, oder Streit mit seiner Frau hat, und die mal eben killt, hat das mit der Gesellschaft mal so gar nichts zu tun. Auf so was beziehe ich mich gar nicht. Das sollte wohl klar sein.
War es nicht, daher danke.

Zitat:
War er das? Woher willst Du das wissen?
Er wurde hineingeboren in die Gesellschaft. Heißt, er hatte zwangsläufig Kontakt mit ihr.

Zitat:
Weil sie in dem Moment aus der Gesellschaft ausgestoßen sind.
Aber daran kann man nicht unbedingt der Gesellschaft die Schuld geben. Es gibt nämlich auch Leute, die wollen einfach nicht in die Gesellschaft gehören. Spätestens durch ihre Tat schließen sie sich aus, ja. Aber das heißt nicht, dass sie nicht vorher Teil davon waren.

Zitat:
Ich z.B. betrachte mich schon lange nicht mehr als Teil der Gesellschaft, und genauso verhalte ich mich. Ich habe keinerlei Berührungspunkte mehr mit ihr.
Och, du schreibst doch hier ganz fleißig und verfolgst offensichtlich auch die Nachrichten.
Zitat:
Sie stößt mich ab. Und das ist gut so.
Wenn ich mich so an deine Uraltposts erinnere, gehe ich davon aus, dass das mindestens auf Gegenseitigkeit beruht.

Zitat:
Nimm als Beispiel mal einen H4-Empfänger, der sich das besagte 5-Euro-T-Shirt kauft. Damit ist er Teil des Problems. Aber kann er was dafür? Schließlich hat er kaum eine andere Wahl, wenn er nicht nackt rumlaufen will. Und diese Konstellation gibt's oft. Das muss nicht nur der H4-Empfänger sein, das gibt's auch in der Mittelschicht. Das ist ein Problem, dass durch unser Wirtschaftssystem verursacht wird.
Ja, die Sache ist eben komplexer als sie zunächst den Anschein hat.

Zitat:
Volle Zustimmung. Das Problem könnte man durch entsprechende Gesetze zwecks Kennzeichnung zwar nicht wirklich lösen, aber verbessern. Das Problem hier ist eben, dass es keine globale Instanz gibt, die so etwas auch durchsetzen kann.
Genau. Und nichtmal "Experten" sind sich untereinander einig.

Zitat:
Glaubst Du das ernsthaft? Dieselben Firmen, die den Beschäftigten in Deutschland noch nicht mal den Mindestlohn gönnen, sollen dort als Menschenfreunde auftreten? Never ever.
Warum wohl haben diese Firmen denn ihre Produktionen ins Ausland verlegt? Die Leute dort arbeiten für einen Hungerlohn und minimalsten (wenn überhaupt) Sicherheitsbestimmungen.
Wie war das noch mit der Textilfabrik, die abgebrannt ist?
Oh ja toll... Sollen doch froh sein, dass sie überhaupt nen Job haben. Echt? Wie wärs denn damit, ihnen einen Job zu geben, der sie genauso gut leben lässt, wie uns?
Wie ich schon schrieb: Die eigene Perspektive ist nicht unbedingt die einzig wahre. Und darum ging es mir.

Eine unserer größten Schwächen ist, dass wir immer zu wissen meinen, was das beste für die anderen ist. Die Sachen, die ich da aufgeschrieben habe, sind als Nachdenk-Anregung gedacht und nicht als Ausdruck meiner tiefsten Überzeugungen. Weiter oben schreibst du selbst noch, dass Gut und Böse vom Standpunkt abhängen.
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Alt 22.08.2017, 14:06   #920
Br1an
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Ohjemine, da hab ich ja ne Diskussion losgetreten ... glaube was man festhalten kann, ist, dass es zu diesem Thema nicht die eine einzige Meinung gibt o: Muss mich die Tage mal durch die ganzen Antworten kämpfen, sind ja doch recht ausführlich geworden....
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Alt 23.08.2017, 01:05   #921
The Wolf
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Verharmlosen, runterspielen,

Ursachen und Pseudo - Ursachen vertauschen - wenn ich so sehe, was wegen dem Terroranschlag in Barcelona hier in diesem Forum so abgeht, dann dreht sich mir der Magen um. Der eine verharmlost, kommt mit allgemeinen Lebensrisiken, die viel gefährlicher seien als Terrorismus, der andere verfällt in allumspannenden Weltschmerz und behauptet, wir seien alle Schuld, wenn andere nicht mehr können als sich angeblich durch einen terroristischen Angriff auf völlig Unbeteiligte "zur Wehr" setzen.

Das, was wir in Barcelona gesehen haben, das war Mord, Mord, und nochmals Mord, und zwar aus "niederen Beweggründen" und feige noch dazu.
Ein Auto in eine Menschenmenge zu lenken, um möglichst viele zu töten, ist ungefähr so tapfer wie eine Ameise plattzutreten. Das entsprechende Auto vorausgesetzt, geht man zunächst nicht einmal ein Risiko für das eigene Leben ein. Anis Amri ist entkommen, drei der Barcelona - Attentäter auch, darunter der Fahrermörder.

Für das, was getan worden ist, gibt es keinerlei - ich sage keinerlei - Rechtfertigung, in keinem Staat der Welt, in keiner Stadt, in keinem Dorf, in keiner menschlichen Gemeinschaft. Ob in einem Inuit-Dorf oder auf einem Südsee-Atoll oder in einer Großstadt in Europa, Amerika, China oder Russland: Die Bewertung wäre IMMER die gleiche.

Für Terrorismus gibt es keine Entschuldigungsgründe, ganz egal, aus welcher Ecke er kommt und in welchem Deckmantel er daherkommt. Was konnten die Opfer von Barcelona dafür, und unter welchen fadenscheinigen Begründungen wurden sie getötet? Weil in Afghanistan vielleicht eine Bombe gefallen ist? Also bitte, warum ist einer der Täter ein Marokkaner, und was, bitte, hat der mit unserer hypothetischen afghanischen Bombe zu tun? Nichts, aber auch gar nichts! Terrorismus ist kein politisches Konzept, sondern feiger Mord aus niederen Beweggründen.

Die Vorstellung, dass "wir" alle Schuld sind und die Gegenseite also eine Art "moralische Berechtigung" für ihre Taten hätte, lehne ich komplett ab. Gewalt und Gegengewalt (was immer das auch ist) haben immer in einem kausalen politischen Zusammenhang zu stehen, das ist hier aber nicht gegeben. Als Positiv - Beispiele nenne ich Vietnam gegen USA oder Fidel Castro gegen das rechtsgerichtete Battista - Regime (da gäbe es noch viele Beispiele, aber das soll reichen).

Wir hatten mal einen, der hieß Benno Ohnesorg und wurde von einem durchgeknallten Polizisten erschossen anläßlich der Schah- Demo 1967 in West-Berlin. Für viele von uns war das wie ein Schuß gegen uns selbst, die wir nichts Unrechtes getan hatten. Für einige von uns war das der Auslöser, sich zu radikalisieren, und einige von uns begingen selbst Morde und Terrorangriffe. Die Anzahl der Unterstützer, praktisch und ideell, gingen in die Zehntausende damals. Ich spreche von der RAF. Die "Genossen" wurden allesamt gefasst und in Stammheim abgeurteilt. Kein Einziger ist mit seiner Version vom "Bewaffneten Kampf" durchgekommen -das Gericht benannte das immer als das, was es war: Mord ohne politische Dimension.

Und heute kommen Leute daher und rechtfertigen und verteidigen Terrorangriffe auf Unschuldige wie in Barcelona und anderswo damit, dass diese Leute irgendwie ein moralisches Recht auf ihrer Seite hätten? Never ever! Sie sind Mörder, feige Mörder! Das musste mal gesagt werrden.

So, und nun gehe ich schlafen, sonst geht noch eine ganze Weinbuddel drauf - und morgen ein dicker Kopf....


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Alt 23.08.2017, 08:58   #922
Mathe Man
 
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Hier hat niemand mit dem allgemeinen Lebensrisiko die Taten relativiert, das bezieht sich alleine auf die Aussage ob man Angst haben muss Opfer von solch einer Tat zu werden. Da ist das allgemeine Lebensrisiko einfach größer. Ein heimtückischer Anschlag ist immer Mord, da gibt es nichts zu beschönigen.
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Mathe Man ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2017, 17:42   #923
The Wolf
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Zitat:
Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Hier hat niemand mit dem allgemeinen Lebensrisiko die Taten relativiert, das bezieht sich alleine auf die Aussage ob man Angst haben muss Opfer von solch einer Tat zu werden. Da ist das allgemeine Lebensrisiko einfach größer. Ein heimtückischer Anschlag ist immer Mord, da gibt es nichts zu beschönigen.
Komisch, dann müssen Spocky und ich uns ja geirrt haben, was das Kleinreden eines Terroranschlags angeht:

Zitat:
Es werden im Straßenverkehr mehr als hundert mal so viele Menschen sterben, an multiresistenten Keimen über 500 mal so viele und noch mehr bei Unfällen im Haushalt.
und:
Zitat:
Als allgemeines Lebensrisiko sind sie in unserer westlichen Welt praktisch vernachlässigbar
Spockys Antwort war klar, und das ist auch meine Ansicht:
Zitat:
Damit Terroranschläge kleinzureden, gar zu verharmlosen, halte ich für (ich wähle jetzt ein moderateres Wort) unangebracht.
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Geändert von The Wolf (23.08.2017 um 17:44 Uhr)
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Alt 23.08.2017, 17:59   #924
sims-2-spieler
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Komisch, dann müssen Spocky und ich uns ja geirrt haben, was das Kleinreden eines Terroranschlags angeht:
Ja, habt ihr. Du versucht im Gegenteil, sie wichtiger zu machen als sie wirklich sind. Ich habe keine Ahnung, welches Interesse du an FUD hast, relevanter für das tägliche Leben werden sie dadurch nicht.
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sims-2-spieler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2017, 20:18   #925
The Wolf
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Zitat:
Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ja, habt ihr. Du versucht im Gegenteil, sie wichtiger zu machen als sie wirklich sind. Ich habe keine Ahnung, welches Interesse du an FUD hast, relevanter für das tägliche Leben werden sie dadurch nicht.

Na ja, ich halte Terroranschläge schon schon von einer gewissen Relevanz, die Gewöhnung will sich noch nicht einstellen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich jeden Tag über den Tag des Berliner Anschlags gehe und in einem Bezirk wohne, in dem ein gewisser Anis Amri ausgebildet wurde, sein Bekennervideo drehte und den Lastwagen raubte und den Fahrer killte?

Was mein Interesse an FUD betrifft? Hab ich nicht, kenn ich nicht mal...
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Alt 23.08.2017, 23:35   #926
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Na ja, ich halte Terroranschläge schon schon von einer gewissen Relevanz, die Gewöhnung will sich noch nicht einstellen.
Daran gewöhnt man sich so wenig wie an Flugzeugabstürze, Busunglücke oder in Stauenden rasende LKW. Trotzdem spielen solche Fälle für das persönliche Risiko eines Einzelnen keine herausragende Rolle. Terror gehört in die Nachrichten, aber nicht größer aufgebauscht als ihm zusteht.
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Alt 25.08.2017, 17:56   #927
Naemi
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Genauso wie Passivrauchen das Risiko für irgendwelche Atemwegserkrankungen nicht nennenswert erhöht, wenn man neben einer viel befahrenen Hauptstraße wohnt und gern das Fenster offen hat.
Tolle Argumentation, nur weil manche Dinge, mit denen man einfach leben muss, ein deutlich höheres Risiko darstellen, heißt das noch lange nicht, dass kleinere Risikoerhöhungen nichts zur Sache tun, die kommen nämlich auf das sowieso schon vorhandene Risiko oben drauf und Kleinvieh macht auch Mist. Mir persönlich reicht der normale Straßenverkehr als Todesrisiko, wenn ich mich weiteren Gefahren aussetze, möchte ich das bitte selbst entscheiden. Auf Terroranschläge würde ich gern verzichten.
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When you have eliminated the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth.
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Alt 04.09.2017, 19:32   #928
The Wolf
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Hände weg von venezuela!

Das Thema "Venezuela" ist nicht vom Tisch, schon gar nicht, seit der (Noch-) amerikanische Präsident Donald Trump neulich offen von einem militärischen Eingreifen in Venezuela gefaselt hat (damit hat er offen zugegeben, dass die Amis ihre Finger im Spiel hatten, ich lag mit meiner Warnung vor einer "FALSE FLAG" - Operation vor einiger Zeit richtig, wie fast immer übrigens).
Die Reaktion in ganz Lateinamerika war übrigens sehr interessant: ALLE lateinamerikanischen Länder, also auch solche, die Venezuela "feindlich" gegenüberstehen und eher dem nordamerikanischen Lager zuzurechnen sind (Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Argentinien etc.) waren sich EINIG darin, diese nordamerikanischen Gringo-Pläne abzulehnen und als nicht zweckdienlich zu bezeichnen. Da ist dann doch bei allen Gegensätzen die "Hispanidad", also die Gesamtheit aller spanisch- bzw. portugisisch sprechenden Nationen einschließlich der europäischen Mutterländer wichtiger als das Säbelrasseln der Nordamerikaner. Es gilt nach wie vor die Regel, dass sich die Völker der "Hispanidad" dem angloamerikanischen Kapitalismus und Lebensstil kulturell überlegen fühlen (wozu nicht so viel gehört, wenn man sich die derzeitigen inner-US-amerikanischen Verhältnisse ansieht).

Den folgenden Artikel fand ich in dem schweizerischen Online - Magazin "Zeitfragen Schweiz" unter dem Titel

"HÄNDE WEG VON VENEZUELA"
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgabe...venezuela.html


Für die Medienkompetenz-Fetischisten unter Euch: Die Originalquelle ist im Artikel unten angegeben, kann man nachlesen, falls man des Spanischen mächtig ist.


Ansonsten gute Reise!
Ich fliege morgen nach Spanien, genauer gesagt ins gelobte Al-andalus, ein Land, in dem einstmals Muslime, Juden und Christen Seite an Seite lebten und die Dreifach-Kultur zur Hochblüte brachten. Dies ist meine 3. Fotoreise in die maurische Architektur.

Buen Viaje!


ANA ALCAIDE - El Viaje
https://www.youtube.com/watch?v=ctcvYt4Y96g
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Alt 07.09.2017, 17:15   #929
costa
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Ich will dich ja nicht enttäuschen, aber nur weil der amerikanische Präsident ein militärisches Eingreifen erwägt hat, heißt das doch noch lange nicht, dass die USA wie von dir behauptet dort selber eine False-Flag-Operation durchführt. Dass sich Maduro selbst zum Diktator erhebt und die Demokratie in Venezuela durch die Entmachtung des Parlamentes aushebelt, ist abscheulich und Proteste daher mehr als verständlich. Dass sich Trump hier zu einem härteren Vorgehen genötigt sieht, was in seiner Logik auch militärische Aktionen beinhaltet, ist da auch mit eine Folge, deutet aber keineswegs auf deine abstrusen Spekulationen hin. Dass sich die lateinamerikanischen Staaten gegen eine mögliche militärische Intervention der USA wenden, ist aber auch klar. Schließlich hat man noch viel weniger im Interesse, einen Krieg der USA vor der eigenen Haustür zu erleben, noch dazu ist ja bekannt, was die Resultate der letzten US-Kriege in den vergangenen Jahrzehnten sind. Im Irak ist keine Stabilität eingetreten, Afghanistan ist auch nach 16 Jahren noch nicht sicher genug für ein Abrücken.
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Alt 07.09.2017, 21:55   #930
Kuroi
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Darf ich an dieser Stelle mal die (vielleicht dumme?) Frage einwerfen, warum die USA sich in die Angelegenheiten Venezuelas einmischen (wollen)?

Kann mir das jemand erklären? (Ernstgemeinte Frage.)
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Alt 07.09.2017, 22:50   #931
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Den folgenden Artikel fand ich in dem schweizerischen Online - Magazin "Zeitfragen Schweiz" unter dem Titel

"HÄNDE WEG VON VENEZUELA"
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgabe...venezuela.html

Für die Medienkompetenz-Fetischisten unter Euch: Die Originalquelle ist im Artikel unten angegeben, kann man nachlesen, falls man des Spanischen mächtig ist.
Ja, bin ich. Der Originalartikel ist als Meinung deklariert, das fehlt der Übersetzung. Insofern sollte man den Text auch als Meinung verstehen und eine Bewertung kann man sich nur erlauben wenn man den Author genauer kennt und nicht nur eine Meinung von ihm gelesen hat.
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Alt 12.09.2017, 18:53   #932
The Wolf
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Donnerwetter!

hat man vom "Berliner Tagesspiegel" gar nicht mehr erwartet.



"EUROPAS NEUE RESERVEARMEE"
http://www.tagesspiegel.de/weltspieg.../20301470.html

Frau Merkels "Jobwunder" mal etwas enttarnt. Kann nicht schaden zur Wahl. Gut getimt, danke "Tagesspiegel"!

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Alt 16.09.2017, 01:20   #933
The Wolf
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Zitat:
Ich will dich ja nicht enttäuschen, aber nur weil der amerikanische Präsident ein militärisches Eingreifen erwägt hat, heißt das doch noch lange nicht, dass die USA wie von dir behauptet dort selber eine False-Flag-Operation durchführt. Dass sich Maduro selbst zum Diktator erhebt und die Demokratie in Venezuela durch die Entmachtung des Parlamentes aushebelt, ist abscheulich und Proteste daher mehr als verständlich. Dass sich Trump hier zu einem härteren Vorgehen genötigt sieht, was in seiner Logik auch militärische Aktionen beinhaltet, ist da auch mit eine Folge, deutet aber keineswegs auf deine abstrusen Spekulationen hin. Dass sich die lateinamerikanischen Staaten gegen eine mögliche militärische Intervention der USA wenden, ist aber auch klar. Schließlich hat man noch viel weniger im Interesse, einen Krieg der USA vor der eigenen Haustür zu erleben, noch dazu ist ja bekannt, was die Resultate der letzten US-Kriege in den vergangenen Jahrzehnten sind. Im Irak ist keine Stabilität eingetreten, Afghanistan ist auch nach 16 Jahren noch nicht sicher genug für ein Abrücken.
@costa:
Doch, Du enttäuscht mich, denn in Deinem Post äußerst Du leider eine gehörige Portion Unwissen - oder soll ich sagen, Du quatscht das nach, was unsere ach so tapferen Mainstreammedien vorgeben? (Entschuldigung, ich will Dich wirklich nicht beleidigen, das bitte ich, mir an dieser Stelle zu glauben, Diskussion ist immer besser als Schweigen und sich Anöden))
Wo hast Du denn solche Weisheiten her wie "Maduro erhebt sich zum Diktator und hebelt das Parlament aus?" Es ist die Opposition, die jeglichen Dialog verweigert, die einen Systemwechsel will - um jeden Preis! Es ist die Opposition, die mordet, militärische Einrichtungen angreift, das oberste Gerichtsgebäude in Brand gesteckt hat, mit einem Hubschrauber das Gerichtsgebäude bombardiert hat - arbeitet so eine friedfertige Opposition? Selbst unsere Systemmedien halten sich auffallend zurück mit dem Märchen von den "Friedlichen Protestlern", das sind die nämlich wirklich nicht. Es ist ein Aufstand der Mittelschicht und der Oligarchen, die es nicht verknusen können, dass Hugo Chavez die Erdölerträge des Landes dazu verwendet hat, die Lage der Ärmsten zu verbessern, ihnen Wohnraum zu geben, eine Alphabetisierungskampagne voranzutreiben und allgemein ihr Los zu verbessern. Aus diesem Grunde steht das arme Volk Venezuelas und das Militär bisher fest zu Maduro und tut es hoffentlich weiter. Ich bin der Meinung, dass man diese Errungenschaften der sogenannten "Bolivarischen Revolution" in jedem Fall verteidigen sollte. Von daher finde ich es richtig, dass Maduro auf die Drohgebärden des amerikanischen Präsidenten mit einer groß angelegten Militärübung geantwortet hat und an die "Collectivos" scharfe Waffen ausgegeben hat.
Die Nordamerikaner mischen sich nicht in die südamerikanische Politik ein und False-Flag-Operationen sind für Dich ganz undenkbar?
Schon mal was von Chile, Nicaragua ("Contras"), Grenada, Panama, Guatemala, Kuba, Brasilien, Argentinien etc. gehört? Was gibt dem amerikanischen Präsidenten, egal wie er heißt, das "Recht", sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen, in diesem Fall Venezuela? Ist das nicht eine interne Angelegenheit der Venezolaner, ihre politische Krise aus eigener Kraft zu lösen?




Zitat:
Darf ich an dieser Stelle mal die (vielleicht dumme?) Frage einwerfen, warum die USA sich in die Angelegenheiten Venezuelas einmischen (wollen)?

Kann mir das jemand erklären? (Ernstgemeinte Frage.)
@kuroi:
Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder? Unter Venezuela liegt der angeblich größte ungehobene Erdölschatz dieses Planeten - und amerikanische Dieselloks und Panzer sind Spritfresser. So einfach ist das! Und die USA akzeptieren nun mal nicht, dass die Regierungen der Länder eigenständig entscheiden, an wen sie dieses Erdöl verkaufen. Man stelle sich mal vor, all das schöne Erdöl würde vielleicht noch nach China verkauft! Und die umgehen vielleicht auch noch den Petrodollar und zahlen in Renbimi (Yuan).

@all
Ich möchte wirklich niemand hier beleidigen: Der Abgrund an Nichtwissen und Halbwissen über Venezuela und die aktuelle Lage dort ist hier im Forum wirklich gravierend - und ich werde weder den Oberlehrer spielen noch den Nachhilfelehrer. Ich habe in den vergangenen Wochen intensivst zum Thema "Venezuela" recherchiert, schon weil ich weiß, dass einige Leute nur auf ein falsches Wort von mir warten.
Nur soviel: Wer etwas über Venezuela wissen will, der soll ganz einfach WIKIPEDIA bemühen, dort erfährt man so interessante Dinge wie Venezuelas Geschichte, Hugo Chavez und seine Reformen, Simon Bolivar und seine Ziele, die venezolanische Erdölindustrie, die "Erdölrente", die aktuelle Parteienlandschaft Venezuelas, die Opposition, die Zeit vor Hugo Chavez, die Beziehungen zu den USA, usw.
Das, was ich mit 67 Jahren im Schnellkurs gelernt habe, das könnt ihr wesentlich Jüngeren genauso gut, weil mein Intelligenzquotient vermutlich nicht höher ist als Eurer.

Was man zum Lernen braucht?

-Einen PC mit Internet
-eine gehörige Portion Neugier und die Erkenntnis, dass mit dem Lernen lebenslang nie Schluss ist
-Unvoreingenommenheit und eine gesunde skepsis den Systemmedien gegenüber!

In dem Sinne

Pressespiegel

Hier gibt es eine Zusammenstellung einiger wichtiger Artikel, die nicht die vorgefertigte Meinung der Systempresse darstellen, sondern Hintergrundinformationen liefern und deshalb ein Muss für gebildete Zeitgenossen sein sollten. Auf gehts!



10.08.2017: VENEZUELA: FRONTEN ZWISCHEN DEN POLITISCHEN LAGERN VERHÄRTEN SICH
https://amerika21.de/audio/182376/ve...ten-verhaertet

15.08.2017: VENEZUELA: FESTNAHMEN NACH ANGRIFF AUF KASERNE IN PARAMACAY
https://amerika21.de/2017/08/182759/...hmen-paramacay

13.08.2017: KRITIK AN TRUMP NACH DROHUNGEN GEGEN VENEZUELA - URUGUAY UNTER DRUCK
https://amerika21.de/2017/08/182565/...ungen-militaer

14.08.2017: WEITERE KRITIK AUS LATEINAMERIKA AN TRUMP NACH DROHUNGEN GEGEN VENEZUELA
https://amerika21.de/2017/08/182685/...ngen-venezuela

27.08.2017: NEUE US-SANKTIONEN GEGEN VENEZUELA - CARACAS BEGINNT MIT MANÖVER

https://amerika21.de/2017/08/183565/...ionen-manoever

30.08.2017: CLASCO UND ALBA-STAATENBUND WEISEN US-SANKTIONEN ZURÜCK
https://amerika21.de/2017/08/183739/...lba-sanktionen

31.08.2017: KRITIK AN US-SANKTIONEN GEGEN VENEZUELA

https://amerika21.de/2017/08/183782/...ela-reaktionen

11.09.2017: US-SANKTIONEN ZEIGEN WIRKUNG, HANDEL MIT RUSSLAND VERSTÄRKT
https://amerika21.de/2017/09/184531/...de-medikamente

13.09.2017: VENEZUELA: RADIKALE OPPOSITIONSGRUPPEN VERLIEREN AN RÜCKHALT
https://amerika21.de/2017/09/184771/...ition-verliert

AUCH VENEZUELA WILL ÖLGESCHÄFTE VOM US-DOLLAR ABKOPPELN
http://www.goldreporter.de/auch-vene...t-links/68007/


Der letzte Artikel hat es besonders in sich: Er stellt eine Kritik an den Mainstream - Medien dar - am Beispiel der VENEZUELA - BERICHTERSTATTUNG, ist also für unser Thema besonders wichtig. er ist erschienen auf den "Nachdenkseiten"

WIE STAATSNAH IST DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHE RUNDFUNK? BEISPIEL VENEZUELA
http://www.nachdenkseiten.de/?p=40047
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Alt 16.09.2017, 06:50   #934
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Alt 16.09.2017, 11:51   #935
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Ich seh gerade, dass Du beide Posts zusammengeschoben hast. Danke! Tut mir leid!
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Alt 16.09.2017, 12:13   #936
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@all
Ich möchte wirklich niemand hier beleidigen: Der Abgrund an Nichtwissen und Halbwissen über Venezuela und die aktuelle Lage dort ist hier im Forum wirklich gravierend - und ich werde weder den Oberlehrer spielen noch den Nachhilfelehrer. Ich habe in den vergangenen Wochen intensivst zum Thema "Venezuela" recherchiert, schon weil ich weiß, dass einige Leute nur auf ein falsches Wort von mir warten.
Nur soviel: Wer etwas über Venezuela wissen will, der soll ganz einfach WIKIPEDIA bemühen, dort erfährt man so interessante Dinge wie Venezuelas Geschichte, Hugo Chavez und seine Reformen, Simon Bolivar und seine Ziele, die venezolanische Erdölindustrie, die "Erdölrente", die aktuelle Parteienlandschaft Venezuelas, die Opposition, die Zeit vor Hugo Chavez, die Beziehungen zu den USA, usw.
Wenn man die Wikipedia bemühen will dann empfehle ich einen Klick auf die Änderungshistorie, die einem zeigt das der Eintrag über Venezuela zur Zeit keine Basis einer Recherche sein kann, weil der Artikel hinsichtlich der politischen Bestrebungen der beiden Lager fast täglich geändert wird.
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Alt Gestern, 15:38   #937
The Wolf
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Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Wenn man die Wikipedia bemühen will dann empfehle ich einen Klick auf die Änderungshistorie, die einem zeigt das der Eintrag über Venezuela zur Zeit keine Basis einer Recherche sein kann, weil der Artikel hinsichtlich der politischen Bestrebungen der beiden Lager fast täglich geändert wird.

Was schlägst Du statt dessen vor, was geeignet erscheint, auf die Schnelle und in einem finanziellen Rahmen, der jedem von uns offen steht, Informationen über Venezuela zu bekommen?
Früher gehörte es zum guten Ton in bildungsbürgerlichen Haushalten, den großen Brockhaus im Regal zu haben, nahm eine ganze Regalreihe ein und bewegte sich in einer Preisklasse, die niemand von uns im Forum hier ausgeben bereit wäre. Und diese Lexika hatten den Nachteil, dass sie schon veraltet waren, wenn der Postbote kam.

Nee, es führt kein Weg dran vorbei: Wikipedia ist das beste Volkslexikon, dass wir im Moment haben, für alle immer zugänglich und in einer von uns allen nach unseren Interessen erstellten Vielfalt, die die großen "offiziellen" niemals bieten können. Und es gibt ja mittlerweile Nachahmer auch für andere Themen und Spezialgebiete.

Wenn ein Artikel sehr häufig umgeschrieben wird, dann zeigt das nur, dass dort ein heftiger ideologischer Kampf tobt; das sieht der Leser und weiss das in der Regel auch halbwegs richtig einzuordnen. Ich kann das jedenfalls (bilde ich mir ein), weil ich in der Regel unzähliges anderes Material gelesen habe, ehe ich bei Wikipedia lande. Wiki dient nur der Abrundung, einem "Studium Generale", um es mal ganz hochgestochen zu beschreiben. Was die unzähligen Spezialthemen angeht, ist das System von Verlinkung zu Verlinkung einfach unschlagbar.
Ich habe in meinem Artikel ja auch verschiedenste Aspekte angesprochen wie die Person Simon Bolivar (Was hat der eigentlich gemacht?) - was war vor Chavez, (wer waren die Politiker und wie hat das Land so runterkommen können?) Es gibt unzählige Wege, sich diesem Land anzunähern, sei es über seine Geschichte bis hin zu Volksgruppen und Religionen - oder die Geologie und ganz wichtig: Das Wetter!

Ich würde mir wünschen, dass man in Venezuela den Weg der Vernunft wählt wie erst vor kurzem in Kolumbien, wo es gelungen scheint, einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu beenden. Venezuela sollte einen Runden Tisch gründen. Vielleicht liest der Papst mal jedem ein Stündchen lang die Leviten. In Kolumbien hat das geklappt.
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