Stadtportrait Sozialistische Industriestadt Webbersk

Wilfried Webber

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Liebe Mitforenant(inn)en! :naja:

Nach über 3,5 Jahren aktiver Forenmitgliedschaft möchte ich euch endlich ein echtes und thematisch zusammenhängendes Stadtportrait präsentieren.

Die Geschichte meiner Stadt spielt in einem Land namens "Simultanien" (Ganz schön einfallsreich, nicht wahr? =)). Die Bewohner schreiben auf Deutsch, haben aber russisch wirkende Namen. Auch die Geschichte erinnert weniger an die deutsche, denn an die russische.


Alles spielt also in einem Land, das ein wenig an Russland erinnert. Es gibt auch einen Zaren, eine national-konservative Regierung und einen entsprechenden Staatsapparat. Dieser erfährt einen starken Widerstand durch die revolutionären Kommunisten. Wurden sie stets brutal unterdrückt, so haben sie über die Jahre doch den Großteil der Armee und der Bevölkerung für sich gewinnen können. Irgendwann war es soweit: Revolution!

Aber lest selbst ... :read:

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Tatsächlich war die Not am Manne groß, so er denn Großbauer oder Unternehmer war oder sonstwie mit materieller Gütern gesegnet. Die revolutionären Kommunisten hatten keine anderen Pläne, als die totale Verstaatlichung aller "Produktionsmittel", also in erster Linie Maschinen und Gebäude, aber auch Fahrzeuge und Land.


Und sie feierten den Triumph ihres Willens:



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Das war sie nun, die "neue Zeit" ...

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Herrlich ;)!

Das ist doch mal was lustiges ... und meiner Erinnerung nach wüsste ich auch nicht, dass es so ein Stadtporträt in letzter Zeit gegeben hätte. Ich bin gespannt, was da noch so kommt :) ...
 

ArkenbergeJoe

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Da kommen ja Erinnerungen aus meinem alten Staatsbürgerkundeuntericht zurück. =)
Hier kann man dann auch die Groß-Lots artgerecht einsetzen. Ob nun die Plattenbauten, wo das Arbeitervolk wohnen wird, oder die Datschen, wo das Arbeitervolk Wochenende für Wochenende geschlossen zur Erholung hinfährt. Leider hat noch niemand die "Ulbricht"-Bauten gebattet, die Vorläufer der Q3A-Bauten, die wären noch eine ganz besondere Ergänzung. ;)
 

Spocky

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Da bin ich ja mal gespannt.
Ist da nach ca. 70 Jahren Stadtgeschichte auch Glasnost und Perestroika zu erwarten?
Wird dann Webberowitsch durch Grabotschow abgelöst? =)
 

Wilfried Webber

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Hmmm, da liegen manche gar nicht so verkehrt. Aber ich will nicht zu viel verraten. Ob Transparenz und Umgestaltung notwendig werden, wird sich mit der Zeit noch zeigen. Momentan aber weht ein anderer Wind. ;)

Kommen wir also nach dem pompösen Einstand zu den Details.

Gewählt wurde für die Errichtung des Industriekombinats und der neuen Planstadt das Tal von Stormkil'sk, einem kleinen Straßendorf am Ostufer des Nizba-Flusses.

Die Nizba ist nicht schiffbar, und so wurde der Bau einer Güterbahn als unumgänglich eingestuft.


Durch Stormkil'sk verläuft die Fernstraße F8. Die Babauung (Bauernhäuser mit anschließenden Äckern) konzentriert sich auf ihrer westlichen Seite, während sich östlich der F8 ein kleiner Flughafen befindet. Von hier aus wird die recht entlegene Region mit Gütern des täglichen Bedarfs beliefert, denn der Landweg ist zu langwierig und überhaupt das Fernstraßennetz löchrig wie ein Schweizer Käse.

Eine Eisenbahn fehlt zudem wie gesagt noch – sie muss noch gebaut werden, wenn die Versorgung der neuen Stadt und die Ausfuhr der produzierten Güter sichergestellt werden soll.

Was feststeht ist, dass die Industrie sich an beiden Ufern des linken Nebenarms des Flusses konzentrieren soll. Im Norden wird ein neues, großes Wasserwerk errichtet; das Kernkraftwerk entsteht im Süden.
Strittig ist hingegen die genaue Führung der südlichen Eisenbahntrasse: Die Kraftwerksplaner wollen eine Verlegung südlich des Kraftwerks, dicht am Stadtrand, während die Planer des Industriekombinats sie nördlich des Kraftwerks bauen wollen.


Eine kleine Übersicht der Strukturplanung:

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Obwohl nur östlich der Nizba besiedelt, ist das Tal von Stormkil'sk dank des mehrere Jahre zurückliegenden Flughafenbaus bereits geologisch gut erforscht. Bekannt sind Eisen- und Uranerzvokommen, eine ideale Ausgangslage für den Bau eines Kernkraftwerks. Bislang wurde die Ausbeutung der Vorkommen als unwirtschaftlich eingestuft. Sie ist daher in erster Linie als ein hoch subventioniertes Prestigeprojekt anzusehen, mit welchem die Schaffung notwendiger Strukturen einhergeht und sich bedingt. Es dient dem höheren Ziel der Industrialisierung des gesamten Landes und wird als kleines Opfer gern hingenommen. :naja:
 
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Wilfried Webber

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Selbstverständlich versucht die Propaganda, die anzunehmenden Verluste durch Bau und Betrieb von Webbersk herunterzuspielen und mehr noch – sie findet allerlei Methoden, den Eindruck zu erwecken, die ursprünglichen Pläne seien geringfügiger gewesen, als sie zurzeit sind.

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Dabei wird einen Schritt weiter zugegeben, dass diese Nachrichten nicht wirklich neu sind. Der Grundtenor ist jedoch unmissverständlich positiv und bestimmt:

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Taurec

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Hmmm, dem Text nach beginnst Du in einer interessanten Zeit... Ich hoffe doch, Deine Region liegt noch östlich des Urals? ^^
 

Wilfried Webber

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Stormkil'sk, ein kleines Dörfchen entlang einer Fernstraße, das ohne den Flughafen wohl auf kaum einer überregionalen Landkarte verzeichnet würde.

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Neben Bauernhöfen gibt es hier noch einige Geschäfte, die vor allem von Durchreisenden frequentiert werden, sowie eine kleine Schmelzerei. Die Energieversorgung wird von zwei Dieselgeneratoren sichergestellt, die Wasserversorgung von einem Wasserturm in einer Waldlichtung zwischen der Fernstraße und dem Nizba-Fluss.

Außer der Villa des ehemaligen Dorfvorstehers, in welcher nun eine Bezirksuntergruppe der Partei waltet und an der Erschließung des Tals tüftelt, gibt es als Sehenswürdigkeit noch das abgeschiedene Schloss des Grafen Orlok. Es ist leider anzunehmen, dass der Graf wie alle Adligen, den Exekutionen durch die Kommunisten zum Opfer gefallen ist. Allerdings wird gemunkelt, dass der Graf ein Vampir sei und sich vor seinen Verfolgern in Fledermausgestalt retten konnte. Die Details hierzu werden unter Verschluss gehalten ...

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Taurec

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Ahaaaaaa... Hier versteckt sich also Mathe immer... ^^
 

Wilfried Webber

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Vielleicht hat dieses Dorf nicht das Zeug dazu, zum schönsten des Landes gekürt zu werden ...

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... denn die Bewohner waren und sind arm, die Straßen holprig und oft unbefestigt.

Doch es bietet die Ausgangslage für eine Stadt, in welcher die von der Propaganda gefeierte Arbeiterklasse eine "glorreiche Zukunft" haben und den Sozialismus verwirklichen soll.


(@Taurec: Hehe :lol:)
 

Wilfried Webber

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Ach was, der stammt noch aus imperialistisch-kapitalistisch-zaristischer Zeit. :p

Und fragt mich nicht, was diese Menschenschlächter sich dabei gedacht hatten, den Schlammweg zu asphaltieren und drumherum einen Kreisverkehr zu bauen. So eine Verschwendung bringt der Sozialismus niemals hervor!

;)


Anyway, my good friends... Es geht voran! Die ersten Bauarbeiter sind vor Ort, um die Eisenbahn und neue Straßen zu bauen, damit das Fundament für das KKW gelegt werden kann. Die Fernstraße erhält eine Unterführung, eine erste Baustellenumfahrung ist bereits fertiggestellt; auf dem Bild werden gerade die Baustellenklos angeliefert. :D

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Wilfried Webber

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Erste Fortschritte werden sichtbar – Die Eisenbahnunterführung unterhalb der Fernstraße ist fertiggestellt:

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Die Eisenbahnstrecke selbst hat bereits ihre erste Brücke erhalten und endet an der Baustelle am zukünftigen KKW-Gelände:

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Zur Verdeutlichung – das Gelände des Kernkraftwerks entlang der Eisenbahnstrecke:

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:D
 
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BoyMuc

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herrlich !!

Sing mir: *Ein Bett im Koornfeld* (so sieht es von weitem aus) der Song müsst allerdings umgeschrieben werden

lalaa... ein Grab im Kornfeld :D
 

T Wrecks

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Ich glaube, ich weiß auch schon, welches KKW-BAT da hinkommt. Das vom Esel, oder? Wäre jedenfalls perfekt geeignet. ;)
 

peterycristi

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Dein Stadtjournal ist echt klasse! Gefällt mir sehr gut! Komm doch zu simpire, dann habe ich einen sozialistischen Bruderstaat ;).
 

Wilfried Webber

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Die Straßen werden nach und nach ausgebaut, hier die umgestaltete Kreuzung am Flughafen:

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Bei der Einfahrt in die Stadt soll dem staunenden Besucher indes mit dem Monument der Atomkraft ein beeindruckendes Bild geboten werden:

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Und im Norden entsteht bereits die Tangente, die am künftigen Wasserwerk vorbei zu den Industriegebetrieben führen wird:

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T Wrecks

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Mir gefällt das entspannte Tempo bei diesem SP. Eine Straße, eine Baustelle, eine neue Kreuzung... die Entwicklung wirkt noch dazu sehr plausibel, und die Lösungen sind im Detail schön gebaut - und Dinge, die man selten im Mittelpunkt hat. :)

Saubere Arbeit, Genosse Webberowitsch! :lol:
 

Wilfried Webber

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Na ja, Gutes braucht doch bekanntlich Zeit. ;)

Aber so langsam sind wir doch gar nicht, schnell geht es voran. Eben noch trassiert ...

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... ist es schon asphaltiert:

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Die Straßen der ganzen Stadt werden nun nach und nach aus dem Boden gestampft:

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Und bereits die ersten größeren Vorleistungen im Detail erbracht, hier der künftige zentrale Geschäftsplatz, der zur Verkehrsentschleunigung als Kreisverkehr angelegt wird:

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Masso

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na auf die bilder vom fertigen AKW bin ich mal gespannt.
Ansonsten super Stadtportrait
 

RogerRon91

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:up:

Soll die Stadt eine Ähnlichkeit mit Tschernobyl (vor ´86) haben, sowie das Atomkraftwerk?

Hmm.. ich glaube nicht (oder?) :confused:. Außerdem lag das Atomkraftwerk neben der solzialistischen Modellstadt Pripjat (auch Pripyat geschrieben) :read:, die vor der Katastrophe so 40.000 - 50.000 Einwohner zählte (nach einigen Quellen im Web sollen es auch mehr gewesen sein...). Die Stadt ist ja heute bekanntlich eine Geisterstadt, ohne Einwohner (außer einpaar Menschen, die in ihre "alte" Heimat zurückkamen - der Staat toleriert sie). :naja:

Ich glaube auch, dass das AKW Tschernobyl seinen Namen nicht von der Stadt Tschernobyl hat, sondern eher von der Region Tschernobyl. So wurde es mir mal erzählt. :ohoh:
 

Banger

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Hmm.. ich glaube nicht (oder?) :confused:. Außerdem lag das Atomkraftwerk neben der solzialistischen Modellstadt Pripjat (auch Pripyat geschrieben) :read:, die vor der Katastrophe so 40.000 - 50.000 Einwohner zählte (nach einigen Quellen im Web sollen es auch mehr gewesen sein...). Die Stadt ist ja heute bekanntlich eine Geisterstadt, ohne Einwohner (außer einpaar Menschen, die in ihre "alte" Heimat zurückkamen - der Staat toleriert sie). :naja:

Ich glaube auch, dass das AKW Tschernobyl seinen Namen nicht von der Stadt Tschernobyl hat, sondern eher von der Region Tschernobyl. So wurde es mir mal erzählt. :ohoh:
Ich habs mir in Google Earth angesehen. Das AKW ist auf einem großen Areal. Südöstlich davon ist die Stadt Tschernobyl und nordöstlich davon ist ein Plattenbau-Viertel. Das Ganze ist von Deutschland nur ca. 1200 km entfernt. :eek: Ich dachte mehr.

Koordinaten: 51' 23'' N; 30' 06'' O
 
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