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Alt 19.04.2017, 09:52   #751
Mathe Man
 
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Das ist immer noch das gleiche Problem was es schon seit dem zweiten Weltkrieg gibt, die Aufteilung eines Landes in eine sowjetische und US-amerikanische Besatzungszone. Wir haben es überwunden, Korea arbeitet noch daran, oder eigentlich nicht. Lieber hauen sie sich in diesem Konflikt gegenseitig die Köpfe ein.
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Alt 19.04.2017, 16:14   #752
Taurec
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Wann haben die denn mal kein Problem? *g*
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Alt 19.04.2017, 16:41   #753
The Wolf
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Nochmal zum Thema Deutschtürken und Erdogan...

Schon am Ostermontag erschien der offene Brief eines jungen Deutschtürken in der "Huffington Post", in der er seinen Landsleuten, die Erdogans Diktatur mit ihren "JA" - Stimmen unterstützten, den Spiegel vorhält. Eine Lektion vom Feinsten nach meiner Meinung, die mir viel Arbeit erspart.
Ich erfuhr von diesem Artikel aus Facebook, weil einer meiner Freunde den Link geteilt hat. Ich hoffe, der vollständige Link funktioniert auch hier.

http://www.huffingtonpost.de/ahmed-a...hp_ref=politik
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Alt 19.04.2017, 17:43   #754
costa
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Zitat:
Zitat von Eowyn Beitrag anzeigen
Ich bin grad völlig überfordert mit Nordkorea und USA. Die einen drohen mit einem "umfassenden Krieg" (was soll das eigentlich heißen?) und die anderen schicken Flugzeugträger vom Militär? Hab ich ein Memo verpasst? Was für ein Problem haben die mal wieder?
Man packe zwei Leute zusammen, die gerne mit ihrem Militär protzen/drohen/ihre Macht demonstrieren wollen und zack hat man diesen Konflikt...
Nordkorea droht ja im Grunde schon die ganze Zeit sehr gerne gegen die USA und auch gegen Japan/Südkorea. Nun, in den USA ist nun jemand an der Macht der seine Militärmacht noch viel lieber mal demonstriert und direkt hart durchgreifen würde. Und wenn es zum Krieg gegen Nordkorea kommt, was soll Nordkoreas Diktatur noch zu verlieren haben? Der USA + NATO-Verbündeten können sie nicht wirklich standhalten, also schätze ich mal, dass sie ihren Gegnern dann einfach so viel Zerstörung anrichten wollen wie möglich, Südkorea (also Seoul erstmal) und Japan wären da die nähsten Ziele.

Zitat:
Zitat von DodotheGoof Beitrag anzeigen
Heißt das: Unter Clinton wäre es noch viel schlimmer in den letzten Monaten gekommen?
Ich wag mal zu behaupten, dass es unter Clinton zwar nicht so ruhig wie unter Obama gewesen wäre, aber nicht so stark extrem wie jetzt unter Trump - zumindest vom allgemeinen Eindruck durch die Medien in dem Falle. Einen harten Eingriff in Syrien oder die Aktion mit der MOAB in Afghanistan hätte es mit Clinton schon auch geben können, aber dazu _gleichzeitig_ noch diese Drohungen und Gegendrohungen mit Nordkorea wohl eher nicht. Trump macht das ja doch sehr dicht hintereinander und nicht so wirklich auf das Echo bedacht wie es mir scheint. Da wird auch mal hart durchgegriffen auch wenns dafür negatives Echo gibt. Ist auch eine sehr direkte und konsequente Art irgendwie.
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Alt 19.04.2017, 20:15   #755
Kuroi
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Was Nordkorea angeht, haben diese Drohgebärden in meinen Augen hauptsächlich innenpolitische Gründe. Der dortigen Bevölkerung wird doch schon immer der Westen (mit den USA als "Anführer") als Feind verkauft, der nur drauf wartet, das Land zu unterjochen. Da muss die Führung natürlich regelmäßig "Stärke zeigen", wie man das so schön nennt - damit die nordkoreanische Bevölkerung bloß nicht vergisst, wer der Feind ist. (Eine ähnliche Strategie kann man momentan auch in der Türkei beobachten. ) Ich verstehe nur nicht, warum das Ausland dieses Schauspiel so ernst nimmt. Zumal Nordkorea doch eh bei China an der Leine hängt und die Chinesen doch bestimmt keine Lust auf echten Stress haben.
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Alt 19.04.2017, 20:50   #756
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Richtig. China hat keine Lust auf Krieg oder Stress, die haben momentan mit dem Ausbau der Wirtschaft und dem Kampf gegen die extreme Umweltverschmutzung genug zu tun.
Ich glaube sogar, wenn es hart auf hart käme, würde China Nordkorea den Laufpass geben und sagen: Selbst schuld, das wars dann wohl.
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Alt 19.04.2017, 22:36   #757
Mathe Man
 
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Wobei der Flugzeugträger der unterwegs nach Nordkoreo ist erst einmal nach Australien geschippert ist um dort an einer Übung teilzunehmen. Angeblich fährt er jetzt nach Nordkorea und überhaupt fährt er doch sowieso die ganze Zeit im westlichen Pazifik hin und her. Da hat Trump mal wieder alternative Fakten verbreitet und alle reden darüber.

Bezüglich Clinton, sie hätte in beiden Fällen sicherlich nicht so gehandelt, kennt sie doch das diplomatische Parkett als ehemalige Aussenministerin wesentlich besser als der Cowboy mit Fernsehshow-Vergangenheit.
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Alt 20.04.2017, 12:09   #758
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Zitat:
Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Schon am Ostermontag erschien der offene Brief eines jungen Deutschtürken in der "Huffington Post", in der er seinen Landsleuten, die Erdogans Diktatur mit ihren "JA" - Stimmen unterstützten, den Spiegel vorhält. Eine Lektion vom Feinsten nach meiner Meinung, die mir viel Arbeit erspart.
Ich erfuhr von diesem Artikel aus Facebook, weil einer meiner Freunde den Link geteilt hat. Ich hoffe, der vollständige Link funktioniert auch hier.

http://www.huffingtonpost.de/ahmed-a...hp_ref=politik
Schon im zweiten Satz direkt der erste Fehler... Nicht 63 Prozent der in Deutschland lebenden Türken haben für Ja gestimmt, sondern 63 derjenigen, die gewählt haben, haben für Ja gestimmt. Im zweiten Halbsatz wird dann auf die Wahlbeteiligung hingewiesen, sodass der ganze Satz dann eigentlich gar keinen Sinn mehr macht?

Der Grundgedanke an sich ist ja ganz nett, und grundsätzlich finde ich die Entwicklungen auch nicht gut und pflichte dem Schreiber in vielem bei. Als jemand, der einen türkischen Staatsangehörigen (der nicht wählen war) als besten Freund zählt, weiß ich aber besonders gut, dass genau diese Falschbehauptung in den letzten Tagen massiv verbreitet wurde, leider auch in diversen seriösen Medien (sogar in unserer auflagenstärksten lokalen Tageszeitung, die den Fehler erst heute durch eine wirklich lächerlich winzige Korrektur öffentlich machte). Das wirft zusätzlich ein schlechtes Bild auf alle Türken, das ja ohnehin schon stark angekratzt ist, da man in der Öffentlichkeit (leider) auch viel eher die Erdogan-Befürworter wahrnimmt als die Mitbürger, die hier friedlich und zufrieden leben und die Entwicklungen genau so kritisch sehen.

Mein Freund ist jedenfalls sehr beunruhigt über die aktuelle Stimmungsmache, die sich teilweise auch schon gegen ihn persönlich gerichtet hat, obwohl er überhaupt nicht für Erdogan gestimmt hat.
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Alt 20.04.2017, 21:42   #759
Taurec
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Ein interessantes Video, dass die Wurzeln und Eigenschaften der EU gut wiedergibt:
https://www.youtube.com/watch?v=z41iI271kio
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Alt 28.04.2017, 21:19   #760
The Wolf
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Zitat:
Zitat von Understanding Beitrag anzeigen
Schon im zweiten Satz direkt der erste Fehler... Nicht 63 Prozent der in Deutschland lebenden Türken haben für Ja gestimmt, sondern 63 derjenigen, die gewählt haben, haben für Ja gestimmt. Im zweiten Halbsatz wird dann auf die Wahlbeteiligung hingewiesen, sodass der ganze Satz dann eigentlich gar keinen Sinn mehr macht?

Der Grundgedanke an sich ist ja ganz nett, und grundsätzlich finde ich die Entwicklungen auch nicht gut und pflichte dem Schreiber in vielem bei. Als jemand, der einen türkischen Staatsangehörigen (der nicht wählen war) als besten Freund zählt, weiß ich aber besonders gut, dass genau diese Falschbehauptung in den letzten Tagen massiv verbreitet wurde, leider auch in diversen seriösen Medien (sogar in unserer auflagenstärksten lokalen Tageszeitung, die den Fehler erst heute durch eine wirklich lächerlich winzige Korrektur öffentlich machte). Das wirft zusätzlich ein schlechtes Bild auf alle Türken, das ja ohnehin schon stark angekratzt ist, da man in der Öffentlichkeit (leider) auch viel eher die Erdogan-Befürworter wahrnimmt als die Mitbürger, die hier friedlich und zufrieden leben und die Entwicklungen genau so kritisch sehen.

Mein Freund ist jedenfalls sehr beunruhigt über die aktuelle Stimmungsmache, die sich teilweise auch schon gegen ihn persönlich gerichtet hat, obwohl er überhaupt nicht für Erdogan gestimmt hat.

Mein Mitleid hält sich hier verständlicherweise in Grenzen, denn es gilt der Satz: "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!" Wer nicht wählen geht, hat sich schon geschlagen gegeben. Das war beim Brexit so und das war auch jetzt so. Warum sind nicht mehr Erdogan - Gegner zur Wahl gegangen, warum haben sie nicht auf der Straße demonstriert gegen die AKP und die Lümmelbande von den Grauen Wölfen? Ich habe keinerlei Zeichen von den Erdogan-Gegnern gesehen; dann kann man hinterher nicht jammern und lamentieren, weder beim Brexit noch bei der Einführung der Diktatur. Ich wäre als Linker gerne mitgegangen, und mit mir sicherlich zahlreiche bis unzählige andere alteingesessene Deutsche. Ich bin mir sicher: Der gesamte Berliner Stadtteil Kreuzberg z.B. wäre dabei gewesen!

Und es bleiben einige Dinge im Raum stehen:
63% Unterstützung für Herrn Erdogan und die Diktatur sind 63%, dabei spielt es keine Rolle, wie hoch die Wahlenthaltung war. Es werden immer nur die gerechnet, die teilgenommen haben, so ist nun mal die Spielregel und Schönreden hilft nicht. Wir reden hier ja auch von "Satten Mehrheiten" für Frau Merkel, obwohl sie die noch nie hatte! (Ca. 35% CDU bei einer Wahlbeteiligung von ca. 65%, macht alles zusammen für Frau Merkel schlappe 25% absolut, oder andersherum: 3 von 4 Leuten wählen Frau Merkel eben NICHT!)

Was die deutschen Türken angeht:

-Tatsache bleibt, dass die Zustimmung für Herrn Erdogans Pläne hierzulande deutlich höher war als im Heimatland selbst wie übrigens in den meisten Ländern außerhalb der Türkei. Das wirft ja zahlreiche Fragen auf:

-Wo ist eigentlich euer Heimatland, und wem gelten eure Loyalitäten, Herrn Erdogan oder Frau Merkel?

-Wie haltet ihr es mit der Demokratie im Allgemeinen?

-Was haltet ihr von Deutschland und wie gut seid ihr generell integriert?

-Wie haltet ihr es mit grundsätzlichen Werten, z.B. der Religionsfreiheit, der Trennung von Kirche und Staat, mit dem Verbot der Todesstrafe, der Gleichberechtigung der Frau auf allen Gebieten?


Ich denke, die deutsche Politik ist jetzt gefordert, sowohl im Umgang mit Herrn Erdogan und seinem Kurs in der Türkei als auch im Umgang mit den hier lebenden Türken und Türkischstämmigen. Dies ist das Land der Deutschen, nicht das Land der Türken, und unser Präsident ist Frank Walter Steinmeier und nicht Herr Erdogan.
Ich wünsche mir zukünftig ein Auftrittsverbot türkischer Politiker in Deutschland zu Wahlkampfzwecken und die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft, die nachweislich zu Beliebigkeit führt. Ich möchte nicht noch einmal, dass das Berliner Olympiastadion 10 Tage lang für Sport und für Tourismus gesperrt wird, damit die türkische Minderheit darin ihr stadtweites Wahllokal hat, und ich möchte nicht noch einmal nach Düsseldorf kommen, wenn die ganze Stadt mit Riesenpostern zugeklebt ist mit der Aufschrift "UNSER PRÄSIDENT KOMMT" und ich mir dann die häßlichen Augenringe von Herrn Erdogan ansehen muss. Es muss und darf Integration gefordert werden.

Auf alle Türken fällt ein schlechtes Licht?
Sorry, auf mich als Deutschen auch! 1950 geboren, gehöre ich zum "Tätervolk", obwohl ich mich mangels Geburt an den Nazi-Greueln nicht beteiligen konnte; ich trage eine "Erbschuld" (kann man das Erbe auch ausschlagen?) man bezeichnet mich und die meinigen wahlweise als Krauts, Piefkes, Moffen, Bosches und die britische Presse hetzt seit dem 1. Weltkrieg, also seit mehr als hundert Jahren über uns Deutsche als "Hunnen" - so ist die Welt nun mal, damit muss man klarkommen.
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The Wolf ist offline  
Alt 30.04.2017, 13:04   #761
The Wolf
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Provozieren, was denn sonst?

Wir leben in einer weichgespülten Republik - ich habe mich gerade gefragt, ob ich das Wort "Demokratie" für diesen Staat noch verwenden soll, wo der Parteinachwuchs einer bekannten Partei uns einreden wollte, dass die Verwendung unserer Nationalfarben etwas Übles ist und die Tugendwächter der "Political Correctness" die Rolle der Heiligen Inquisition spielen.

In einer so weichgespülten Republik, wo viele schon den Ludergeruch der (rechtsradikalen) Revolution zu riechen glauben, wenn auf einer Demonstration einer ein Schild mit der Forderung "Merkel muss weg!" hochhält, brauchen wir Leute, die den Mund aufmachen, ja ihn weit aufreißen, wenn wir den Zug in die Meinungsdiktatur aufhalten wollen. Wer anders als wir Älteren soll das tun, also Leute, die sich noch an die legendären Redeschlachten von Franz-Josef Strauß und Herbert Wehner erinnern? Wie waren die Slogans damals? "Brandt an die Wand!" Erinnern wir uns nochmal an die alten Haudegen, als Politik noch von Männern gemacht und nichts für Sissies war.

Und man kann das sogar auf eine humorvolle Art und Weise tun. Viel Spaß mit dem Kabarettisten Helmut Schleich, der es wie kein anderer versteht, uns Franz Josef Strauß noch einmal nahezubringen! Und lassen wir Erich Honecker nochmal hochleben, dargestellt durch Uwe Steimle.....

Für die Berliner: Hellmut Schleich heute abend in der Berliner UFA - Kulturfabrik....

Schönen Sonntag!

Erich Honeckers Laudatio zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß
https://www.youtube.com/watch?v=4NsnzWJ0vko

Franz Josef Strauss dargestellt von Helmut Schleich
https://www.youtube.com/watch?v=eJqvomov9kA
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Geändert von The Wolf (30.04.2017 um 13:36 Uhr)
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Alt 11.05.2017, 15:24   #762
The Wolf
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"das war ein vorspiel nur,

DENN WER BÜCHER VERBRENNT; VERBRENNT AM ENDE AUCH MENSCHEN"

HEINRICH HEINE, aus "Almansor", 1823


Gestern, am 10. Mai 2017, jährte sich zum 84. Mal der Jahrestag der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz durch die nationalsozialistisch gesinnte Studentenschaft. Dem 10. Mai 1933 vorausgegangen und nachgefolgt waren zahlreiche ähnliche NS- Events in anderen deutschen Städten. Es war die Studentenschaft, es waren junge Leute, die ihre eigenen Bibliotheken plünderten und deren Inhalte verbrannten - und die sich gaaaanz toll dabei fühlten.

"Bücherverbrennung" wird gemeinhin assoziiert mit den Ereignissen um den deutschen Nationalsozialismus, ist aber viel mehr: "Bücherhinrichtungen" begleiten die Menschheit seit ihrer Geschichte; es gab sie schon in der Antike und der Begriff ist heute auszuweiten auf die Zerstörung oder Löschung von elektronischen Daten, z.B. in Archiven und Bibliotheken oder der Zerstörung von Bild- und Tonträgern durch Bulldozer u.ä.
Auch Bücher im klassischen Sinn werden noch verbrannt, so die Korane im afghanischen Militärgefängnis von Bagram im Jahr 2012 durch amerikanische GIs (bei gewalttätigen Demonstrationen anschließend gab es mehr als 40 Tote) oder das abstoßende öffentliche Verbrennen von Salman Rushdies "Satanischen Versen" 1989 in einem zivilisierten Land wie Großbritannien.

Im Lauf der Jahrtausende änderten sich zwar die Begründungen, nicht aber die Zielrichtung und der dahinterstehende Ungeist: Das Auslöschen unerwünschten Wissens durch Zensur - Ausübung und letztendlich das Ausüben von Herrschaft über die Mitmenschen, die gute alte MACHTAUSÜBUNG also.

Die modernste Begründung für das Ausüben von Zensur und "Kontrolle" in weitestem Sinn ist die "Political Correctness", die sich mittlerweile zu einer echten Bedrohung der Demokratie und Meinungsfreiheit entwickelt hat, aber im Prinzip nichts anderes ist als die ehemalige "Heilige Inquisition" in neuem Gewande. Ob die Begründungen daher kommen als "wider den Deutschen Ungeist" wie 1933 oder als die "Zerstörung von Schmutz und Schund" wie weiland in der DDR oder als denglisches Wort wie "Hate Speech" (verstehen die meisten Menschen nicht, ist auch gut so) oder die fast tägliche Hetze gegen FACEBOOK, spielt keine besondere Rolle, denn die Begründungen können dem jeweiligen Zeitgeist angepasst werden. Absurd sind sie fast immer.
Bei Facebook ist die Situation besonders absurd; es ist IMMER Facebook, niemals aber TWITTER. Sind bei Facebook nur die Bösewichte und bei Twitter nur die Engel?
Bekanntlich ist "Facebook" die ursprüngliche Idee eines jungen Mannes mit Namen MARC ZUCKERBERG, und der ist bekanntlich jüdischen Glaubens. Deswegen ist die unbegründete Hetze gegen Facebook in Deutschland besonders widerwärtig, sie ist eine besonders infame Form des Antisemitismus im modernen Gewande.

Warum ich das schreibe, obwohl die NS- Bücherverbrennung schon 84 Jahre zurückliegt? Ganz einfach - weil der Geist noch fortlebt, jener Ungeist, der alles kontrollieren will, vor allem unsere Köpfe, und der das Potential hat, die Freiheit zu zerstören! Gerade der Streit um die moderne Political Correctness hat mittlerweile regelrecht hysterische, paranoide Züge angenommen:

-In Berlin dürfen in einigen Bezirken Straßennamen nur noch paritätisch vergeben werden, also auf viele Jahre nur noch Namen von FRAUEN, die keine/ keiner kennt...

-An Straßenkreuzungen: AmpelMÄNNCHEN oder AmpelFRAUCHEN?

-Im Rathaus von Berlin - Kreuzberg gibt es Toiletten für drei Geschlechter....

-Die Universität von Greifswald will sich von dem schönen Namen Ernst Moritz Arndt trennen, weil... Ich weiß nicht, was er verbrochen hat, interessiert mich auch nicht.....

Wenn wir schon ganz "Politisch Korrekt" sind, würden mir da noch ganz andere einfallen, zum Beispiel Richard Wagner, Martin Luther oder Tolkien....

Denkt mal drüber nach, was Freiheit ist, solange Ihr noch dürft... Die Kluft zwischen dem Politwahn von damals und dem von heute ist kleiner, als Ihr gemeinhin glaubt. In diesem Sinne!
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Alt 11.05.2017, 21:18   #763
Kuroi
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Bekanntlich ist "Facebook" die ursprüngliche Idee eines jungen Mannes mit Namen MARC ZUCKERBERG, und der ist bekanntlich jüdischen Glaubens. Deswegen ist die unbegründete Hetze gegen Facebook in Deutschland besonders widerwärtig, sie ist eine besonders infame Form des Antisemitismus im modernen Gewande.
Ich stimme deinem Beitrag ja weitestgehend zu, aber das hier halte ich für Quatsch. Der Facebook Chef könnte auch Marc Miller oder sonstwie heißen - die Kritik an ihm oder Facebook hat in meinen Augen aber nichts mit seinem Glauben oder seiner Herkunft zu tun.

Warum Facebook öfter kritisiert wird als Twitter, ist natürlich eine gute Frage. (Besonders seit Donald Trump gerne mal nach Lust und Laune herumtweetet.) Ich vermute, dass es daran liegt, dass Facebook aus verschiedenen Gründen stärker im Fokus der Medien liegt, wie z. B.

- es gibt einen Film dazu, der die Person Zuckerberg nicht gerade als altruistischen Kuschelbären darstellt (spätestens mit dem Film ist er auch als Person des öffentlichen Lebens etabliert worden)

- Facebook wird in der Gesellschaft als eine Art Prototyp für "soziale Netzwerke" angesehen und daher öfter als Beispiel genannt

- Facebook hat schlicht und einfach deutlich mehr User als Twitter

Hinzu kommt noch, dass Aufmerksamkeit wiederum Aufmerksamkeit bewirkt. Das heißt, dass Facebook schon allein deswegen mehr durch die angebliche "Hate Speech" auffällt. Und unsere Politiker richten sich ganz opportunistisch danach.

Denkst du denn wirklich, dass Marc Zuckerberg nicht oder weniger kritisiert werden würde, wenn er kein Jude wäre? Und wenn ja, was soll die Konsequenz dessen sein? Sollen wir einfach stillhalten und die Kritik "aus Prinzip" runterschlucken, damit uns niemand Antisemitismus vorwerfen kann? Dann wären wir wieder bei der Political Correctness, die du zu recht kritisierst.
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Alt 11.05.2017, 22:55   #764
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Bei den Beiträgen vom Wolf habe ich den Eindruck, dass er nur noch eine Unisex-Toilette vom Reichsbürger entfernt ist. Die Gleichsetzung von NS-Bücherverbrennung mit der politischen Korrektheit ist dermaßen abstrus, weil sie genau gegengesetzte Intentionen haben. Den Nazis ging es darum "Andersartige" auszuschließen, den "Gutmenschen" geht es darum möglichst alle in die Gesellschaft einzuschließen.
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Zitat:
Herr_Vorragend: Ich glaube ja, dass diese Forenspiele das Abstellgleis des Forums sind ~.~
Soeren@Lausitz: Die Forenspiele stehen am Ende des Forums, wie der Komposthaufen am Ende des Gartens.
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Alt 11.05.2017, 23:21   #765
The Wolf
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Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Ich stimme deinem Beitrag ja weitestgehend zu, aber das hier halte ich für Quatsch. Der Facebook Chef könnte auch Marc Miller oder sonstwie heißen - die Kritik an ihm oder Facebook hat in meinen Augen aber nichts mit seinem Glauben oder seiner Herkunft zu tun.

Warum Facebook öfter kritisiert wird als Twitter, ist natürlich eine gute Frage. (Besonders seit Donald Trump gerne mal nach Lust und Laune herumtweetet.) Ich vermute, dass es daran liegt, dass Facebook aus verschiedenen Gründen stärker im Fokus der Medien liegt, wie z. B.

- es gibt einen Film dazu, der die Person Zuckerberg nicht gerade als altruistischen Kuschelbären darstellt (spätestens mit dem Film ist er auch als Person des öffentlichen Lebens etabliert worden)

- Facebook wird in der Gesellschaft als eine Art Prototyp für "soziale Netzwerke" angesehen und daher öfter als Beispiel genannt

- Facebook hat schlicht und einfach deutlich mehr User als Twitter

Hinzu kommt noch, dass Aufmerksamkeit wiederum Aufmerksamkeit bewirkt. Das heißt, dass Facebook schon allein deswegen mehr durch die angebliche "Hate Speech" auffällt. Und unsere Politiker richten sich ganz opportunistisch danach.

Denkst du denn wirklich, dass Marc Zuckerberg nicht oder weniger kritisiert werden würde, wenn er kein Jude wäre? Und wenn ja, was soll die Konsequenz dessen sein? Sollen wir einfach stillhalten und die Kritik "aus Prinzip" runterschlucken, damit uns niemand Antisemitismus vorwerfen kann? Dann wären wir wieder bei der Political Correctness, die du zu recht kritisierst.

Nein, ich glaube, dass die Kritik an Facebook nicht unbedingt ezwas mit Marc Zuckerberg oder seinem Judentum zu tun hat. Und ich muss mich ein wenig entschuldigen - die Sache mit dem Antisemitismus war ein bißchen als Provokation gedacht. Ich gehe davon aus, dass es den Kritikern von Facebook vor allem darum geht, das FB als eine Art "unkontrollierter Freiraum" existiert, wo diese Kontrollfreaks aller Couleur keinen oder nur sehr schwer Einfluss nehmen können. Das ist die eigentliche Bedrohung, die es zu kontrollieren gilt, um jeden Preis (Und hier sehe ich auch die Bedrohung für die Freiheit)

Nein, ich halte Marc Zuckerberg nicht für einen Altruisten; was als Gag begann, hat sich zum milliardenschweren Unternehmen gemausert, das Zuckerberg. zu einem der Reichsten der Reichsten macht. Zuckerberg verdient Geld mit dem Sammeln von Informationen und deren Weiterverkauf, und er reagiert nach meiner Beobachtung erst dann, wenn sein Geschäftsmodell massive Einbrüche erleiden könnte (wir reden über Milliardenverluste). Das könnten hohe nationale Strafen sein oder das Totalverbot in bestimmten Ländern. So hat Facebook ja gerade erst sehr schnell reagiert, als ruchbar wurde, dass man über FB-Algorithmen jede Menge automatische Fake-Accounts generieren kann und darüber Wahlen in einzelnen Staaten manipulieren kann. Es drohte der Absprung von milliardenschweren Großkunden, soweit ich weiss.

Mein Eindruck ist allerdings, dass FB Probleme erstmal lange Zeit aussitzt oder es versucht, auch nationale Interessen auszusitzen. Kein Wunder, es gibt nahezu 190 Staaten auf der Welt mit unterschiedlichen Gesetzessystemen, die alle unter dem Motto laufen "Jedem Tierchen sein Plaisierchen". Wieviel zehntausende Moderatoren will FB denn einsetzen, um jeden einzelnen Post zu überwachen? FB ist ja nichts anderes als ein ins Millionenfache vergrößertes Simforum, und die zehntausende Überwacher würden nicht für lau arbeiten wie unsere verehrten Moderatorinnen/ Moderatoren dankensweise hier.

Bei uns zuhause gilt Zuckerberg durchaus als ein "Freiheitskämpfer", weil er eben nicht gleich in jedes Hinterteil kriecht, genauso wie die Firma Apple, die sich standhaft weigern, ihre Smartphone - Zugänge eben nicht in vorauseilendem Gehorsam dem Zugriff der NSA zu öffnen. Dass die genannten Beispiele Altruisten sind, die die Welt besser machen wollen, glauben wir nicht, sie sind "Altruisten mit Geschäftssinn". Immerhin besser als nichts.

Aber ich wollte mit meinem ersten Post eigentlich darauf ab, dass ich mit zuviel "Politischer Correctness" die Freiheit an sich bedroht sehe.
Wo das hinführt, zeigt ein Artikel in der heutigen Ausgabe des "Berliner Tagesspiegel"



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http://www.tagesspiegel.de/wissen/pr.../12881560.html
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Geändert von The Wolf (11.05.2017 um 23:27 Uhr)
The Wolf ist offline  
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Alt 12.05.2017, 01:31   #766
Kuroi
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Die Gleichsetzung von NS-Bücherverbrennung mit der politischen Korrektheit ist dermaßen abstrus, weil sie genau gegengesetzte Intentionen haben. Den Nazis ging es darum "Andersartige" auszuschließen, den "Gutmenschen" geht es darum möglichst alle in die Gesellschaft einzuschließen.
Nein, auch "Gutmenschen" schließen andere aus - nämlich die, die nicht ihre Meinung und Ideale teilen, bzw. diesen Anschein erwecken. Und auch sie teilen die Welt in Schwarz-Weiß ein. Genau wie "Nazis" es tun.

Die Intention ist übrigens vollkommen irrelevant. Ich gehe mal davon aus, dass es dir vollkommen egal sein wird, ob dich nun ein Fascho oder ein Antifant krankenhausreif schlägt. Die Mittel und das Ergebnis sind das Gleiche.

Was Political Correctness damit zu tun hat? Sie reglementiert beispielsweise die Sprache in einer Weise, dass jeder sich "verdächtig" macht, der bestimmte Wörter benutzt - ganz unabhängig vom Kontext oder davon, wie es tatsächlich gemeint war. Die Konsequenzen sind im schlimmsten Fall der Verlust des Jobs und gesellschaftliche Ächtung (inklusive Sippenhaft). Die Unschuldsvermutung gilt nicht mehr. Man muss also ständig aufpassen, was man sagt. Folglich entsteht die so genannte "Schere im Kopf" und ein echter, öffentlicher Diskurs wird verhindert. In einer Demokratie natürlich echt super.

Und The Wolfs historische Beispiele verstehe ich so, dass es dieses Phänomen schon immer in Systemen mit... eher zweifelhaftem Demokratieverständnis gab. Dazu muss man nichtmal bis zum Dritten Reich zurückgehen. Es reicht ein Blick zurück in die DDR. Auch aus diesem System kennt man für die damalige Zeit politisch korrekte Begriffe, wie z. B. den "antifaschistischen SCHUTZwall", wie die Mauer (mit der man die Menschen unter TODESDROHUNG im Land EINSPERRTE) beschönigend genannt wurde.

Und jetzt geht es plötzlich um "Hate Speech" und dass die doch bitte aus der Öffentlichkeit entfernt werden soll. Am besten per Gesetz. Die Parallelen zu vergangenen Vorgängen sind eigentlich nur schwer zu ignorieren.

EDIT (Nr. 1045... ):

@ The Wolf:
Zu deinem Link: Für derartige Beispiele muss man nicht in die USA gehen. Solche Vorkommnisse gibt es mittlerweile auch hierzulande.
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Geändert von Kuroi (12.05.2017 um 01:58 Uhr)
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Alt 12.05.2017, 06:56   #767
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Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Nein, auch "Gutmenschen" schließen andere aus - nämlich die, die nicht ihre Meinung und Ideale teilen, bzw. diesen Anschein erwecken. Und auch sie teilen die Welt in Schwarz-Weiß ein. Genau wie "Nazis" es tun.
Nein, das tun sie nicht. Intoleranz der Intoleranz gegenüber ist etwas anderes als Intoleranz allem Andersartigem gegenüber. Sie ist nicht rassistisch.

Aber dieses "Mimimi, die sind intolerant, weil sie mich nicht intolernat sein lassen wollen" kennen wir ja schon.

Zitat:
Die Intention ist übrigens vollkommen irrelevant. Ich gehe mal davon aus, dass es dir vollkommen egal sein wird, ob dich nun ein Fascho oder ein Antifant krankenhausreif schlägt. Die Mittel und das Ergebnis sind das Gleiche.
Du unterstellst ihm, ein Faschist zu sein. Denn nur Faschisten müssen sich vor der Antifa fürchten, nicht jeder, der irgendwie anders ist oder denkt.

Zitat:
Was Political Correctness damit zu tun hat? Sie reglementiert beispielsweise die Sprache in einer Weise, dass jeder sich "verdächtig" macht, der bestimmte Wörter benutzt - ganz unabhängig vom Kontext oder davon, wie es tatsächlich gemeint war. Die Konsequenzen sind im schlimmsten Fall der Verlust des Jobs und gesellschaftliche Ächtung (inklusive Sippenhaft). Die Unschuldsvermutung gilt nicht mehr. Man muss also ständig aufpassen, was man sagt. Folglich entsteht die so genannte "Schere im Kopf" und ein echter, öffentlicher Diskurs wird verhindert. In einer Demokratie natürlich echt super.
Ja, dass man Rassismus und Intoleranz nicht offen aussprechen und die Abschaffung der Demokratie und der Freiheitsrechte fordern darf, ist total undemokratisch und gegen die Freiheitsrechte.
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Alt 12.05.2017, 07:21   #768
DodotheGoof
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Du unterstellst ihm, ein Faschist zu sein. Denn nur Faschisten müssen sich vor der Antifa fürchten, nicht jeder, der irgendwie anders ist oder denkt.
Ich glaube es war nicht intendiert hier jemanden als Faschisten zu titulieren. Ich würde sagen wie jede radikale Gruppe hat die Antifa eine weitgefaste Vorstellung davon was "faschistisch" ist. Kennt man ja auch bei Religionen. Für den einen Katholiken sind Prostetanten normale Christen, für den anderen unwürdige Ketzer.
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Alt 12.05.2017, 08:49   #769
sims-2-spieler
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Zitat von DodotheGoof Beitrag anzeigen
Ich glaube es war nicht intendiert hier jemanden als Faschisten zu titulieren. Ich würde sagen wie jede radikale Gruppe hat die Antifa eine weitgefaste Vorstellung davon was "faschistisch" ist. Kennt man ja auch bei Religionen. Für den einen Katholiken sind Prostetanten normale Christen, für den anderen unwürdige Ketzer.
"Die Antifa" gibt es so wenig wie "die Rassisten". Es gibt sicher einige darunter, die den Begriff sehr weit fassen, aber die Mehrzahl hat eine klar umrissene Zielgruppe, genau die, die der Begriff ausdrückt, und nicht jeden, der irgendwie anders ist oder denkt.

Dein Religionsvergleich passt nicht. Die Antifaschisten entsprechen nicht den Protestanten, sondern Anti-Katholiken, weil sie es nicht hinnehmen wollen, dass Katholiken keine Religion oder Konfession neben ihrer dulden woll(t)en. Toleranz ist in der katholischen Kirche ein ausgesprochen neuer Trend. Noch vor einer Generation hat sich diese Kirche nur unwesentlich von heutigen muslimischen Fundamentalisten unterschieden.
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Alt 12.05.2017, 10:37   #770
Storm
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
-In Berlin dürfen in einigen Bezirken Straßennamen nur noch paritätisch vergeben werden, also auf viele Jahre nur noch Namen von FRAUEN, die keine/ keiner kennt...

-An Straßenkreuzungen: AmpelMÄNNCHEN oder AmpelFRAUCHEN?

-Im Rathaus von Berlin - Kreuzberg gibt es Toiletten für drei Geschlechter....

-Die Universität von Greifswald will sich von dem schönen Namen Ernst Moritz Arndt trennen, weil... Ich weiß nicht, was er verbrochen hat, interessiert mich auch nicht.....

Wenn wir schon ganz "Politisch Korrekt" sind, würden mir da noch ganz andere einfallen, zum Beispiel Richard Wagner, Martin Luther oder Tolkien....

Denkt mal drüber nach, was Freiheit ist, solange Ihr noch dürft... Die Kluft zwischen dem Politwahn von damals und dem von heute ist kleiner, als Ihr gemeinhin glaubt. In diesem Sinne!
Bei einigen solchen Dingen kann ich gut verstehen, dass man sich da als Ziel einer Bevormundung oder Einschränkung wahrnimmt, aber bei einer zusätzlichen Toilettengattung für Personen, die sich weder als männlich, noch als weiblich begreifen? Da weiß ich nun wirklich nicht, wie solch eine Einrichtung irgendjemanden in seiner Freiheit einschränkt ... ^^
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Alt 12.05.2017, 11:10   #771
sims-2-spieler
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Ernst Moritz Arndt kann so wenig wie die Swastika oder die S-Rune dafür, dass er als Symbol von den Nazis vereinnahmt wurde. Trotzdem ist er ein Symbol und wird so genutzt.

Ich sehe es allerdings wesentlich kritischer, wenn Bundeswehrkasernen nach Nazigenerälen benannt werden. Das hat noch eine ganz andere Symbolik.
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Alt 12.05.2017, 11:20   #772
Kuroi
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Nein, das tun sie nicht. Intoleranz der Intoleranz gegenüber ist etwas anderes als Intoleranz allem Andersartigem gegenüber. Sie ist nicht rassistisch.
Und das sehe ich eben anders: Intoleranz ist und bleibt Intoleranz. Und wenn du eine Gruppe gegenüber der anderen bevorzugst, misst du mit zweierlei Maß.

Das ist willkürlich und kann gerade deswegen nicht verallgemeinert werden, denn genau damit lieferst du politischen Gegnern ein super Argument: Wenn du mit zweierlei Maß misst, dürfen sie das schließlich auch. Wenn du also Gewalt und Ausgrenzung deiner Gegner gutheißt, dürfen sie das umgekehrt auch. Denn beide Seiten gehen im Allgemeinen davon aus, dass sie die "Guten" sind und mit ihren Ideen und Taten recht haben.

Gleichzeitig implizierst du damit, dass es nur eine richtige Meinung gibt. Und das ist undemokratisch, denn in einer Demokratie muss es Meinungspluralismus geben dürfen.

Zitat:
Aber dieses "Mimimi, die sind intolerant, weil sie mich nicht intolernat sein lassen wollen" kennen wir ja schon.
Hier haben wir das nächste Problem: Nicht jeder, dem du Intoleranz oder Rassismus unterstellst, ist auch tatsächlich intolerant oder rassistisch.

Zitat:
Du unterstellst ihm, ein Faschist zu sein.
Nein, das unterstelle ich ihm nicht. Ich unterstelle, dass extremistische Gruppen sich im Grunde nicht unterscheiden. (Näheres dazu sage ich weiter unten bzgl. DodoTheGoofs Vergleich mit Religion.)

Zitat:
Denn nur Faschisten müssen sich vor der Antifa fürchten, nicht jeder, der irgendwie anders ist oder denkt.
Na, dann bin ich ja beruhigt. Nur blöd, dass der Begriff "Faschist" heutzutage ziemlich weit ausgelegt wird.

Und auch unabhängig von der "Zielgruppe" der Antifa, haben auch vermeintliche "Faschisten" in unserem Land noch immer das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Auch die Antifa steht nicht über dem Gesetz. Ansonsten würden wir "mit zweierlei Maß messen".

Zitat:
Ja, dass man Rassismus und Intoleranz nicht offen aussprechen und die Abschaffung der Demokratie und der Freiheitsrechte fordern darf, ist total undemokratisch und gegen die Freiheitsrechte.
Als ob gerade Political Correctness für Demokratie und Toleranz stehen würde. Allein die Tatsache, dass man versucht, den angeblichen Feind anhand von Code-Wörtern, die man selber auch noch willkürlich festlegt, ausfindig zu machen - unabhängig vom Kontext, absolut und pauschal-, ist weder demokratisch noch tolerant.

Dass du Kritik daran direkt mit "Rassismus" und der Forderung nach "Abschaffung der Demokratie" gleichsetzt, belegt das schon.

Zitat:
Dein Religionsvergleich passt nicht. Die Antifaschisten entsprechen nicht den Protestanten, sondern Anti-Katholiken, weil sie es nicht hinnehmen wollen, dass Katholiken keine Religion oder Konfession neben ihrer dulden woll(t)en.
Ich finde schon, dass der Religionsvergleich passt: Politische und religiöse Extremisten haben die Überzeugung gemeinsam, dass nur sie die einzig wahren Guten sind und leiten daraus gern mal Sonderrechte für ihre Gruppe ab: Sie dürfen Gewalt anwenden, denn schließlich ist es "für eine gute Sache". Sie dürfen andere Meinungen unterdrücken, denn diese sind ja eh "falsch". Tun ihre Feinde das Gleiche, ist das natürlich unerhört, denn diese wenden sich damit schließlich gegen das "Gute".

Die einen folgen einem Gott, die anderen einem ideologischen Führer. Das sind nur unterschiedliche Mäntelchen für ein und die selbe Sache.

---

Naja, ich weiß, dass wir beide in dieser Hinsicht wohl nie auf einen Nenner kommen werden. Das ist aber auch nicht weiter tragisch. Im Grunde drehen sich diese Diskussionen eh immer im Kreis. Genauso gut könnten wir über Veganismus oder Abtreibungen diskutieren.
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Alt 12.05.2017, 11:55   #773
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Zitat von Soeren@Lausitz Beitrag anzeigen
Bei den Beiträgen vom Wolf habe ich den Eindruck, dass er nur noch eine Unisex-Toilette vom Reichsbürger entfernt ist. Die Gleichsetzung von NS-Bücherverbrennung mit der politischen Korrektheit ist dermaßen abstrus, weil sie genau gegengesetzte Intentionen haben. Den Nazis ging es darum "Andersartige" auszuschließen, den "Gutmenschen" geht es darum möglichst alle in die Gesellschaft einzuschließen.

Welche Beiträge meinst Du denn? Es sind 5000 und einige in verschiedenen Rubriken. Gehts etwas genauer, bevor Du daherkommst mit dem Etikettenkasten?
Mir scheints, dass Du nicht richtig gelesen hast, sonst hättest Du verstanden, dass es sehr zahlreiche Gründe geben kann, Informationen als "unerwünscht" zu bezeichnen und dann durch Vernichten aus der Welt zu ziehen. Als ich den Artikel recherchiert habe, war ich doch baff erstaunt, wie häufig in der Geschichte der Menschheit zu einem solchen Mittel gegriffen wurde und unter welchem Kanon von Begründungen, eine immer haarstäubender als die andere.

Mit Deinem Vergleich böse Nazis und "Gutmenschen" kann ich gar nichts anfangen und finde Deine Behauptung geradezu naiv. Es häufen sich zur Zeit Fälle gerade unter Nachwuchs - Intellektuellen, nicht mehr im Seminar KONTROVERS zu diskutieren, sondern bestimmte Veranstaltungen und Dozenten von Anfang an zu BOYKOTTIEREN und zu VERHINDERN. Es geht diesen sich selbst ermächtigenden Tugendwächtern absolut nicht darum, möglichst alle einzuschließen, wie Du behauptest, sondern es geht ihnen um AUSGRENZUNG und darum, DISKUSSION ZU VERHINDERN, letztendlich also darum Macht auszuüben, und zwar IHRE Macht, was sonst?
An amerikanischen Universitäten ist das Problem längst erkannt und man diskutiert schon darüber, dass die Freiheit von Forschung und Lehre ernsthaft gefährdet ist, aber das findet, wie Kuroi angemerkt hat, längst auch bei uns statt und man braucht gar nicht lange zu suchen:


Beispiel 1:
"BERLINER TAGESSPIEGEL" - Professoren am Pranger
http://www.tagesspiegel.de/wissen/pr.../12881560.html


Beispiel 2:
Daniele Ganser und UNI Witten

https://www.statusquo-news.de/redeve...en-uni-witten/

https://www.derwesten.de/staedte/wit...d11221037.html


Beispiel 3:
Xavier Naidoo und die "Söhne Mannheims"

(Den Link hier spar ick mir mal, ich bin kein Freund von dem und rede nicht über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Der Song und die PC - Schlammschlacht ist sowieso in aller Munde und ich hab auch noch anderes zu tun.... Nur warum der so ein schlimmer Finger ist und der Gangster Bushido mit seinen kriminellen Araberfreunden nicht, das muss man mir erklären.....)


Die angeführten Beispiele belegen ganz eindeutig, dass das ist nicht "Einhegung" durch gutmeinende Menschen ist, das ist Ausgrenzung von Leuten, die nicht dazu gehören sollen. Man nennt sowas auch INTOLERANZ und die gilt gemeinhin als Freistellungsmerkmal von Fanatikern und Faschisten. In China hatten die solche Intoleranz auch mal, da hieß die lokale Spielart der "Political Correctness" KULTURREVOLUTION und hat einige Millionen Tote gefordert.

Ich kann mit Deinem Etikett "Reichsbürger" nichts anfangen, ich nenne mich QUERDENKER oder einfach nur FREIHEITSKÄMPFER. Da kann ich nichts Schlimmes dran sehen.
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Alt 12.05.2017, 12:24   #774
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ich sehe es allerdings wesentlich kritischer, wenn Bundeswehrkasernen nach Nazigenerälen benannt werden. Das hat noch eine ganz andere Symbolik.
Das sind nur Namen verwendet worden von Generälen die den Anschlag durchgeführt haben. Du kannst mir aber gerne einen Namen nennen der nicht beteiligt war, mir ist keiner bekannt.
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Alt 12.05.2017, 12:58   #775
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Zitat von The Wolf Beitrag anzeigen
Dazu würde ich gern noch den Fall Jörg Baberowksi hinzufügen. Ich habe vor einiger Zeit einen interessanten Artikel darüber in der FAZ gelesen, nur leider ist der mittlerweile kostenpflichtig. Hier noch einer.

Und hier noch die "Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung", die Verdi Niedersachsen herausgegeben hat und auf mutmaßliche AfD-Mitglieder und -anhänger abzielt. Zwar kein Beispiel aus dem akademischen Bereich, aber doch zum Thema passend.
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Alt 12.05.2017, 21:43   #776
The Wolf
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Zitat von Kuroi Beitrag anzeigen
Dazu würde ich gern noch den Fall Jörg Baberowksi hinzufügen. Ich habe vor einiger Zeit einen interessanten Artikel darüber in der FAZ gelesen, nur leider ist der mittlerweile kostenpflichtig. Hier noch einer.

Und hier noch die "Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung", die Verdi Niedersachsen herausgegeben hat und auf mutmaßliche AfD-Mitglieder und -anhänger abzielt. Zwar kein Beispiel aus dem akademischen Bereich, aber doch zum Thema passend.

Danke für Deine Beiträge zum Thema, insbesondere diese hier. Den Namen Baberowski hatte ich noch nie gehört, hab mich aber eingelesen heute. Ein Skandal für die Berliner Humboldt - Universität, die sich ja immerhin unter den 10 deutschen Elite - Universitäten bewegt.
Und das verdi.papier zeigt, dass die Gesinnungsschnüffelei und Mobbingstrategien längst den akademischen Bereich verlassen haben und in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

Und jeden Tag neue Skandale:
Heute schaltete sich der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (CDU) in das öffentliche Bashing gegen XAVIER NAIDOO ein und trat auch noch mal drauf. War das politische Überzeugung und moralische Empörung oder eine gute Gelegenheit, mal wieder aus der Versenkung zu kommen und ein Lebenszeichen abzugeben? (Ich dachte, Christian Wulff sei längst tot...)

Noch`n Beispiel:
Im Herbst zieht ja wahrscheinlich die AfD in den Bundestag ein. Bei jeder Eröffnung der Parlamentsrunde hält der Älteste traditionsgemäß die Eröffnungsrede. Da der Urgrüne Christian Ströbele nun schon doch etwas sehr klapprig wird und nicht mehr mitmacht, wäre der Eröffnungsredner vermutlich Alexander Gauland von der AfD. Deswegen musste nun bei den Spielregeln getrickst werden - was für ein Armutszeugnis für die Parlamenarische Demokratie Bundesrepublik Deutschland!! Ertragen wir nicht mal 10 Minuten Geschwafel eines alternden Rechten? Wir haben doch auch die Eröffnungsrede des Altkommunisten und PDS- Mannes Stephan HEYM ertragen - und unsere Demokratie ist immer noch da, oder?

Den folgenden Artikel fand ich in ZEITFRAGEN.CH, einem ganz hervorragenden Querdenker - Magazin aus der Eidgenossenschaft. Der beschäftigt sich ebenfalls mit dem terrorisierten Gesellschaftswissenschaftler Baberowski

FREIHEIT DER WISSENSCHAFT von Rainer Schopf
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgabe...senschaft.html
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Alt 14.05.2017, 18:01   #777
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Nein, das tun sie nicht. Intoleranz der Intoleranz gegenüber ist etwas anderes als Intoleranz allem Andersartigem gegenüber. Sie ist nicht rassistisch.

Aber dieses "Mimimi, die sind intolerant, weil sie mich nicht intolernat sein lassen wollen" kennen wir ja schon.


Du unterstellst ihm, ein Faschist zu sein. Denn nur Faschisten müssen sich vor der Antifa fürchten, nicht jeder, der irgendwie anders ist oder denkt.


Ja, dass man Rassismus und Intoleranz nicht offen aussprechen und die Abschaffung der Demokratie und der Freiheitsrechte fordern darf, ist total undemokratisch und gegen die Freiheitsrechte.
Die Antifa ist eine links-extremistische Schlägertruppe, gleichzusetzen mit der SA des 3. Reiches. Sie wird gesponsert von der SPD, also unseren Steuergeldern. So etwas passt in Diktaturen, in Demokratien haben solche Truppen nichts verloren. Es wird Zeit, sie für die von ihnen verursachten Schäden endlich in die Verantwortung zu nehmen. Vielleicht täte es ihnen auch gut, es mal mit Arbeit zu versuchen.
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Alt 14.05.2017, 18:36   #778
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Ich bin auch nicht gerade ein Freund der Antifa, aber deine Behauptungen (ich vermute einmal, die kannst du nicht belegen) zielen dann doch etwas daneben.
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Alt 14.05.2017, 18:38   #779
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Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Die Antifa ist eine links-extremistische Schlägertruppe, gleichzusetzen mit der SA des 3. Reiches. Sie wird gesponsert von der SPD, also unseren Steuergeldern. So etwas passt in Diktaturen, in Demokratien haben solche Truppen nichts verloren. Es wird Zeit, sie für die von ihnen verursachten Schäden endlich in die Verantwortung zu nehmen. Vielleicht täte es ihnen auch gut, es mal mit Arbeit zu versuchen.
Die Antifa mit der SA zu vergleichen, ist sowas von ...
Und zu behaupten, sie würde von der SPD finanziert, ist auch nicht besser. Dementsprechend werden die Springerstiefel-Glatzen von der CDU finanziert? Ernsthaft?

Ohne die rechten Schlägertrupps gäbe es die Antifa überhaupt nicht. Wenn endlich konsequent gegen rechte Gewalt vorgegangen würde, wären auch die Gegenreaktionen überflüssig.
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Alt 14.05.2017, 18:42   #780
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Die SPD ist ja schon etwas älter, und hat dann also neben der Antifa auch die SA gegründet. Ist ja laut Rafaela derselbe Verein...

Wahrscheinlich hat die SPD unter Brandt auch den zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen, um die Nazis zu vernichten mithilfe der SA. Oder möglicherweise ist Hitler in der SPD gewesen... Nicht auszudenken, und niemand hat was davon gewusst...
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Alt 14.05.2017, 18:42   #781
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Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Ich bin auch nicht gerade ein Freund der Antifa, aber deine Behauptungen (ich vermute einmal, die kannst du nicht belegen) zielen dann doch etwas daneben.
Die SPD, genauer die Jusos werben damit sogar auf ihrer eignen Webseite:
http://www.jusos.de/demo-sold
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Alt 14.05.2017, 18:49   #782
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Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
Die SPD, genauer die Jusos werben damit sogar auf ihrer eignen Webseite:
http://www.jusos.de/demo-sold

Wobei es ja wesentlich gerechter wäre, die Antifas bekämen ihr Geld ebenfalls vom Inlandgeheimdienst, so wie die NPD, die NSU oder die ganzen Kameradschaften. Wenn schon Subvention, dann wenigstens parteiunabhängig.

EDIT: immerhin ist die verlinkte Seite aber ein gut gemachter Fake!
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Alt 14.05.2017, 19:07   #783
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Alt 14.05.2017, 19:38   #785
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Alt 14.05.2017, 20:49   #786
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Zitat von carlfatal Beitrag anzeigen
EDIT: immerhin ist die verlinkte Seite aber ein gut gemachter Fake!
Ein Fake ist die Seite nicht, die gehört wirklich zu den Jusos. Wenn man aber auch zwischen den Zeilen liest ist sie nicht ernst zu nehmen.
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Alt 14.05.2017, 23:08   #787
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Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Ein Fake ist die Seite nicht, die gehört wirklich zu den Jusos. Wenn man aber auch zwischen den Zeilen liest ist sie nicht ernst zu nehmen.
Oh ja, das war das falsche Wort, fiel mir auch erst nach dem Posten auf. Ich hab noch kurz überlegt, ob ich verbessere, aber dann war ich zu faul. Jedenfalls sind die Jusos wohl die einzigen verbliebenen Sozialdemokraten mit Humor.
carlfatal ist offline  
Alt 15.05.2017, 08:38   #788
Rafaela
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Zitat von Mathe Man Beitrag anzeigen
Ein Fake ist die Seite nicht, die gehört wirklich zu den Jusos. Wenn man aber auch zwischen den Zeilen liest ist sie nicht ernst zu nehmen.
Nun ja, Spaß muss sein, allerdings kann man auch einen richtigen Link setzen, ebenfalls auf dieser Seite und sich den Text zu Gemüte führen. Da beklagen die Jusos, dass die Bundesregierung die Mittel für antifaschistische Aktionen kürzen will. Noch Fragen?

http://www.jusos.de/themen/antifa
Rafaela ist offline  
Alt 15.05.2017, 11:35   #789
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Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Nun ja, Spaß muss sein, allerdings kann man auch einen richtigen Link setzen, ebenfalls auf dieser Seite und sich den Text zu Gemüte führen. Da beklagen die Jusos, dass die Bundesregierung die Mittel für antifaschistische Aktionen kürzen will. Noch Fragen?

http://www.jusos.de/themen/antifa
Ich hätte da eine Frage: Was ist falsch daran, wenn sich eine Demokratie gegen Antidemokraten wehrt?
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Alt 15.05.2017, 12:28   #790
Rafaela
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Zitat von sims-2-spieler Beitrag anzeigen
Ich hätte da eine Frage: Was ist falsch daran, wenn sich eine Demokratie gegen Antidemokraten wehrt?
Daran ist absolut nichts falsch, eine Demokratie muss sich wehren. Aber Gewalt, sei es nun von rechts oder links ist immer falsch. Nicht der Stärkere sollte gewinnen, sondern der, der die besseren Argumente hat und damit überzeugen kann. Antidemokraten, netter Begriff. Das sind heute nach links-grünem Verständnis all die, die einfach die Nase gestrichen voll haben von Ideologien, die langsam aber sicher die Menschen in eine Meinungsdiktatur pressen. Europaweit stürzen diese selbsternannten Demokratiehüter ab. Und antifaschistische Aktionen, wie darf man sich die deiner Meinung nach vorstellen? Strick- und Häkelkränzchen, gemeinsames Basteln und Plausch am Kamin? Nein, die Mehrheit der Bürger hat von dieser Antifa die Nase voll. Sie randalieren, fackeln Autos ab, zerstören und verletzen Menschen, zudem maßen sie sich die Oberhoheit über das was richtig oder falsch ist, an.
Das kennt man bislang nur aus Diktaturen, da stehen dann auch immer Schlägertrupps bereit, die andere die genehme Meinung einbleuen.
Aber wie es aussieht, haben diese Antifa-Trupps noch viele Fans, aber alles hat einmal ein Ende, auch diese Chaotentruppe.
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Alt 15.05.2017, 13:33   #791
julsfels
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Aber Gewalt, sei es nun von rechts oder links ist immer falsch. Nicht der Stärkere sollte gewinnen, sondern der, der die besseren Argumente hat und damit überzeugen kann.
Da sind wir uns mal einig. Das ist aber auch der einzige Punkt, in dem wir uns einig sind.

Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Das sind heute nach links-grünem Verständnis all die, die einfach die Nase gestrichen voll haben von Ideologien, die langsam aber sicher die Menschen in eine Meinungsdiktatur pressen.
Wie kommst Du zu dieser Meinungsdiktatur? Ich bin eindeutig links-grün, aber sowas von, und das ist in keinster Weise mein Verständnis von Antidemokraten. Und auch bei niemandem, den ich kenne.

Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Und antifaschistische Aktionen, wie darf man sich die deiner Meinung nach vorstellen?
Och, ich zähle da durchaus auch (friedliche!) Anti-Pegida-, Pro-Europa- und Anti-Rassismus-Demostrationen dazu. Und vor allem die vielen freiwilligen Helfer, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, oder für religions- und kulturübergreifende Verständigung. Das sind für mich echte antifaschistische Aktionen, und obendrein auch noch welche, die etwas Gutes bewirken und nicht zerstörerisch sind.

Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Nein, die Mehrheit der Bürger hat von dieser Antifa die Nase voll.
Mal ganz abgesehen davon, dass Du pauschal unterstellst, Antifa sei immer und ausschließlich durch Gewalt gekennzeichnet, ist das das typische Totschlagargument.
Ich teile allen, die meiner Meinung sind, mit, dass "die Mehrheit" meine Meinung teilt, und schon fühlen sich alle bestätigt, denn wenn "die Mehrheit" auch dieser Meinung ist, muss diese Meinung ja wahr und richtig sein.
Das klappt aber nur, wenn man auch in seiner Filterblase bleibt, in der jeder jeden in der Richtigkeit seiner Überzeugungen bestätigt.

Wenn ich mich mal so in meiner Filterblase umsehe, dann hat die Mehrheit die Schnauze gestrichen voll von Typen, die Flüchtlingsheime anzünden, Busse mit verängstigten Menschen bedrohen und Menschen suggerieren, dass es ganz einfache Lösungen gäbe. Die die Welt mit Hasskommentaren fluten und Abgeordnete, Bürgermeister, Kommunalpolitiker oder schlicht Andersdenkende bedrohen, sogar deren Familien.

Und wenn ich mich mal ein kleines bißchen aus meiner Filterblase herausbewege, dann sehe ich immerhin einiges, was mir Hoffunung verleiht - denn die Mehrheit hat den Hofers, Wilders und LePens gerade eine Absage erteilt.
Vielleicht, weil der Mehrheit, mit Brexit und Trump vor Augen, so langsam schwant, was es bedeutet, wenn man populistischem Getöse Glauben schenkt.

Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
Sie randalieren, fackeln Autos ab, zerstören und verletzen Menschen, zudem maßen sie sich die Oberhoheit über das was richtig oder falsch ist, an.
Ja, dieses Bild kommt mir sehr bekannt vor. In meiner Filterblase werden die Vertreter von Pegida und AfD so gesehen.

Zitat:
Zitat von Rafaela Beitrag anzeigen
aber alles hat einmal ein Ende, auch diese Chaotentruppe.
Ja. Das hoffen wir doch alle, nicht wahr? Nur das wir die Chaotentruppe anders definieren.

Worauf ich unter dem Strich hinaus will ist, dass ich eigentlich in jedem Deiner Postings das, was Du "den Linken" vorwirfst, par excellence demonstriert finde.

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Alt 15.05.2017, 13:45   #792
Rafaela
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Ja, dieses Bild kommt mir sehr bekannt vor. In meiner Filterblase werden die Vertreter von Pegida und AfD so gesehen.
Nun ja, das eben ist Meinungsdiktatur, einfach die Tatsachen umdrehen. Mir sind weder aus den Print- noch anderen Medien Meldungen bekannt, dass Pegida- oder AfD-Leute Autos abgefackelt hätten, Polizisten oder andere Bürger mit Steinen, Eisenstangen oder Holzlatten angegriffen hätten, sehr wohl aber Meldungen über derartige Ausschreitungen in Berlin, Hamburg und anderen Orts, ausgeführt von sogenannten Antifa-Helden/Heldinnen und nicht erst seit Bestehen der Pegida, sondern schon seit Jahren, genau seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Aber weiter viel Spaß in deiner Filterblase. Manche Leute werden erst wach, wenn Menschen aus ihrer Familie, ihrem Bekanntenkreis oder sie selbst solchen Typen in die Hände fallen.
Rafaela ist offline  
Alt 15.05.2017, 13:55   #793
julsfels
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Ja, und da ist es schon wieder. Sich hübsch auf die Straftaten der Andersdenkenden beschränken, damit die Vertreter der eigenen Meinung nicht betroffen sind.

Du unterscheidest also offenbar zwischen "guten" Gewalttaten (das sind die, die von denen begangen werden, die Deiner Meinung sind) und "schlechten" Gewalttaten (das sind dann die, die von den Andersdenken begangen werden)?

Zitat:
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Nun ja, das eben ist Meinungsdiktatur, einfach die Tatsachen umdrehen.
Das hat nichts mit Meinungsdiktatur zu tun, und ich drehe die Tatsachen auch nicht um. Niemand bestreitet, dass es linke Gewalt gibt, und ich lehne linke Gewalt genauso ab wie rechte.
Das zeigt nur wieder, dass Du nicht gewillt bist, Dich auf argumentativer Basis auseinanderzusetzen (obwohl Du ja genau das als das wünschenswerte Ziel formuliert hast), sondern jede abweichende Meinung sofort als Meinungsdiktatur abschmetterst und behauptest, man würde Deine Meinung nicht tolerieren.
Das ist falsch. Ich nehme Deine Meinung zur Kenntnis, ich toleriere sie auch, aber ich halte sie für falsch und teile sie nicht.

Zitat:
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Manche Leute werden erst wach, wenn Menschen aus ihrer Familie, ihrem Bekanntenkreis oder sie selbst solchen Typen in die Hände fallen.
Wenn ich oder jemand, der mir nahe steht, "solchen Typen" in die Hände fällt, ist es mir völlig gleich, ob sie von rechts oder links kommen. Ich hoffe, das ich den Menschen, das Individuum, die Einzelpersonen, die das getan haben, verabscheuen werde und hoffe, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden.

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Alt 15.05.2017, 14:02   #794
BloodOmen1988
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Wer in dieser Weise von einer "Meinungsdiktatur" redet, der ist m.E. überhaupt in den wenigsten Fällen an einem echten Meinungsaustausch interessiert und kann (oder will) Kritik oder eine kritische Auseinandersetzung nicht von Zensur o.ä. unterscheiden. Wenn ich anderen pauschal unterstelle, sie würden mich mundtot machen wollen, nur weil ich anderer Meinung bin, umgehe ich damit sehr geschickt, dass ich meine eigene Position reflektieren und vielleicht sogar einlenken müsste. Diesen Habitus haben einige Menschen geradezu perfektioniert.

Ich gehöre übrigens auch zu diesen vermeintlich "links-grünen" (und das nur, weil ich für einen Austausch und ein friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen bin, offenbar) und für mich ist beim besten Willen niemand ein Antidemokrat, nur weil er anderer Meinung ist als ich.

Und wie julsfels schon sagte: Nur, weil es radikale Linksautonome gibt, heißt das ja nicht, dass der Einsatz gegen rechtes Gedankengut sich auf irgendwelche radikalen Idioten reduzieren ließe (genauso wenig, wie jeder, der konservativ ist, gleich ein radikaler Neonazi ist). Und es heißt schon gar nicht, dass jeder, der sich gegen rechts engagiert, ein solches Vorgehen nicht verurteilt (ebenso wenig, wie jeder Pegida-Mitläufer meint, man müsste Flüchtlingsheime abfackeln). Mir ist Gewalt jedenfalls zuwider und das von allen Seiten.

Um das zu sehen, muss man aber vielleicht ohne Scheuklappen durch die Welt gehen.

(Ah. Wären Julsfels und ich Teil dieser "Meinungsdiktatur-Menschen", dann wäre hier schon wieder zu. Aber sieh an, du darfst deine Meinung sagen, obwohl wir sie nicht teilen, Rafaela.)
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Alt 15.05.2017, 14:35   #795
Naemi
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Du unterscheidest also offenbar zwischen "guten" Gewalttaten (das sind die, die von denen begangen werden, die Deiner Meinung sind) und "schlechten" Gewalttaten (das sind dann die, die von den Andersdenken begangen werden)?
Sie hat doch oben noch gesagt, dass Gewalt immer falsch sei, egal ob von links oder rechts. Daraus folgt für mich, dass es für sie keine "gute" oder "schlechte" Gewalt gibt.

Hallo übrigens von der nicht-linken, nicht-ganz-so-grünen Front. Oder so ähnlich. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, wo ich mich politisch einordnen muss

Ja, ich weiß, jetzt komme wieder ich, sag zwei Sätze und gehe wieder In der Regel lese ich diesen Thread lieber als mich dazu zu äußern, weil mir diese ganze Links-Rechts-Debatte dermaßen auf den Keks geht, dass ich mich zumindest in meiner Freizeit lieber raushalte. Aber ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie man sich im Laufe der Diskussion zwangsweise immer in einem der beiden Lager wiederfindet, obwohl man selbst gar nicht da rein möchte - einsortiert von einem Vertreter des jeweiligen anderen Lager, der gerade anderer Meinung ist.

Das passiert mir nämlich immer. Ich hab auch massive Probleme mit der Antifa, eben weil es eine Organisation ist, die Gewalt teilweise gutheißt und anwendet und Mitglieder hat, die meine gesamte Heimatstadt mit hässlichen "ACAB"-Schriftzügen vollschmiert. Das Problem mit Aussagen wie "nur Faschisten müssen Gewalt fürchten" oder "Intoleranz der Intoleranz gegenüber ist vollkommen in Ordnung" ist nämlich, dass das alles vollkommen schwammige, nicht eindeutig definierte Begriffe sind, die jeder so auslegen kann, wie es ihm gerade passt. Damit wird es dann doch wieder willkürlich, wer Intoleranz oder Gewalt fürchten muss, was ja nicht Ziel der Sache sein kann, abgesehen davon, dass wie hier schonmal erwähnt auch "Faschisten" nicht einfach verprügelt werden dürfen. Oder sind wir uns hier alle einig, was Faschismus eigentlich ist? Ne offizielle Definition davon gibt es nämlich nicht.

Bezüglich Toleranz - in der Theorie ist das mit Sicherheit ein gutes Konzept, das Problem ist, dass grenzenlose Toleranz wieder in Intoleranz gegenüber denjenigen, die tolerant sein sollen, endet. Blödes Beispiel: Der eine kriegt das Kotzen, wenn Wände gelb gestrichen sind, also streicht man sie aus Toleranz blau. Dann kommt der nächste, der findet blau furchtbar, dann streicht man sie rot. Die Kette lässt sich endlos fortsetzen, am Ende hat man nur noch die Möglichkeit, die Wand abzureißen, um allen gegenüber tolerant zu sein. Im Falle einer tragenden Wand hätte das fatale Folgen, aber derjenige, der am Ende die Entscheidung trifft, die Wand stehen zu lassen in irgendeiner Farbe zu streichen, wohlwissend, dass es Leute gibt, die diese Farbe nicht ausstehen können, ist am Ende immer der Dumme und intolerant. Darf dieser jemand also von der Antifa verprügelt werden?
Und so ist das mit den Toiletten. Ob da jetzt drei oder zwei sind, ist egal. Aber wenn jetzt noch 100 andere verschiedene Gender ankommen und eine eigene Toilette brauchen, können die meisten Cafes aus Platzgründen zumachen. Irgendwann kommt einfach der Punkt, an dem man in Bezug auf Toleranz Abstriche machen muss, um überhaupt noch bestehen bleiben zu können.

Das alles heißt jetzt aber nicht, dass ich was gegen Anti-Rassismus-Demonstrationen habe oder es gut finde, wenn die Pegida Asylheime anzündet. Ich fände es aber gut, wenn wir wieder da ankommen könnten, wo es möglich ist, eine differenziertere Meinung bezüglich Toleranz als "muss grenzenlos sein" haben zu dürfen, ohne direkt in die rechte Rassistenecke gedrängt zu werden und damit dann für gewisse Leute das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu verlieren.
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Alt 15.05.2017, 14:46   #796
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Also ich bin auf keinen Fall grün, auch nicht extrem links und schon überhaupt nicht rechtslastig. Würde mich als gute Mitte einstufen, insofern war gestern für uns ein richtig schöner Tag, eine zumindest in unseren Augen extrem unsymphathische Hannelore Kraft wurde abgewählt, ob Laschet nun die sehr viel bessere Lösung ist, mag dahin gestellt bleiben, aber Rot-Grün hat NRW definitiv nicht gut getan die letzten Jahre. Es freut mich auch, dass die FDP wieder etwas im Aufwind begriffen ist. Bedauerlich, dass die AFD eingezogen ist, das war zwar abzusehen, aber dennoch ein Wermutstropfen beim Wahlausgang.

Ich sehe momentan in Österreich mit etwas Sorge, dass Herr Kurz von der ÖVP die Koalition mit SPÖ aufkündigen und Neuwahlen möchte, ob das der richtige Weg ist und nicht der FPÖ eher nützt?
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Alt 15.05.2017, 14:47   #797
julsfels
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Sie hat doch oben noch gesagt, dass Gewalt immer falsch sei, egal ob von links oder rechts. Daraus folgt für mich, dass es für sie keine "gute" oder "schlechte" Gewalt gibt.
Das ist richtig, das hat sie gesagt.
Deshalb habe ich das so überspitzt formuliert, weil sie sich in ihrer Antwort ausschließlich auf bestimmte, typisch "linke" Gewalttaten bezogen hat, über die man ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit den rechten Gruppierungen noch nie etwas gelesen hat.

Da es aber unbestreitbar rechte Gewalttaten gibt, über die man auch durchaus immer wieder lesen kann, mutet mich diese Argumentation doch sehr seltsam an.
In meinen Ohren klingt das wie "Ja, aber sowas, was die linken Radikalen da machen, würden die rechten Radikalen nie machen, da hat man noch nie was von gehört!", und das impliziert für mich sehr wohl eine Art Gewichtung - was eben im Widerspruch zu ihrer vorherigen Aussage steht.

Zu dem Rest Deines Postings schreibe ich gleich noch was.

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Alt 15.05.2017, 15:10   #798
Naemi
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Zitat von julsfels Beitrag anzeigen
Das ist richtig, das hat sie gesagt.
Deshalb habe ich das so überspitzt formuliert, weil sie sich in ihrer Antwort ausschließlich auf bestimmte, typisch "linke" Gewalttaten bezogen hat, über die man ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit den rechten Gruppierungen noch nie etwas gelesen hat.
Sie hat es als Reaktion gesagt auf:
Zitat:
Zitat von julsfels Beitrag anzeigen
Ja, dieses Bild kommt mir sehr bekannt vor. In meiner Filterblase werden die Vertreter von Pegida und AfD so gesehen.
Was ebenso den Eindruck erweckt, dass du linke Gewalttaten leugnen und das als rein rechtes Phänomen darstellen möchtest.
Wie gesagt, das ist mein persönlicher Eindruck beim Lesen deines Postings, ich möchte dir nichts unterstellen, ich kenne dich und deine Ansichten zu wenig um darüber urteilen zu können, wie "links" oder "blind für linke Gewalttaten" du bist. Ich sage das ganz nett und neutral, um dir aufzuzeigen, wie deine Aussage auf mich (und evtl. auch andere) wirkt.

Zitat:
Da es aber unbestreitbar rechte Gewalttaten gibt, über die man auch durchaus immer wieder lesen kann, mutet mich diese Argumentation doch sehr seltsam an.
In meinen Ohren klingt das wie "Ja, aber sowas, was die linken Radikalen da machen, würden die rechten Radikalen nie machen, da hat man noch nie was von gehört!", und das impliziert für mich sehr wohl eine Art Gewichtung - was eben im Widerspruch zu ihrer vorherigen Aussage steht.
Auch das ist wieder so eine Interpretationssache. Rafaela sagte, dass ihr keine Pegida- oder AfD-motivierten Gewalttaten bekannt seien. Das kann durchaus richtig sein, obwohl es welche gibt.

Vielleicht hängt das auch immer davon ab, in welchem Umfeld man sich befindet. Mir ist durchaus bekannt, dass es rechte Gewalt gibt, aber mein rein subjektiver Eindruck wäre auch, dass die deutlich seltener auftritt als linke Gewalt, eben weil sie zumindest hier deutlich weniger akzeptiert ist. Niemand mag Nazis, alle sind sich einig, dass die Pegida ein Haufen Spinner sind, aber "ACAB" stellt wie gesagt kein Problem dar, niemanden stört es, dass damit eine ganze Berufsgruppe pauschal beleidigt wird.
Und wenn jemand bei der Bewerbung um einen (nicht politischen) Posten stolz erzählt, Antifa-Mitglied zu sein, gibt es Beifall, Pegida-Mitglieder könnten sich an der Stelle sofort von der Chance, tatsächlich gewählt zu werden, verabschieden und sollten das vielleicht besser verschweigen.
Dazu kommt, dass man sich an jeder einzelnen Stelle sofort offiziell gegen Rechtsextremismus aussprechen muss, selbst dann, wenn gerade darüber diskutiert wird, dass Linksextremisten irgendwen verprügelt haben. Und das finde ich nicht richtig, ich befürworte definitiv keinen Rechtsextremismus, finde aber, dass das Problem Linksextremismus im Vergleich viel zu sehr schön geredet wird. Mit dem Hintergrund ist es doch durchaus verständlich, dass linke Gewalt in einer Argumentation deutlich ausführlicher behandelt und in den Vordergrund gestellt wird, oder? Ich muss ja auch nicht in jedem Satz betonen, dass ich Sklaverei für nicht vertretbar halte, eben weil diese aktuell nicht das größte Problem ist und der Fokus lieber auf dringendere Probleme gelegt werden sollte.
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Alt 15.05.2017, 15:58   #799
julsfels
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Zitat von Naemi Beitrag anzeigen
Was ebenso den Eindruck erweckt, dass du linke Gewalttaten leugnen und das als rein rechtes Phänomen darstellen möchtest.
Das bedeutet dann aber auch, dass auch Du gleich meinen allerersten Satz nicht wahrgenommen hast, in dem ich Rafaela zustimme, dass ich Gewalt jeder Coloeur ablehne. Und ebenso den Satz in meinem Posting #793, indem ich deutlich sage, dass niemand bestreitet, dass es linke Gewalt gibt.
Es ist eben ganz normal, dass Lesen immer interpretierend und selektiv ist.

Zitat:
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Ich sage das ganz nett und neutral, um dir aufzuzeigen, wie deine Aussage auf mich (und evtl. auch andere) wirkt.
Ich habe das auch nicht als Angriff aufgefasst. Meine Antwort auf Dein Posting war auch lediglich der Versuch, aufzuzeigen, wie Rafaelas Posting auf mich (und evtl. auch andere ) wirkt.

Zitat:
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Vielleicht hängt das auch immer davon ab, in welchem Umfeld man sich befindet. Mir ist durchaus bekannt, dass es rechte Gewalt gibt, aber mein rein subjektiver Eindruck wäre auch, dass die deutlich seltener auftritt als linke Gewalt, eben weil sie zumindest hier deutlich weniger akzeptiert ist.
Wir können ja einfach mal unterstellen, dass das BMI neutral ist, und die Kriminalitätsstatistik für 2016 befragen:

Zitat:
Neuer Höchsstand bei den politisch motivierten Straftaten

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im Jahr 2016 erneut leicht angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht.
Insgesamt wurden 41.549 Straftaten (+6,6 Prozent) und 4.311 Gewalttaten (-2,1 Prozent) registriert.
Während sich die Zahl der Straftaten in den Phänomenbereichen PMK-links und PMK-rechts insgesamt ungefähr auf dem Vorjahresniveau bewegt hat (PMK-rechts: 23.555; PMK-links: 9.389), wies die Entwicklung der Gewalttaten deutliche Unterschiede auf: Rechtsmotivierte Gewalttaten sind um 14,3 Prozent (auf 1.698) angestiegen. Im Bereich der PMK-links ging die Zahl der Gewalttaten um 24,2 Prozent auf 1.702 zurück.
(Quelle)

Noch zu Deinem vorigen Absatz über Toleranz: irgendwie kommt das bei mir so an, als wärest Du der Annahme, dass jeder, der sich für Toleranz einsetzt, auch da zweifelsfrei eine extreme Haltung einnehmen müsste.

Ich persönlich bin z.B. absolut intolerant gegenüber Gewalt, Unterdrückung, Sadismus, Machtmißbrauch und (obwohl das, wie ich sofort zugebe, ein sehr schwieriges und sehr subjektives Gebiet ist) Ungerechtigkeit.

Ich bin hochgradig angenervt von manchen Stilblüten der Gender-Diskussionen; ich fühle mich keineswegs in meiner Identität als Frau bedroht oder unterdrückt, wenn nicht überall ein "/innen" dahintersteht, ich ärgere mich eher darüber, dass der Text dadurch schlechter lesbar wird.

Was Dein Toilettenbeispiel betrifft: da frage ich mich, ob sich wahre Toleranz nicht eher in einer gegenteiligen Maßnahme zeigen würde.
Ich würde mal annehmen, dass Menschen des dritten Geschlechts vermutlich - je nach Lebensumfeld - einer Menge Ablehnung, Misstrauen, vielleicht sogar Repressalien ausgesetzt sind.
Wenn ich betroffen wäre, würde ich mir also vermutlich sehr genau überlegen, ob ich die dritte Toilette betrete und mich damit quasi "oute", und die Konsequenzen sehr genau abwägen.
Und wenn es, wie von Dir in Deinem Beispiel ausgeführt, irgendwann mal 100 andere Gender geben sollten, die alle eigene Toiletten brauchen und damit die öffentlichen Einrichtungen, die Cafés und die Restaurants an die Grenzen des Möglichen treiben, wäre doch vermutlich der pragmatische Ansatz, nicht allen "Sonderstatus" zu gewähren, sondern niemandem.

Dann hat man eben nicht hundert Toiletten, sondern nur eine für alle Geschlechter (und da das ein hypothetisches Konstrukt ist, gehe ich auch mal von der hypothetischen Annahme aus, dass kein Geschlecht mehr vor einem anderen geschützt werden muss).
Auch die Trennung zwischen Männlein- und Weiblein-Toiletten ist schließlich etwas archaisch-historisches.

Toleranz muss pragmatische und vernünftige Lösungsansätze doch nicht zwangsläufig ausschließen.

Und bei der Wandfarbe könnte man ja abstimmen lassen. Das ist dann Demokratie.


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Alt 15.05.2017, 16:10   #800
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Also ich bin auf keinen Fall grün, auch nicht extrem links und schon überhaupt nicht rechtslastig. Würde mich als gute Mitte einstufen, insofern war gestern für uns ein richtig schöner Tag, eine zumindest in unseren Augen extrem unsymphathische Hannelore Kraft wurde abgewählt, ob Laschet nun die sehr viel bessere Lösung ist, mag dahin gestellt bleiben, aber Rot-Grün hat NRW definitiv nicht gut getan die letzten Jahre. Es freut mich auch, dass die FDP wieder etwas im Aufwind begriffen ist. Bedauerlich, dass die AFD eingezogen ist, das war zwar abzusehen, aber dennoch ein Wermutstropfen beim Wahlausgang.
Der Wechsel war nötig, das ist richtig. Kraft, Höhn und Jäger waren sich ihrer Position zu sicher geworden und brauchten dringend einen Dämpfer. Vor allem Jäger war einfach nicht mehr tragbar.

Ich glaube aber nicht daran, dass Laschet es besser machen wird. Schwarz-Gelb hatte schon mehrfach die Chance, und jedes mal lief es auf Kungelei und Postenschieberei mit der Industrie und Großkonzernen zu Lasten der Arbeitnehmer hinaus. Ich bin mir fast sicher (ja, jetzt schon ), dass die Verhältnisse bei der nächsten Wahl wieder kippen werden.

Wenn die AfD wirklich die angekündigte Oppositionspolitik durchzieht, wird sie wohl bei der nächsten Wahl so untergehen wie die Piraten. Mit "Einfach gegen alles sein", egal wer da wie regiert, kann man keine konstruktive und bessere Politik machen.

Etwas geärgert habe ich mich über die NRW-Linke. Sie könnte die politische Kraft sein, die sich für eine sozialere Politik einsetzt, aber die Linke in NRW ist dabei so extrem und realitätsfern, dass ich Krafts pauschale Absage an eine mögliche Koalition absolut verstehen kann. Letztendlich hat sie dafür ebenfalls die Quittung bekommen.
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