Fotostory Oxana - Wege des Gewissens ♦ abgeschlossen ♦

Stev84

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Ich möchte Euch hiermit meine Fotostory "Oxana - Wege des Gewissens" vorstellen. Wer hinter diesem Titel eine Soap oder Telenovela vermutet, der hat ganz Recht, denn meine Fotostory ist im Grunde genau das.

An dieser Story schreibe ich schon seit einiger Zeit. Ich habe mich dazu entschlossen, die Geschichte hier noch einmal ganz von vorne zu veröffentlichen. Da sie inzwischen so schon sehr lang ist, dürft ihr euch auf regelmäßige Updates freuen.

Ich hoffe, ich finde in diesem Forum ein paar Leute, die gefallen an meiner Story finden. Auch wenn mir das Schreiben an sich schon Spaß macht, habe ich doch nichts gegen eine größere Leserschaft einzuwenden.
Und nun genug der Vorworte.

Opening-Video




Inhalt:

Alle Kapitel findert ihr auch auf meiner externen Homepage!
www.oxana-brodlowska.de.vu


Kapitel 1: Anruf aus der Vergangenheit
Kapitel 2: Ankunft
Kapitel 3: Das Versuchskaninchen
Kapitel 4: Mitbewohner
Kapitel 5: Feindschaft
Kapitel 6: Kindsköpfe
Kapitel 7: Kaffee und weiße Kittel
Kapitel 8: Zeit zu feiern!
Kapitel 9: Dick und rund? na und!
Kapitel 10: Schrumplelfinger
Kapitel 11: Lasst die Pfunde purzeln!
Kapitel 12: Umbau
Kapitel 13: Peinlich, peinlich
Kapitel 14: Schmetterlinge im Bauch
Kapitel 15: Streit
Kapitel 16: Rendezvous mit Schrecken
Kapitel 17: kleiner Giftzwerg
Kapitel 18: Ein Freund hilft
Kapitel 19: Alles nur Schein
Kapitel 20: Longhorn Saloon
Kapitel 21: Leichtes Mädchen
Kapitel 22: Schmuselhäschen
Kapitel 23: Ein guter Rat
Kapitel 24: Die Farmer-Fete
Kapitel 25: Und da waren es drei
Kapitel 26: Wirrungen der Begierde
Kapitel 27: Besuch der Cousine
Kapitel 28: Die Bitte
Kapitel 29: Das Monster in meinem Haus
Kapitel 30: Die Schwammdusche
Kapitel 31: Ein Kuss am Meer
Kapitel 32: Das Erste Mal
Kapitel 33: Faustkampf
Kapitel 34: Nachricht von der Farmervereinigung
Kapitel 35: Farm oder nicht Farm?
Kapitel 36: Der Hahn auf dem Misthaufen
Kapitel 37: Country Roads
Kapitel 38: Blech, Dominik Blech
Kapitel 39: Schmerzliche Nachricht
Kapitel 40: Beerdigung
Kapitel 41: Leere Kassen
Kapitel 42: In letzter Sekunde
Kapitel 43: Der großartige Dominik
Kapitel 44: Dürre
Kapitel 45: Ein Moment der Schwäche
Kapitel 46: Reue
Kapitel 47: Konsequenzen
Kapitel 48: Schwesterlicher Rat
Kapitel 49: Schwangerschaft
Kapitel 50: Kinga
Kapitel 51: Simtropolis calling
Kapitel 52: Der Gnom
Kapitel 53: Vater, Mutter, Kind?
Kapitel 54: Dad
Kapitel 55: Ein perfekter Moment
Kapitel 56: Die weise Nonne
Kapitel 57: Solang ich dich hab
Kapitel 58: Spurlos verschwunden
Kapitel 59: Vorahnung
Kapitel 60: Retttung
Kapitel 61: Dr. Reichardt
Kapitel 62: Schlaflose Nächte
Kapitel 63: Das Schwiegermonster
Kapitel 64: Wunderbare Nachricht
Kapitel 65: Kein Glück zu zweit
Kapitel 66: Alles und Nichts
Kapitel 67: Wieder nach Hause
Kapitel 68: Wenn Träume wahr werden
Kapitel 69: Der einzige Mann, den ich liebte...
Kapitel 70: Traumhochzeit
Kapitel 71: Im Albtraum gefangen
Kapitel 72: Völlig neben der Spur
Kapitel 73: Kraftlos
Kapitel 74: Wer?
Kapitel 75: Abschied
Kapitel 76: Etwas Dummes
Kapitel 77: Wie weggewischt
Kapitel 78: Nach Hause
Kapitel 79: Meine Antwort ist Ja
Kapitel 80: Frau Dominik Blech
Kapitel 81: Wahre Freundschaft
Kapitel 82: In Mamis Bauch
Kapitel 83: ...vielleicht...irgendwann
Kapitel 84: Puppenhaus
Kapitel 85: Onkel Tristan
Kapitel 86: Pummelchen
Kapitel 87: Übung macht den Meister
Kapitel 88: Hilfe
Kapitel 89: In der Hand meiner Schwester
Kapitel 90: Maskerade
Kapitel 91: Wie eine Rose im Morgentau
Kapitel 92: Erfolg
Kapitel 93: Bella
Kapitel 94: Süße Dunkelheit
Kapitel 95: Ein rettender Engel
Kapitel 96: Ich liebe dich
Kapitel 97: Erwachte Leidenschaft
Kapitel 98: Mein Traummann
Kapitel 99: Momente des Glücks, Momente der Buße
Kapitel 100: Geburtstag mit Wumms
Kapitel 101: Goya
Kapitel 102: Interessante Beobachtungen
Kapitel 103: Willst du mir mir gehn?
Kapitel 104: Die Zeit anhalten
Kapitel 105: Ungutes Gefühl
Kapitel 106: Wie Schuppen von den Augen
Kapitel 107: Kartenhaus
Kapitel 108: Geniale Anmachsprüche
Kapitel 109: Geständnis
Kapitel 110: Der niedliche Braunschopf
Kapitel 111: Kleine Ablenkung
Kapitel 112: Versprochen und niemals gebrochen
Kapitel 113: Wiedersehen
Kapitel 114: Verzeihen
Kapitel 115: Neue Ziele
Kapitel 116: Entscheidung
Kapitel 117: Neubeginn
Kapitel 118: Giftzwerg
Kapitel 119: Wieder Oxana Brodlowska
Kapitel 120: Nur beste Freunde?
Kapitel 121: Drei sind einer zu viel
Kapitel 122: Auf in die Berge!
Kapitel 123: Phantasiewelten
Kapitel 124: Außer Kontrolle
Kapitel 125: Wünsch dir was
Kapitel 126: Der perfekte Mann
Kapitel 127: Neue Nachbarn
Kapitel 128: Hilferuf aus Warschau
Kapitel 129: Allein zuhaus
Kapitel 130: Früher hat er nicht geschnarcht
Kapitel 131: Die unglaublichste Nacht
Kapitel 132: Wie verwandelt
Kapitel 133: Dunkle Wächterin der Nacht
Kapitel 134: Töchterchen
Kapitel 135: Schnee
Kapitel 136: Fehler der Vergangenheit
Kapitel 137: Aus den Fugen geraten
Kapitel 138: Alte Schulden
Kapitel 139: Zwei zu lieben
Kapitel 140: Verluste
Kapitel 141: Herz oder Vernunft?
Kapitel 142: Alles ist gesagt
Kapitel 143: Ein Stück vom Himmel
Kapitel 144: Starke Frauen
Kapitel 145: Innerer Frieden
Kapitel 146: Blindes Vertrauen
Kapitel 147: Dinge, die wir vermissen
Kapitel 148: Freud und Leid
Kapitel 149: Veränderung
Kapitel 150: Klasse
Kapitel 151: Gelobt sei Allah
Kapitel 152: Niemals aufgeben
Kapitel 153: Verwirrtes Herz
Kapitel 154: Borkenkäfer
Kapitel 155: Schicksen-Freundschaft
Kapitel 156: Familie
Kapitel 157: Unerreichbar
Kapitel 158: Der Wahnsinn beginnt
Kapitel 159: Staub, Ruß und Gestank
Kapitel 160: Opfer
Kapitel 161: Im Anmarsch
Kapitel 162: Noch ein Kind
Kapitel 163: Einfach ein guter Freund
Kapitel 164: Abschied
Kapitel 165: Flucht
Kapitel 166: Wut und Verzweiflung
Kapitel 167: Ein wachsames Auge
Kapitel 168: Atempause
Kapitel 169: Spiel mit dem Feuer
Kapitel 170: Eingeholt
Kapitel 171:Viel zu nah
Kapitel 172: Das Flüchtlingslager
Kapitel 173: Die Gnade des Dreifaltigen
Kapitel 174: Wiedervereint
Kapitel 175: Kapitulation
Kapitel 176: Mit diesem Ring
Kapitel 177: Für den Rest unseres Lebens
Kapitel 178: Wege des Gewissens
Ende


Oxana - Wege des Gewissens

Kapitel 1: Anruf aus der Vergangenheit


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Ich schrieb gerade in mein Tagebuch, als meine Großmutter das Wohnzimmer betrat. "Opa und ich gehen schon mal vor zur Kirche, Liebes. Du weißt ja, wir zwei brauchen etwas länger für den Weg als du junges Ding", sagte sie schmunzelnd. "Ok, ich komme dann gleich nach", antwortete ich ihr. "Und haltet mir einen Platz frei". Meine Oma gab mir noch einen Kuss auf die Stirn und verließ dann mit meinem Opa die Wohnung.



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Ich hielt noch den letzten Gedanken in meinem Tagebuch fest und wollte mich dann ebenfalls auf den Weg machen. Ich war schon fast bei der Tür, als das Telefon klingelte. Es war dieser Anruf, der meine Leben verändern sollte.



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Es war meine Zwillingsschwester Joanna, die anrief. Ich weiß nicht, warum ich nicht auf die Nummernanzeige des Telefons geachtet hatte. Hätte ich gewusst, dass sie es ist, ich hätte nicht abgehoben. Doch jetzt war es zu spät und meine Schwester fing sofort an zu erzählen: "Xana, ich werde heiraten und ich möchte, dass du auch dabei bist. Du musst meine Trauzeugin sein."



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Ich schwieg. In meinem Hals begann sich ein dicker Klos zu bilden. Natürlich freute ich mich für meine Schwester. Aber wie konnte sie erwarten, dass ich zu ihrer Hochzeit kam? "Er wird auch da sein, hab ich recht?", fragte ich sie schließlich. Joanna wusste sofort, wen ich meinte. "Natürlich wird Dad dabei sein. Er ist doch unser Vater", antwortete sie mir.



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"Dann wirst du verstehen, dass ich nicht kommen kann", erklärte ich ihr. Doch so leicht wollte meine Schwester nicht aufgeben: "Xana, du musst kommen. Kannst du Dad nicht endlich verzeihen?". "Nein!". Darüber brauchte ich nicht nachzudenken. Da gab es nichts zu verzeihen. Er hat mich aus dem Haus geworfen. Wenn sich jemand entschuldigen müsste, dann war er das. Ich hatte es nicht mehr ertragen können, wie er meinen Paps, seinen Ehemann, immer und immer wieder betrog, wie er meine Geschwister und mich ein ums andere Mal im Stich ließ. Und als er Paps dann im Suff zusammengeschlagen hatte, da konnte ich nicht anders. Ich musste die Polizei rufen. Dieses Schwein hat es nicht anders verdient. Ich verstand einfach nicht, wieso Joanna immer noch zu ihm hielt. "Xana, bitte!", flehte sie mich an. "Und wenn nicht mir zuliebe, dann tu es für Paps. Du solltest wirklich so schnell wie möglich kommen, denn....". Ich wollte ihr nicht mehr länger zuhören. Ich konnte es einfach nicht ertragen. Für Paps habe ich mich gegen Dad aufgelehnt. Ich konnte einfach nicht länger mitansehen, wie er von ihm behandelt wurde. Das schlimmste war aber, dass er nichts unternommen hatte, als Dad mich aus dem Haus geschmissen hat. Anstatt ihm die Meinung zu sagen, ist er zurück in seine Arme gelaufen und ich war der Preis, der dafür geopfert werden musste. Nein, auch ihn wollte ich nicht wieder sehen und mir war egal, was für eine dringende Angelegenheit es geben sollte. Paps werde ich vielleicht einmal verzeihen können, aber zu diesem Zeitpunkt konnte ich es mit Sicherheit nicht.



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Ich legte auf. Das Telefon klingelte noch einige Male und ich wusste, dass es Joanna war. Aber ich hatte ihr bereits alles gesagt. Und da wurde mir bewusst, dass ich endlich einen Schlussstrich ziehen musste. Ich wollte nichts mehr mit meinen Eltern zu tun haben. und dafür war es notwendig, dass ich mich auch von dem Rest meiner Familie löste. Wenn Joanna, mein Bruder oder auch meine Großeltern wüssten, wo ich war, dann würde ich immer wieder zurück auf meine Eltern kommen. Und das wollte ich nicht mehr. Deshalb gab es nur einen Weg für mich. Ich musste weg und ein neues Leben beginnen. Ich schrieb meinen Großeltern einen Abschiedsbrief. Es tat mir so weh, diese beiden lieben Menschen einfach so ohne ein Wort zu verlassen. Sie haben mich bei sich aufgenommen, als ich nicht wusste, wo ich hin sollte. Und sie waren es, die mir geholfen haben, den Schmerz zu ertragen. Aber ich musste einfach gehen.



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Ich packte meine Sachen zusammen und stieg in das nächste Taxi. Doch wo sollte ich hin? In Warschau konnte ich nicht mehr bleiben. Sollte ich mir also eine neue Existenz in einer anderen polnischen Stadt aufbauen? Oder doch zurück in die SimNation? Nach SimCity konnte ich auf keinen Fall, aber das Land war groß. SantRegina, SimVille, Simtropolis? Oder doch ein völlig fremdes Land? Ich wusste es nicht.



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Trotzdem fuhr ich zum Flughafen. Und ich weiß nicht, ob es Zufall war oder doch göttliche Fügung als mir genau dort eine Zeitschrift in die Hände viel. "Neue Ölfunde in der SimNation! Regierung startet großes Besiedlungsprogramm in der Siera Simlone." Und da war für mich klar, wo ich hin musste. Zurück in die SimNation um ein neues Leben zu beginnen.
 
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Stev84

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Kapitel 2: Ankunft

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Als der Bus vom Flughafen in das Tal fuhr, in dem Siera Simlone Stadt lag, hatte man eine wunderbare Aussicht. Vor mir lag eine kleine Ansammlung von Gebäuden und sich endlos am Straßenrand enlangziehende Strommasten. Und im Hintergrund sah man die Berge. Ich war überrascht, wie grün es doch war. Ich meine, in einer Wüste erwartet man nur Staub und Sand, aber hier sah man überall Kakteen, Büsche und Bäume, die ich beim besten Willen nicht zuordnen konnte. Es gefiel mir.

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Der Busfahrer setzte mich dann vor einem kleinen grünen Häuschen ab. Man würde erwarten, dass ich hineinstürmte, um es mir anzusehen, doch das tat ich nicht. Stattdessen setzte ich meine Tasche neben mir ab und hockte mich auf den warmen Wüstenboden. Das sollte also nun mein neues Zuhause werden? Ich war gerade einmal 19 und vollkommen auf mich allein gestellt. Irgendwie bekam ich es jetzt doch mit der Angst zu tun und ich traute mich nicht, das Haus zu betreten, denn dann würde es endgültig sein.
Es war übrigens nicht schwer, dieses Haus zu bekommen. Als ich mich am Flughafen von SimVegas bei der Einwanderungsbehörde meldete, war man begeistert, dass jemand mit der Staatsangehörigkeit der SimNation sich freiwillig für das Besiedlungsprogramm meldete. Scheinbar lief das Programm nicht ganz so gut an. Die meisten Bewerber waren Immigranten, die sich in der Sierra Simlone ein besseres Leben erhofften. Aber hey, dass war ich im Grunde auch. Der Beamte wies mir sofort das Haus direkt in Sierra Simlone Stadt zu. Würde ich mindestens fünf Jahre hier leben bleiben, wäre es meins.

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Zuvor musste ich ein paar Eignungstests über mich ergehen lassen. Der Beamte meinte, dass sie aufgrund der Profile der freiwilligen Siedler eine bessere Werbekampagne ausarbeiten wollten.
Dabei kamen wirklich interessante Dinge zum Vorschein. Ich selbst hätte mich niemals so ernst und schüchtern eingestuft. Im Gegenzug glaube ich aber auch nicht, dass ich so eine Sportskanone bin. Wenigstens mein Sternzeichen stimmte.


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Auch meine Hobbys wurden genau unter die Lupe genommen. Demnach interessiere ich mich besonders für Kultur, meine Umgebung und Essen. Zumindest bei letzterem konnte ich voll und ganz zustimmen.

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Der interessanteste Teil des Tests war der Chemie-Test. Dabei ging es aber keineswegs um irgendwelche Formeln, sondern die Herrschaften wollten herausfinden, auf welchen Typ Mann ich stand. Nun, das war nicht schwer. Stark und behaart sollte er sein. Und Make-up gehört ausschließlich in mein Gesicht.

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Ich muss eine ganze Weile so nachdenklich vor meinem neuen Haus gesessen haben. Plötzlich hörte ich ein Räuspern hinter mir und blickte in das Gesicht einer jungen Frau. Ich stand auf, klopfte mir den Staub von meinem Hintern und begrüßte sie. Sie stellte sich als Geraldine vor und arbeitete für eine der neuen Ölfirmen. Auch sie war gerade erst hier in Sierra Simlone Stadt eingetroffen.

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Und sie blieb nicht der einzige Besuch an diesem Tag. Noch bevor ich Geraldine in mein Haus begleiten konnte, das ich selber noch nie betreten habe, kam eine weitere Gruppe von Menschen auf mich zu. Gerda, Benjamin und Manuela. Ich lud sie alle zu mir ein. Es konnte nicht schaden ein paar neue Menschen kennen zu lernen. Außerdem hatte ich so keine Ausrede mehr, mein eigenes Haus nicht zu betreten.

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Im Gegensatz zu den anderen, war Gerda eine Einheimische. Sie und ihr Mann hatten eine Farm ganz hier in der Nähe, schon lange bevor die ersten Ölquellen in der Sierra Simlone entdeckt wurden. Ich musste Gerda meine Bewunderung aussprechen. Ich fand es toll, dass es Menschen gab, die wie sie, weit ab von der Zivilisation lebten und dafür sorgten, dass wir Stadtbewohner allen erdenklichen Komfort genießen konnten. Ich glaube, sie fühlte sich wirklich geschmeichelt.

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Und dann war es endlich so weit. Zum ersten Mal betrat ich mein Haus. Es war überschaubar und das war auch gut so. Wie hätte ich sonst vor den anderen dagestanden, wenn ich mich in meinem eigenen Haus nicht zurechtgefunden hätte. Ich ging sofort in die Küche und zu meinem Glück, hat jemand kurz vorher einige Lebensmittel in den Kühlschrank gelegt, sodass ich meinen Gästen wenigsten eine Kleinigkeit zu Essen anbieten konnte.

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Na gut, um ehrlich zu sein, hatte ich selbst einen Bärenhunger, denn schließlich habe ich nichts mehr gegessen, seit ich aus dem Flugzeug gestiegen bin. Die anderen hatten scheinbar keinen so großen Appetit, doch das störte mich nicht. "Glaubt ihr, dass wir morgen wieder so ein tolles Wetter haben werden?", fragte ich die anderen, während ich mein Sandwich abbiss. Manuela schaute mich an, als ob ich verrückt geworden wäre und der Gesichtsausdruck der anderen lies ähnliches vermuten. Ich lief knallrot an und kaute weiter an meinem Brot herum. Woher sollte ich denn wissen, dass in dieser Wüste die Sonne eigentlich immer schien.

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Und noch etwas musste ich feststellen. Bei den Temperaturen, die draußen und auch hier drinnen im Haus herrschten, blieb das Essen nicht lange frisch. Eigentlich wurde es schon schlecht, noch während Geraldine und ich es aßen. Das war mir auch schon wieder total peinlich. Wie konnte ich meinen Gästen nur vergammeltes Essen anbieten? Doch Geraldine beruhigte mich schnell wieder: "Mach dir keine sorgen, Oxana. Das mussten wir alle erst einmal lernen."

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Ich musste gestehen, dass ich Benjamin irgendwie süß fand. Sein Kleidungsstill war zwar gewöhnungsbedürftig und seine Nase hatte auch eine ganz seltsame Form, aber er hat etwas an sich, das mich ganz kribbelig macht. Es könnte aber auch sein, dass das nur an den vergammelten Sandwichs lag.

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Die Hitze und das verdorbene Essen schienen mir etwas zu Kopf gestiegen zu sein, denn ich fing an ihn anzuhimmeln. Gerda guckte mich nur kopfschüttelnd an. Und auch Benjamin starrte mich verwundert an. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er sich von mir verarscht vorkam. Er verabschiedete sich deshalb auch hastig und ging.​
 

Michalis

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Hallo Stev! :hallo:

Also einen Leser hast du hier schon mal sicher. Wenn auch keinen neuen, aber das weißt du ja vielleicht noch. ;) Und ich bin sicher, es werden noch mehr.

Finde ich jedenfalls super, dass du die Geschichte hier noch einmal ganz von Anfang an zeigst. Sie ist nämlich absolut genial und ich freue mich sehr, sie hier noch mal mitzulesen und ab und an direkt kommentieren zu können. :)

LG Michalis

Edit:
Na, dann leg ich auch gleich mal los:
Oxana hat ein ziemlich verkorktes Verhältnis zu ihrer Familie, von den Großeltern mal abgesehen. Überhaupt ist die Familie ein wenig ungewöhnlich (in Polen wohl ganz besonders?): Oxana hat einen schwulen Vater, dessen Lebensgefährten sie völlig selbstverständlich als Elternteil ansieht. So weit, so schön. Allerdings haben die beiden Männer eben auch ihre nur allzu menschlichen Schwächen. Denn ihr alkoholkranker Vater ist erschreckend gewalttätig und sein Mann eher ein Weichei. Sie gerät zwischen die Fronten, fliegt deshalb sogar aus ihrem Elternhaus. Kein Wunder, dass sie das nicht verwinden kann und die Flucht in die weite Ferne ergreift.

Schon beim ersten Kapitel erkenne ich wieder, was mir so besonders gut an der Story gefällt: die Dinge zwischen den Figuren sind nicht nur einfach schwarz oder weiß, sie sind eben schwierig. Und du kannst das wundervoll beschreiben. :)

Die Ankunft in Siera Simlone (herrlicher Name) gibt das schöne Gefühl eines Neuanfangs wieder, die Aufregung und die Befreiung von der Vergangenheit. Und die Ungewissheit, ob alles gut werden wird.

Die Screens von Oxanas simlischen Eigenschaften hast du echt sehr elegant und witzig eingebaut: Man sammelt Profile für eine bessere Werbekampagne! :lol:

Der erste Tag im grünen Häuschen ist vor allem unheimlich komisch. Oxana findet jedenfalls sehr schnell Anschluss. Sie verguckt sich auch gleich in den erstbesten (und bisher einzigen) Mann in dem Wüstenkaff. Und das ist ausgerechnet Benjamin Lang - in Wollpulli und kurzen Hosen! :lol:

So in kleinere Kapitel unterteilt, finde ich die Geschichte besonders schön zu lesen, da nimmt man die Details noch besser wahr.
 
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SimsSuchtie

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Ich finde deine Fotostory toll :up:
Aber ein wenig Kritik muss auch sein :D

Mich nervt es ein kleines bisschen, dass man diesen Kristall sieht^^
Wenn du willst kannst du den mit dem Cheat Plumbbobtoggle off wegbekommen^^ aber wie gesagt finde ich deine FS toll :)
Ich finde es witzig, dass Benjamin Lang einen dicken Pulli in der Wüste trägt xD

LG SimsSuchtie
 
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Bienemeja

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Hey Stev!

Die Geschichte fängt schonmal spannend an...
Dein Schreibstil gefällt mir gut und auch die Bilder sind
gut getroffen...
Freue mich auf das nächste Kapitel...

Lg BM
 

Stev84

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@Michalis
Ich hatte das Gefühl, dass die Leser es bevorzugen, wenn die Geschichte in eher kleinen Happen präsentiert wird. Ein Update mit mehr als 200 Bilder schreckt offenbar ab :D Daher poste ich jetzt hier in regelmäßigen Abständen in kleinen Portionen.

Oxana ist keine Polin und ist mit ihren Eltern in der SimNation aufgewachsen. Ihre beiden Väter haben aber polnische Wurzeln, daher leben ihre Großeltern auch in Warschau. In der SimNation haben es gleichgeschlechtliche Paare zum Glück nicht so schwer, wie in Polen, daher ist es für Oxana auch selbstverständlich, dass ihre beiden Väter ihre "richtigen" (wenn auch nicht beide biologischen) Väter sind. Na, und Oxanas Paps würde ich nur ungern als "Weichei" bezeichnen, das wird ihm nicht gerecht ;)

Und trotz seiner kurzen Hose mit Wollpulli finde ich Benjamin Lang toll :love: Kein Wunder also, dass Oxana sich in ihn verguckt.
Vielen Dank für den Kommentar, Michalis.

@Simsucht
Auch dir vielen Dank!
Die Kristalle werden in späteren Kapiteln verschwinden, ebenso wie Sprechblasen, Pluszeichen, ZZZ und vieles mehr.
Und den Wollpulli hat Maxis zu verantworten. Freiwillig würde ich den meinen Sims nicht anziehen. Aber das macht die Townies in meinen Augen so außergewöhnlich und liebenswert.

@Bienemaja
Vielen Dank für die netten Worte!
 

Michalis

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@Michalis
Ich hatte das Gefühl, dass die Leser es bevorzugen, wenn die Geschichte in eher kleinen Happen präsentiert wird. Ein Update mit mehr als 200 Bilder schreckt offenbar ab :D Daher poste ich jetzt hier in regelmäßigen Abständen in kleinen Portionen.
Bei Naike hat das ja auch bestens funktioniert. Und deine Geschichte ist mit ihrer durchaus vergleichbar. (Was nicht nur an dem gemeinsamen Ursprung aus dem Projekt liegt.) :)
Na, und Oxanas Paps würde ich nur ungern als "Weichei" bezeichnen, das wird ihm nicht gerecht ;)
Um so schlimmer. :rolleyes: Ich hatte ihm halt nur Feigheit unterstellt, weil er sich nicht für Oxanas Wiederaufnahme eingesetzt hat. ;)
Und trotz seiner kurzen Hose mit Wollpulli finde ich Benjamin Lang toll :love:
Verstehe ich gut. Wenn in dieser Kombi der richtige Kerl drinsteckt, kann das eben auch sehr erotisch sein. =)

LG Michalis
 

vanLuckner

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Dorf an de Düssel ;-)
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Hallo Stev84;

die Neugier trieb mich her - und ich bin froh drum!
Ich erkenne ganz klar die Anfänge einer Single-Geschichte - aber schön ist dein Prolog, man kann Oxana gut verstehen, wieso sie in dieser Hütte mitten in der Wüste landet.
Das erste Kapitel - die erste Kontaktaufnahme hat mir auch gut gefallen (ich pfeiff ja auf Kristalle und Sprechblasen :D) - bei den vergammelten Sandwiches musste ich schon sehr lachen, vor allem, weil die nun schuld sein sollen, das sie den Benjamin toll findet. Tsss...den kann man auch sonst toll finden, jawohl! Wahre Coolness erkennt man am Tragen eines solchen Outfits, in wahrer Gluthitze ohne den geringsten Hitzepickel zu bekommen!

Fein, ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

LG - vL :hallo:
 

Kakii

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Hallo Steve84!
Also ich finde die Idee an sich einfach nur Cool! :eek:
Und auch wie das erzählt wird und so! Einfach cool! :love:
Ich finde die Bilder auch total cool!:up:
Aber wie hast du es hinbekommen das mann das sieht mit den Hobbys und so?
Wenn ich für meine Familien-Doku oder so wie das auch immer heiß was fotografiere dann kommt das alles von da unten nicht mir aufs Bild! :Oo:
Gruß Kakii %)
 

Stev84

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@vanLucker
Vielen Dank!Fortsetzung folgt bestimmt, vermutlich noch heute.

@kakii
Über die Kamera im Spiel kannst du die blaunen Screens mit Charakter, etc. tatsächlich nicht fotografieren. Aber das geht über die "Druck"-taste auf deiner Tastatur. Wenn du diese drückst (und das funktioniert immer, nicht nur bei den Sims) wird das aktuelle Bild auf deinem Bildschirm gespeichert. Dann musst du nur noch ein Grafikprogramm öffnen (z.B. paint) und auf einfügen klicken. Das Bild des Bildschirms, was du zuvor gemacht hast erscheint und du kannst es abspeichern. Durch drücken der "Windows"-Taste kannst du die Sims übrigens minimieren, ohne sie beenden zu müssen und dann ein weiteres Programm wie eben Paint nebenher öffnen.
 

Stev84

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Kapitel 3: Das Versuchskaninchen

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Auch die anderen gingen kurz danach. Inzwischen war es schon dunkel geworden. Ich musste aber feststellen, dass die Sonne hier in der Sierra Simlone viel früher unterging, als in Warschau. Es war ein seltsames Gefühl, sich in das unbekannte Bett zu legen. Wenigstens ist es vor meiner Ankunft frisch bezogen worden. Die Tür hab ich über Nacht offen stehen lassen, denn anders hätte ich die Hitze in meinem kleinen Holzhaus kaum ausgehalten.

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Am nächsten Morgen klingelte das Telefon und ich war doch sehr überrascht, denn schließlich habe ich noch niemandem meine Nummer gegeben. Es war aber eine angenehme Überraschung, als ich Benjamins Stimme hörte. Da es nicht so viele Häuser in Sierra Simlone Stadt gab, hatte er meine Nummer leicht rausbekommen. Und ich fand es wirklich süß, als er sich für seinen blöden Abgang gestern Abend entschuldigte.

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Wir telefonierten eine ganze Weile, bis schließlich Benjamin auflegen musste, weil seine Fahrgemeinschaft zu einer nah gelegenen Ranch, auf der er arbeitete, vor dem Haus stand. So hatte ich die Gelegenheit mich etwas genauer in meinem Haus umzusehen. Mir fiel sofort das gut gefüllte Bücherregal auf. Hauptsachlich fanden sich dort große Werke simnationaler Schriftsteller, aber auch einige praktische Bücher, wie Lexika, Wörterbücher...

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...und ein Atlas. Ich schlug eine Karte von Simropa auf. Es war eine ganz schöne Entfernung, die ich zurückgelegt hatte. Vor einem Jahr erst war ich von der SimNation aufgebrochen in das tausende Kilometer weit entfernte Simbirien, um meine Mutter zu suchen und um kurz darauf bei meinen Großeltern in Warschau zu landen. Und jetzt war ich zurückgekehrt in meine Heimat. Aber es trennten mich noch immer über 1000 Kilometer von meiner Familie in SimCity und das sollte in nächster Zukunft auch so bleiben.

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Ich legte den Atlas weg und betrachtete den Rest der Wohnung. Wie schon gesagt, es war recht überschaubar. Doch das machte mir nichts. Immerhin hab ich das letzte Jahr im Wohnzimmer meiner Großeltern gewohnt, in einer engen Plattenbauwohnung aus den frühen siebziger Jahren. Ich konnte froh sein, endlich ein wenig Privatsphäre zu besitzen. Nur dreckig war es hier. Vielleicht nicht wirklich schmutzig, aber alles war bedeckt von einer feinen Staubschicht. Also fing ich an zu putzen.

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Und als das Badezimmer fertig war, machte ich mich auf in den Wohnbereich, um schließlich in der Küche zu Enden. Die Sonne war schon hinter den Bergen verschwunden, als ich endlich fertig war. Allerdings beschlich mich ein ungutes Gefühl, dass ich solche Putzorgien öfter wiederholen musste, wenn ich staubfrei in der Wüste leben wollte.

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Als mein Magen knurrte, wurde mir bewusst, dass ich seit dem Aufstehen nichts gegessen hatte und mein Kühlschrank war nach dem gestrigen Besuch auch leer. Also machte ich mich auf den Weg um die Stadt etwas genauer zu erkunden und möglicherweise auch einen Laden zu finden. Nach einem kurzen Fußmarsch traf ich dann im Ortskern von Siera Simlone Stadt ein. Im Grunde bestand der Ortskern nur aus vier Gebäuden, die aber alle durchaus belebt schienen.

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Und ich fand auch einen Laden, in dem man Lebensmittel einkaufen konnte. Es war nichts Großartiges und die Preise kamen mir doch arg überteuert vor. Aber so ist das nun mal. Die Nachfrage bestimmt die Preise und dieser Laden war der einzige im Umkreis von 100 Kilometern. Ich packte alles was mir nötig erschien und bezahlte an der Kasse.

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Dann fiel mein Blick auf ein Brett mit vielen bunten Zetteln. Der Junge an der Kasse bemerkte meinen Blick und erklärte mir, was es damit auf sich hatte: "Das ist unser Infobrett für Sierra Simlone Stadt. Alle wichtigen Neuigkeiten werden dort ausgehängt. Meistens ist es aktueller, als die Stadtzeitung, die nur einmal die Woche erscheint. Also wenn sie ein Job suchen oder ihren Gartentisch verkaufen möchten, dann ist das der richtige Ort um fündig zu werden."
Ich ging rüber und sah mir alle Zettel an. Da waren tatsächlich ein paar Jobangebote, von denen ich mir die Nummern notierte. Und noch etwas stach mir ins Auge. Es gab sehr viele Gesuche für eine Unterkunft. Hauptsächlich junge Männer suchten eine Bleibe hier in Sierra Simlone Stadt. Und da ich schon dabei war, schrieb ich mir auch einige dieser Nummern auf.

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Am nächsten Morgen fand ich in meinem Briefkasten dann auch die Zeitung, von der der Junge im Laden gesprochen hat. Auch hier gab es ein paar Jobangebote, doch das meiste bezog sich auf Hilfskräfte für eine der umliegenden Farmen oder für Arbeiter an den Ölfördertürmen. Beides war nicht so mein Fall, um ehrlich zu sein. Ich konnte mir weder vorstellen, irgendwelche Ställe auszumisten oder Rinder zu hüten, noch glaubte ich, dass eine kleine, schwache Frau sehr hilfreich bei der Ölförderung wäre. Wenigstens war das Kreuzworträtsel anspruchsvoll.

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Deshalb rief ich eine der Nummern vom Infobrett im Laden an. Zwei der Jobs waren schon vergeben, aber beim Dritten hatte ich Glück. Die Stelle als Proband bei einem Forschungsinstitut unweit der Stadt war noch frei und man bot mir die Stelle auch sogleich an. Man schickte mir sogar eine Fahrgemeinschaft vorbei. Das war auch ganz gut so, denn ich hätte nicht gewusst, wie ich sonst zur Arbeit gekommen wäre.

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Der erste Arbeitstag war dann zwar nicht so erfolgreich und ich musste gleich eine Kaffeemaschine ersetzen, aber meine Kollegen waren alle ganz nett und die Bezahlung war auch in Ordnung. Ich hatte etwas Geld von meinem Paps, das er mir gegeben hatte, als Dad mich aus dem Haus schmiss, aber dieses Geld wollte ich nicht. Zumindest solange nicht, wie ich auf andere Weise an Geld kommen konnte.

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Ich freute mich auf einen ruhigen Abend nach meinem ersten Arbeitstag, doch daraus wurde nichts. Als ich nichts ahnend die Toilettenspülung betätigte, musste ich mit Schrecken feststellen, dass das Wasser stieg und stieg und stieg und gar nicht mehr aufhören wollte. Ich konnte sehen wie es dem Rand immer näher kam und betete, dass der Spülkasten endlich leer wäre und kein neues Wasser mehr nachkäme. Doch meine Gebete wurden nicht erhört und eine übelriechende Brühe breitete sich auf meinen gestern erst geputzten Fliesen aus. Durch Zufall fand ich einen Pümpel unter der Spüle in der Küche und machte mich daran, zunächst die Verstopfung zu lösen.

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Irgendwann gelang es mir dann auch, allerdings habe ich zuvor mindestens eine Stunde mit diesem Gummiding in der Toilette rumgestochert. Und dann musste ich auch noch das Brackwasser vom Boden aufwischen. Danach war erst einmal eine Dusche fällig. Als das erfrischende Wasser auf mich niederprasselte, fielen mir die Wohnungsgesuche wieder ein. Erst habe ich nicht viel davon gehalten, einen Mann bei mir einziehen zu lassen, aber so hätte ich wenigstens jemanden, der das nächste mal die Toilette für mich reparieren konnte, denn ein zweites Mal hatte ich wirklich keine Lust dazu.​

 
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Stev84

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Ich habe zu der Fotostory noch ein Opening erstellt, also so ein kleies mit Musik untermaltes Filmchen, was zu Beginn einer Fernsehserie gezeigt wird und die Charaktere vorstellt. Hier der Link:

www.youtube.com/watch?v=IUxgyl4wJo4
 

vanLuckner

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Hallo Stev84;

Aha, Oxana bekommt einen ganz besonders tollen Job ;). Die Sache mit den Lakritzstangen hat ich auch vor kurzem; aber mein sim hatte mehr glück und musste keine kaffeemaschine ersetzen.
Schöne Idee übrigens, das mit der Karte.
Ja, und sonst...die ewig verstopften Toiletten, in denen sims zum Teil echt stundenlagn stochern müssen, damit die wieder funktionieren, haben mich lange Zeit aufgeregt - bis sims3 kam, da gehen die tatsächlich noch öfter kaputt. Frag mich immer noch, was die Entwickler sich dabei gedacht haben :argh:.

Soso, sie sucht sich also einen Mitbewohner....ich bin ja mal gespannt, wers sein wird :D!

LG - vL :hallo:
 

Stev84

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@van Luckner

Es ist mir noch gar nicht so sehr aufgefallen, dass die Toiletten in Sims3 noch viel öfter kaputt gehene. Aber ich glaube, ich habe die ohnehin alle mit dem "Unzerstörbar"-Buff ausgestattet.
Wenn die Screens gut in die Geschichte passen, dann binde ich sie durchaus mal ein. So hat man wenigstens ein wenig eine Vorstellung davon, was die Sims so in der Arbeit treiben.
 

Kakii

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Hallo Stev84!
Als ich wie jeden Tag in das Thema Videos und Storys gegangen bin und gesehen habe das es neues von Oxana-Wege des Gewissens gibt hab ich natürlich sofort reingeklickt! Ich finde deine Geschichte total cool! :love:
Ich war überrascht das sie einen neuen Mitbewohner haben wird!
Das hätte ich nicht gedacht. Ich dachte das sie eher so schüchtern ist! :nonono:
Das hat ja auch eigentlich der Test am Anfang bewiesen!
Aber anscheinend hatten die da einen Fehler!:scream:
Also ich wollte auch noch fragen woher du dieses Brett in dem Laden hast?
Mach weiter so! :nick:
Liebe Grüße Kakii
 

Stev84

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@kakii
Tja, was tut man nicht alles, um nicht mehr selbst das Klo entstopfen zu müssen? Da wird doch mal eben die eigene Schüchternheit über Bord geworfen und sich ein Mitbewohner angeschafft.
Aber vermutlich fühlt sich Oxana auch etwas einsam. Immerhin musste sie jeden Kontakt zu ihrer Familie, insbesondere zu ihren geliebten Großeltern, aufgeben. Mit einem Mitbewohner spürt sie die Einsamkeit nicht so.

Wo ich das Brett her habe, weiß ich allerdings nicht. Ich habe kein gutes Gedächtnis, wenn es um Downloads geht.
 
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Kakii

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Tja da hast du recht. Ich würde mir auch Freunde suchen, wenn ich den Kontakt zu meiner Familie aufgeben müsste!

Naja das ist nicht so schlimm. :)
Liebe Grüße Kakii :lalala:
 

Stev84

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Kapitel 4: Mitbewohner

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Also rief ich einfach die erste Nummer an, die ich aufgeschrieben hatte. Am nächsten Morgen stand dann ein junger Mann im Ölverschmierten Overall vor mir. Er stellte sich als Roland vor und schon während der Begrüßung starte er mich mit weit aufgerissenen Augen an und danach fing er an, zusammenhangloses Zeug zu brabbeln. "Was für eine Typen hab ich mir den da angelacht?", dachte ich im Stillen, doch plötzlich wurde mir der Grund für seine Verunsicherung bewusst.

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Ich stand lediglich in meinem doch recht knappen Schlafhemdchen vor ihm, dass zu allem Überfluss auch noch leicht durchsichtig war. Mein Kopf lief knallrot an und ich wies ihm beschämt den Weg ins Haus. Er war dann auch ganz froh, dass er hinein konnte, während ich am liebsten im Boden versunken wäre. Dann musste ich aber doch lächeln. Es war schon ganz schön süß zu beobachten, wie er nervös geworden war.

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Ich zog mir dann aber doch lieber etwas weniger aufreizendes an, schließlich wollte ich meinem potenziellen Mitbewohner keine falsche Vorstellung von mir geben. "Wie du ja selbst sehen kannst, ist das Haus recht eng", erklärte ich ihm beim Essen, dass ich schnell zubereitet hatte. Roland langte aber auch kräftig zu. Es kam mir vor, als hätte er seit Tagen nichts Vernünftiges gegessen.

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"Das ist nicht so schlimm", meinte er schmatzend. "Bis jetzt schlafe ich mit ein paar Kumpels draußen bei den Ölfeldern in einem Zelt. Ist nicht sehr bequem, da bin ich froh über jede Bleibe, die ich kriegen kann." "Du schläfst einfach im Freien?", fragte ich ungläubig und er nickte. "Schon seit fast zwei Monaten. Die Ölgesellschaft hat mich angeworben und mir auch eine Bleibe versprochen. Aber Pustekuchen. Bis jetzt sieht man davon nur die Fundamente, die langsam im Wüstensand verschwinden. Also versuche ich jetzt selbst was zu finden."

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Das war ja wirklich unglaublich. Da konnte ich ja froh sein, dass ich sofort dieses Häuschen bekommen hatte. Trotzdem wollte ich Roland noch ein wenig näher kennen lernen, bevor ich ihn bei mir wohnen ließ. Und da im Fernsehen gerade nur Müll lief und draußen die Sonne erbarmungslos auf uns nieder brannte, weihten wir die Dartscheibe an meiner Wand ein.

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Durch die offene Tür, die ich zwecks fehlender Klimaanlage immer offen stehen ließ, konnte ich Benjamin erkennen, der sich meinem Haus nährt. Ich lief hinaus und begrüßte ihn mit einer Umarmung und dann lud ich ihn zu mir ein. Ich wollte auch seine Meinung zu Roland hören.

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Doch irgendwie nahm Benjamin Roland überhaupt nicht wahr. Stattdessen erzählte er mir von seinen Erlebnissen der letzten Tage oder einen neuen Witz, den er aufgeschnappt hatte. Es war ja nicht so, dass mich das nicht interessieren würde. Ganz im Gegenteil, ich hörte Benjamin gerne zu, doch irgendwie hatte ich dabei das Gefühl, dass Roland sich ein wenig fehl am Platz fühlte.

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Auch als ich in die Küche ging, um ein Abendessen vorzubereiten, redeten die beiden Jungs kaum ein Wort miteinander. Sollte ich das als Zeichen werten, dass Benjamin Roland mochte? Immerhin stritten sie sich nicht. Beim Essen verhielt Roland sich dann auch ganz ruhig, doch den Grund dafür bemerkte ich erst, als er mit seinem Gesicht in die Spaghetti fiel und in dieser Position einfach weiterschlief.

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Benjamin und ich konnten uns nur erstaunt beobachten. Erst dachte ich, Roland wolle einfach nur einen Spaß machen, aber nein, er schlief tatsächlich tief und fest. Erst als Benjamin in kräftig schüttelte, wurde er langsam wach. "Was?", murmelte er mit verschlafenem Blick bis ihm endlich bewusst wurde, wo er sich befand und was gerade passiert war. Sein Gesicht lief rot an, er verabschiedete sich hastig und wollte so schnell wie möglich raus zur Tür. Doch ich lief im hinterher. "Roland, warte!", sagte ich zu ihm. "Das gerade braucht dir nicht peinlich zu sein. Obwohl...eigentlich schon ein bisschen, wenn ich so überlege". Ein breites Grinsen konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Doch als ich sah, dass Rolands Unbehagen sich immer weiter verschlimmerte, kam ich endlich zum Punkt. "Wenn du willst, kannst du bei mir einziehen. Am besten sofort, dann kannst du dich auch gleich vernünftig ausschlafen." Roland schien überglücklich und drückte mich überschwänglich an sich. "Danke, Oxana, vielen Dank".

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Ich zeigte ihm nur noch schnell das Bad, damit er sich die restliche Tomatensoße aus dem Gesicht wischen konnte und dann zeigte ich ihm das Bett. "Leg dich einfach hin und schlaf. Ich bin eh noch nicht müde." Das brauchte ich ihm nicht zweimal zu sagen. Mein neuer Mitbewohner schlüpfte sofort unter die Decke.

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Ich hatte Angst, dass Benjamin und ich ihn vielleicht stören könnten, doch darüber brauchte ich mir keine Sorgen zu machen. Roland schlief sofort ein und ich glaube, nicht einmal eine Öltankexplosion hätte ihn aus dem Schlaf gerissen. "Was hältst du von ihm?", fragte ich Benjamin. Doch er drückte sich um eine direkte Antwort herum. Irgendwie verstand ich nicht, was er hatte. Roland war doch wirklich nett, oder etwa nicht?

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"Vielleicht soll ich heute Nacht doch lieber hier bei dir bleiben?", schlug Benjamin dann vor. "Ich fühle mich irgendwie nicht wohl bei dem Gedanken, dass ein wildfremder Mann bei dir im Haus schläft". Ich fand es wirklich rührend, wie sehr er sich um mich sorgte, aber wenn ich es recht bedachte, kannte ich ihn selbst ja nicht viel länger als Roland. "Nein, Benny, du kannst beruhigt nach Hause gehen", antwortete ich ihm schließlich. "Ich bin mir ganz sicher, dass ich keine Angst zu haben brauche."

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Benny schien zwar nicht ganz überzeugt, er ging dann aber trotzdem, nachdem er mich noch einige Male aufgefordert hat, vorsichtig zu sein. Als er weg war, legte ich mich auf das Sofa und versuchte es mir bequem zu machen. Wenn es doch nur ein wenig länger wäre. Aber irgendwann schlief ich dann trotzdem ein. Und irgendwie fühlte ich mich in dieser Nacht viel sicherer in meinem Haus mit der Tür, die wieder einmal sperrangelweit offen stand.​

 

Michalis

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Hallo Stev,
erst mal: das Video find ich total klasse. So richtig soap-mäßig. :up:

Oxana macht sich also mit ihrem ersten eigenen Häuschen vertraut und findet ihren ersten, etwas fragwürdigen Job. Ich liebe es auch nach so vielen Jahren immer noch besonders, die Sims bei ihrem Start ins Leben zu beobachten. :)

Die Karte ist toll, du hast eine Menge Phantasie. :eek: Wusstest du damals schon, dass einige dieser Orte in Simropa irgendwann eine Rolle in deiner Geschichte spielen werden? Das verleiht der Story jedenfalls schon jetzt sofort mehr Tiefe, wenn man ein bisschen was über die "historischen" Hintergründe des Singles im kleinen grünen Haus erfährt. :)

Oxanas Motive, sich einen Mitbewohner zu besorgen, erscheinen zwar zunächst nicht ganz uneigennützig, und bei der Große des Hauses auch ein wenig seltsam, doch dann überwiegt wohl doch das Mitgefühl für andere. Sie hat offenbar ein großes Herz. Wobei ich mich ja sofort in diesen Roland verliebt hätte. :love:

Wie hast du es eigentlich geschafft, dass der Kammerjäger (das isser ja doch eigentlich, oder?) Oxana so schnell privat besucht hat? Die Szene, wie sie ihn im Nachthemd empfängt, ist köstlich. Auch witzig, dass Benjamin ausgerechnet genau in dieser Situation da auftaucht und auf großer Beschützer macht. :D Dass Oxana ihren neuen Mitbewohner gleich das einzige Bett in Haus überlässt, ist allerdings mehr als edel - hat schon fast was von Mutter Theresa oder so. ;)

Also ich würde mich jedenfalls mit so einem starken Mann im Haus auch wohler fühlen, wenn meine Haustür permanent offen stehen wüde. :lol: (Hab erst neulich erfahren, dass daran eine Deckenlampe im Bereich der Tür schuld sein kann. War das in der Simlane eigentlich auch so?)

LG Michalis
 

Stev84

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Hallo Stev,
erst mal: das Video find ich total klasse. So richtig soap-mäßig. :up:
Genau das war auch genau beabsicht gewesen. Ich habe mir das Opening von "Reich und Schön" zum Vorbild genommen.

Die Karte ist toll, du hast eine Menge Phantasie. :eek: Wusstest du damals schon, dass einige dieser Orte in Simropa irgendwann eine Rolle in deiner Geschichte spielen werden?
Vielen Dank. Ich finde es für mich selbst hilfreich, wenn ich für meine Geschichte eine richtige Welt definiere. So haben die Sims ein eigenes land, was ich geografisch exakt einordnen kann. Auf dieser Karte sind aber erst einmal nur die Orte verzeichnet, die schon in der Vorgängergeschichte "Die Brodlowski-Saga", der Geschichte über Oxanas Eltern, vorkamen.

Oxanas Motive, sich einen Mitbewohner zu besorgen, erscheinen zwar zunächst nicht ganz uneigennützig, und bei der Große des Hauses auch ein wenig seltsam, doch dann überwiegt wohl doch das Mitgefühl für andere.
Ich denke, Oxana will einfach nicht länger alleine sein. Immerhin kennt sie in Sierra Simlone Stadt kaum jemanden und zu ihrer Familie kann sie keinen Kontakt mehr aufnehmen. Da nimmt sie sogar in Kauf, dass es zu zweit ganz schön eng in der Simlane werden könnte. Und Roland ist sowieso froh, dass er irgend ein Dach über dem Kopf hat.

Sie hat offenbar ein großes Herz. Wobei ich mich ja sofort in diesen Roland verliebt hätte. :love:
Darf ich aus dieser Aussage schließen, dass du selbst schwul bist? Ich selbst bin es übrigens auch.

Wie hast du es eigentlich geschafft, dass der Kammerjäger (das isser ja doch eigentlich, oder?) Oxana so schnell privat besucht hat?
Oxana hat ihn herbestellt und ihn angequatscht, als er zum Töten der Kakerlaken vorbei kam. Als sie ihn erst einmal kannte, konnte sie ihn ja ganz normal über das Telefon einladen und sich mit im anfreunden. ganz so schnell wie in der Geschichte ging es nicht.

(Hab erst neulich erfahren, dass daran eine Deckenlampe im Bereich der Tür schuld sein kann. War das in der Simlane eigentlich auch so?)
Ja, genau daran lag es. Inzwischen nutze ich diesen Trick ganz bewusst, wenn ich für ein Bild eine offene Tür brauche.

Vielen Dank für deinen Kommentar!
 

Michalis

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Auf dieser Karte sind aber erst einmal nur die Orte verzeichnet, die schon in der Vorgängergeschichte "Die Brodlowski-Saga", der Geschichte über Oxanas Eltern, vorkamen.
Da hab ich heute prompt mit großen Vergnügen und nostalgischen Gefühlen hineingelesen. Sims 1 ist für mich tatsächlich schon verdammt lang her. Aber dieses Haus ist mir bis heute wohlvertraut... :)
Darf ich aus dieser Aussage schließen, dass du selbst schwul bist?
Darfst du. :D Wundert mich eher, dass du das noch nicht bemerkt hast. :)
Ich selbst bin es übrigens auch.
War mir klar.
Schließlich hab ich deine Geschichte schon einmal vor langer Zeit gelesen und da gab es doch diese Aufgabe... ;) Finde es jetzt bei zweiten Mal aber immer noch spannend, weil ich mich eh nicht mehr an die Details erinnern kann. :rolleyes:
Als sie ihn erst einmal kannte, konnte sie ihn ja ganz normal über das Telefon einladen und sich mit im anfreunden. ganz so schnell wie in der Geschichte ging es nicht.
Verstehe. Funktioniert ja leider seit FS bei vielen Service-NPCs ohne Fix nicht mehr. :naja:

LG Michalis
 

Stev84

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Da hab ich heute prompt mit großen Vergnügen und nostalgischen Gefühlen hineingelesen.
Also kanntest du die Geschichte auch noch nicht? Bienchen hat nämlich vor kurzem auch angefangen, sie zu lesen.

Darfst du. :D Wundert mich eher, dass du das noch nicht bemerkt hast. :)
ne, aus deinen bisherigen posts hatte ich das noch nicht geschlossen. Aber bei einem Sims-spielenden Mann ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht gerade klein (oder zumindest kommt es mir so vor).

Verstehe. Funktioniert ja leider seit FS bei vielen Service-NPCs ohne Fix nicht mehr. :naja:
Ja, das musste ich auch schon schmerzhaft feststellen. aber zum Glück gibt es ja entsprechende Fixes.
 

Aminte

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Ich muss jetzt auch endlich mal meinen Senf dazugeben, du bist schließlich "Schuld", dass ich überhaupt hier bin. :lol:
Oxana war die erste "richtige" Fotostory, die ich gelesen hab, und ich fand die so toll, dass ich mich irgendwie in das Genre verliebt hab. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, dass man "sowas" damit machen kann. Jaja, manchmal bin ich mehr als naiv...
Heute weiß ich längst, das man "damit" auch noch ganz andere Sachen machen kann, und ich hab in der Zwischenzeit auch noch andere wirklich tolle Stories gelesen. Aber "Oxana" ist irgendwie was Besonderes für mich, auch wenn es mir schwer fällt, sie zu kommentieren. Es ist eine Weile her, dass ich sie gelesen hab, aber ich kann mich noch gut erinnern. Und da fehlt doch irgendwie die Spontanität. Trotzdem muss ich endlich mal was sagen, denn ich empfinde diese Story noch immer als eine der Besten.
Und ich finde es schön, dass wir sie hier auch lesen können. Und hoffe, dass es mehr Leser/innen gibt, als es den Anschein hat. Ich war bisher ja auch still, Asche auf mein Haupt... :ohoh:
Aber auch wenn es mir schwer fällt, eine Geschichte, die ich schon mal gelesen hab, zu kommentieren, möchte ich dennoch eines mal gesagt haben: Ich bin nach wie vor begeistert. :up: :hallo:
 

Stev84

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Ich muss jetzt auch endlich mal meinen Senf dazugeben, du bist schließlich "Schuld", dass ich überhaupt hier bin. :lol:
Na, in dem Fall nehme ich die Schuld doch gerne auf mich.

Es ist eine Weile her, dass ich sie gelesen hab, aber ich kann mich noch gut erinnern.
Ich bin selbst immer mal wieder dabei, die älteren Kapitel noch einmal zu lesen und die (leider viel zu häufigen) Rechtschreibfehler auszubügeln. Und dann bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Details meiner eigenen Story ich schon wieder vergessen habe :lol:.

Trotzdem muss ich endlich mal was sagen, denn ich empfinde diese Story noch immer als eine der Besten.
Vielen, vielen Dank!

Und ich finde es schön, dass wir sie hier auch lesen können. Und hoffe, dass es mehr Leser/innen gibt, als es den Anschein hat.
Das hoffe ich doch auch. Und ich hoffe, dass diese Leser auch noch den Mut finden werden, einen Kommentar los zu lassen.
 

SimSimer859

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Gut, ich oute mich ich habe Gestern auch Deine Geschichten verschlungen und finde Deine Art zu erzählen gut.

Mir gefällt einfach der Stil und der Inhalt Deiner Oxana Geschichte und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Aber nicht nur das, ich war auch auf Deiner Seite Gestern und habe mal so richtig in Sims 1 Erinnerungen geschwelgt. Das gute alte Sims 1 war das erste Spiel was mich ausdaurnd lang am PC gehalten hat ...

Danke für diese angenehme Zeit die ich mit Deinen Geschichten Gestern hatte.
 

Stev84

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@SimSimer
Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Das nächste Update gibt es am Wochenende.

Und vielen Dank für den Besuch meiner Homepage. Manchmal vermisse ich es ja richtig, Skins und Objekte für Sims1 zu "zeichnen". Ich sollte mich mal damit beschäftigen, wie man CC für Sims3 erstellen kann. Wobei, mein Tag müsste schon 48 Stunden haben, damit ich neben der Arbeit und der Fotostory auch noch basteln kann :lol:
 

vanLuckner

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Hallo Stev84 :hallo:

...bin auch noch dabei :D.
Oxana lässt also den Kakerlakenmann einziehen. Haaa - ja, das ist die erste aufgabe des Single-projektes: hab mich an der Sims3-Version versucht (bis zum Spielabsturz :polter:...) da gabs fast dieselbe aufgabe, allerdings leider keinen so netten Sim ;).
Na das der Benni da was gegen hat, war ja schon fast abzusehen, oder? Ich freu mich dann schon mal aufs Wochenende, da kann ich ja dann lesen, wie die Zwangs-WG das überstanden hat.

LG - vL


PS: hab mich übrigens letztens auch auf die Sims1-Seite "verirrt" und dort fürchterlich festgelesen...ich hatte ja keine Ahnung, das man sowas schon mit diesem Spiel machen konnte- Wahnsinn! Hatte fast schon Lust, sims1 anzuwerfen :lol:!
 

SimSimer859

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@SimSimer
Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Das nächste Update gibt es am Wochenende.

Und vielen Dank für den Besuch meiner Homepage. Manchmal vermisse ich es ja richtig, Skins und Objekte für Sims1 zu "zeichnen". Ich sollte mich mal damit beschäftigen, wie man CC für Sims3 erstellen kann. Wobei, mein Tag müsste schon 48 Stunden haben, damit ich neben der Arbeit und der Fotostory auch noch basteln kann :lol:

Für Sims 1 habe ich auch schon gerne mal Sachen gezeichnet, war ja letztendlich mit Blueprint auch sehr einfach neue Dinge zu entwickeln, anders als jetzt bei Sims 2 Recolern kann ich schon aber meshen nicht ... hatte aber auch nie den Nerv es zu lernen.

Ehrlich gesagt Sims 3 ist nicht so mein Ding ... ich habe kein einziges Add on und das Grundspiel wird aller paar Monate mal für ne Stunde genutzt, in Sims 2 habe ich alle add ons und das entspricht eher meinen Vorstellungen von einer Personensimulation.

Berufe Sammeln Aufgaben erledigen, das kann man ja auch bei den Konsolenversionen von Sims, das muss ich nicht noch für Sims am PC haben.

Aber es ist ja bekanntlich jeder Geschmack anders und wem es gefällt das Sims 3 der sollte damit auch glücklich und zufrieden werden und sein dürfen.

Schön wer beiden Versionen was abgewinnen kann :)
 

Stev84

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@VanLuckner
Du hast vollkommen Recht, das Grundgerüst der Geschichte basiert auf dem Singleprojekt (irgendwoher müssen die Ideen ja kommen :D)

Und Sims1 war ein wirklich vielseitiges Spiel. Gerade das Erstellen von CC hat mich über Jahre an das Spiel gefesselt.

@SimSimer
Ich habe bereits für Sims1 mit dem Meshen angefangen. Ich habe also ein 3D-Model eines Objektes erstellt, es mit einer Textur versehen und dann einen "Screenshot" davon gemacht um es in die Sims1 einbinden zu können.
Theoretisch könnte ich meine Sims1 Möbel zum Teil ind Sims2 und vermutlich auch Sims3 Objekte konvertieren, da die Meshes ja da sind, aber dazu fehl mir einfach die Zeit.
 

bienchen83

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Hallo Stev,

ich freu mich sehr, dass Oxana jetzt hier auch Einzug hält. Bevor ich evtl. auch noch Zeit finde, hier noch mal was zu ihren Erlebnissen zu schreiben, so wie ich das bei Naike getan habe, möchte ich aber erst mal Areks Geschichte fertig lesen und kommentieren.

Wünsche dir bis dahin aber schon eine treue Leserschaft, denn die hat deine Geschichte wirklich verdient.

lg, bienchen
 

Stev84

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Kapitel 5: Feindschaft

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Ich hatte zunächst Angst, dass das Zusammenleben mit einem Mann, der vorher in einem Zelt mit drei weiteren Kerlen gelebt hatte, problematisch werden könnte, doch Roland stellte sich als sehr umgänglich heraus. Meine größte Sorge war gewesen, dass er seinen Müll überall herumliegen lies und die Klobrille nicht herunterklappt. Doch er verhielt sich vorbildlich. Er putzte sogar, ohne dass man ihn dazu hätte auffordern müssen. Und er war dabei fast genauso gründlich wie ich.

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Im Grunde überließ er mir meistens das Bett und schlief selber auf der Couch. Das fand ich richtig süß von ihm. Ich beobachtete ihn gerne, wenn er fest schlief. Er sah dabei immer so hübsch aus. Wie ein kleiner Junge. Ich hätte ihn manchmal stundenlang beobachten können.

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Roland zeigte mir dann auch ein paar Örtlichkeiten in Sierra Simlone Stadt. Es gab hier zwar nicht viel, aber immerhin so eine Art Saloon. Man konnte dort auf alle Fälle gut den einen oder anderen Cocktail genießen.

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Und eine Tanzfläche gab es auch. Eine alte Jukebox und ein an der Decke montierter Scheinwerfer sorgten für die nötige Disco-Atmosphäre. Dabei musste ich feststellen, dass Roland ein wirklich guter Tänzer war. Es machte Spaß mit ihm abzutanzen, auch wenn wir die einzigen auf der Fläche waren.

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Denn die meisten Gäste des Saloons hingen an der Bar oder vertrieben sich ihre Zeit mit einer Runde Billard. Und das taten Roland und ich dann auch. Nach einigen Stößen gesellte sich noch ein Mann von der Theke zu uns. Er grüßte mich, indem er an seinen Cowboy-Hut griff und mir zunickte. Dann fragte er, ob er mitspielen könne. Und ich hätte verrückt sein müssen, wenn ich diesen Typen nicht hätte mitspielen lassen.

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"Wer ist denn dieser verdammt gut aussehende Mann da?", fragt ich Roland unauffällig. "Der da?!", antwortete Roland ungläubig mit gedämpfter Stimme. "Das ist Albert Kappe. Der Mann von Gerda, die kannst du doch schon. Ihm gehört die Kappe-Farm hier in Sierra Simlone Stadt." Albert also. Gerda hatte ein verdammtes Glück, so einen Kerl abzukriegen. Ich hoffte inständig, dass mir auch mal so ein Mann über den Weg lief.

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Der Saloon bot mir aber auch die Möglichkeit noch ein paar neue Leute kennen zu lernen. Die meisten waren genauso wie ich erst kurz in der Sierra Simlone, aber einige, wie Hertha zum Beispiel, haben schon ihr ganzes Leben hier verbracht. Als ich mich so mit ihr unterhielt, bekam ich gar nicht mit, was sich hinter meinem Rücken anbahnte. "Na, was machst du halbe Portion denn hier im Saloon?", ging ein rothaariger Typ auf Roland los. "So weit ich weiß haben Kinder hier keinen Zutritt." Er amüsierte sich einfach köstlich über Rolands Hilflosigkeit. Und es wurde auch nicht besser, als Marlene versuchte, denn Streit zu schlichten. "Lass ihn in Ruhe, Kasimir, er hat dir schließlich nichts getan."

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Mir viel ein, dass ich noch ein paar Kleinigkeiten besorgen musste, also ging ich rüber in den Laden und verpasste damit alle folgenden Ereignisse.
"Jetzt muss du dich auch noch von einer Frau verteidigen lassen, du Waschlappen", spöttelte Kasimir weiter und fing an Roland mit seiner Faust zu schlagen. Die Schläge waren zwar nicht stark, Roland wusste sich trotzdem nicht zu verteidigen. "Jetzt reicht es aber Kasimir!", ging Marlene erneut dazwischen und zog ihn von Roland weg. "Ich hab gesagt, du sollst dich nicht einmischen, Flittchen!", schrie Kasimir sie an und verpasste ihr Eine. Allerdings war Marlene keine Frau, die sich so etwas gefallen ließ. Stattdessen schlug sie einfach zurück.

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Roland stand einfach nur hilflos daneben und die anderen Gäste versuchten, Kasimir zum Aufhören zu bewegen. Erst als die Barkeeperin mit der Polizei drohte, ließ Kasimir von Marlene ab und sie blieb geschlagen auf dem Boden sitzen. "Und so etwas nennt sich Mann!", spuckte Kasimir verächtlich in Rolands Richtung und ging überheblich aus dem Saloon. Die anderen halfen Marlene wieder auf die Beine. Sie hatte zwar den ein oder anderen blauen Fleck, aber sonst ging es ihr gut.

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Als ich wieder in den Saloon kam, war Roland schon weg. Also fuhr auch ich wieder nach Hause. Dort fand ich ihn dann auf dem Boden hockend vor, wie er etwas in sein Tagebuch schrieb. Denn Rest des Tages, war er betrübt und nicht sehr gesprächig. Ich sprach ihn zwar darauf an, doch er wollte einfach nicht mit mir darüber reden.

 

Michalis

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Also nun bin ich endgültig in Roland verschossen. ;) Aber Oxana fährt voll auf den bärtigen Hutträger ab, der zu allem Überfluss auch noch Gerdas Ehegatte ist. Frauen! :lol: Und egal in wie vielen Geschichten ich Kasimir Tellermann schon gesehen hab, er ist mir jedesmal unheimlich. Auch in Sierra Simlone ist er nicht gerade ein Kuscheltyp. (In meiner Stadt hat er sich irgendwie rar gemacht. Aber ich weiß, er ist da noch irgendwo. :zitter:)

Eigentlich bin ich froh, die meisten Details deiner Geschichte inzwischen vergessen zu haben. Denn ich weiß trotzdem noch, wie gut mir das Ganze schon damals gefallen hat und das sich eine unheimlich beeindruckende Story daraus entwickelt hat. Und so freue mich schon auf den nächsten Teil. :)

LG Michalis
 

Stev84

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@Bienchen
Wenn du Zeit und Lust dazu findest, dann freue ich mich natürlich über jeden Kommentar.

@Michalis
Ach, Roland finde ich auch ganz niedlich. Und die Oxana hat auch mindestens zwei Blitze für ihn übrig. Aber im Moment sieht sie im ihm nur einen Freund und Mitbewohner.
Und Albert sieht mit dem Hut und dem Bart schon ziemlich scharf aus. Ich kann also sehr gut nachvollziehen, warum Oxana ihm auf den ersten Blick verfallen ist ;)
 

Stev84

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Kapitel 6: Kindsköpfe

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Doch in den darauf folgenden Tagen war er wieder ganz der Alte. Jeder hat mal das Recht, schlecht drauf zu sein. Ich mochte Roland wirklich gerne und ihm schien es genauso zu gehen, denn er überhäufte mich förmlich mit Komplimenten. Ich war echt froh, dass er bei mir eingezogen war und dass ich einen so guten Freund in ihm gefunden hatte.​

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Mit Gerda hatte ich mich in der Zwischenzeit auch recht gut angefreundet. Sie zeigte sich sehr beeindruckt über meinen Fernseher. Das überraschte mich etwas, schließlich war dieser Fernseher nichts Besonderes. Ein einfaches Modell, das schon etliche Jahre auf dem Buckel hatte.​

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Des Weiteren hatte ich mich enger mit Manuela angefreundet . Ich hoffte mit Gerda und ihr einen netten Abend verbringen zu könnte, doch irgendwie verlief der Abend dann anders als geplant. Als ich in der Küche war um eine Kleinigkeit zu Essen vorzubereiten, hörte ich plötzlich, wie die beiden anfingen zu streiten. Ich konnte nur ein paar Wortfetzen wie "...Flittchen...", "...Finger von meinem Mann..." und "...eifersüchtige Kuh..." hören. Als ich dann zurück ins Wohnzimmer kam, verabschiedete Manuela sich hastig und ging. Mit den beiden zusammen sollte ich keinen Frauenabend mehr planen.​

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Als dann auch Gerda gegangen war legte ich mich ins Bett um zu schlafen. Doch daraus wurde leider nichts, denn plötzlich wurde ich von lauten Lachen und dem Geräusch von springenden Metallfedern geweckt. Als ich mich aufrichtete und mich wütend über den Lärm beschweren wollte sah ich Roland, der vergnügt auf dem Sofa rumhüpfte. Also wirklich! In jedem Mann steckt ein Kind, egal wie alt er war.​

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Aber auch in mir steckte ein Kind. Ich war immerhin erst 19, also immer noch ein Teen. Und Roland war doch auch nur einige Jahre älter. Und so sprang ich gekonnt über die Rückenlehne des Sofas und begann mit Roland auf und ab zu hüpfen. Das hatte ich schon ewig nicht mehr gemacht aber es machte einfach einen heiden Spaß.​

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An Schlaf war jetzt überhaupt nicht mehr zu denken. Dazu waren wir beide viel zu aufgedreht. Also schnappten wir uns das Radio und stellten es nach draußen um zu tanzen. Im Haus war es dafür viel zu stickig und selbst draußen war es immer noch warm. Roland zog seinen verschwitzten Arbeitsanzug aus und dann tanzten wir wild umher. Er in Unterwäsche, ich im Pyjama. Es hat schon seine Vorteile, wenn man keine Nachbarn in direkter Nähe hat.​

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Noch ein paar Tage später traf dann auch der Fall ein, für den ich mir eigentlich einen Mann ins Haus geholt hatte. Die Dusche war mal wieder kaputt und überflutete die halbe Wohnung. Roland machte sich auch gleich an die Arbeit. Seine Reparaturmethode war zwar gewöhnungsbedürftig, aber es schien doch etwas zu bringen laut zu fluchen und mit dem Schraubenschlüssel um sich zu schlagen. Auf alle Fälle war die Dusche repariert und Roland beseitigte anschließend sogar das entstandene Chaos.​

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Neue Gesichter in Sierra Simlone Stadt waren ja nichts Ungewöhnliches. So lernte ich dann auch Brandi kennen. Doch es kam mir so vor, als ob sie gar nicht so sehr an mir, als an Roland Interesse gefunden hätte. Zumindest versuchte sie den ganzen Abend lang ihm zu schmeicheln und streute immer wieder Komplimente in ihr Gespräch. Doch der arme Roland schien davon nichts mitzubekommen, dabei war es wirklich offensichtlich.​

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Im Laufe des Abends gesellte sich noch Holger zu uns. Ich weiß nicht woher, aber Roland schien ihn zu kennen und er war nicht sehr angetan von seinem Auftauchen. Ich verstand deshalb gar nicht, warum er ihn dann trotzdem ins Haus bat.​

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Ich schien ein Talent dafür zu besitzen, alle aufregenden Dinge zu verpassen. Denn ich versuchte Gerade den Deckel des Briefkastens, der gestern abgefallen war, anzuschrauben, als Holger und Roland aufeinander losgingen. Gerda erzählte mir später alles, aber wie es zu dem Streit gekommen war, wusste sie selbst nicht.​

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Auf alle Fälle behielt Holger klar die Oberhand in diesem Kampf und ließ einen bekümmerten Roland zurück. Ob es ihm wohl peinlich war, dass er vor Brandis Augen verprügelt wurde?​

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Am nächsten Morgen wollte ich mit Roland darüber reden, doch er wimmelte mich nur ab und erzählte etwas von "...verlorenem Dartspiel..." oder so ähnlich. Er wollte mir den Grund für den Streit also nicht sagen und das musste ich akzeptieren. Er würde schon zu mir kommen, wenn er reden wollte.​

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Na und am Abend war auch wieder alles in Ordnung. Manuela war da und wir drei tanzten eine Runde Schlambada um unser grünes Sofa herum. Juhu! So stellte ich mir mein Leben vor.​

Gedanken

Das würde ich doch einen gelungenen Start in mein neues Leben nennen. Ich war zufrieden, hier in Sierra Simlone Stadt, in meinem kleinen grünen Häuschen. Sogar mein Konto sah gar nicht übel aus. Allerdings lag das zum größten Teil an einem Fehler der Bank. Bei Rolands Einzug hatten sie mir fälschlicherweise 7000§ zuviel überwiesen und leider haben sie diesen Fehler auch schnell wieder korrigiert.​

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Aber ich hatte einen Job gefunden, der mir Spaß machte und der nicht schlecht bezahlt war. Inzwischen durfte ich selbst einige Experimente an unwissenden Probanden durchführen. Aber das ist nicht halb so schlimm, wie es sich anhört, schließlich hatte ich doch selbst als Versuchskaninchen begonnen.​


Ich hatte in dieser kurzen Zeit auch schon einige Kontakte geknüpft. Insbesondere Benjamin, Manuela und Gerda konnte ich zu meinen wirklichen Freunden zählen. Und natürlich Roland, meinen Mitbewohner.​

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Ich hatte ihn auch den Test der Einwanderungsbehörde machen lassen, einfach um ihn etwas besser kennen zu lernen. Aber so mürrisch war Roland überhaupt nicht.​

Allerdings hatte er auch nicht sehr viele Freunde. Ich glaube eigentlich, dass ich sogar seine einzige Freundin war. Und auf Holger hatte er eine Wut, die ich mir einfach nicht erklären konnte. Aber vielleicht würde er sich mir ja doch noch anvertrauen.​
 
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Stev84

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Kapitel 7: Kaffee und weiße Kittel


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Der Fragebogen, den ich am Flughafen ausfüllen musste, scheint den Herren Beamten wohl sehr geholfen zu haben, denn in den folgenden Wochen wimmelte es plötzlich von Menschen in Sierra Simlone Stadt. Scheinbar über Nacht wuchsen ganze Straßenzeilen aus dem staubigen Boden und langsam war mein kleines grünes Häuschen nicht mehr so einsam in der Wüste.

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Dabei hatte sich auch im Inneren einiges geändert. Auf Dauer war es doch ganz schön lästig geworden, dass entweder Roland oder ich auf dem Sofa schlafen musste. Also haben wir uns ein zweites Bett gekauft. Nun war es im Haus aber recht...gemütlich geworden. Eigentlich hätten wir das Haus ausbauen müssen, aber mit unseren 5000§ konnten wir uns gerade einmal den Architekten leisten.

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Also musste der Anbau erst einmal warten. Ich wunderte mich schon seit längerem, warum Roland immer nur in seinen Arbeitsklamotten herum lief. Schließlich stellte sich heraus, dass es ganz einfach die einzigen Sachen waren, die er besaß. Hinterher war mir die Frage so peinlich, dass ich ihm nicht mehr in die Augen schauen konnte. Und ihm war es noch viel unangenehmer. Also kratzte er seine letzten Simoleons zusammen und kaufte sich etwas zum Anziehen.

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Um diese Ausgaben zu decken und um den geplanten Ausbau zu finanzieren, hatte er sich noch einen neuen Job gesucht. Die Arbeit als Barista im Café wurde zwar nicht sonderlich gut bezahlt, aber immerhin brachte sie etwas Geld und die Arbeitszeiten waren flexibel.
Aber gleich am ersten Arbeitstag musste Kasimir im Café auftauchen. "Haben die von der Ölfirma endlich erkannt, was für ein Waschlappen du bist und dich rausgeschmissen?", fragte er hämisch. "Lass mich doch einfach in Ruhe!", versuchte Roland sich zu wehren, doch das stachelte Kasimir erst recht an.

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"Oh, ist das kleine Baby jetzt etwa eingeschnappt?", fragte Kasimir mit gespieltem Mitleid und grinste. "Du sollst mich in Ruhe lassen", versuchte es Roland noch einmal, doch diesmal wurde Kasimir wirklich böse. "Sonst was, du kleiner Wicht? Glaubst du etwa du kannst mir drohen? Du wirst schon sehen, was du davon hast!" Marlene hatte die ganze Zeit über das Gespräch mit angehört, doch jetzt reichte es ihr.

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Wütend warf sie sich auf Kasimir und begann wie schon letztens im Saloon auf ihn einzuschlagen. Doch diesmal ließ dieser sich nicht einmal auf einen Kampf ein. Er packte sie einfach fest am Arm und schleuderte sie zu Boden. "Langsam fängst du an lästig zu werden, Schlampe!", drohte er ihr. "Und wir beide sprechen uns noch", fügte er in Rolands Richtung gewand hinzu. "Hast Glück, dass ich jetzt zu einer Verabredung muss."

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Kasimir ging und Roland half Marlene beim Aufstehen und bedankte sich für ihre Hilfe, versicherte ihr aber, dass er auch alleine damit fertig geworden wäre. Dann zog er sich schnell um und stellte sich hinter den Kaffeeautomaten, denn dazu war er schließlich hier. Aber seine Gedanken kreisten nur um den Vorfall von vorhin und Roland wünschte sich inständig, endlich eine Lösung zu finden. Deshalb bemerkte er auch den jungen Kunden nicht, der nun schon zum wiederholten Mal versuchte einen Kaffee zu bestellen. Erst als dieser mit seiner Hand vor Rolands Gesicht wedelte, wurde dieser aus seinem Gedanken gerissen und konnte seiner Arbeit nachkommen.

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Und auch ich ging meiner Arbeit nach. Die Arbeit im Labor war ganz interessant. Doch ich verabscheute diese schrecklichen Kittel. Und die rosa Hose erst! Bei der Arbeit lernte ich Maxim kennen, der gleich im Labor neben meinem forschte und ich hielt es für eine gute Idee mal meine Kollegen etwas genauer kennen zu lernen.

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Maxim war ganz nett, doch unsere Unterhaltung bezog sich im Wesentlichen auf die Arbeit. Das war aber auch in Ordnung, denn so erfuhr ich, wie ich an eine bessere Position in unserer Firma kommen konnte. "Am Wichtigsten ist es, dass du immer nett zu unserem Chef bist", meinte er grinsend. "Und dann solltest du natürlich über Fachwissen verfügen. Beschäftige dich damit, was unsere Firma so alles tut und dann musst du damit vor irgendwem angeben, der wichtig ist. Ich hab es so gemacht und das hat mir eine eigene Projektleitung eingebracht."

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Maxim hatte Recht. Ich musste unbedingt etwas für meine Bildung tun. Um ehrlich zu sein, war ich nie besonders gut in der Schule gewesen und gerade Naturwissenschaften waren nicht so mein Ding. Irgendwie wäre es das einfachste, meine weiblichen Reize bei meinem Chef einzusetzen. Aber dann schämte ich mich auch schon dafür, dass ich so etwas überhaupt denken konnte. Also schnappte ich mir ein Buch und fing an zu lesen. "Die Bilanz eines kontinuierlichen Fermenters mit Wachstumskinetik erster Ordnung und Erhaltungsstoffwechsel". Das schien mir doch angemessen für den Anfang.

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Ich wusste nun nicht was genau den Ausschlag gegeben hatte, meine neues Fachwissen oder doch meine weiblichen Reize. Auf alle Fälle wurde mir kurze Zeit später auch die Leitung eines Projektes übertragen.

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"Das müssen wir unbedingt feiern", meinte Roland, als ich ihm von der Beförderung erzählte. "Im Stadtzentrum hat doch ein Club aufgemacht, den sollten wir mal auskundschaften."​
 

Kakii

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Wow...
Toll! Ich bin beeindruckt..
Diese Marlene mag Roland anscheinend sonst würde sie bestimmt nicht handgreiflich werden! Und dieser Kasimir ist mir mal einer! Nennt Marlene Schlampe und Flitchen! Was der sich erlaubt!
Ich denke in diesem Club wird er schon wieder aufkreuzen...
Der scheint Roland ja zu verfolgen..!!
Wir werden ja sehen wie es enden wird die Feier der Beförderung...
Mach weiter so
Kakii
 

Stev84

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@Kakii
Marlene würde jedem zu Hilfe eilen, nicht nur Roland. Da sie ihn aber immer wieder verteidigt, muss sie Roland wirklich besonders mögen. Dabei kennen sich die beiden nicht einmal besonders gut. Und Kasimir ist einfach nur ein Fiesling. Er sucht sich gerne jemand Schwächeres heraus und macht ihn fertig, damit er selbst sich besser und stärker fühlen kann.

Vielen Dank für deinen Kommentar!
 

Stev84

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Kapitel 8: Zeit zu feiern!

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Das war natürlich eine gute Idee. Ich schnappte mir das Telefon und rief Benjamin an, schließlich ist so ein Clubbesuch mit mehreren Leuten immer lustiger. Ich schlug Roland noch vor, dass er Brandi einladen sollte, doch er war nicht so begeistert von dem Vorschlag. Dabei dachte ich wirklich, dass er sie mochte.

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Im Club selber war es dann richtig abgefahren. Der ganze Raum war in ein violett-pinkes Licht getaucht und der DJ machte seinen Job auch nicht schlecht. Doch bevor es auf die Tanzfläche ging, probierten wir die Blasenmaschine aus. Plötzlich kam ein Typ mit Hut auf uns zu. "Kann ich mich zu euch setzen?", lächelte er Roland zu, als ob er ihn kennen würde und als dieser nur mit den Schultern zuckte, schloss er sich uns einfach an.

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Doch lange blieb ich nicht an der Blasenmaschine. Ich schnappte mir Benny und zog ihn auf die Tanzfläche. Erst versuchte er sich zu drücken, doch als ich ihn flehend anblickte, konnte er nicht anders und tanzte mit mir. Er war zwar nicht ein halb so guter Tänzer wie Roland, aber es machte trotzdem Spaß.

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Als dann ein langsameres Lied aufgelegt wurde, war er sichtlich verunsichert. Ich war wirklich gespannt, wie er nun reagieren würde. Aber weil nichts geschah, schob ich mich selber an ihn heran und erst dann legte er seine Arme unbeholfen um mich. Ich musste schmunzeln, wie sehr er sich doch zierte. Aber unter Freunden musste es doch möglich sein, auch eng umschlungen zu tanzen.

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Da ich mit Benny beschäftigt war, bemerkte ich gar nicht, dass Roland ganz allein in der Gegen herumstand und nicht so recht wusste, was er nun tun sollte. Also setzte er sich hin und sah Benny und mir beim Tanzen zu. Plötzlich bemerkte er, dass der Typ im Hut sich neben ihn auf die rosa Couch in Form einer riesigen Lippe setzte. "Du bist doch der Barista aus dem Café gleich gegenüber, nicht wahr?", fragte er Roland. "Der Typ, der mich heute Mittag fast nicht bedient hätte". Roland fuhr erschrocken zusammen. Gleich am ersten Tag ein unzufriedener Kunde. Wenn sein Chef das erführe!

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"Es tut mir leid, ich wollte nicht unhöflich sein. Den nächsten Kaffee bekommen Sie dafür umsonst von mir", stammelte Roland. Doch der Typ lächelte ihn nur breit an. "Hey, keine Angst, das war doch kein Vorwurf", beruhigte er Roland. "Ich wollte einfach mit dir ins Gespräch kommen. OK, neuer Versuch. Hallo, ich bin Tristan." Er hielt Roland die Hand hin, der diese ergriff und sich dann als Roland vorstellte.

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Die beiden schienen sich wirklich gut zu verstehen. Immerhin hingen sie den Rest des Abends zusammen rum. Und dabei schienen sie sich gut zu amüsieren. Jedes Mal, wenn ich die beiden entdeckte, waren sie am Lachen und Rumalbern. Es war schön Roland so ausgelassen zu sehen, denn sonst erlebte ich ihn eher als einen sehr zurückgezogenen Menschen.​
 
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Stev84

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Kapitel 9: Dick und rund? Na und!


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Meine neue Position in unserem Labor war zwar sehr gut bezahlt, aber ich merkte schnell, dass man für dieses Geld auch etwas von mir forderte. Und ich muss gestehen, dass ich teilweise ein wenig überfordert war. Als mich eine meiner Mitarbeiterinnen fragte, ob die lineare Form der Michaelis und Menten Kinetik nach Foster und Nieman der richte Ansatz zur Auswertung eines Satzreaktorversuches für enzymkatalysierte Reaktionen sei, konnte ich sie nur anstarren und dümmlich grinsen. Aber das sollte mir nicht noch einmal passieren. Als schnappte ich mir die entsprechenden Bücher und versuchte mir das anzueignen, was die meisten anderen in vier Jahren Studium lernten. Es lag also eine Menge Arbeit vor mir.

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Das nahm dann doch einige Zeit in Anspruch. Zumindest konnte ich nach ausgiebigen Nachforschungen der Mitarbeiterin versichern, dass ihr Ansatz tatsächlich zutreffend war. Alles andere wäre auch sehr schlecht gewesen, immerhin war das die Grundlage der Arbeit der gesamten letzten Woche gewesen. Ich arbeitete also, dann lernte ich, dann arbeitete ich wieder um am Abend noch mehr zu lernen. Da kann es mir wohl keiner verübeln, dass ich gelegentlichen Heißhungerattacken ausgesetzt war und dann innerhalb von Sekunden eine ganze Chipstüte verdrückte.

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Solche Attacken kamen ja nicht oft vor, höchstens zwei, drei Mal am Tag. Meine Oma meinte ohnehin, dass ich ein paar Pfunde mehr auf den Rippen vertagen könne. Nur dieser Arbeitskittel wirkt extrem unvorteilhaft auf die Figur. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mein Hinterteil riesig wäre.

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Ich wusste nicht, ob es an der neuen Arbeit oder am ungewohnten Wüstenklima lag, aber auch mein Busen kam mir deutlich größer vor. Mein Nachthemd spannte richtig. Vielleicht sollte ich mich im Geschäft nach neuen Klamotten umsehen?

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Gesagt, getan. Da ich an diesem Tag ohnehin frei hatte, konnte ich mich ein wenig im einzigen Bekleidungsgeschäft austoben. Es war gar nicht so leicht etwas zu finden, dass meine neu gewonnen Rundungen richtig präsentierte, aber schließlich fand ich ein paar Sachen, die mir recht gut zusagten.

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Und ich musste mir nicht einmal ein schlechtes Gewissen wegen der Ausgaben machen. Erst gestern wurden 7500§ auf mein Konto überwiesen. Meine Lernerei hat sich ausgezahlt, denn durch mein Fachwissen habe ich im Bericht eines Mitarbeiters eine neue Entdeckung gemacht und das lies die Kasse kräftig klingeln.

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Als ich wieder aus der Stadt kam, war Roland auch schon von der Arbeit zurückgekehrt. "Ist es in Ordnung, wenn ich heute Abend jemanden einlade?", fragte er mich schüchtern, nachdem er mich begrüßt hatte. "Na, klar ist das in Ordnung", antwortete ich ihm. "Schließlich wohnst du hier genau so wie ich. Du musst mich nicht extra fragen, wenn du jemanden Einladen willst." Bis zu diesem Tag war es aber noch nie vorgekommen, dass Roland jemanden mit nach Hause gebracht hätte. Ich war froh, dass er es endlich mal tat.

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"Wen willst du denn einladen?", fragte ich überhaupt nicht neugierig. "Etwa Brandi? Ich hatte gleich das Gefühl, dass ihr euch gut versteht." Roland guckte mich verwirrt an. Scheinbar hatte ich mich geirrt und es war nicht Brandi, die vorbeikommen wollt. "Nein", klärte Roland mich auf. "Es ist Tristan. Du weißt doch, der Typ, der sich in der Disco zu uns gesetzt hat. Er ist echt nett, du wirst ihn mögen."

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Wenige Minuten später begrüßte ich Rolands neuen Bekannten. "Du bist also Oxana", begann er das Gespräch. "Roland hat mir schon eine Menge von dir erzählt. Du bist tatsächlich so schön, wie er dich beschrieben hat." Ich grinste verlegen zurück. "Von dir hab ich bis jetzt noch überhaupt nichts gehört", musste ich eingestehen. Tristan lachte kurz auf. "Das macht doch überhaupt nichts. Dann erfährst du alles Wichtige direkt von mir." Roland hatte vollkommen Recht. Ich mochte Tristan.

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Da es im Haus wieder einmal viel zu stickig war, blieben wir gleich draußen. "Zeit für Schlambada!", schrie ich, schaltete das Radio an und begann kräftig meine Po kreisen zu lassen. Die Jungs fingen an ausgelassen zu johlen und feuerten mich an, bis sie sich mir dann anschlossen und wir drei gemeinsam unsere Popos kreisen ließen.

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Ich hatte nicht bemerkt, dass Roland plötzlich verschwunden war. Erst der Duft von frischen Crepes machte mich darauf aufmerksam und lockte mich ins Haus. Das Tanzen hatte mich doch ganz schön ausgehungert und ich stürzte mich auf die Pfannkuchen. "Gott, Tristan, die musst du probieren", schwärmte ich mit vollem Mund unserem Besuch vor. Ich konnte gar nicht verstehen, dass er dieses herrliche Dessert nicht sofort verschlingen wollte.

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Ich hatte in den letzten Wochen zwar sehr viel gelernt, aber das weckte nur den Drang in mir noch mehr zu lernen. Das laminare Strömungsverhalten in einem kontinuierlichen Festbettreaktor war einfach ein zu spannendes Thema. Außerdem genoss ich es in einem Buch zu schmökern und immer eine Kleinigkeit zum Naschen griffbereit zu haben. So machte das Lernen noch viel mehr Spaß.

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An meinem freien Tag rief Benny an. "Hast du Lust ins Freibad zu gehen?", fragte er mich. "Freibad? Klar, warum nicht", antwortete ich ihm und Roland nickte mir begeistert zu. Hier in Sierra Simlone Stadt war es eigentlich jeden Tag warm, aber heute war es besonders heiß und eine kleine Abkühlung würde uns allen gut tun. "Roland kommt übrigens auch mit. Das geht doch in Ordnung?", bemerkte ich zum Abschied. Es kam mir fast so vor, als ob Benny einen Moment mit seiner Antwort gezögert hätte, bevor er mir zustimmte.​
 

Michalis

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Hallo Stev,
so langsam kommt die Geschichte ja in Gang. Fehlen nur noch ein paar Kommis. Ich bin mal so frei:

Kindsköpfe
Sehr passende Überschrift für dieses Kapitelchen. Herrlich unbeschwertes WG-Leben im Kontrast zu den Zankereien der ortsansässigen Damen. Nanu? Auch der süße Roland und Holger haben ein (geheimes) Problem miteinander? Auch irgendwie kindsköpfig, sich deshalb gleich zu prügeln. Aber typisch Sims. :)
Interessant, der Einblick in Rolands Charakter, so extrovertiert kam er mir bisher gar nicht vor. Und so mürrisch schon gar nicht. Allerdings kenne ich das auch von meinen Sims, dass diese Anzeige nicht ganz die "Realität" (;)) abbildet.

Kaffee und weiße Kittel
Bauboom in Sierra Simlone. :D Und endlich ein zweites Bett für die WG, wenn schon keine eigenen Zimmer. Oje, schon wieder der fiese Kasimir! Was war da wohl in Rolands Vergangenheit, dass er solche Feinde hat? Gut, dass es da Frauen gibt wie Marlene. :D
Oxana hat dagegen recht drollige Probleme:
Doch ich verabscheute diese schrecklichen Kittel. Und die rosa Hose erst!
:lol:
Ein Buch mit dem Titel "Die Bilanz eines kontinuierlichen Fermenters mit Wachstumskinetik erster Ordnung und Erhaltungsstoffwechsel" lesen (und verstehen!) zu müssen, finde ich persönlich ja echt schlimmer. Aber sie nimmt's gelassen:
Das schien mir doch angemessen für den Anfang.
:lol:

Zeit zu feiern
Coole Location. Allerdings nicht grad gut besucht. Oxana und Ben finden etwas näher zueinander und Roland Gesellschaft: Tristan, der süße Typ mit dem Hut. Der ist nun wahrlich nicht schüchtern. :)

Dick und rund? Na und!
Dass Oxana sich bei solcher Lektüre ein paar Pölsterchen anfuttert, ist echt verständlich. :lol: Tristan kommt zum ersten Mal zu Besuch. Also bei diesen beengten Wohnverhältnissen muss man sich wohl wirklich vorher absprechen, bevor man Gäste einlädt. ;) Oxana scheint sich nun tatsächlich auf Ben zu konzentrieren und sich Albert erst mal abgeschminkt zu haben. Ob das was wird? Warum will sie wohl Roland mitbringen.... :rolleyes:

LG Michalis
 

Stev84

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Hallo Stev,
Kindsköpfe
Sehr passende Überschrift für dieses Kapitelchen. Herrlich unbeschwertes WG-Leben im Kontrast zu den Zankereien der ortsansässigen Damen. Nanu? Auch der süße Roland und Holger haben ein (geheimes) Problem miteinander?
Ich bin mal so frei, das Geheimnis zu lüften ;). Roland und Holgar haben Darts gespielt und ganz offensichtlich ist Holger ein sehr schlechter verlierer.

Allerdings kenne ich das auch von meinen Sims, dass diese Anzeige nicht ganz die "Realität" (;)) abbildet.
Ja, das ist sehr oft so. Die Punkte in der Charakteranzeige haben oft nur wenig mit dem Verhalten des Sims zu tun...oder mit dem, wie man den Sim handeln lässt.

Kaffee und weiße Kittel
Ein Buch mit dem Titel "Die Bilanz eines kontinuierlichen Fermenters mit Wachstumskinetik erster Ordnung und Erhaltungsstoffwechsel" lesen (und verstehen!) zu müssen, finde ich persönlich ja echt schlimmer.
Das war eines der Themen, die ich für mein Biotechnologiestudium etwa im 2. oder 3. Semster lernen musste.

Zeit zu feiern
Coole Location. Allerdings nicht grad gut besucht.
Der Lot stammt aus einem der SimsZone Adventskalender. Ich habe ihn nur ein wenig umgebaut.

Der ist nun wahrlich nicht schüchtern.
Nein, der ganz sicher nicht. Aber vielleicht ist er deshalb der ideale Freund für Roland um ihn ein bisschen mutiger und offener zu machen.

Dick und rund? Na und!
Also bei diesen beengten Wohnverhältnissen muss man sich wohl wirklich vorher absprechen, bevor man Gäste einlädt.
Auch wenn man mehr platz hat, sollte man sich immer noch absprechen. Das wird Oxana noch in Bälde am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Oxana scheint sich nun tatsächlich auf Ben zu konzentrieren und sich Albert erst mal abgeschminkt zu haben. Ob das was wird?
Albert hat ihr zwar gut gefallen, aber sie kennt ihn kaum und außerdem ist er verheiratet. Was sie für Benny empfindet, das weiß sie hingegen selbst noch nicht so richtig. Zur Zeit läuft die ganze Sache für sie noch auf rein freundschaftlicher Basis.

Warum will sie wohl Roland mitbringen....
Wie gesagt, zur Zeit ist Benny nur ein Freund. Und wenn man mit Freunden aus geht, dann macht man das in der Regel in einer größeren Gruppe.

Vielen Dank für den Kommentar, Michalis.

Und für alle anderen: Gleich gibt es das nächst Update. Ich war die ganze letzte Woche auf Geschäftsreise, daher die kleine Verzögerung.
 

Stev84

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Kapitel 10: Schrumpelfinger

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Wir machten uns auch gleich auf dem Weg. Bis zum Freibad waren es nur ein paar hundert Meter. Roland hatte schon zu Hause seine Badehose angezogen und sprang sofort in das erfrischende Nass. Ich hielt es dann doch für zu gewagt im Badeanzug durch die Stadt zu laufen, auch wenn es auch dem Weg nicht einmal Wohnhäuser gab. Aber man konnte ja nie wissen, wer einem über den Weg lief.

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Lange konnte Roland das Wasser aber nicht genießen, denn als er meinen Schrei aus der Umkleidkabine hörte sprang er sofort hinaus um mir zu Hilfe zu eilen. Doch bei diesem Problem konnte er mir nicht helfen. Ich war fett geworden. Fett! Ich kam aus der Kabine und präsentierte mich ihm mit einem entsetzten Gesichtsausdruck. Ich hatte nicht nur an Busen gewonnen, nein, meine ganzer Körper hatte an Masse zugelegt.

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"Oh mein Gott, Roland! Ich sehe aus wie ein Walross!" Ich schaute nach einmal an mir herab und piekste mir mit dem Finger in den Bauch. Ich spürte nicht den geringsten Widerstand. Mein Finger versank einfach unter einer weichen Fettschicht. "Warum hast du mir nicht gesagt, dass ich dermaßen zugenommen habe", fuhr ich Roland nun wütend an, der davon total überrascht wurde. "Hätte ich gewusst wie ich aussehe, wäre ich doch niemals mit ins Freibad gekommen."

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Roland war richtig eingeschüchtert von meinem Wutausbruch. "Ich...ich", begann er zu stottern. "Mir ist gar nicht aufgefallen, dass du zugenommen hast." Natürlich! Wir wohnen unter einem Dach und schlafen im selben Zimmer, aber er merkt es nicht, wenn ich 20 Kilo zulege. Ich starte ihn noch finsterer an. "Ehrlich, Oxana", entschuldigte er sich und fügte verlegen hinzu: "Für mich bis du wunderschön. Da spielt es keine Rolle, wie viel du wiegst."

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Das Kompliment entging mir irgendwie, denn plötzlich wurde mir klar, dass Benny jede Sekund im Schwimmbad auftauchen konnte. Wenn er mich so sehen würde, dann könnte ich jedes weitere Treffen gleich vergessen. "Der Whirlpool!", rief ich und lief sofort in dessen Richtung. Die Blubberblasen würden meine Pfunde verdecken und Benny würde nichts bemerken. Roland seufzte nur tief und folgte mir dann.

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Der Whirlpool war wirklich eine ausgezeichnete Idee. Erstens war es hier angenehm kühl, da dieser Whirlpool im Gegensatz zu den meisten anderen, mit kaltem Wasser betrieben wurde, außerdem sah man mir so tatsächlich nicht an, dass ich zugenommen hatte. Außer an Oberweite natürlich! Durch den Auftrieb der Blasen wirkte mein Busen sogar noch größer. Das würde Benny sicher ablenken. Ich war so in Gedanken vertieft, dass erst ein Spritzer Wasser aus Rolands Richtung mich zurück in die Wirklichkeit holte.

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Schließlich kam auch Benny. Er entdeckte uns gleich im Whirlpool und setzte sich direkt zu uns. Ich starte Roland gespannt an, ob Benny die Veränderung an meinem Körper doch auffallen würde. Doch scheinbar ging mein Plan auf. Von Benny kam kein Kommentar und auch an seinen Blicken konnte ich nichts Ungewöhnliches feststellen. Glück gehabt.

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"Lass uns doch mal rüber ins große Becken gehen und ein paar Bahnen ziehen", schlug Benny vor, nachdem wir schon etliche Stunden im Whirlpool verbracht hatten und wollte auch gerade aufstehen. Doch ich hielt ihn schnell zurück. "Halt! Hier ist es doch so entspannend. Lass uns lieber im Whirlpool bleiben. Außerdem sind wir hier doch viel ungestörter". Mein aufreizender Blick bei diesen Worten scheint ihn wohl überzeugt zu haben und wir blieben wo wir waren.

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Zum ersten Mal war ich froh, dass Benny nach drei Stunden wieder gehen musste. Inzwischen war meine Haut schon total verschrumpelt. Außerdem hatte ich einen Riesendurst. Als ich sicher war, dass Benny das Freibad verlassen und außer Sichtweite war, konnte ich endlich aus dem Whirlpool steigen. "Ich muss unbedingt abnehmen", bemerkte ich zu Roland, nachdem ich meinen Durst gelöscht hatte. Und ich fing damit an, dass ich ein einfaches Mineralwasser trank anstelle des köstlichen, zuckersüßen Eistees.

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Und ein wenig Sport konnte da auch nicht schaden. Und da wir im Schwimmbad waren, konnte ich auch gleich mit Schwimmen anfangen. Ich nahm Anlauf und rannte auf das Sprungbrett zu. Ich hatte das Gefühl, als würde der Boden beben, jedes Mal wenn meine Füße den Grund berührten. Und dann sprang ich, so graziös wie es mir in meiner derzeitigen körperlichen Verfassung möglich war in das Wasser und beglückte die umstehenden Kinder mit einer herrlichen Wasserfontäne.

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Zwar war ich schon nach den ersten drei Bahnen total aus der Puste, aber ich musste durchhalten. Ich wollte nicht noch einmal in eine so peinliche Situation kommen. Und als Roland sich dann zu mir gesellte, wurde es gleich viel einfacher. Ich zog so lange meine Runden, bis die Sonne hinter den Bergen verschwunden war und der Bademeister uns aus dem Freibad schmiss.​

 

Stev84

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Kapitel 11: Lasst die Pfunde purzeln!

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Am nächsten Morgen lief ich gleich rüber in den Laden und kaufte mir die aktuelle Ausgabe der "Julia". Der Aufhänger der Zeitschrift war "Die große Frühlingsdiät - Schlank in zwei Wochen". Genau das brauchte ich jetzt.

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Zuhause begann ich sofort den Artikel zu lesen. Allerdings war es nach "Julia" schon fast ein Verbrechen, dass ich diese Zeitschrift las, anstatt sich um die Gewichtsreduzierung zu kümmern. Ab heute musste ich meine Ernährung ändern, Wasser trinken bis mir schlecht wurde und Sport treiben. Viel Sport.

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Das einfachste war noch die Essensumstellung. Die Gerichte sollten möglichst wenige Kalorien enthalten, dabei aber immer noch ausgewogen sein. Und da bot sich ein leckerer Salat förmlich an. Roland hatte übrigens zugestimmt mich bei meiner Diät zu unterstützen und aß deshalb genau dasselbe wie ich. Das war auch das mindeste, was er tun konnte, schließlich hatte er mich doch nicht gewarnt, dass ich aufgegangen war wie ein Hefeteig.

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Und auch beim Sport machte er mit. Ein Fitnessstudio gab es in Sierra Simlone Stadt noch nicht und meine "Julia" sah auch keins vor. Stattdessen wurde das Radio angemacht um die Übungen mit Musikbegleitung durchzugehen.

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Roland machte zwar nicht jede Übung mit, aber er unterstützte mich dann wenigstens mental indem er mich anfeuerte und mir hilfreiche Tipps gab. Zumindest waren sie hilfreich gemeint, doch manchmal hing mir sein besserwisserisches Gehabe zum Hals raus. Sollte er es doch besser machen!

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Das Dumme war, dass er es dann auch tat. Es war so unfair. Während ich es kaum schaffte meine überproportionierten Oberschenkel zu heben und am liebsten erschöpft im Wüstensand aufgegeben hätte, schienen ihm weder die Sonne noch die Übungen das Geringste auszumachen.

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Wie gut, dass ich ja auch noch viel trinken sollte. So hatte ich immer eine gute Ausrede, um eine Pause einzulegen und mich etwas zu erholen. Währenddessen trainierte Roland einfach weiter. Seine Kondition wollte ich auch mal haben.

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Zur Entspannung schlug die "Julia" noch ein paar Joga-Übungen vor. Aber wo bitte blieb da die Entspannung? Ich schaffte es ja kaum mich so zu verrenken, wie es auf den Bildern gezeigt wurde, geschweige denn in dieser Position meine innere Ruhe zu finden.

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Auch das Lernen für meinen Job war anstrengend gewesen. Aber dieses Trainingsprogramm toppte es bei weitem. Beim Lernen konnte ich mich ja immer wieder mit etwas Süßem belohnen. Aber jetzt gab es keine Belohnung. Schon nach ein paar Tagen musste ich feststellen, dass Salat doch nicht so abwechslungsreich war, wie man annehmen könnte und auch das Vollkornmüsli zum Frühstück war nicht so das Wahre. Ich war froh, dass die Diät mir wenigstens nicht die süßen Früchte dazu verbot.

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Doch ich wollte es schaffen. Ich musste es schaffen! "Und, wie lange musst du dich noch abrackern, bis du deine Traumfigur erreicht hast?", fragte Roland, als ich wieder einmal angestrengt in meiner "Julia" blätterte. "Die Hälfte hab ich bereits geschafft", antwortete ich. Zumindest behauptete das die Zeitschrift.

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Doch leider sah ich davon überhaupt nichts. Ich sah immer noch aus wie ein aufgequollenes Gummibärchen und auch die Waage zeigte keine wirklich Besserung. Roland sah, dass es mir nicht gut ging und bot mir eine Rückenmassage an, die ich dankend annahm. "Die Mühe wird sich sicher bald auszahlen", ermutigte er mich. "Du schaffst alles, wenn du nur willst."

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Ich konnte nur hoffen, dass er Recht behielt. Und auch die "Julia" versicherte mir, dass der Erfolg dieser Diät sehr sprunghaft erfolgen würde. Also trainierte ich weiter. Tag um Tag. Manchmal war ich so müde, dass ich beinah schon während des Trainings einschlief. Aber ich gab nicht auf.

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Und es lohnte sich. Genau am vierzehnten Tag meiner "Julia"-Diät spürte ich, wie mein ganzer Körper sich straffte und alle Fettpölsterchen wie durch Zauberhand verschwanden. Ich war wieder schlank und so sollte es in Zukunft auch bleiben.

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Überglücklich lief ich ins Haus und sprang dem verdutzten Roland in die Arme. Und da ich nun wieder federleicht war, hatte er auch keine Mühe damit, mich aufzufangen. "Ich hab doch gewusst, dass du es schaffst", beglückwünschte er mich und dafür drückte ich ihn nur noch fester.
 

Stev84

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@Piepes

Ein Kommentar! Ein Kommentar! :lalala:
Ich hatte schon befürchtet, ich poste die Updates nur für mich selbst. Aber es freut mich, dass dir die Geschichte und die neuen Updates gefallen.
Vielen, vielen Dank!
 

YvaineLacroix

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Hallo!

Wie vanLuckner schon sagte, du postest bestimmt nicht nur für dich!!
Auch in mir hast du nun eine treue Leserin gefunden, die schon darauf brennt das nächste Kapitel verschlingen zu dürfen!
Ich finde Oxana ist ein sehr interessanter Charakter und deine Art zu schreiben gefällt mir wirklich sehr gut. Du hast einen ganz eigenen, sehr guten Stil, der einen auch oft zum Schmunzeln bringt. Weiter so! :up:
Mein Lieblingskapitel bis jetzt war das in Schwimmbad. Wie Oxana sich im Whirlpool "versteckt" damit Benny nicht sieht, dass sie zugenommen hat, fand ich zu herrlich! :lol: Und auch das neue Kapitel über das Abnehmen war herrlich amüsant!
Freue mich schon auf das nächste Kapitel!

LG
Yvaine
 

Stev84

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@vanLuckner und YvaineLacroix

Echt schön, wenn man weiß, dass es einige interessierte Leser gibt. Ich sehe zwar anhand der Klicks, dass wohl so einige den Thread anklicken, aber man weiß ja nie so genau, wer denn dann auch wirklich liest.
Ich freue mich, dass ich euch mit der Geschichte zum Schmunzeln bringen kann. Ich muss euch aber vorwarnen, dass die Geschichte mit der Zeit deutlich ernster wird. Auf Oxana werden noch so einige Probleme zukommen und ihr Übergewicht wird da das Geringste sein.
 

Stev84

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Kapitel 12: Umbau

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Und nach all der Plackerei der letzten Tage wollte ich endlich wieder Spaß haben. Also griff ich zum Telefon und rief all unsere Freunde an. Roland war zwar etwas besorgt, dass nicht alle ins Haus passten, aber mir brauchten uns ja auch keine Sorgen zu machen, dass es Regnen könnte.

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Aber unser Haus war viel größer, als es schien. Und neun Leute passten locker hinein. Auf alle Fälle hatten alle ihren Spaß.

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Und endlich war es mir wieder möglich, Benny zu sehen. Ich hatte ihn die letzten Wochen mit irgendwelchen blöden Ausreden von mir fern gehalten, weil ich einfach nicht wollte, dass er sah, wie dick ich geworden war. Und ich hatte schon Angst, dass er mir deswegen böse wäre. Doch er kam zu der Party und war genauso froh mich zu sehen, wie ich ihn. Ich hatte ihn so sehr vermisst und erst jetzt wurde mir bewusst, wie sehr ich ihn doch mochte.

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Und wie Endet eine Party in der Simlane 10? Natürlich mit einem Schlambada. Und bei diesem Tanz stimmt es wirklich: Je mehr Leute, desto besser!

Auch wenn ich die letzten Wochen sehr mit meiner Figur beschäftigt war, hatte ich doch nie meine Arbeit vernachlässigt und so wuchs der Betrag auf meinem Konto von Tag zu Tag. Und auch Roland steuerte mit seinen zwei Jobs einen nicht unerheblichen Teil hinzu. Schließlich hatten wir genug Geld zusammen, um den geplanten Ausbau des Hauses zu finanzieren.

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Es war nicht schwer einen Architekten aufzutreiben, denn zurzeit wimmelte es in Sierra Simlone Stadt nur so davon. Und da auch alle Baufirmen vor Ort waren, wuchs unser Haus in Windeseile aus dem Boden. Die vielen Neuankömmlinge zogen aber auch das Verbrechen mit sich, denn noch während des Umbaus schlich sich ein Dieb in unser noch unfertiges Haus. Es war gut, dass Roland und ich direkt vor dem Haus schliefen, sonst hätten wir ihn womöglich gar nicht bemerkt.

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Es war mir dabei vollkommen schleierhaft, was dieser Mensch überhaupt stehlen wollte. Das Haus war so gut wie leer. Und anstatt sich den Fernseher zu schnappen, der vielleicht noch ein paar Simoleons beim Pfandleier eingebracht hätte, schnappte er sich die billige Staffelei aus dem Baumarkt.

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Doch da ich sofort die Polizei rufen konnte, gelang es dem Dieb nicht einmal diese mitzunehmen. Der Polizeibeamte warf sich auf den Ganoven und versuchte ihn festzuhalten, bis seine Kollegen anrückten, doch leider war der Dieb geschickter und konnte sich aus dem Staub machen. Auch wenn ihm die Flucht gelang, musste ich doch ganz ehrlich zugeben, dass die Verbrecher in SimCity irgendwie besser organisiert waren.

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Das blieb aber der einzige Zwischenfall und nach ein paar Tagen waren die Bauarbeiten beendet. Mein Häuschen war immer noch grün, klein konnte man es jetzt aber wirklich nicht mehr nennen.

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Der Architekt gab mir dann auch einen Plan des Grundrisses unseres Hauses, falls wir irgendwann weitere Veränderung vornehmen wollten. Die Grundmauern des alten Häuschens mussten stehen bleiben. Es stellte sich heraus, dass es unter Denkmalschutz stand. Ich durfte zwar alles Mögliche an und drumherum bauen, aber das ursprüngliche Haus musste bestehen bleiben. Wieder eine dieser seltsamen Baurichtlinien der SimNation.

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Alle Innenwände des alten Hauses wurden entfernt. Und in dem neu entstandenen Raum befand sich nun das Wohnzimmer. Es ist ein Wunder, dass wir monatelang zu zweit auf diesen paar Quadratmetern gelebt hatten.

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Die Küche befand sich im Anbau, so wie der Rest der Räume. Endlich hatten wir etwas Platz zum Kochen. Und endlich war es möglich, dass mehr als drei Leute gleichzeitig am Tisch essen konnten.

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Aus einem mir unerfindlichen Grund hat der Architekt darauf bestanden, ein Arbeitszimmer zu bauen und aus einem noch unerfindlicheren Grund, habe ich mich von ihm überreden lassen. Wer bitte braucht ein Arbeitszimmer? Wahrscheinlich nur der Architekt um seinen Geldbeutel aufzufüllen.

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Doch das Schönste am Ausbau des Hauses war, dass wir nun endlich vernünftige Schlafzimmer besaßen. Und zwar eines für jeden von uns. Roland hatte seins...

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...und ich hatte meins. Die auf Dauer doch sehr schmalen Betten konnten endlich durch breitere ersetzt werden und endlich hatte ich einen Raum, in den ich mich zurückziehen konnte. Roland war zwar der beste Mitbewohner, den ich mir vorstellen konnte, aber ein wenig Privatsphäre braucht doch jeder von uns. Ein eigenes Zimmer! Das kannte ich nicht mehr, seit ich vor über einem Jahr das Haus meiner Eltern verlassen hatte.​
Und schon war von unseren Ersparnissen nichts mehr übrig. Aber da sowohl Roland, als auch ich regelmäßig Geld verdienten, machte ich mir darüber keine Sorgen.​
 
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